Kolumbus-Denkmal

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Das Monumento a Cristóbal Colón in Sevilla, Spanien, ist ein monumentales Denkmal zu Ehren des legendären Entdeckers Christoph Kolumbus und zeugt von Spaniens…

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Kolumbus-Denkmal

Das Monumento a Cristóbal Colón

Das Monumento a Cristóbal Colón in Sevilla ist ein Denkmal zu Ehren von Christoph Kolumbus und erinnert an Spaniens Zeitalter der Entdeckungen. Es liegt am südöstlichen Ende der Jardines de Murillo, auf der Plaza de Colón und nahe dem Guadalquivir. In der Nähe des Flusses wurden Kolumbus’ Schiffe für seine historischen Reisen ausgerüstet. Das Denkmal befindet sich außerdem an einem Ort, an dem einst die Puerta de Jerez, eines der historischen Stadttore Sevillas, stand. (Quelle)

Geschichte und Bedeutung

Die Idee für ein großes Kolumbus-Denkmal wurde im 19. Jahrhundert vorgeschlagen, als der spanische Nationalismus wieder erstarkte. Sevilla wurde wegen seiner historischen Verbindungen zu Kolumbus und den spanischen Erkundungen Amerikas als Standort ausgewählt.

Nach mehreren Entwürfen und Kontroversen wurde 1885 der Entwurf von Arturo Mélida ausgewählt. Das Denkmal sollte als Grabstätte für Kolumbus dienen und zugleich Spaniens imperiale Vergangenheit allegorisch darstellen. Der Bau begann 1891 und wurde 1929 abgeschlossen. Kolumbus’ Überreste wurden 1899 von Havanna nach Sevilla gebracht. Der genaue Standort der Überreste ist umstritten, doch das Denkmal gilt als seine offizielle Ruhestätte.

Das Monumento a Cristóbal Colón steht für Spaniens komplexe Beziehung zu seiner imperialen Vergangenheit: Es feiert den Geist der Erkundung und Entdeckung, erinnert aber auch an die Kolonialisierung und ihre Folgen für die indigenen Bevölkerungen Amerikas. Heute ist es ein beliebtes Touristenziel und ein Ausgangspunkt, um Sevillas Geschichte und seine Verbindung zum Zeitalter der Entdeckungen zu erkunden.

Was es zu sehen gibt

Säule und Sockel

Die Säule wird in den Beschreibungen mit unterschiedlichen Höhen angegeben: einmal mit 70 Fuß, außerdem mit 149 Fuß (45 Meter). Die Höhe von 149 Fuß soll auf das Jahr 1492 anspielen, in dem Kolumbus’ historische Reise begann. Die Säule besteht aus rötlichem Marmor aus der nahegelegenen Stadt Carmona. Sie ist aus mehreren zusammengefügten Trommeln gebaut und nicht aus einem einzigen Monolithen.

Der Sockel aus weißem Stein bildet einen Kontrast zur Säule und ist mit Skulpturen und Reliefs verziert. An seinen Ecken stehen vier allegorische Figuren, die Kastilien, León, Aragón und Navarra darstellen. Sie halten jeweils ein Schild und stehen auf einer Schiffsauflage. Zusammen symbolisieren sie die Einheit Spaniens und seine Unterstützung für Kolumbus’ Expeditionen.

Bronzereliefs an den Seiten des Sockels zeigen Szenen aus Kolumbus’ Leben und Reisen, von der Abfahrt aus Palos de la Frontera bis zu seinen Begegnungen mit den indigenen Völkern Amerikas.

Figuren, Löwen und Architekturstile

Die Angaben zur Figur an der Spitze unterscheiden sich: Sie wird als Bronzestatue Kolumbus’ beschrieben; die architektonische Detailbeschreibung bezeichnet sie als Siegesgöttin Victory. Diese steht dort mit ausgebreiteten Flügeln und wird häufig fälschlicherweise für Kolumbus gehalten. Sie soll den Erfolg menschlicher Unternehmungen und den Geist der Erkundung darstellen.

Am Fuß des Denkmals stehen vier aus weißem Stein gemeißelte Löwen. Sie symbolisieren Stärke und Mut.

