Hamburg

Deutschland Aktualisiert May 2026

Das Erste, was dich in Hamburg trifft, ist der Geruch von Salz und Diesel, gemischt mit frischem Brot von einem Franzbrötchen-Stand. Diese Hafenstadt an der Elbe flüstert ihre Widersprüche nicht. Sie ruft sie von 37 Meter hohen Plazas und 132 Meter hohen Kirchtürmen hinaus.

Hamburg, Deutschland Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Attraktionen
9
Audio
53 h
Reisedauer
3-5 Tage
Beste jahreszeit
Mai bis September

Warum Hamburg

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Deutschlands zweitgrößte Stadt hat über Jahrhunderte verstanden, Wasser in Geld zu verwandeln. Die roten Backsteinlagerhäuser der Speicherstadt stehen noch immer auf Eichenpfählen, die in den 1880er Jahren in den Schlamm gerammt wurden. Gleich nebenan erhebt sich jedoch die Elbphilharmonie, deren Glaswellen das Licht auffangen, als wäre sie direkt aus der Nordsee herangetrieben.

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Was bleibt, ist nicht ein einzelnes Wahrzeichen. Es ist die Art, wie Hamburg sich weigert, zwischen seinen Identitäten zu wählen: der hart arbeitende Hafen, die kaufmännische Stadt des Backsteinexpressionismus und der überraschend grüne Ort, in dem Einheimische in Parks verschwinden, die so groß wie Kleinstädte sind.

  • Backstein und Wasser

    Die Speicherstadt steht auf 2.500 Eichenpfählen, die in den 1880er Jahren in den Schlamm getrieben wurden, und ist der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex, der je gebaut wurde. Geh in der Dämmerung an den schmalen Kanälen entlang, und du hörst das tiefe Summen der Geschichte, die noch immer in diesen Backsteinmauern lagert.
  • Plaza der Elbphilharmonie

    Die Plaza liegt 37 Meter über der Elbe auf dem alten Kaispeicher. Drei Millionen Menschen pro Jahr fahren allein wegen der Aussicht die Rolltreppen hinauf; das Licht verändert sich auf dem wellenförmigen Glas so stark, dass selbst Wiederkehrer stehen bleiben und schauen.
  • Unerwartet grün

    Hamburg hat 450.000 Quadratmeter Planten un Blomen und 205 Hektar Altonaer Volkspark innerhalb der Stadtgrenzen. Der Kontrast ist verblüffend: Eben fotografierst du noch Kräne, im nächsten Moment stehst du in einem japanischen Garten und hörst Wasser.
  • Die Wirklichkeit der Reeperbahn

    Die Straße, die einst Seeleute aufs Meer schickte, pulsiert noch immer nach Mitternacht, doch die eigentliche Geschichte liegt einen Block dahinter in den stillen Höfen und erhaltenen Fachwerkhäusern des 17. Jahrhunderts in den Krameramtsstuben. Zwei Welten mit derselben Postleitzahl.

Viertel

Wo es sich zu schlendern lohnt, Viertel für Viertel — jedes mit eigenem Rhythmus.

  • HafenCity

    Europas größtes innerstädtisches Neubauprojekt hat seit 2000 den urbanen Raum um 40 Prozent erweitert. Die Elbphilharmonie beherrscht die Skyline, doch das eigentliche Vergnügen liegt in den stillen Momenten: dem öffentlichen Atrium des Unilever-Hauses, dem alten Becken am Sandtorhafen mit seinen historischen Schiffen und der Art, wie die Architektur immer neue Blickwinkel aufs Wasser freigibt.
  • Speicherstadt

    Der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt ruht auf Millionen von Eichenpfählen. Zwischen 1883 und den späten 1920er Jahren erbaut, beherbergen seine UNESCO-geschützten roten Backsteinmauern heute das Miniatur Wunderland und das Internationale Maritime Museum. Spaziere in der Dämmerung an den schmalen Kanälen entlang, wenn in den Lofts die Lichter angehen.
  • St. Pauli

