Einleitung
Die Nationalbibliothek Vietnams (Thư viện Quốc gia Việt Nam), im pulsierenden Herzen von Hanoi gelegen, ist ein Zeugnis der intellektuellen und kulturellen Entwicklung des Landes. Gegründet 1917 während der französischen Kolonialzeit, hat sie sich von einer kolonialen Institution zu einem dynamischen nationalen Symbol entwickelt, das sowohl die literarischen Schätze Vietnams bewahrt als auch Bildung, Alphabetisierung und kulturellen Stolz fördert. Mit über 1,2 Millionen Büchern, seltenen Manuskripten – einschließlich der unschätzbaren Han-Nom-Sammlung – und einem Engagement für öffentliche Zugänglichkeit ist die Bibliothek ein Muss für Gelehrte, Reisende und alle, die sich für das reiche Erbe Vietnams interessieren.
Für die aktuellsten Informationen über die Angebote, Veranstaltungen und Dienstleistungen der Bibliothek konsultieren Sie die offizielle Website der Nationalbibliothek Vietnams, Hanoi Times oder Trip.com.
Fotogalerie
Entdecke Nationale Bibliothek Von Vietnam in Bildern
Scan of the Bibliothèque Pierre Pasquie library card belonging to Mr. Nguyễn Văn Huyên, showing personal borrowing information.
Exterior view of the National Library of Vietnam showcasing its modern architectural design
The front yard of the National Library of Vietnam showcasing its modern design and spacious outdoor area
Header logo of the National Library of Vietnam displayed on the baochi.nlv.gov.vn website
Historischer Überblick
Koloniale Gründung und frühe Entwicklung (1917–1945)
Die Nationalbibliothek wurde 1917 als Zentralbibliothek von Indochina eröffnet und beherbergte hauptsächlich westliche Werke für die kolonialen Verwalter. 1919 öffnete sie erstmals ihre Pforten für die Öffentlichkeit und erweiterte damit den Zugang zu Wissen. Im Laufe dieser Jahre erfuhr die Institution mehrere Namensänderungen, die die sich wandelnde politische Landschaft der Region widerspiegelten. Bis 1945 wurde sie in Bibliothèque Nationale umbenannt, was Vietnams sich wandelnde Identität signalisierte.
Nachkoloniale Übergangsphase und Verstaatlichung (1945–1958)
Nach der Augustrevolution Vietnams wurde die Bibliothek zu einem Symbol der Souveränität und der nationalen Kultur. 1946 ordnete ein Dekret von Präsident Hồ Chí Minh an, dass alle vietnamesischen Veröffentlichungen in der Bibliothek hinterlegt werden müssen, um die Bewahrung der intellektuellen Leistung der Nation zu gewährleisten. 1958 wurde sie offiziell zur Thư viện Quốc gia Việt Nam.
Wachstum, Modernisierung und Sammlungen (1958–Heute)
Seit Ende der 1950er Jahre hat die Bibliothek eine beeindruckende mehrsprachige Sammlung aufgebaut – über 1,2 Millionen Bücher, 70.000 gebundene Zeitschriften und einzigartige Bestände mit Dokumenten ethnischer Minderheiten, Karten und Audiomaterialien. Modernisierungsbemühungen umfassen die Digitalisierung und den Online-Zugang, wodurch diese Ressourcen weltweit verfügbar gemacht werden.
Praktische Besucherinformationen
Besuchszeiten
- Geöffnet: Dienstag bis Sonntag, 8:00 – 17:00 Uhr
- Geschlossen: Montags und an Feiertagen
- Hinweis: Die Öffnungszeiten können an Feiertagen oder bei Sonderveranstaltungen variieren. Konsultieren Sie immer die offizielle Website, bevor Sie Ihren Besuch planen.
Tickets und Eintritt
- Eintritt: Kostenlos für alle Besucher
- Sonderausstellungen: Für einige Veranstaltungen sind möglicherweise Tickets erforderlich (Details siehe Website oder Informationsschalter).
- Bibliotheksausweis: Für den Zugang zu den Sammlungen ist eine Registrierung mit gültigem Ausweis oder Reisepass erforderlich.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerechte Eingänge, Rampen und Aufzüge
- Hörbücher und digitale Ressourcen für sehbehinderte Besucher
- Personalunterstützung auf Anfrage verfügbar
Geführte Touren und Veranstaltungen
- Geführte Touren sind nach vorheriger Reservierung möglich.
- Jährliche Veranstaltungen: Vietnam Tag des Buches und der Lesekultur, Ausstellungen und Fachkonferenzen.
- Details und Zeitpläne werden auf der Website der Bibliothek veröffentlicht.
Nahegelegene Attraktionen
- Hoan Kiem See: Ein malerisches Wahrzeichen in fußläufiger Entfernung.
- Altstadt: Erkunden Sie die belebten Straßen, Geschäfte und Cafés von Hanoi.
- Hanoi Opernhaus, St. Josephs Kathedrale, Tempel der Literatur: Alle in der Nähe und leicht erreichbar.
- Die beeindruckende französische Kolonialarchitektur und der Garten der Bibliothek bieten ausgezeichnete Fotomöglichkeiten.
Die Han-Nom-Sammlung: Schätze und digitaler Zugang
Was ist die Han-Nom-Sammlung?
Dieses einzigartige Archiv enthält über 5.000 klassische vietnamesische Texte, geschrieben in Han (klassisches Chinesisch) und Nom (vietnamesische Umgangsschrift). Themen umfassen Geschichte, Recht, Literatur, Philosophie, Religion und Wissenschaft.
Höhepunkte der Sammlung
- "Đại Việt sử ký toàn thư" (Vollständige Annalen von Đại Việt)
- "Quốc triều hình luật" (Hồng Đức Code)
- Poetische und philosophische Werke, religiöse Texte und wissenschaftliche Abhandlungen.
Digitaler Zugang
- Über 1.200 Titel (ca. 192.000 Seiten) sind digitalisiert und über die zweisprachige Plattform http://nom.nlv.gov.vn online zugänglich.
- Hochauflösende Bilder und durchsuchbare Metadaten ermöglichen den globalen Zugriff und bewahren gleichzeitig fragile Originale.
Einrichtungen und Annehmlichkeiten
- Leseräume: Ruhige, klimatisierte Räume für Studium und Forschung.
- Technologie: Moderne Computerterminals, WLAN, Fotokopier- und Druckdienste.
- Gärten: Landschaftlich gestaltete Außenbereiche zur Entspannung.
- Umfassende Unterstützung: Personal für Referenz- und Forschungsunterstützung.
- Ausstellungsbereiche: Wechselnde Exponate seltener Materialien und kultureller Geschichte.
Kulturelle und soziale Bedeutung
Die Nationalbibliothek ist der Anker des Bibliothekssystems von Hanoi und fördert die Alphabetisierung und das lebenslange Lernen durch ein Netzwerk von Bezirks-, Gemeinde- und Mini-Bibliotheken (Hanoi Times). Ihre Initiativen fördern die Integration in die Gemeinschaft, unterstützen Jugendprogramme und bewahren das Dokumentationserbe Vietnams durch Digitalisierung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Bemühungen der Bibliothek in den Bereichen digitale Transformation und internationale Zusammenarbeit (insbesondere mit Südkorea und Schweden) haben ihre Dienstleistungen und Einrichtungen weiter modernisiert.
Besuchererlebnis und Tipps
- Atmosphäre: Ruhig, akademisch und einladend.
- Kleiderordnung: Angemessene Kleidung; Ruhe in den Leseräumen.
- Fotografie: In öffentlichen Bereichen gestattet, in Leseräumen eingeschränkt – fragen Sie das Personal.
- Sprache: Die meisten Beschilderungen sind auf Vietnamesisch; einige Mitarbeiter sprechen Englisch.
- Beste Besuchszeit: Wochentags morgens für weniger Andrang; meiden Sie Spitzenprüfungszeiten.
- Registrierung: Gültigen Ausweis oder Reisepass für schnelle Ausstellung eines Bibliotheksausweises mitbringen.
- Wetter: Klimatisierte Innenräume bieten Komfort während der heißen, feuchten Sommer Hanois (Asia Highlights).
Sicherheit und praktische Ratschläge
- Sicherheit: Hanoi ist im Allgemeinen sicher, aber achten Sie auf Ihre persönlichen Gegenstände (VinWonders).
- Luftqualität: Erwägen Sie das Tragen von Masken an Tagen mit hoher Umweltverschmutzung.
- Lokale Etikette: Fragen Sie immer um Erlaubnis, bevor Sie Menschen fotografieren; beachten Sie die Bibliotheksregeln (Authentik Travel).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Öffnungszeiten der Nationalbibliothek? A: Dienstag bis Sonntag, 8:00–17:00 Uhr; montags und an Feiertagen geschlossen.
F: Gibt es Eintrittspreise? A: Der Eintritt ist frei; für Sonderveranstaltungen können Tickets erforderlich sein.
F: Wie registriere ich mich für einen Bibliotheksausweis? A: Legen Sie Ihren Ausweis oder Reisepass vor; Ausweise werden in der Regel am selben Tag ausgestellt.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, nach vorheriger Absprache.
F: Ist die Bibliothek für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, mit Rampen, Aufzügen und digitalen Ressourcen.
F: Darf ich Fotos machen? A: Fotografie ist in ausgewiesenen Bereichen gestattet; fragen Sie immer das Personal.
F: Wie greife ich online auf die Han-Nom-Sammlung zu? A: Besuchen Sie http://nom.nlv.gov.vn.
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