Das Denkmal verbindet mehrere Architekturstile. Neugotische Einflüsse zeigen sich in der vertikalen Erscheinung, den spitzbogigen Bögen um die Reliefs und den filigranen Details des Sockels. Klassische Figuren und Allegorien verweisen auf die Renaissance. Bunte Fliesen und geometrische Muster, besonders am Sockel, erinnern an den Mudejar-Stil, der islamische und christliche Kunst verbindet.

Grabstätte und Umgebung

Das Grab Kolumbus’ befindet sich am Fuß der Säule. Vier überlebensgroße Bronzefiguren tragen den Sarkophag: Pedro González de Mendoza, Kardinal von Spanien, Martín Alonso Pinzón, Kapitän der Pinta, Vicente Yáñez Pinzón, Kapitän der Niña, sowie eine vierte Figur, die oft als Priester identifiziert wird.

Der offene Raum der Plaza de Colón ermöglicht den Blick auf das Denkmal aus verschiedenen Richtungen; die umliegenden Gärten bilden eine ruhige Kulisse. Seine Lage schafft außerdem eine visuelle Achse zum Torre del Oro am Guadalquivir. Das Denkmal und der Torre del Oro verweisen so auf Sevillas Vergangenheit als Hafenstadt und auf die Entdeckungsgeschichte.

Besucherinformationen

Eintritt und Öffnungszeiten

  • Öffnungszeiten täglich von 9 bis 19 Uhr.
  • Eintritt 5 €, mit Ermäßigungen für Studierende, Senioren und Kinder unter 12 Jahren.

Das Denkmal und die Umgebung sind generell für Besucher mit Behinderungen zugänglich. Der Zugang zum Inneren und zu Aussichtspunkten kann jedoch eingeschränkt sein. Zu spezifischen Merkmalen der Barrierefreiheit wird eine vorherige Nachfrage bei der Verwaltung des Denkmals empfohlen.

Tipps für den Besuch

Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag hilft, die Mittagshitze und Menschenmengen zu vermeiden. Das Denkmal ist mit dem Bus, der Straßenbahn oder zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreichbar.

Nahegelegene Sehenswürdigkeiten

Das Monumento a Cristóbal Colón liegt in Gehweite zu zahlreichen historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Plaza de Toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla

Die Plaza de Toros de la Real Maestranza, Sevillas bekannte Stierkampfarena, liegt nur einen kurzen Weg vom Denkmal entfernt. Sie zählt zu den ältesten und renommiertesten Stierkampfarenen Spaniens. Eine Führung durch die Arena und ihr Museum bietet Einblicke in die Geschichte und Tradition des Stierkampfs.

Archivo General de Indias

Das Archivo General de Indias, eine UNESCO-Welterbestätte, liegt direkt gegenüber dem Denkmal. Es beherbergt eine Sammlung von Dokumenten zum spanischen Empire in Amerika, darunter Karten, Diagramme und Manuskripte aus dem 16. Jahrhundert.

Alcázar von Sevilla

Der Alcázar von Sevilla ist ein königlicher Palast, der maurische und christliche Architekturstile verbindet und zum UNESCO-Welterbe gehört. Zu sehen sind opulente Innenräume, Höfe mit Springbrunnen und Orangenbäumen sowie kunstvolle Fliesenarbeiten und Gärten.

Kathedrale von Sevilla und La Giralda

Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kathedrale der Welt und eine UNESCO-Welterbestätte. La Giralda, ihr Glockenturm, war ursprünglich ein Minarett aus maurischer Zeit. Von oben bietet sich ein Panoramablick über die Stadt.

Plaza de España

Die Plaza de España wurde für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 erbaut. Ihr halbkreisförmiges Backsteingebäude verbindet Renaissance-Revival- und maurischen Revival-Stil und ist mit kunstvollen Fliesenarbeiten verziert. Brücken überspannen einen Kanal; dort können Besucher Ruderboote mieten oder auf einer Bank Platz nehmen.

Barrio Santa Cruz

Das Barrio Santa Cruz, Sevillas historisches jüdisches Viertel, zeichnet sich durch enge Kopfsteinpflasterstraßen, weiß getünchte Gebäude mit blumengeschmückten Balkonen und versteckte Plätze aus. Dort finden sich Tapas-Bars und Flamenco-Lokale, Innenhöfe und kunstvolle Fliesenarbeiten.

Museo de Bellas Artes de Sevilla

Das Museo de Bellas Artes de Sevilla ist ebenfalls ein Ziel für Kunstliebhaber.

Parque de María Luisa

Der Parque de María Luisa gehört zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten.