Einleitung
Das Stadio di Corso Marsiglia, auch bekannt als Campo Juventus, nimmt einen legendären Platz in der sportlichen und städtischen Geschichte Turins ein. Als erstes Stadion Italiens aus Stahlbeton und ursprüngliche Heimat von Juventus F.C. während seiner goldenen Ära war es ein Leuchtfeuer architektonischer Innovation und ein lebendiges Zentrum für die lokale Gemeinschaft. Obwohl die physische Struktur nicht mehr existiert, lebt sein Erbe weiter und ist in das kollektive Gedächtnis der Stadt und durch Touren, Museen und die breitere Fußballkultur Turins eingebettet. Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über die Geschichte des Stadions, praktische Besucherinformationen und Empfehlungen für die Erkundung verwandter Stätten in Turin.
Fotogalerie
Entdecke Stadio Di Corso Marsiglia in Bildern
Team photo of 1924-25 Bologna Football Club posing outside Juventus Ground in Turin before their away match against FBC Juventus in Italian League Prima Divisione Northern League group B.
Historic 1929 football match photo showing Juventus goalkeeper Gianpiero Combi and Bologna striker Angelo Schiavio during a Serie A Divisione Nazionale game at Torino's Campo Juventus stadium. Virginio Rosetta observes the play.
Historic photograph of F.B.C. Juventus football team line-up posing inside Campo Juventus in Turin, Italy during the 1930-31 season.
Historical black and white image showing Juventus players Raimundo Orsi, Giovanni Vecchina and Federico Munerati walking off the pitch at Campo Juventus in Turin on May 1, 1932, after a 3-2 home victory against Bologna SC during the 1931-32 Serie A season.
Historic football match at Campo Juventus, Turin, January 17, 1932: Federico Munerati of Juventus attempts to play while being defended by AS Ambrosiana-Inter players during a Serie A 1931–32 season game that ended 6-2 for Juventus.
Historic photo of Juventus players Raimundo Orsi, Giovanni Vecchina, and Federico Munerati leaving the field at Campo Juventus in Turin after a 3-2 home win against Bologna in the 1931-32 Serie A season on May 1, 1932.
Aerial view of Campo Juventus (Stadio di Corso Marsiglia) in Turin, Italy, historic home pitch of Foot-Ball Club Juventus from 1922 to 1939
Historic photo of Raimundo Bibiani 'Mumo' Orsi, Italian-Argentine footballer, posing with F.B.C. Juventus outside Campo Juventus in Corso Marsiglia, Turin during the early 1930s.
Historical black and white photo of Italian-Argentine footballer Renato Cesarini at Juventus in the early 1930s, standing outside Corso Marsiglia stadium in Turin.
Historic photo from May 1, 1932, showing Juventus players Raimundo Orsi, Giovanni Vecchina, and Federico Munerati exiting the pitch at Campo Juventus in Turin after a 3-2 win against Bologna S.C. during 1931-32 Serie A season.
Black and white photo of Italian-Argentine footballer Raimundo Bibiani Orsi with F.B.C. Juventus in early 1930s standing outside Campo Juventus in Corso Marsiglia, Turin, Italy.
Black and white historical photo of Italian footballer Felice Placido Borel II in action during a match for F.B.C. Juventus at the Campo Juventus in Turin in the early 1930s.
Ursprünge und architektonische Innovation
Das in den frühen 1920er Jahren erbaute und von Amedeo Lavini entworfene Stadio di Corso Marsiglia läutete ein neues Kapitel in der italienischen Sportarchitektur ein. Es war das erste Stadion des Landes, das Stahlbeton verwendete, was nicht nur die Haltbarkeit erhöhte, sondern auch größere, modernere Designs ermöglichte. Einzigartig war, dass es künstliche Beleuchtung für Nachtspiele einführte – eine Innovation, die Turin in den Zwischenkriegsjahren an die Spitze der europäischen Sportinfrastruktur brachte (Wikiwand).
Juventus F.C. und die goldene Ära des Stadions
Juventus F.C. machte Corso Marsiglia von 1922 bis 1933 zu seiner Heimstätte. Hier erlebte der Verein sein „Goldenes Fünfjahres-Quinquennium“ und gewann vier nationale Titel, darunter drei aufeinanderfolgende Meisterschaften zwischen 1931 und 1933. Die modernen Annehmlichkeiten des Stadions und die großen Menschenmengen trugen zu einer legendären Atmosphäre bei und festigten seinen Status als Festung im italienischen Fußball (Wikiwand).
Gemeinschaftliche Rolle und Multisportnutzung
Über den Fußball hinaus war das Stadion ein wahres Gemeindezentrum, das Leichtathletik und diverse kulturelle Veranstaltungen beherbergte. Seine künstliche Beleuchtung ermöglichte Abendveranstaltungen, trug zur sozialen Kohäsion bei und machte es zu einem Eckpfeiler der Modernisierung Turins im 20. Jahrhundert. Die inklusive Natur des Stadions spiegelte den breiteren Anspruch der Stadt wider, ein Zentrum für Sport und öffentliches Leben zu werden.
Niedergang, Abriss und Vermächtnis
Bis 1933 war Juventus dem Stadion entwachsen und zog in das heutige Stadio Olimpico Grande Torino um. Das ursprüngliche Stadion wurde später im Zweiten Weltkrieg beschädigt und schließlich abgerissen. Heute besteht das Gelände aus Wohn- und Geschäftsbebauung, aber seine historische Bedeutung wird durch Museen, Spaziergänge und das kollektive Gedächtnis bewahrt (MuseoTorino).
