Lima.

12° S · 77° W Peru

Lima empfängt einen nicht sanft, sondern mit kaltem Pazifiknebel, salziger Luft und dem Duft von Anticuchos, die noch um neun Uhr abends über der Glut zischen. Perus Hauptstadt ist eine Stadt der Kontraste, die sich nicht entscheiden will zwischen Lehmtempeln aus vorspanischer Zeit, kolonialen Balkonen und einer Gegenwart, in der einige der spannendsten Bars und Restaurants der Welt zu Hause sind.

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Lima, Peru
Lima · Peru
30
Attraktionen
3–4 Tage
days suggested
Dezember–April (klare Tage)
best season
DE · EN
narration

03 Top tickets in Lima.

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Lima Half-Day City Walking Tour (Small Groups)
Platz San Martín
Lima Half-Day City Walking Tour (Small Groups)
4.9 ab €20.72
Skip the Line: Larco Museum Admission Ticket
Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera
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4.9 ab €17.96
City Tour Panoramic Bus Departure From Larcomar
Platz San Martín
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4.6 ab €30.62
Lima's Vibrant Heritage: Exploring the City's Landmarks Half-day
Plaza Mayor Von Lima
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4.4 ab €33.67
Lima by night including Catacombs & Water Show Tour
Palast Torre Tagle
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4.9 ab €50.94
Private Tour with guide in Museo de Arte de Lima - MALI
Museo De Arte De Lima (Mali)
Private Tour with guide in Museo de Arte de Lima - MALI
5.0 ab €17.27

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01 An einleitung

synthesized from 240+ sources ·

LLima empfängt einen nicht sanft, sondern mit kaltem Pazifiknebel, salziger Luft und dem Duft von Anticuchos, die noch um neun Uhr abends über der Glut zischen. Perus Hauptstadt ist eine Stadt der Kontraste, die sich nicht entscheiden will zwischen Lehmtempeln aus vorspanischer Zeit, kolonialen Balkonen und einer Gegenwart, in der einige der spannendsten Bars und Restaurants der Welt zu Hause sind.

Diese Metropole liegt in Schichten übereinander: präkolumbische Huacas tauchen mitten zwischen breiten Verkehrsachsen auf, im historischen Zentrum hallen Klöster und Kirchen noch immer von religiösem Leben wider, und in Barranco erzählen Wandbilder, Galerien und alte Villen von einer Stadt, die Tradition und Gegenwart mühelos zusammenbringt. Miraflores zeigt die elegante, aufgeräumte Postkartenseite Limas, Barranco die bohemienhafte und kosmopolitische, während San Isidro mit Olivenhainen, Geschäftstürmen und feiner Gastronomie eine ganz eigene Ruhe ausstrahlt.

Zusammengehalten wird all das vor allem vom Essen. Ceviche gehört in Lima auf den Mittagstisch, nicht in die Nacht; Anticuchos, Chicharrón-Sandwiches, Chifa-Klassiker und süßer Turrón de Doña Pepa erzählen von einer Küche, in der indigene, afrikanische, chinesische, japanische und kreolische Einflüsse selbstverständlich ineinandergreifen. Wer hierherkommt, sollte Hunger mitbringen, die Uhr großzügig ignorieren und sich auf eine Stadt einlassen, in der der Garúa-Nebel die Grenzen zwischen Ruinen, Marktständen und Rooftop-Bars weichzeichnet.

Photography Hotspot Budget Friendly Family Friendly

02 Why Lima.

What makes this place worth slowing down for.

Koloniale Gassen voller Geschichte

Im UNESCO-geschützten Herzen Limas ragen Kolonialbalkone aus dem 16. Jahrhundert über mit baldosas gepflasterte Gehwege. Zwischen Kathedrale, Regierungspalast und barocken Fassaden hängt noch immer der Duft von Weihrauch und Vizekönigszeit in der Luft. Am Portal des Palacio de Torre Tagle lohnen die fein gearbeiteten Doppeladler einen zweiten Blick: ein aristokratisches Lima en miniature.

