Reiseziele Ungarn Budapest Kodály Körönd

Kodály Körönd.

Budapest Ungarn 47° N · 19° E

Der Kodály Körönd ist einer der bezauberndsten und historisch vielschichtigsten öffentlichen Plätze Budapests und liegt an der ikonischen Andrássy Allee,…

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Geprüft August 2025
Kodály Körönd · Budapest
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Einleitung

Der Kodály Körönd ist einer der bezauberndsten und historisch vielschichtigsten öffentlichen Plätze Budapests und liegt an der ikonischen Andrássy Allee, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Dieser einzigartige kreisförmige Platz, der im späten 19. Jahrhundert als Teil der großen städtischen Vision Budapests entworfen wurde, wird für seine Neorenaissance-Architektur, seine harmonische Stadtplanung und seine kulturelle Bedeutung gefeiert. Umgeben von monumentalen Palais und Statuen zu Ehren ungarischer Helden bietet der Kodály Körönd einen Einblick in die politische Vergangenheit, das künstlerische Erbe und die sich entwickelnde Identität Ungarns. Ob Sie ein Architektur-Enthusiast, ein Geschichtsinteressierter oder ein neugieriger Reisender sind, dieser Leitfaden bietet wesentliche Besuchsinformationen, historischen Kontext und praktische Tipps für die Erkundung des Kodály Körönd und seiner Umgebung (dailynewshungary.com, welovebudapest.com, bookinbudapest.com).


Ursprünge und Stadtplanung

Der Kodály Körönd wurde als wichtiger städtischer Knotenpunkt bei der Umgestaltung Budapests im späten 19. Jahrhundert konzipiert. Die Idee für die Andrássy Allee – eine prachtvolle Allee, die das Stadtzentrum mit dem Stadtwäldchen verbindet – wurde in den 1870er Jahren umgesetzt. Der Kodály Körönd (ursprünglich „Körönd“) war als einer von zwei markanten Kreisverkehrsplätzen entlang der Allee geplant, neben dem Oktogon.

Das von Architekt Gusztáv Petschacher entwickelte Layout des Platzes weist eine kreisförmige Kreuzung auf, von der vier Straßen abzweigen, was die Liebe zu Symmetrie und monumentalen Gesten der damaligen Zeit widerspiegelt. Seine Gartenflächen und alten Bäume schaffen einen ruhigen Kontrast zum Trubel der Stadt (yourcitybudapest.com).


Architektonische Höhepunkte

Palais und Fassaden

Der Kodály Körönd wird von vier prächtigen Neorenaissance-Palais dominiert, die zwischen 1881 und 1885 erbaut wurden:

  • Vasutas-ház (Eisenbahnerhaus), entworfen von József Kauser
  • MÁV Pension Institute Tenement, von Gusztáv Petschacher
  • Hübner Courtyard, von Gyula Bukovics
  • Andrássy Courtyard, erbaut von Bukovics nach Plänen von Kauser

Diese palastartigen Residenzen weisen verzierte Fassaden mit Sgraffito-Fresken von Bertalan Székely und Lajos Rauscher sowie aufwendige schmiedeeiserne Tore von Gyula Jungfer auf. Ihre U-förmigen Grundrisse, geräumigen Innenhöfe und Eckkamine spiegeln die kosmopolitischen Ambitionen Budapests wider.

Künstlerische Details

Die Gebäude sind reich an Skulpturen, Reliefs und Friesen. Viele Innenräume, die bei Sonderführungen besichtigt werden können, zeigen aufwendige Wandgemälde und dekorative Eisenarbeiten.


Statuen und Symbolik

Zwischen 1902 und 1905 wurden vier Statuen zur Ehrung bedeutender ungarischer historischer Persönlichkeiten aufgestellt:

  • Miklós Zrínyi: Militärführer und Dichter (von József Róna)
  • Gabriel Bethlen: Fürst von Siebenbürgen
  • Stephan Bocskai: Fürst von Siebenbürgen
  • János Pálffy: General der Habsburger

Ihre Platzierung an den Himmelsrichtungen des Platzes betont den Nationalstolz und die Erinnerung an die ungarische Vergangenheit. Politische Veränderungen im 20. Jahrhundert führten zur Verlegung oder zum Austausch einiger Statuen, aber die Tradition der Ehrung von Nationalhelden lebt fort (bookinbudapest.com).


Namensänderungen und politische Geschichte

Die wechselnden Namen des Platzes spiegeln die turbulente Geschichte Ungarns wider:

  • Körönd: Ursprünglicher Name aus den 1890er Jahren
  • Adolf Hitler-Platz: Umbenannt 1938 während der nationalsozialistischen Einflussnahme
  • Körönd: Name nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergestellt
  • Kodály Körönd: Seit 1971 zu Ehren des Komponisten und Musikethnologen Zoltán Kodály, der in Nr. 87-89 wohnte, heute Heimat des Gedenkmuseums Zoltán Kodály (welovebudapest.com).

Besuch des Kodály Körönd: Praktische Informationen

Besuchszeiten und Eintritt

  • Platz: Offener öffentlicher Raum, 24/7 zugänglich, kostenlos.
  • Gedenkmuseum Kodály: In der Regel Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Besuchen Sie kodaly.hu für die aktuellsten Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

Anfahrt

  • Mit der U-Bahn: Die M1 (Millenniums-U-Bahn) hält an der Station Kodály Körönd – direkt unter dem Platz.
  • Mit der Straßenbahn: Die Linien 4 und 6 halten in der Nähe am Oktogon.
  • Zu Fuß/Mit dem Fahrrad: Die Andrássy Allee ist ideal für Spaziergänge oder Radtouren.

Barrierefreiheit

Der Platz und das Museum sind rollstuhlgerecht, mit Rampen und gut gepflegten Bürgersteigen. Die M1-U-Bahn-Station verfügt über Aufzüge.

Geführte Touren

Mehrere Unternehmen bieten geführte Spazier- und Radtouren an, die den Kodály Körönd als Teil einer Erkundung der Andrássy Allee und des architektonischen Erbes Budapests einschließen.

Fotospots

Der Platz ist bei Fotografen beliebt. Am frühen Morgen und späten Nachmittag ist das natürliche Licht am besten, um die Palais, Statuen und ruhigen Gärten einzufangen.


Nahegelegene Sehenswürdigkeiten

  • Heldenplatz (Hősök tere): Ein bedeutendes Wahrzeichen in 900 Metern Entfernung, das Tor zum Stadtwäldchen.
  • Stadtwäldchen (Városliget): Standort des Vajdahunyad-Schlosses, des Széchenyi-Badehauses und des Budapester Zoos.
  • Franz-Liszt-Musikakademie: Jugendstil-Meisterwerk und Kulturzentrum.
  • Ungarische Staatsoper: Ein Juwel der Neorenaissance.
  • Gedenkmuseum Kodály: Zoltán Kodálys Leben und Werk gewidmet.

Kulturelle Bedeutung

Der Kodály Körönd ist mehr als ein architektonisches Schaustück – er ist ein lebendiges Symbol für die sich entwickelnde Identität Budapests. Die Statuen, Gebäude und das Museum ehren gemeinsam die Helden und kreativen Köpfe Ungarns und verbinden Monarchie, politische Umbrüche und moderne Staatlichkeit. Er hat die Literatur inspiriert und wird von Einheimischen wegen seiner Nachbarschaftsatmosphäre geliebt.


Tipps für Besucher

  • Währung: In Ungarn gilt der Forint (HUF). Nutzen Sie Geldautomaten großer Banken; vermeiden Sie Euronet-Automaten wegen hoher Gebühren (Lonely Planet).
  • Tickets: Kaufen und entwerten Sie Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr im Voraus oder nutzen Sie die BudapestGO App.
  • Sicherheit: Die Gegend ist sicher, aber seien Sie im öffentlichen Nahverkehr wachsam gegenüber Taschendieben. Nutzen Sie Taxi-Apps wie Bolt; Uber ist in Ungarn nicht tätig.
  • Sprache: Englisch wird in touristischen Gebieten weitgehend gesprochen, aber ein paar grundlegende ungarische Sätze werden geschätzt.
  • Verpflegung: In der Nähe gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants, darunter das berühmte Restaurant Gundel.
  • Barrierefreiheit: Der Platz ist fußgängerfreundlich, aber tragen Sie bequeme Schuhe wegen der Kopfsteinpflaster.
  • Beste Besuchszeiten: Morgens oder spätnachmittags für Fotografie und eine ruhige Erfahrung (yourcitybudapest.com).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Besuchszeiten des Kodály Körönd? A: Der Platz ist 24/7 geöffnet. Das Museum ist in der Regel Dienstag–Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

F: Sind Tickets erforderlich? A: Keine Tickets für den Platz; für das Museum wird eine geringe Gebühr erhoben.

F: Wie komme ich dorthin? A: Nehmen Sie die U-Bahn-Linie 1 bis zur Station Kodály Körönd. Die Straßenbahnen 4/6 fahren in der Nähe.

F: Ist der Kodály Körönd barrierefrei? A: Ja, sowohl für Rollstühle als auch für Kinderwagen.

F: Gibt es geführte Touren? A: Ja, über das Museum und verschiedene Stadtführungsanbieter.

F: Welche nahegelegenen Sehenswürdigkeiten sollte ich besuchen? A: Heldenplatz, Stadtwäldchen, Franz-Liszt-Musikakademie, Ungarische Staatsoper und das Gedenkmuseum Kodály.


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Quellen

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Recherchiert und verfasst vom Audiala-Redaktionsteam aus historischen Aufzeichnungen, architektonischen Archiven und lokalem Wissen.

Zuletzt überprüft: August 2025

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