Besuch des ehemaligen Stadiongeländes
Lage und Anfahrt
Das ehemalige Stadion befand sich an der Kreuzung des Corso Marsiglia (heute Via Tirreno) und der Via Tripoli, mit dem Eingang am heutigen Largo Tirreno im Stadtteil Santa Rita (MuseoTorino; Wikipedia). Das Gebiet ist vollständig in die städtische Landschaft Turins integriert, ohne sichtbare Überreste des Stadions.
Anfahrt:
- Öffentliche Verkehrsmittel: Die Buslinien 62, 72 oder 75 verbinden das Stadtzentrum in etwa 30–40 Minuten mit Santa Rita (StadiumGuide).
- Mit dem Auto: Erreichbar über die Stadtautobahn Tangenziale mit Ausfahrt Via Tirreno oder Via Tripoli.
- Zu Fuß/Mit dem Fahrrad: Das Gelände liegt etwa 5 km südwestlich des Zentrums von Turin und ist über fußgängerfreundliche und für Radfahrer zugängliche Routen erreichbar.
Tickets und Touren
Es gibt keine Tickets oder offiziellen Besuchszeiten für das Gelände, da es sich nun um eine öffentliche Fläche handelt. Mehrere lokale Spaziergänge und Fußballerbe-Routen beinhalten jedoch Corso Marsiglia als interessanten Punkt. Für diejenigen, die tiefer eintauchen möchten, bieten das Juventus Museum und das Museo del Grande Torino umfangreiche Ausstellungen über das Fußballerbe Turins.
Barrierefreiheit und Reisetipps
Turin ist bekannt für seine Barrierefreiheit mit glatten Bürgersteigen, abgesenkten Bordsteinen und Niederflurbussen und -bahnen im Viertel Santa Rita (AboutTurin). Das Gebiet ist sicher und einladend, aber übliche städtische Vorsichtsmaßnahmen gelten. Tagesbesuche werden für ein vollständigeres Erlebnis empfohlen.
Was Sie mitbringen sollten:
- Geschichtskarten oder Reiseführer für den Kontext.
- Kamera, um den Standort und die umliegende Stadtlandschaft festzuhalten.
- Bequeme Schuhe.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Ergänzen Sie Ihren Besuch in Corso Marsiglia mit Stopps bei:
- Allianz Stadium & Juventus Museum: Moderne Heimat von Juventus und ein Zentrum für Fans (Juventus Official Website).
- Stadio Olimpico Grande Torino: Aktuelle Heimat des Torino FC und Ort von Gedenkveranstaltungen.
- Parco Rignon: Ein ruhiger Stadtpark in der Nähe.
- Turiner Stadtzentrum: Wahrzeichen wie die Mole Antonelliana, das Ägyptische Museum und die Piazza Castello (DreamPlanExperience).
Bewahrung der Erinnerung und Auseinandersetzung mit der Geschichte
Obwohl die ursprüngliche Struktur nicht mehr existiert, ehrt Turin das Erbe des Stadions durch historische Markierungen, engagierte Museumsausstellungen und fußballbezogene Spaziergänge. Die Umwandlung des Geländes in ein Wohnviertel ist ein Beispiel für Turins fortlaufende städtebauliche Entwicklung, die Fortschritt mit Respekt vor dem Kulturerbe vereint (MuseoTorino).
Für Fußballfans: Das Juventus Museum und das Museo del Grande Torino bieten immersive Erlebnisse, interaktive Ausstellungen und geführte Touren, die die entscheidende Rolle von Corso Marsiglia in der Fußballgeschichte Turins behandeln.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es noch etwas am ursprünglichen Standort des Stadio di Corso Marsiglia zu sehen? A: Das Stadion wurde abgerissen und das Gebiet ist jetzt ein Wohn- und Geschäftsviertel. Seine Geschichte wird in Museen, Touren und historischen Veröffentlichungen bewahrt.
F: Benötige ich ein Ticket oder eine Reservierung, um den Standort zu besuchen? A: Keine Tickets oder Reservierungen sind erforderlich, um das Gebiet zu besuchen. Geführte Touren, falls gewünscht, sollten im Voraus gebucht werden.
F: Ist das Gebiet für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, der Stadtteil Santa Rita verfügt über zugängliche Bürgersteige und einen öffentlichen Nahverkehr.
F: Was kann ich sonst noch besuchen, um mehr über die Fußballgeschichte von Juventus und Turin zu erfahren? A: Das Juventus Museum, das Museo del Grande Torino und geführte Spaziergänge sind ausgezeichnete Optionen.
Zusätzliche Ressourcen und weiterführende Lektüre
- Wikiwand: Stadio di Corso Marsiglia
- MuseoTorino – Società Spettacoli Sportivi di corso Marsiglia
- Offizielle Tourismus-Website von TurinTourismus
- Museo del Grande Torino
- Offizielle Juventus-Website
- AboutTurin – Accessible Turin
- DreamPlanExperience – Was gibt es in Turin zu sehen
- StadiumGuide – Juventus Stadium
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Ihr persönlicher Kurator, in Ihrer Tasche.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Audiala App
Verfügbar für iOS und Android
Werde Teil von 50.000+ Kuratoren
Quellen
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
Zuletzt überprüft: