Izmir

Türkei Aktualisiert May 2026

Das Erste, was dich in Izmir trifft, ist das Licht: ein hartes, weißes Leuchten der Ägäis, das den Uhrturm von 1901 aussehen lässt, als wäre er aus Blech geschnitten. Die drittgrößte Stadt der Türkei hat nichts von Istanbuls osmanischer Pracht oder Ankaras bürokratischer Gedämpftheit; stattdessen riecht sie nach Salz, gegrilltem Kumru-Brot und dem schwachen Ozongeruch von Straßenbahnbremsen. Das ist die säkularste Metropole des Landes, wo Frauen mittags auf Caféterrassen rauchen und der Gebetsruf mit Straßenmusikern konkurriert, die Flamenco spielen.

Izmir, Türkei Foto: Doğukan Koçan / Pexels
Attraktionen
12
Audio
8 h 52 min
Reisedauer
3–5 Tage
Beste jahreszeit
Frühling (April–Mai) und Herbst (Sept–Mitte Okt)

Warum Izmir

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Izmir belohnt Fußgänger. Gehe bei Sonnenuntergang den Kordon entlang, sieh Rentner, die mit Spielsteinen älter als die Republik Backgammon spielen, während Studierende einzelne Biere auf drei Gläser verteilt teilen. Die griechischen, jüdischen und levantinischen Schichten der Stadt leben weiter in schmiedeeisernen Balkonen, als Anhänger getragenen Synagogenschlüsseln und dem täglichen Boyoz-Gebäck, das sephardische Bäcker noch vor Tagesanbruch kneten.

Hinter der entspannten Fassade steckt ein Hafen, der immer ebenso sehr Ideen wie Waren verschifft hat. Die mit Graffiti übersäten Steine der Agora bewahren römische Schuldenstreitigkeiten; in den Mauern von Kadifekale stecken hellenistische Trommelsteine, die mittelalterliche Plünderer den Hang hinauf schleppten. Selbst der Asansör von 1907, ein Aufzug, der gebaut wurde, damit jüdische Kaufleute ihre Häuser oben an der Klippe erreichen konnten, funktioniert noch immer und bringt dich 51 m hoch für den Preis eines Straßenbahntickets. Izmir schreit seine Geschichte nicht hinaus; man hört sie eher nebenbei mit.

  • Agora von Smyrna

    3.000 Stück römisches Graffiti sind in die Wände der Basilika geritzt: Einkaufslisten, Liebesbriefe und politische Tiraden, eingefroren im Marmor des 2. Jahrhunderts. Stell dich in den Entwässerungskanal, und du hörst noch immer Wasser unter deinen Füßen rauschen.
  • Asansör-Viertel

    Ein Aufzug von 1907, gebaut von einem jüdischen Kaufmann, trägt dich 50 m eine Klippe hinauf zu einer Straße, die nach Dario Moreno benannt ist, dessen gesungene türkisch-spanische Mischungen von pastellfarbenen Balkonen widerhallen. Beim Sonnenuntergang wird die Bucht kupferfarben; der Ruf des Muezzins weht über Synagogen und Kirchen.
  • Hintergassen von Kemeraltı

    Biege in den Innenhof von Kızlarağası Hanı ein, und du stehst in einer Karawanserei von 1744, in der die Luft nach Kardamom und altem Messing riecht. Ein Stand verkauft osmanische Gewichte mit dem Stempel „287 B.C.“ – dem Jahr, in dem Smyrna erstmals eigene Münzen prägte.
  • Gediz-Delta

    Flamingos balancieren 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt auf Salinen; 289 Vogelarten nutzen dieses Feuchtgebiet als Zwischenstopp auf dem Zug. Bring im April ein Fernglas mit, wenn das Delta rosa schimmert und die Luft nach Meeresjod schmeckt.

Sehenswürdigkeiten

Nicht jedes Denkmal, nur die, an denen wir dich selbst vorbeiführen würden.

Alle 70 Orte in Izmir

Viertel

Wo es sich zu schlendern lohnt, Viertel für Viertel — jedes mit eigenem Rhythmus.

  • Alsancak

    Nach Einbruch der Dunkelheit werden die Herrenhäuser am Kordon aus dem 19. Jahrhundert zu einer einzigen langen Terrasse aus Rakı-Gläsern und Indie-Bands. Tagsüber säumen Stände mit gebrauchten Büchern die Straßenbahnschienen; gegen 23 Uhr riecht derselbe Streifen nach gegrilltem Oktopus und Teenager-Parfüm. In den Seitenstraßen warten bei rePUBlic Craft-Biere oder um drei Uhr morgens ein Kokoreç-Sandwich aus einem Wagen, der älter ist als seine Kundschaft.
  • Konak

    Das administrative Zentrum der Stadt pulsiert in einem Verkehrskreisel: 25 m Marmoruhrturm, Tauben, die zwischen Moscheekuppeln pendeln, und das 5 km lange Dach des Basars von Kemeraltı. Schlüpfe in den Hof des Kızlarağası Hanı für Kardamomkaffee, dick wie Schlamm, und komm mit Kupferwaren wieder heraus, von denen du nicht wusstest, dass du sie brauchst. Freitagvormittags füllt sich der Platz mit Beamten in scharfen Anzügen und Großmüttern in geblümten Kopftüchern, die um Dill feilschen.
  • Karşıyaka

    Auf der anderen Seite der Bucht legen alle 20 Minuten Fähren neben einer Statue eines Linksfuß-Fußballers an; nach Siegen legen Einheimische dort noch immer scharlachrote Nelken ab. Die Uferpromenade gehört den Kinderwagen: Eisverkäufer läuten Glocken, die auf die fünf Töne der türkischen Tonleiter gestimmt sind, und Meyhanes servieren Rakı-Tafeln mit 21 Tellern, während die Sonne hinter der griechischen Insel sinkt, die man fast berühren könnte. Leih ein Fahrrad und fahre 4 km nordwärts zum Nachtmarkt von Bostanlı, um Midye Dolma auf der Mole zu essen.
  • Karataş

    Von Juden gebaute Häuser steigen so steil den Hang hinauf, dass Straßen zu Treppen werden. Die Dario-Moreno-Straße ist nur drei pastellfarbene Fassaden breit; manchmal lehnt sich ein pensionierter Opernsänger vom Balkon, um die Akustik gegen den gemauerten Schacht des Asansör zu testen. Fahre in der Dämmerung mit dem Lift hinauf: Der Golf blitzt wie geschmolzenes Zinn, und die Melodie des Muezzins steigt von acht Minaretten unter dir herauf.
  • Balçova

    Zuerst badeten hier römische Legionen, heute liegen Thermalbecken in den Kellern von Einkaufszentren. Die Seilbahn zum Restaurant auf dem Hügel trägt dich 5 km über Kiefernwipfel und Satellitenschüsseln hinweg. Schon dafür lohnt es sich: Oben isst du eine Schale sıcak lokma, triefend vor Sirup, und siehst dabei zu, wie Containerschiffe vor dem Hafen Schlange stehen.
  • Urla

    Eine halbe Stunde westlich weicht der Asphalt Weinbergsstaub und Schildern, die vor Wildschweinen warnen. Das ist Izmirs kaum beworbener Genussgürtel: sieben Boutique-Weingüter innerhalb von 12 km, die Tannat in Gläser einschenken, in die der Längengrad der Rebzeile eingraviert ist. Zum Mittag gibt es Goldbrasse aus dem Ziegelofen, den 2016 ein syrischer Maurer baute; zum Abend vielleicht Lammzunge als Söğüş mit einem Pet-Nat von 2019, der schmeckt wie Quittenblitz.