Die große Fusionsküche am Pazifik

Lima versteht sich wie kaum eine andere Hauptstadt als kulinarischer Schmelztiegel: indigene Traditionen, spanische Küche, afroperuanische Einflüsse, Chifa und Nikkei verschmelzen hier ganz selbstverständlich. Auf den Tellern treffen Ají, Wok, Limette und Pazifikfisch zusammen, und mit Maido, Kjolle, Mérito, Mayta und dem weiterhin legendären Central spielt die Stadt weltweit in der obersten Liga.

Barranco als Freiluftgalerie

Barranco ist Limas poetischstes Viertel: verblasste Villen, Wandbilder, kleine Galerien und alte Herrenhäuser ziehen sich bis zur Steilküste hinunter. Wer über die Bajada de Baños zur Puente de los Suspiros spaziert, erlebt den Stadtteil zwischen Bohème, Straßenkunst und Meeresbrise. Tagsüber wirkt alles gelassen, abends füllen sich Bars, Ateliers und Cafés mit neuem Leben.

Klippen, Parks und Pazifiklicht

Der Malecón von Miraflores zieht sich kilometerweit über den Klippen entlang und verbindet Parks, Aussichtspunkte, das Parque del Amor und Larcomar mit weitem Blick über den Pazifik. Unten branden die Wellen der Costa Verde, oben starten Gleitschirmflieger in den Aufwind. Gegen Abend färbt sich der Horizont silbrig, und Lima zeigt seine eleganteste Seite.


03 Sehenswürdigkeiten.

Not every monument, just the ones we'd walk you past ourselves.

Distrikt San Miguel (Lima)
Editor's pick
01 · Place

Distrikt San Miguel (Lima)

- Anreise: Kommen Sie früh an, um das Beste aus Ihrem Besuch zu machen. - Komfort: Tragen Sie bequeme Schuhe und bringen Sie Sonnencreme, Hüte und Wasser mit, b

Platz San Martín
02 Place

Platz San Martín

Platz San Martín in Lima, Peru.

Regierungspalast
03 Place

Regierungspalast

---

Distrikt Chorrillos
04 Place

Distrikt Chorrillos

Einst sickerte Süßwasser aus diesen Klippen und gab Chorrillos seinen Namen; heute treffen hier Fischer, Feuchtgebiete, Kriegserinnerung und die größten Strandmengen von Lima aufeinander.

Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera
05 Place

Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera

45,000 präkolumbische Objekte, Regale, in die Sie tatsächlich hineinschauen können, und Perus berühmteste erotische Keramiken machen Larco zu weit mehr als einem gewöhnlichen Museumsstopp.

Huaca Pucllana
06 Place

Huaca Pucllana

Die Geschichte der Calle General Borgoño beginnt im 16.

Kathedrale Von Lima
07 Place

Kathedrale Von Lima

Die Kathedrale von Lima, offiziell bekannt als Kathedrale Basilica von Lima, ist ein monumentales Symbol der kolonialen Geschichte Perus, seiner religiösen…

All 144 places in Lima

04 Neighborhoods.

Where to wander, by quarter — each with its own rhythm.

01

Barranco

Barranco ist Limas stimmungsvollstes Viertel: alte Herrenhäuser in verblassten Bonbonfarben, Straßenkunst, kleine Galerien und der Blick hinunter zum Pazifik geben dem Stadtteil seine lässige Eleganz. Tagsüber sitzt man auf schattigen Terrassen bei Kaffee oder besucht Museen und Ateliers, abends wandelt sich Barranco zur Ausgehadresse mit Bars, Livemusik und Restaurants, die weit über Lima hinaus bekannt sind.

02

Miraflores

Miraflores ist für viele Reisende die unkomplizierteste Basis. Entlang des Malecón schweben Paraglider über den Klippen, unten zieht sich die Costa Verde am Meer entlang, und zwischen Parks, Cafés und Hotels liegt mit Larcomar eines der bekanntesten Einkaufs- und Flanierziele der Stadt. Dazu kommen ausgezeichnete Restaurants, verlässliche Infrastruktur und eine Lage, die vieles leicht erreichbar macht.

03

San Isidro

San Isidro wirkt ruhiger, gepflegter und eine Spur exklusiver als andere Teile der Stadt. Hinter modernen Bürohäusern und diskreten Adressen liegen elegante Restaurants, gute Hotels und mit dem Bosque El Olivar ein historischer Olivenhain, der dem Viertel fast etwas Mediterranes gibt. Wer Komfort, gehobene Küche und eine entspannte Atmosphäre sucht, ist hier richtig.

04

Centro Histórico

Im historischen Zentrum zeigt sich Lima als ehemalige "Stadt der Könige". Über den Straßen ragen dunkle, kunstvoll geschnitzte Kolonialbalkone, rund um die Plaza Mayor versammeln sich Kathedrale, Regierungspalast und Erzbischöflicher Palast, und im Konvent von San Francisco wird die religiöse und vizekönigliche Vergangenheit besonders greifbar. Am besten erkundet man diesen Teil der Stadt tagsüber, wenn Plätze, Museen und monumentale Fassaden ihr ganzes Gewicht entfalten.

05

Pueblo Libre

Pueblo Libre ist ein eher wohnliches Viertel, das vor allem wegen seiner Museen ein lohnendes Ziel ist. Hier liegt das Museo Larco, eines der besten Häuser des Landes für präkolumbische Kunst, mit prachtvollen Gärten und einem legendären Schaudepot. Der Stadtteil eignet sich wunderbar für einen kulturellen Tagesausflug, bei dem sich Museumsbesuch, Mittagessen im Grünen und ein Blick auf das ruhigere Lima verbinden lassen.

06

Surquillo

Surquillo ist Lima ohne Hochglanzfilter und gerade deshalb so spannend. Auf den Märkten stapeln sich Mais in Violett, Dutzende Kartoffelsorten, Chilis und Kräuter, die viele Spitzenköche der Stadt hier einkaufen. Wer essen verstehen will, nicht nur konsumieren, findet zwischen einfachen Garküchen, Anticuchos-Ständen und Marktständen eine der authentischsten Seiten Limas.

07

Callao (La Punta & Monumental)

Callao gehört zwar nicht zu den klassischen Wohnvierteln Limas, ergänzt die Stadt aber um eine rauere, maritime Facette. Im Hafenviertel treffen Street Art, umgenutzte Lagerhäuser und Kulturprojekte auf die Geschichte des alten Seehafens, während La Punta mit Uferpromenade, Meeresluft und Blick auf Inseln mit Seelöwen fast kleinstädtisch wirkt. Wer Lima über seine elegante Küstenkulisse hinaus kennenlernen möchte, findet hier einen spannenden Kontrast.

Historische Zeitleiste

Wo die Wüste auf das Imperium trifft: Fünf Jahrtausende Lima

Von Lehmziegelpyramiden zur Stadt der Könige, geformt von Erdbeben und Migration

Prähispanische Zeit
ca. 200 v. Chr.

Eine Pyramide aus Lehm erhebt sich

Auf einem sandigen Höhenzug über der Schwemmebene des Rímac beginnen Baumeister der Lima-Kultur, Millionen handgeformter Adobe-Ziegel zur Huaca Pucllana aufzuschichten. Die Stufenpyramide, 24 Meter hoch und 150 Meter lang, prägt die erste Skyline der Stadt; auf ihrer abgeflachten Spitze leuchtet der helle Lehm in der Küstensonne, während Priester in Ritualen über Aussaat und Bewässerung von Mais- und Baumwollfeldern entscheiden.

ca. 1470 n. Chr.

Die Inka erreichen die Küste

Inka-Ingenieure ziehen ins Tal hinab, Schleudersteine klappern gegen Rüstungen aus Baumwolle. Sie gliedern Pachacámac ihrem Herrschaftsbereich ein und machen das bereits tausend Jahre alte Orakel zu einem der vier großen Heiligtümer des Reiches. Von den Lehmterrassen aus eilen Läufer 200 Kilometer bis nach Cusco und tragen Knotenschnüre mit Volkszählungen; Baumwolle von der Küste und getrockneter Fisch wandern nun in Lama-Karawanen ostwärts über die Anden.

Frühe Kolonialzeit
1535

Pizarro gründet die Ciudad de los Reyes

Francisco Pizarro pflanzt ein Kreuz aus Zedernholz am Ufer des Rímac auf und ritzt mit der Schwertspitze ein Raster von 117 Häuserblöcken in den Boden. Innerhalb weniger Wochen entstehen 200 spanische Haushalte auf der Grundlage erzwungener Inka-Arbeit, während außerhalb des neuen Platzes die strohgedeckten Hütten des lokalen Herrschers Taulichusco qualmen. Die erste Messe der Stadt hallt in einer provisorischen Kapelle aus Schilf und Lehm wider: Lima wird als scharfe Klinge der spanischen Macht in Südamerika geboren.

1536

Die Inka scheitern vor den Mauern

Im Morgengrauen stürmen 4.000 Inka-Krieger unter Quizu Yupanqui über die Brücke des Rímac und rufen "Taki unquy!", einen messianischen Schlachtruf, auf den die Pferde der Spanier mit eisenbeschlagener Panik antworten. Die 200 Konquistadoren schließen sich hinter Barrikaden aus Palmstämmen zusammen; nach fünf Monaten ziehen sich die Angreifer zurück. Seitdem weiß Lima, dass sein Überleben immer auch von Pulver und Glück abhängt.

1541

Pizarro wird beim Abendessen ermordet

Während er in seinem Palast an der Plaza einen Kichererbseneintopf kostet, wird Pizarro von Anhängern der Almagristen mit vierzehn Stichen getötet. Sein Blut spritzt auf den frisch verlegten Zedernboden; der Gründer der Stadt stirbt mit einem Schwert in der Hand, das er nie ganz zu beherrschen wusste. Limas erster Trauerzug mit schwarzem Samt und läutenden Glocken setzt den Ton für jene barocke Prachtentfaltung, die das Leben in der Vizekönigszeit prägen wird.

1546

Lima wird Erzbistum

Mit einer päpstlichen Bulle steigt Lima zur Metropole der Kirche auf und erhält geistliche Zuständigkeit von Panama bis Feuerland. Blattgold wird auf Maultieren herangeschafft, um das Retabel der neuen Kathedrale zu vergolden; in den Beichtstühlen flüstern 300 Konquistadoren ihre Sünden, noch immer nach Schießpulver und Andenblut riechend.

1551

Die Universität San Marcos öffnet

Eine königliche Urkunde verwandelt ein Dominikanerkloster in die erste Universität des amerikanischen Kontinents. Unter offenen Zedernbalken hallen Vorlesungen auf Latein wider; bei Kerzenlicht schreiben Studenten Aristoteles ab, während draußen Frauen aus den Anden gefriergetrocknete Kartoffeln verkaufen, die man viel später einmal "Astronautennahrung" nennen wird.

1579

Der heilige Martín de Porres wird geboren

In einem beengten Mietshaus am Rand des afroperuanischen Viertels kommt der Sohn einer freigelassenen Sklavin zur Welt. Martín wird drei Jahrzehnte lang die Böden der Dominikanerkrankenstation in Lima kehren, Kranke mit Kräuterauflagen pflegen und eine Demut verkörpern, die so tief ist, dass selbst die Pferde des Vizekönigs vor ihm niederknien. Seine Heiligsprechung im Jahr 1962 macht Lima zum Geburtsort des ersten schwarzen Heiligen Amerikas.

Goldenes Zeitalter des Vizekönigreichs
1687

Ein Erdbeben zerreißt die Kathedrale

Um zwei Uhr morgens bebt drei Minuten lang die Erde, stürzt Türme ein und lässt bronzene Glocken wie schreiende Monde über die Plaza rollen. 600 Menschen sterben unter eingestürzten Lehmwänden; Vizekönig Melchor de Navarra ordnet einen weiteren Wiederaufbau der Kathedrale an, diesmal mit breiteren Strebepfeilern und einem Gewölbe, das fest genug ist, um den wachsenden Stolz der Stadt widerhallen zu lassen.

1746

Ein Tsunami löscht Callao aus und verwüstet Lima

Eine Störung am Meeresboden reißt auf; das Wasser zieht sich zurück, legt Wracks frei und kehrt dann als 24 Meter hohe Wand zurück, die den Hafen von Callao in vier Minuten ausradiert. In Lima, drei Kilometer landeinwärts, bleiben von 3.000 Häusern nur 25 stehen. Die Luft riecht nach Salz und zerriebenem Kalk, während Überlebende im Schutt wühlen, der noch die Wärme der Siesta vom Vortag gespeichert hat.

Geburt der Republik
1821

San Martín ruft die Unabhängigkeit aus

Am Mittag des 28. Juli tritt José de San Martín auf den hölzernen Balkon an der Plaza, das Sonnenlicht blitzt auf seinem Säbel. "¡Perú, sea libre!" hallt zwischen frisch gekalkten Arkaden wider und wird von 6.000 Limeños aufgenommen, die das spanische Wappen von den Türen des Vizekönigspalasts reißen. Zum ersten Mal seit 286 Jahren läuten die Glocken von San Marcos für keinen König mehr, den in Lima je jemand gesehen hätte.

1833

Ricardo Palma wird geboren

In einem Zimmer im zweiten Stock mit Blick auf jenen Platz, auf dem die Unabhängigkeit ausgerufen wurde, kommt ein Junge zur Welt, der die kurze, ironische Form peruanischer Geschichtserzählung prägen wird. Mit seinen *Tradiciones peruanas* macht Palma aus staubigen Archiven Geschichten, die klingen wie Klatsch aus der Bar; Lima lernt, über die eigenen Legenden zu lachen. Die Nationalbibliothek, die er nach der chilenischen Besatzung wiederaufbaut, wird zur säkularen Kathedrale der Stadt.

1881

Chilenische Truppen besetzen die Hauptstadt

Nach den Schlachten von San Juan und Miraflores marschieren chilenische Soldaten mit blau-weißen Helmen die Avenida Colmena hinunter. Sie plündern die Nationalbibliothek und tragen 20.000 Bücher wie Kriegstrophäen davon; Offiziere speisen auf Silber aus der Vizekönigszeit im Regierungspalast, während Limas Elite in die Anden flieht. Die Besatzung dauert zwei bittere Jahre und hinterlässt Narben im Selbstbild der Stadt.

Moderne Metropole
1920

Chabuca Granda wird geboren

Im bohemischen Barranco atmet ein kleines Mädchen den Duft von Meersalz und Jasmin ein. Später wird sie "La flor de la canela" schreiben, jenen Walzer, der Limas alte Holzbrücke weltweit zum Sinnbild verlorener Liebe macht. Ihre Stimme, rau von Zigaretten und Nostalgie, lehrt die Stadt, ihrer eigenen Melancholie zuzuhören.

1940

Ein Erdbeben setzt die Hauptstadt neu in Gang

Das Beben von 1940 fordert 300 Todesopfer und lässt die neue Betonkuppe der Kathedrale wie eine Eierschale brechen. Geld für den Wiederaufbau strömt in die Stadt und finanziert Art-déco-Kinos sowie die ersten Bürohäuser mit Glasfassaden an der Avenida Wilson. Lima entdeckt in den Trümmern die Moderne und verbreitert seine Straßen für die Chevrolet-Flotten und die Zuwanderung aus den Anden der 1950er Jahre.

1960

Der Flughafen Jorge Chávez eröffnet

Propellerflugzeuge weichen dem Jet-Zeitalter, als sich Limas Tor zur Welt vom staubigen Limatambo auf ein aufgeschüttetes Küstenareal in Callao verlagert. Die neue 3.400 Meter lange Startbahn kann endlich eine Boeing 707 aufnehmen; mit dem Dröhnen der Turbinen endet die Isolation der Stadt. Beatlemania, Peace-Corps-Freiwillige und bald auch Reisende mit Appetit auf Ceviche landen nun in Lima.

1988

Das historische Zentrum wird Welterbe

Mit der UNESCO-Auszeichnung an der Plaza Mayor wird eine über 600 Jahre gewachsene Stadtlandschaft gewürdigt: unten Inka-Steine, darüber barocke Balkone, dazwischen eingeklemmte Art-déco-Fassaden. Die Ernennung rettet Dutzende Herrenhäuser vor dem Abriss, doch nachts hört man weiterhin Meißel, wenn Eigentümer koloniale Fliesen für den Schwarzmarkt herausbrechen.

1992

Der Anschlag in der Tarata-Straße erschüttert Miraflores

Um 21:17 Uhr explodiert in der von Bäumen gesäumten Tarata-Straße ein Wagen des Leuchtenden Pfads, tötet 25 Menschen und zertrümmert die Glasfronten jener Cafés, in denen Limeños gerade Espresso trinken. Der drei Meter breite Krater wird zu einer moralischen Bruchlinie: Lima begreift, dass der Terror auch seine bürgerlichsten Viertel erreicht. Später wird ein Hain aus 25 Olivenbäumen dort mit Windspielen aus verbogenem Autometall rauschen.

Zeitgenössische Hauptstadt
2007

Der Circuito Mágico del Agua eröffnet

Im lange vernachlässigten Parque de la Reserva schießen 13 computergesteuerte Brunnen ihre bis zu 80 Meter hohen Wasserstrahlen im Takt peruanischer Walzer in den Himmel. Familien, die in den 1990er Jahren vor der Gewalt geflohen waren, kehren in großer Zahl zurück, ihre Kinder laufen durch regenbogenfarbenen Nebel. Lima erobert sich den öffentlichen Raum mit Licht und Wasser zurück und verwandelt Angst in Spektakel.

2011

Die Metro-Linie 1 nimmt den Betrieb auf

Nach 30 Jahren stockender Planungen gleiten die ersten U-Bahn-Züge Limas lautlos auf Stelzen über die verstopfte Panamericana. Die Migranten aus den Anden, inzwischen rund 70 Prozent der Bevölkerung, gewinnen einen silbernen Verkehrsstrang, der eine 90-minütige Busfahrt auf 25 Minuten verkürzt. Die Wüstenmetropole rückt endlich näher zusammen.

2019

Lima richtet die Panamerikanischen Spiele aus

Beachvolleyballfelder blühen neben dem Pazifiknebel auf, und Peru holt in Punta Rocas seine erste Surfgoldmedaille überhaupt. Siebzehn Tage lang schwenken die Limeños die rot-weiße Flagge ohne Ironie; die Stadt entdeckt, dass sie mehr choreografieren kann als nur ihre Verkehrsstaus.

2025

Das neue Flughafenterminal setzt auf

Neben den alten, dünenartigen Flächen erhebt sich eine 660.000 Quadratmeter große Glaswelle, die die Kapazität auf 40 Millionen Passagiere verdoppelt. Im Inneren serviert eine Ceviche-Bar Oktopus unter einem lebenden vertikalen Garten mit 3.000 Orchideen: Lima begrüßt die Welt mit Salz auf den Lippen und Dschungel in der Lunge.

Gegenwart

06 Who lived here.

The people who shaped the city — and were shaped by it.

Erste in Amerika geborene katholische Heilige 1586–1617

Heilige Rosa von Lima

In Lima geboren und gestorben

Isabel Flores ging durch diese Straßen mit einem Rosenkranz verborgen unter dem Schleier. Bis heute pilgern Gläubige zu ihrem Elternhaus an der Avenida Tacna und hinterlassen Blüten, deren Duft sich mit der Großstadtluft mischt.

Literaturnobelpreisträger 1936–2025

Mario Vargas Llosa

Lebte den Großteil seines Lebens in Lima

Mit scharfem Blick sezierte er in seinen Romanen Militärschulen, Radiostationen und Friedhöfe dieser Stadt. In den Cafés von Barranco scheint seine Stimme noch immer zwischen Espressodampf und Küstennebel nachzuhallen.

Koch und kulinarischer Botschafter Perus geboren 1967

Gastón Acurio

In Lima geboren und dort Karriere gemacht

Von Lima aus machte er die peruanische Küche weltweit salonfähig. Sein Name steht bis heute für jenen kulinarischen Aufbruch, der der Stadt ihren Rang als internationale Genussmetropole verliehen hat.

Criolla-Singer-Songwriterin 1920–1983

Chabuca Granda

Kam als Kind nach Lima und schrieb in Barranco

Ihre Lieder schweben noch immer durch die nächtlichen Peñas an der Bajada de Baños. Dort wird die alte Holzbrücke fast zum Taktgeber für Paare, die unter nostalgischen Laternen zu "La Flor de la Canela" tanzen.

Spanischer Konquistador ca. 1475–1541

Francisco Pizarro

Gründete Lima 1535

Mit dem Schwert zog er das Raster einer neuen Hauptstadt am Rímac und schuf die "Stadt der Könige", die bald das koloniale Machtzentrum eines ganzen Kontinents werden sollte. Seine Gebeine ruhen bis heute in der Kathedrale am Hauptplatz.

Operntenor geboren 1973

Juan Diego Flórez

In Miraflores, Lima, geboren

Der Sänger aus Miraflores wurde auf den großen Opernbühnen Europas gefeiert und kehrt dennoch regelmäßig nach Lima zurück. Er zeigt damit, dass die Pazifikluft der Stadt nicht nur große Küche, sondern auch große Stimmen hervorbringen kann.

08 Wo essen.

Where locals actually book dinner — not the tourist menus.

Brisas del Titicaca Asociación Cultural Brisas del Titicaca Asociación Cultural
Local favorite €€

Brisas del Titicaca Asociación Cultural

4.5 View
Puerto Norte Spain Puerto Norte Spain
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Quepay - Taberna Arequipeña Quepay - Taberna Arequipeña
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La Casona de Camana La Casona de Camana
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Hotel Kingdom Hotel Kingdom
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Norkys Norkys
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4 View

09 Insider tips.

Small things that change how the city treats you.

Offizieller Flughafenbus

Ignorieren Sie die Taxischlepper am Terminal: Der Airport Express Lima fährt stündlich nach Miraflores und kostet S/15; er gilt als der offiziell empfohlene Busdienst des Flughafens.

Wenn Lima am schönsten aufklart

Am klarsten zeigt sich Limas Wüstenküste von Dezember bis April. Zwischen Juni und September legt sich dagegen oft die berühmte garúa über die Stadt und verschluckt die Pazifikklippen.

Kleine Scheine dabeihaben

Auf Märkten, an Ceviche-Ständen und in den einfachen Stadtbussen lassen sich große Scheine oft nur schwer wechseln. Münzen und S/10-Noten in einer separaten Tasche sind daher praktisch.

Rohe Säfte lieber meiden

Auch viele Limeños sind bei rohen Zutaten von Straßenständen vorsichtig. Obst besser selbst schälen und Getränke lieber versiegelt kaufen, wenn Sie Magenprobleme vermeiden möchten.

Malecón zum Sonnenuntergang

Die Paraglider starten meist bis 18 Uhr. Für stimmungsvolle Bilder zur Goldenen Stunde stehen Sie am besten auf der Barranco-Seite der Puente Villena mit Blick auf die Steilküste.

10 Watch.

A few films to set the scene before you go.

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12 Häufig gefragt

Lohnt sich Lima wirklich oder ist es nur ein Zwischenstopp?

Unbedingt. Kaum eine andere Stadt verbindet eine uralte Lehm-Pyramide, koloniale Plätze, eine der spannendsten Küchenkulturen Amerikas und Sonnenuntergänge über dem Pazifik so mühelos miteinander.

Wie viele Tage sollte man für Lima einplanen?

Ideal sind drei volle Tage: am ersten Tag das historische Zentrum mit Kirchen und Museen, am zweiten die Küste zwischen Miraflores und Barranco samt Kulinarik und Nachtleben, am dritten Pachacámac oder die Museumslandschaft von Pueblo Libre mit Marktbesuch zur Mittagszeit.

Ist Lima für Touristen sicher?

Nach Einbruch der Dunkelheit bleiben die meisten Besucher am besten in Miraflores, Barranco oder San Isidro, nutzen nur offizielle Taxis oder Fahrdienste per App und tragen Handy und Schmuck nicht offen. Kleindiebstahl kommt auch in scheinbar sicheren Vierteln vor.

Was ist die billigste Verbindung vom Flughafen nach Miraflores?

Am günstigsten ist in der Regel der AeroDirecto-Bus. Von dort geht es je nach Ziel mit dem Metropolitano oder einem kurzen Taxi weiter; insgesamt bleibt man deutlich unter den Kosten eines offiziellen Flughafen-Taxis.

Wann kann man die Wasserfontänen sehen?

Der Circuito Mágico del Agua im Parque de la Reserva läuft in der Regel von Mittwoch bis Sonntag. Am meisten Betrieb herrscht abends zur Licht- und Lasershow gegen 18 Uhr; wer fotografieren möchte, kommt besser früher.

Braucht man für das Museo Larco vorab Tickets?

In der Regel nicht. Die Karten werden vor Ort verkauft, doch das Gartenrestaurant ist besonders mittags schnell voll. Wenn Sie nach dem Rundgang dort essen möchten, reservieren Sie am besten gleich beim Eintritt einen Tisch.

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03 Top tickets in Lima.

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Lima Half-Day City Walking Tour (Small Groups)
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Museo De Arte De Lima (Mali)
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13Before you go

Praktische Informationen

Flight

Anreise

Das internationale Drehkreuz ist der Flughafen Jorge Chávez (LIM) im Großraum Callao. Das neue Terminal ist bereits in Betrieb; die Zufahrt erfolgt offiziell über die Av. Morales Duárez. Einen zentralen Fernbahnhof gibt es nicht, Lima funktioniert für Besucher vor allem als Stadt der Anreise per Flugzeug, Bus, Taxi oder App-Fahrdienst.

Directions transit

Unterwegs in der Stadt

Für den Weg vom Flughafen nach Miraflores ist der Airport Express Lima die klarste Touristenoption; offizielle Halte liegen unter anderem bei Larcomar, am Kennedy Park und am Hotel Boulevard, der reguläre Fahrpreis beträgt S/20, als Promo für zwei oder mehr Personen S/15. Günstiger fährt der öffentliche AeroDirecto mit sechs Linien für etwa S/3 bis S/5. Innerhalb der Stadt sind die Metro Linie 1 (S/1.50, Karte S/5.00) und der Metropolitano wichtige Achsen, auch wenn sie nicht jedes Reiseziel direkt verbinden.

Thermostat

Klima & Beste Reisezeit

Lima hat ein eigenwilliges Küstenklima: feucht, oft grau, aber mit erstaunlich wenig echtem Regen. Der Sommer von etwa Dezember bis März bringt die klarsten Tage, milde Wärme und Strandstimmung; der Winter von Juni bis September ist kühler, bedeckt und von garúa, dem feinen Küstennebel, geprägt. Für die erste Reise sind Dezember bis April ideal, während April bis Mai und Oktober bis November angenehm ruhige Übergangszeiten sind.

Translate

Sprache & Währung

Im Alltag dominiert Spanisch; höfliche Begrüßungen öffnen viele Türen. Bezahlt wird mit dem Peruanischen Sol (PEN), und auch wenn Hotels oder gehobene Restaurants teils US-Dollar akzeptieren, sind Soles für Märkte, kleinere Lokale, Trinkgelder und viele Fahrten unverzichtbar. Sicherheitsbewusstes Reisen gehört dazu: offizielle oder app-basierte Fahrdienste sind die bessere Wahl, besonders abends.

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Plaza Italia

Königliches Kolleg Der Universität San Marcos
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Königliches Kolleg Der Universität San Marcos

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Sharon-Synagoge

Museum Der Kämpfer Von Morro De Arica
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Museum Der Kämpfer Von Morro De Arica

Kunstmuseum Der Nationalen Universität San Marcos
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Kunstmuseum Der Nationalen Universität San Marcos

Metropolitan Museum Von Lima
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Metropolitan Museum Von Lima

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Stadion Der Universidad San Marcos

Chinesischer Bogen
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Chinesischer Bogen

Kirche Nuestra Señora De Copacabana
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Kirche Nuestra Señora De Copacabana

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Chocavento-Turm

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Nationales Afro-Peruanisches Museum

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Kirche Santa Teresita Del Niño Jesús

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Gehirnmuseum

Denkmal Für César Vallejo
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Denkmal Für César Vallejo

Biblioteca Nacional Del Perú
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Biblioteca Nacional Del Perú

Damero De Pizarro
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Damero De Pizarro

Malecón De Miraflores
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Malecón De Miraflores

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