    Die Reeperbahn zieht noch immer die Massen an, doch das eigentliche Leben spielt sich in den Nebenstraßen ab. Hier ballen sich die Musikspielstätten der Stadt, und hier bietet der Grüne Bunker heute einen Dachgarten 30 Meter über dem alten Flakturm. Das Viertel wechselt von schäbig zu geschniegelt, Block für Block.
  • Sternschanze

    Die Hamburger zieht es für den Abend eher hierher als auf die Reeperbahn. Der Schulterblatt-Platz füllt sich mit Menschen, die aus Bars und Cafés auf die Straße strömen. Das Viertel verbindet unabhängige Läden, Streetart und jene selbstverständliche lässige Energie, die einen noch auf ein letztes Getränk bleiben lässt.
  • Blankenese

    Zwanzig Kilometer westlich des Zentrums steigt dieses ehemalige Fischerdorf einen Hang über der Elbe hinauf. Sein Treppenviertel zählt rund 5,000 Stufen, die sich zwischen weißen Häusern hindurchwinden. Steig auf den 72 Meter hohen Süllberg, für Ausblicke, die sich anfühlen wie eine andere Welt fern vom Containerhafen.
  • Ottensen

    Eine ruhigere Alternative zu St. Pauli mit schmalen Straßen voller guter Restaurants und Cafés. Das Viertel hat die entspannte Selbstsicherheit eines Ortes, an dem Menschen wirklich gut leben. Perfekt für lange Abendessen, aus denen eine zweite Flasche Wein wird.
  • Portugiesenviertel

    Versteckt zwischen Hafen und Innenstadt zeigt dieses kleine Viertel Hamburgs internationale Hafen-Seele so klar wie kaum ein anderer Ort. Portugiesische und spanische Restaurants säumen die Straßen. Der Duft von gegrilltem Fisch und das Stimmengewirr europäischer Sprachen mischen sich mühelos mit der Elbbrise.
  • St. Georg

    Die Lange Reihe bildet die Hauptschlagader dieses queerfreundlichen Viertels. Cafés breiten sich bis auf den Gehweg aus, und selbst zu typischen Besuchszeiten wirkt das Publikum erstaunlich lokal. Das Viertel liegt praktisch zwischen Hauptbahnhof und Alster, ohne je wie eine bloße Durchgangszone zu wirken.

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Bevor es losgeht

Anreise
Der Flughafen Hamburg (HAM) liegt 8 km nördlich des Zentrums. Die S-Bahn-Linie S1 fährt alle 10 Minuten und erreicht den Hauptbahnhof in 25 Minuten. Fernzüge kommen am Hamburger Hauptbahnhof an; über die Autobahnen A7 und A1 gelangen Autofahrer direkt an den Stadtring.
Unterwegs vor Ort
Das HVV-Netz umfasst vier U-Bahn-Linien, fünf S-Bahn-Linien, 32 MetroBus-Linien und sieben Hafenfähren. Eine Einzelfahrkarte in Zone AB kostet €4.10, eine Tageskarte €8.20. Die Hamburg CARD ab €12.90 beinhaltet unbegrenzte Fahrten und Ermäßigungen bei Sehenswürdigkeiten. Fahrräder fahren außerhalb der Hauptverkehrszeit kostenlos mit.
Klima & beste Reisezeit
Im Juli steigen die Sommerhöchstwerte auf 21 °C, dennoch fällt an 15 Tagen im Monat Regen. Im Winter liegen die Temperaturen bei etwa 3 °C, bei deutlich weniger Tageslicht. Mai und September bieten die beste Mischung aus milderen Temperaturen und weniger Andrang. Pack Kleidung zum Schichten ein: Der Wind von der Elbe macht selten Pause.
Sicherheit
Taschendiebe arbeiten am Hauptbahnhof, auf der Reeperbahn und an vollen Fähranlegern. Die Polizei unterhält waffenfreie und alkoholfreie Zonen rund um den Bahnhof und die Landungsbrücken. Wertsachen sollten geschlossen verstaut bleiben, und nach Einbruch der Dunkelheit solltest du dein Telefon nicht auf Restauranttische legen.

Hamburg, wo der Fluss die Regeln schreibt

Von Wikingerasche zu einer Lagersinfonie an der Elbe

  1. 832

    Ansgar errichtet den ersten Dom

    Papst Gregor IV. machte Hamburg zum Erzbistum. Ansgar, der Apostel des Nordens, errichtete St. Marien auf dem Hammaburg-Hügel. Die Holzkirche roch nach frischem Kiefernharz und Flussschlamm. Dreizehn Jahre später würden dänische Wikinger sie bis auf die Grundmauern niederbrennen.

  2. 845

    Wikinger brennen die Hammaburg nieder

    Dänische Plünderer setzten die Siedlung in Brand. Der Erzbischof floh. Hamburg lernte früh, dass sein Fluss Leben schenkt und es mit derselben Leichtigkeit wieder nimmt. Die Asche markierte die erste von vielen Zerstörungen, die die Stadt überstehen würde.

  3. 1189

    Die gefälschte Urkunde

    Friedrich Barbarossa soll Hamburg die freie Schifffahrt auf der Elbe gewährt haben. Das Dokument wurde später als Fälschung entlarvt. Trotzdem bildete diese falsche Urkunde jahrhundertelang das rechtliche Rückgrat des Hafens. Hamburg wusste schon immer, wie man aus einer guten Geschichte etwas macht.

  4. 1241

    Bündnis mit Lübeck

    Hamburg und Lübeck schworen sich gegenseitigen Schutz vor Piraten und Räubern. Dieser Pakt wurde zum Keim der Hanse. Zwei Städte entschieden, dass Handel wichtiger war als feudale Loyalität. Diese Entscheidung prägte Nordeuropa für die nächsten dreihundert Jahre.

  5. 1284

    Der große mittelalterliche Brand

    Am 5. August verschlangen die Flammen fast jedes Haus. Ein einziges Gebäude blieb stehen. Die Bürger bauten sofort wieder auf und weigerten sich, dem Feuer das letzte Wort zu überlassen. Der Geruch von verkohltem Holz blieb Generationen lang im Gedächtnis der Stadt.

  6. 1350

    Der Schwarze Tod halbiert die Stadt

    Etwa die Hälfte der Bevölkerung starb. Mehr als sechstausend Menschen. Die Pestkarren rollten durch Straßen, die plötzlich zu breit wirkten. Hamburg trieb weiter Handel, während es seine Toten begrub.

Ganze Zeitleiste zeigen (30 Momente)
  1. 1401

    Störtebeker wird hingerichtet

    Der Pirat Klaus Störtebeker und seine Mannschaft wurden am 21. Oktober auf dem Grasbrook enthauptet. Der Legende nach liefen ihre kopflosen Körper noch an der Reihe der Scharfrichter vorbei. Die Geschichte spukt bis heute durch die Hafenkneipen.

  2. 1529

    Das Luthertum wird Gesetz

    Der Rat der Stadt übernahm am 15. Mai Johannes Bugenhagens Kirchenordnung. Hamburg brach mit Rom und ordnete sein gesamtes religiöses Leben neu. Der Wandel war schnell, unblutig und endgültig.

  3. 1558

    Deutschlands älteste Börse eröffnet

    Kaufleute gründeten die Hamburger Börse. Im Gebäude roch es nach baltischem Wachs, Gewürzen und nasser Wolle. Der Handel war dem alten Zunftsystem nun endgültig entwachsen.

  4. 1619

    Die Hamburgische Bank wird gegründet

    Die Bank of Hamburg öffnete ihre Türen. Sie wurde zu einer der vertrauenswürdigsten Finanzinstitutionen Nordeuropas. Kaufleute konnten ihre Geschäfte nun abwickeln, ohne schwere Münzen über gefährliche Meere zu transportieren.

  5. 1678

    Erstes öffentliches Opernhaus in Deutschland

    Bürger gründeten eine kommerzielle Operngesellschaft. Das erste privat betriebene öffentliche Opernhaus auf deutschem Boden. Hamburg hörte Musik, die durch Eintrittskarten bezahlt wurde und nicht von Fürsten.

  6. 1721

    Telemann wird städtischer Musikdirektor

    Georg Philipp Telemann kam nach Hamburg und übernahm die Musik an den fünf Hauptkirchen der Stadt. Er blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1767. Der Klang der Stadt veränderte sich für immer.