Reise planen

Bevor es losgeht

Anreise
Der Flughafen Adnan Menderes (ADB) liegt 17 km südlich; die İZBAN-S-Bahn erreicht Alsancak in 25 Minuten für 18 TRY. Fernzüge enden an den Bahnhöfen Alsancak und Basmane; die Autobahnen O-5 und O-31 führen direkt von Istanbul und Ankara heran.
Fortbewegung
Eine wiederaufladbare İzmirim Kart (13 TRY im Jahr 2026) öffnet Metro (1 Linie), zwei moderne Straßenbahnen (Konak und Karşıyaka), Fähren und mehr als 400 ESHOT-Busse. Radle den 7 km langen Kordonboyu-Weg entlang; Leihfahrräder von nextbike kosten 15 TRY pro 30 Min.
Klima und beste Reisezeit
Im Frühling (Apr–Mai) liegen die Temperaturen bei 12–25 °C und im Herbst (Sep–Okt) bei 15–28 °C; dazu klarer Himmel vor den Novemberregenfällen. Im Juli und August werden 34 °C erreicht, bei null Niederschlag; im Winter pendelt es zwischen 4 und 12 °C, mit 140 mm Regen im Dezember. Ziele auf Ende April oder Mitte Oktober, um Menschenmengen und Hitze aus dem Weg zu gehen.
Sicherheit
Taxis müssen das Taxameter benutzen. Lehne Festpreis-Angebote von Anwerbern am Flughafen ab. Streunende Hunde sind geimpft und markiert, trotzdem Abstand halten. Leitungswasser ist chloriert; greife trotzdem besser zu versiegelten 0,5-l-Flaschen für 4 TRY.

Wo die Ägäis auf die Welt traf

Fünf Jahrtausende aus Schiffen, Heiligen und seismischer Neuerfindung

  1. ca. 3000 v. Chr.

    Das erste Smyrna entsteht

    Fischer ziehen ihre Boote bei Bayraklı auf die Schlickflächen und bleiben. Aus der eng gedrängten Siedlung aus Lehmziegeln auf dem Hügel wird das „Alte Smyrna“, ein bewachter Ort am tiefsten Einschnitt der Ägäisküste. Tonscherben in Kindergräbern zeigen, dass hier schon mit Zypern und der Levante gehandelt wurde.

  2. ca. 750 v. Chr.

    Homer besingt die Küste

    Ein blinder Sänger namens Homeros, den Smyrna, Chios und halb die Ägäis für sich beanspruchen, dichtet Verse, die Reiche überdauern werden. Ob er durch diese Straßen ging oder nur von ihnen hörte, die Stadt behält seinen Namen die nächsten dreitausend Jahre auf den Lippen.

  3. 334 v. Chr.

    Alexanders Vermesser steigen auf den Pagos

    Nachdem die Makedonen die Perser zerschlagen haben, vermessen Alexanders Ingenieure die Hänge von Kadifekale und entscheiden, die Akropolis bergauf zu verlegen. Für ein neues Straßennetz werden Fundamente abgesteckt, breit genug für Katapulte und Märkte. Smyrna wird nie wieder nur an die Küste geklammert bleiben.

  4. ca. 195 v. Chr.

    Polykarps Asche glimmt

    Der 86-jährige Bischof Polykarp wird im Stadion verbrannt, weil er sich weigert, Christus zu verfluchen. Zeugen berichten, die Flammen hätten sich von ihm weggebogen, bis ein Dolch dem Schauspiel ein Ende setzte. Sein Grab vor dem Westtor wird zum ersten christlichen Anziehungspunkt in Ionien.

  5. 178 n. Chr.

    Die Agora wird in Marmor neu errichtet

    Nach dem Erdbeben von 178 bezahlt Mark Aurel einen neuen städtischen Platz. In drei Jahren entstehen 42 Läden, eine dreischiffige Basilika und Abwasserkanäle, durch die man heute noch gehen kann. In die Säulengänge werden Kritzeleien von Gladiatoren und Liebesgedichte geritzt, während der Marmorstaub noch in der Luft hängt.

  6. 1081

    Çaka Bey hisst den Halbmond

    Der turkmenische Korsar Çaka Bey segelt in den Golf, baut Werften am inneren Hafen und erklärt Smyrna zur Hauptstadt seines seegestützten Beyliks. Zum ersten Mal trägt der Ruf zum Gebet über das Theater, in dem Polykarp starb. Die Genuesen halten hinter dreifachen Toren einen misstrauischen Handelsposten.

