Das Museum Kunstpalast
Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf verbindet historische, moderne und zeitgenössische Kunst. 1913 gegründet, geht es auf die Schirmherrschaft des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz im späten 17. Jahrhundert zurück. Seine Sammlung reicht von der Renaissance bis zu modernen Installationen und umfasst Gemälde, Skulpturen, grafische Arbeiten, Glas, Handwerkskunst und neue Medien (Google Arts & Culture).
Das Museum ist ein bedeutender Ort für künstlerischen Ausdruck und kulturellen Austausch in Düsseldorf und der Region Rheinland. Präsentationen, die alte Meister mit modernen Künstlern und nicht-westlichen Werken verbinden, machen unerwartete Bezüge zwischen Epochen und Stilen sichtbar (Lonely Planet).
Geschichte
Ursprünge und Entwicklung zum städtischen Kunstmuseum
Die Geschichte des Kunstpalast ist eng mit Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (1658–1716), auch Jan Wellem genannt, verbunden. Seine Förderung der Kunst führte zur Gründung einer der ersten quasi-öffentlichen europäischen Gemäldegalerien. Die frühe Galerie war zunächst eine private Sammlung und legte den Grundstein für das spätere Kunstpalast (Google Arts & Culture).
Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Sammlung zu einem städtischen Kunstmuseum. Dieses bewahrt und präsentiert das künstlerische Erbe Düsseldorfs und der weiteren Region Rheinland (Kunstpalast).
Öffentlich-private Partnerschaft und Gebäude
2001 wurde das Kunstpalast als erste öffentlich-private Partnerschaft in Deutschland im Museumsbereich wiedereröffnet. Beteiligt waren die Stadt Düsseldorf und mehrere Unternehmenspartner, darunter E.ON AG (vormals VEBA AG), die Metro Group und Degussa. Die Partnerschaft ermöglichte Investitionen in die Infrastruktur und die Sammlungen des Museums (Google Arts & Culture).
Das heutige Museumsgebäude befindet sich am Ehrenhof 4–5 und umfasst 5.500 Quadratmeter. Seine Fläche bietet Platz für die vielfältigen Sammlungen und Ausstellungen (Kunstpalast).
Was es zu sehen gibt
Sammlung europäischer Gemälde
Die Sammlung europäischer Gemälde reicht vom 15. bis zum 20. Jahrhundert und hat ihre Wurzeln in der Galerie des Kurfürsten Johann Wilhelm. Sie umfasst etwa 3.000 Werke vom Beginn der Renaissance bis zum Impressionismus. Zu den vertretenen Künstlern zählen Eduard Bendemann, Bernardo Bellotto, Theodor Hildebrandt, Giovanni Bellini, Carl Gustav Carus, Lovis Corinth und Lucas Cranach der Ältere (Kunstpalast).
Künstlerzimmer und zeitgenössische Kunst
Die vom jeweiligen Künstler selbst gestalteten Künstlerzimmer geben Einblicke in dessen kreativen Prozess. Dazu gehören Nam June Paiks Multimonitor-Installation „Fish Flies on Sky“ (1983–1985) und der ZERO-Lichtraum, ein Gemeinschaftswerk von Heinz Mack, Otto Piene und Günter Uecker. Zu den zeitgenössischen Installationen zählen Thomas Schüttes „Furniture for ‘One Man Houses’“ (2005) und Stephan Balkenhols „Large Head with Small Man“ (2010) (Google Arts & Culture).
Praktische Besucherinformationen
Öffnungszeiten und Tickets
Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und montags geschlossen. Der Eintritt kostet 12 €; für Studierende und Senioren gibt es ermäßigte Preise. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind im Museum oder online über die offizielle Website des Museum Kunstpalast erhältlich.
Führungen, Veranstaltungen und Angebote
Das Museum bietet Führungen in mehreren Sprachen sowie Workshops und Vorträge an. Sonderveranstaltungen, darunter temporäre Ausstellungen und kulturelle Programme, finden regelmäßig statt. Für aktuelle Informationen wird auf die Website des Museum Kunstpalast verwiesen. Im Robert-Schumann-Saal gibt es außerdem Konzerte. Kinder und Jugendliche können das Museum kostenlos besuchen (Kunstpalast).
Barrierefreiheit
Für Rollstuhlfahrer stehen Rampen und Aufzüge zur Verfügung. Audioguides und taktile Ausstellungen richten sich auch an sehbehinderte Besucher.
Tipps
Das Museum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee liegt in fußläufiger Entfernung. Für Autofahrer stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Im Museum bieten Kunstwerke und Installationen Fotomotive; auch die Architektur und der umliegende Ehrenhof-Komplex eignen sich zum Fotografieren.
Nahegelegene Orte
In der Umgebung liegen die Düsseldorfer Altstadt, der Rheinturm und das MedienHafen-Viertel.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Öffnungszeiten hat das Museum Kunstpalast?
Die Öffnungszeiten stehen im Abschnitt „Öffnungszeiten und Tickets“.
Wie viel kosten die Tickets für das Museum Kunstpalast?
Eintrittspreise und Ermäßigungen sind im Abschnitt „Öffnungszeiten und Tickets“ aufgeführt.
Gibt es Führungen?
Informationen zu Führungen findest du unter „Führungen, Veranstaltungen und Angebote“.
Ist das Museum Kunstpalast barrierefrei?
Die Angaben zur Barrierefreiheit stehen im gleichnamigen Abschnitt.
Welche nahegelegenen Attraktionen kann ich besuchen?
Die nahegelegenen Orte sind im Abschnitt „Nahegelegene Orte“ aufgeführt.