  7. 1703

    Der Fischmarkt beginnt

    Der Sonntagsfischmarkt nahm bei Tagesanbruch den Handel auf. Die Marktschreier rufen ihre Preise noch immer in derselben theatralischen Art aus wie vor mehr als drei Jahrhunderten. Der Geruch von Hering und Meerwasser ist unverändert.

  8. 1750

    Ein Blitz zerstört St. Michaelis

    Der erste Michel wurde vom Blitz getroffen und brannte ab. Hamburg baute ihn größer wieder auf. Der neue Turm sollte zur bekanntesten Silhouette der Stadt am Himmel werden.

  9. 1786

    Brahms’ späterer Turm wird vollendet

    Der zweite Turm von St. Michaelis ragte nun 132 Meter über die Dächer. Johannes Brahms würde in seinem Schatten aufwachsen. Die Kirche lässt ihre Glocken noch immer über den Hafen klingen.

  10. 1806

    Napoleon gliedert die Stadt ein

    Französische Truppen marschierten ein. Die Kontinentalsperre würgte den Hafen ab. Acht Jahre lang lernte Hamburg, was geschieht, wenn Politik den Handel überstimmt.

  11. 1814

    Befreiung von der französischen Herrschaft

    Verbündete Truppen befreiten die Stadt. Der Handel nahm fast sofort wieder Fahrt auf. Der Hafen begann seinen langen Weg zurück zur europäischen Vormachtstellung.

  12. 1833

    Johannes Brahms wird geboren

    Brahms kam am 7. Mai im engen Gängeviertel zur Welt. Die schmalen Gassen und verrauchten Kneipen seiner Kindheit verließen seine Musik nie ganz. Er trug Hamburgs eigensinnige Lyrik mit nach Wien.

  13. 1842

    Der Große Brand zerstört das Zentrum

    Vom 5. bis 8. Mai wüteten die Flammen. Zwanzigtausend Menschen verloren ihr Zuhause. Das alte Rathaus, St. Nikolai und ganze Viertel verschwanden. Die Bürger nutzten die Katastrophe, um breitere Straßen und bessere Gebäude zu errichten.

  14. 1857

    Heinrich Hertz wird geboren

    Der spätere Entdecker der elektromagnetischen Wellen wurde in Hamburg geboren. Er besuchte das Johanneum, bevor er die Physik für immer veränderte. Die Stadt beansprucht ihn bis heute für sich, auch wenn sein Ruhm anderswo entstand.

  15. 1883

    Der Bau der Speicherstadt beginnt

    Vierundzwanzigtausend Bewohner wurden umgesiedelt, um Platz für den größten Lagerhauskomplex der Welt zu schaffen. Rotziegelriesen erhoben sich auf Tausenden Eichenpfählen, die in den Schlamm getrieben wurden. Das Projekt brachte Schönheit und Bitterkeit zugleich hervor.

  16. 1892

    Choleraepidemie tötet 8,600 Menschen

    Die Krankheit schlug im August zu. Robert Koch kam, um die Diagnose zu bestätigen. Die mangelhafte Wasserfiltration im wachsenden Hafen erwies sich als tödlich. Erst danach baute die Stadt ein modernes Wassersystem.

  17. 1897

    Neues Rathaus eingeweiht

    Das heutige Rathaus öffnete am 26. Oktober seine Türen. Seine prächtigen Säle verkündeten, dass Hamburg auch im Deutschen Kaiserreich eine stolze Republik blieb.

  18. 1911

    Alter Elbtunnel eröffnet

    Arbeiter vollendeten den 426 Meter langen Fußgängertunnel 24 Meter unter dem Fluss. Hafenarbeiter konnten nun hinüberwechseln, ohne auf Fähren zu warten. In den gekachelten Gängen hallen bis heute Schritte nach, mehr als ein Jahrhundert später.

  19. 1918

    Helmut Schmidt wird geboren

    Der spätere Bundeskanzler kam in Barmbek zur Welt. Als Innensenator würde er später die Rettung während der Flut von 1962 aus derselben Stadt heraus leiten. Schmidt hörte nie auf, wie ein Hamburger zu klingen.

  20. 1943

    Operation Gomorrha

    Zwischen dem 24. Juli und dem 3. August warfen alliierte Bomber Feuer auf Hamburg. Rund 35,000 Menschen starben. Der Feuersturm erzeugte Winde, die stark genug waren, um Bäume zu entwurzeln. Die zerstörte Turmspitze von St. Nikolai steht noch immer als Zeugin.

  21. 1962

    Nordseesturmflut

    In der Nacht zum 16. Februar stieg das Wasser 5.73 Meter über den Normalstand. Allein in Hamburg ertranken dreihundertsiebzehn Menschen. Helmut Schmidt koordinierte die Rettung und wurde über Nacht zu einer nationalen Figur.

  22. 1960

    Die Beatles spielen in Hamburg

    Fünf Jungs aus Liverpool begannen ihre Engagements in den Clubs von St. Pauli. Sie spielten Marathon-Sets in verrauchten Räumen, bis sie ihren Sound fanden. John Lennon sagte später, er sei in Hamburg erwachsen geworden, nicht in Liverpool.

  23. 2015

    UNESCO würdigt die Speicherstadt

    Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus erhielten den Status als Welterbe. Roter Backstein und grüner Kupferbelag bekamen damit endlich offizielles Lob dafür, die Geschichte des Welthandels zu erzählen.

  24. 2017

    Die Elbphilharmonie eröffnet

    Die Glaswelle auf dem alten Kaispeicher begrüßte am 11. Januar ihr erstes Publikum. Ihre Plaza liegt 37 Meter über der Elbe. Mehr als fünfundzwanzig Millionen Menschen sind seitdem diese Treppen hinaufgestiegen.

Wer hier lebte

  • Komponist · 1833–1897

    Johannes Brahms

    In Hamburg geboren und aufgewachsen

    Brahms wuchs in den engen Gassen des Gängeviertels auf und spielte seine ersten Klavierstücke in Hamburger Schankstuben. Die Stadt prägte seine frühe Disziplin, auch nachdem er nach Wien gegangen war. Heute würde er vermutlich über die Elbphilharmonie-Konzerte lächeln, die seine Symphonien über das Wasser tragen, das er einst nur von den Docks kannte.

  • Komponist · 1714–1788

    Carl Philipp Emanuel Bach

    Lebte hier 1768–1788

    Er kam 1768 nach Hamburg, um als Musikdirektor der fünf Hauptkirchen Telemann nachzufolgen, und wurde so stark mit der Stadt verbunden, dass man ihn den „Hamburger Bach“ nannte. Zwanzig Jahre lang hallten seine Experimente am Tasteninstrument durch dieselben Kirchen, die du noch heute besuchen kannst. Die ruhelose Energie der Hafenstadt passte zu seinem zukunftsgewandten Stil.

  • Staatsmann · 1918–2015

    Helmut Schmidt

    In Hamburg geboren und politisch geprägt

    In Barmbek geboren, studierte Schmidt an der Universität Hamburg und leitete später die Innenbehörde der Stadt. Sein kühler Umgang mit der Sturmflut von 1962 machte ihn landesweit bekannt, bevor er Bundeskanzler wurde. Wenn du heute am Rathaus vorbeigehst, kommst du an dem Gebäude vorbei, in dem sein politischer Charakter geschmiedet wurde.

  • Musiker · 1940–1980

    John Lennon

    Lebte und trat hier 1960–1962 auf

    Die Beatles spielten Hunderte von Stunden in Hamburger Clubs, als sie noch lernten, die Beatles zu sein. Lennon sagte später, er sei vielleicht in Liverpool geboren worden, aber in St. Pauli aufgewachsen. Die Nächte auf der Reeperbahn lehrten ihn Ausdauer auf der Bühne, und die Stadt beansprucht bis heute einen Teil der Entstehungsgeschichte der Band für sich.

Wo essen

Wo Einheimische wirklich zum Abendessen einkehren — keine Touristenmenüs.

Insider- Tipps

Kleine Dinge, die verändern, wie die Stadt dir begegnet.

  • Im Mai oder September kommen

    Mai und September bringen milde Temperaturen um 17°C und weniger Andrang als Juni bis August. Du erlebst trotzdem den Hafengeburtstag Anfang Mai und genießt die Elbfähren ohne die Schlangen der Hochsaison.
  • Die Hamburg CARD nehmen

    Kaufe die Hamburg CARD für unbegrenzte Fahrten im AB-Bereich einschließlich der S1 vom Flughafen sowie Ermäßigungen bei mehr als 150 Attraktionen. Mit 12,90 € für einen Tag rechnet sie sich nach zwei Museen und ein paar Fährfahrten schon von selbst.
  • Auf Taschendiebe achten

    Bewahre Wertsachen rund um den Hauptbahnhof, die Reeperbahn und volle Fähranleger mit geschlossenem Reißverschluss auf und lass sie nicht auf Tischen liegen. Die Polizei weist ausdrücklich auf diese Orte hin, an denen Trickdiebe die Menschenmenge ausnutzen.
  • Fischbrötchen im Stehen essen

    Geh zu Brücke 10 an den Landungsbrücken für ein Herings- oder Räucherfischbrötchen. Iss es draußen unter kreisenden Möwen statt am Tisch — so machen es die Einheimischen.
  • Vom Flughafen die S1 nehmen

    Nimm die S1, die alle 10 Minuten vom Flughafen Hamburg zum Hauptbahnhof fährt und 25 Minuten braucht. Das ist günstiger und einfacher als ein Taxi, außer du hast sehr viel Gepäck.
  • Früh ein Franzbrötchen probieren

    Hol dein Franzbrötchen bei Franz & Friends oder Backecht vor 10 Uhr. Das buttrige, zimtgefüllte Gebäck ist schnell ausverkauft und schmeckt am besten noch warm aus dem Ofen.

Häufig gefragt

Lohnt sich ein Besuch in Hamburg?

Ja, wenn du Häfen, moderne Architektur und maritime Atmosphäre magst. Allein die Plaza der Elbphilharmonie, 37 Meter über der Elbe und seit der Eröffnung mit 25 Millionen Besuchern, verändert den Blick auf die Stadt. Dazu kommen die UNESCO-geschützten Speicherstadt-Lagerhäuser, und schon hast du einen Ort, der sich zugleich wie alter hansischer Hafen und selbstbewusste Stadt des 21. Jahrhunderts anfühlt.

Wie viele Tage braucht man in Hamburg?

Drei volle Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Vier Tage geben dir Zeit für einen langsamen Spaziergang durch die Speicherstadt, eine Hafenfähre und einen Abend in der Sternschanze. Fünf Tage schaffen Luft für die Kunsthalle und einen Ausflug durch den Alten Elbtunnel.

Wie kommt man vom Flughafen Hamburg ins Stadtzentrum?

Die S1 fährt alle 10 Minuten und braucht 25 Minuten zum Hauptbahnhof. Mit einer Einzelfahrkarte kostet sie weniger als 4 €, mit der Hamburg CARD ist sie kostenlos. Vor beiden Terminals warten Taxis, und Kartenzahlung wird akzeptiert.

Ist Hamburg für Touristen sicher?

Hamburg ist im Allgemeinen sicher, aber Taschendiebe sind in vollen Bereichen wie dem Hauptbahnhof, der Reeperbahn und an den Fähranlegern unterwegs. Es gilt die übliche Vorsicht einer Großstadt. Offizielle Waffenverbotszonen gibt es rund um den Bahnhof und die Landungsbrücken.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Hamburg?

Von Mai bis September ist das Wetter am besten für Spaziergänge und Hafenfähren. Mai und September bieten das beste Gleichgewicht aus Temperaturen und Besucherzahlen. Juni bis August ist am wärmsten, aber auch am niederschlagsreichsten.

Muss ich Miniatur Wunderland im Voraus buchen?

Ja. Die größte Modelleisenbahn der Welt ist regelmäßig ausverkauft. Buche Zeitfenster-Tickets online, besonders an Wochenenden und in den Schulferien.

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Bildnachweise (8)
  1. Wolfgang Weiser — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/36799085/
  2. Muhammed Hanefi — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/33988677/
  3. Wolfgang Weiser — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/31336187/
  4. Wolfgang Weiser — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/32485983/
  5. Naimish Verma — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/29250921/
  6. Tim Diercks — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/33520309/
  7. Wolfgang Weiser — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/36799087/
  8. Maisy Yates — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/32402998/

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