Ganze Zeitleiste zeigen (19 Momente)
  1. 1402

    Tamerlans Reiterei durchbricht die Mauern

    Der mongolische Kriegsherr lagert am Meles-Fluss und nimmt die Kapitulation der Stadt an, nur um es sich dann anders zu überlegen. Dreitausend Verteidiger werden lebendig begraben; die Hafenkette wird zu Zeltpflöcken eingeschmolzen. Smyrnas erste osmanische Garnison wird ausgelöscht, bevor sie auch nur eine einzige Tributmünze nach Bursa schicken kann.

  2. 1424

    Das osmanische Zollhaus öffnet

    Sultan Mehmed I. gliedert den zerstörten Hafen erneut ein. Der erste osmanische Registerführer zählt nur 304 Feuerstellen, doch die Hafenzölle auf Olivenöl und Mastix übertreffen bald die Prognosen aus Bursa um das Dreifache. In der Hülle einer byzantinischen Kirche entsteht eine Moschee; entlang des neuen Kais werden junge Zypressen gepflanzt.

  3. Juli 1688

    Zwei Erdbeben ebnen die Stadt ein

    Im Morgengrauen verflüssigt sich der Boden; Minarette knicken wie Schilfhalme. Ein zweiter Stoß am Abend vollendet, was der erste verschont hat. Europäische Konsuln schreiben von „einem allgemeinen Schrei, der aus den Trümmern aufstieg wie ein Schwarm aufgescheuchter Möwen“. Der Wiederaufbau dauert dreißig Jahre und macht jede Straße schmaler als zuvor.

  4. 1744

    Kızlarağası Han nimmt den Betrieb auf

    Der osmanische Gouverneur Kurtoğlu Hüseyin Pascha vollendet eine Karawanserei von solcher Größe, dass 600 Kamele darin Platz finden. Händler von Marseille bis Isfahan feilschen unter ihren 42 Kuppeln; der Duft von Kaffee und Kampfer zieht in die Gassen von Kemeraltı, die sich von ihren Toren aus wie Spinnenbeine verzweigen.

  5. ca. 1840

    Onassis' erster Schrei am Wasser

    In einem Holzhaus, das nach Kiefernteer und Korinthen riecht, begrüßt Sokrates Onassis einen Sohn: Aristoteles. Der Junge wächst damit auf, Feigenkisten zu zählen, bevor die Familie vor dem Brand von 1922 flieht. Er wird nur in Gedanken zurückkehren, doch der Hafen, an dem er das Rechnen lernte, finanziert später die größte Privatflotte der Welt.

  6. 1901

    Der Uhrturm schenkt der Stadt Zeit

    Zum 25. Regierungsjahr Abdülhamids II. setzt ein französischer Architekt einen 25 Meter hohen Kalksteinturm auf den Konak-Platz. Seine vier Brunnen kühlen die Luft für die Fahrgäste der Straßenbahn; die Glocke schlägt in Fis, im selben Ton wie der letzte Gebetsruf der Großen Moschee. Izmir hat endlich einen Treffpunkt, den niemand verfehlen kann.

  7. 1921

    Darío Moreno wird im Asansör-Viertel geboren

    Eine jüdische Mutter nennt ihren Sohn David Arugete in einem Einzimmerhaus, das sich an die Klippe klammert. Er wird die steilen Gassen gegen Pariser Bühnen eintauschen, doch den Akzent der Stadt in jeder französischen Chanson bewahren. Jahrzehnte später bekommt die Straße des Aufzugs seinen Künstlernamen.

  8. 9.–15. Sept. 1922

    Der Große Brand von Smyrna

    Als die griechische Verwaltung zusammenbricht, springen die Flammen vom armenischen Viertel zu den europäischen Konsulaten über. Flüchtlinge drängen sich am Kai; selbst das Meer brennt, als Treibstoffzisternen explodieren. Innerhalb einer Woche werden 30.000 Häuser zu Asche, und aus der kosmopolitischen Stadt, in der sechs Sprachen gesprochen wurden, bleiben nur zwei: Türkisch und Schweigen.

  9. 9. Sept. 1922

    Tag der Befreiung

    Um 10:05 Uhr reitet die türkische Kavallerie in die rauchende Stadt ein. Ein Fotograf hält fest, wie die Flagge über dem Zollhaus gehisst wird, das noch immer qualmt. Das Datum wird zum Herzschlag von Izmir; jedes Jahr bringen Sirenen den Verkehr für zwei Minuten gemeinsamer Erinnerung zum Stillstand.

  10. 1954

    Sezen Aksus Stimme durchschneidet die Radiowellen

    In Sarayköy geboren, aber an den Fähranlegern von Alsancak aufgewachsen, nimmt Sezen Aksu mit 20 ihre erste Single auf 45 U/min auf. Ihr Vibrato trägt den Salzgeruch des Golfs in jeden türkischen Haushalt. Sie wird Pop und Protest im selben Atemzug neu erfinden und Izmir zur inoffiziellen Hauptstadt des türkischen Songwritings machen.

  11. 1974

    Kordonboyu wird zur Fußgängerzone

    Der Verkehr wird von der Uferpromenade verbannt. Fahrräder ersetzen Straßenbahnen, und Familien holen sich die Meeresbrise zurück, die früher nach Diesel roch. Erst wird der Schritt als romantische Idee verspottet, dann verdoppeln sich die Immobilienpreise und Cafés schießen wie Löwenzahn aus dem Boden.

  12. 30. Okt. 2020

    Das Samos-Beben erschüttert Bayraklı

    Ein Bruch der Stärke 6,9 unter der Ägäis lässt neue Wohnblocks in den nördlichen Vororten einstürzen. Rettungsteams graben 102 Stunden lang; der Geruch von zerdrücktem Beton mischt sich mit Herbstjasmin. Die Debatte über Bauamnestien flammt wieder auf, die Beton schneller sprießen ließen, als die Geschichte warnen konnte.

  13. 2023

    Die UNESCO kennzeichnet die Hafenstadt

    Der Basar von Kemeraltı und Kadifekale werden auf die Vorschlagsliste gesetzt. Die Auszeichnung ändert nichts am Preis der Oliven, doch über Nacht wird jedes gerissene Mosaik und jeder schiefe Schornstein zu einem möglichen Weltschatz. Denkmalpfleger und Vermieter beginnen ein stilles Schachspiel, das ein Jahrzehnt dauern wird.

Wer hier lebte

  • Epischer Dichter · 8. Jh. v. Chr.

    Homer

    In Smyrna geboren (nach ionischer Überlieferung)

    Man erzählt, er habe die ersten Verse der Ilias gesungen, während Schiffe am Vorgebirge vorbeiglitten; heute beginnt das Literaturfestival der Stadt noch immer mit einer Lesung im Morgengrauen auf denselben Felsen. Man fragt sich, ob er den Salzgeruch über Kordonboyu wiedererkennen würde.

  • Reeder · 1906–1975

    Aristotle Onassis

    Im Viertel Karataş geboren

    Er lernte Gewinne zu berechnen, indem er am alten Kai Feigenkisten zählte, bevor der Brand von 1922 seine Familie nach Griechenland trieb. Kehre heute zurück, trägt das Kreuzfahrtterminal seinen Namen, ein Echo des Jungen, der Dampfer von einem Dach in der Dario-Moreno-Straße aus beobachtete.

  • Singer-Songwriterin · geboren 1954

    Sezen Aksu

    In den Hügeln von Narlıdere aufgewachsen

    Ihre ersten Auftritte hatte sie bei Studentennächten in den Kneipen von Bornova, wo sie ihre Texte an Tischen voller skeptischer Seeleute erprobte. Die Brise der Stadt schleicht sich noch immer in jeden Refrain, achte auf die möwengleiche Modulation, die sie „İzmir havası“ nennt.

  • Türkisch-jüdischer Chansonsänger · 1921–1968

    Darío Moreno

    In Karataş geboren, sang in französischen Cafés

    Er ging mit einem Koffer und einer Oud nach Paris, schickte aber weiter Lohn nach Hause, um den Aufzug zu reparieren, der die Nachbarn den Hang hinaufbrachte. Die Straße, die heute seinen Namen trägt, riecht nach Kardamomkaffee und spielt bei jedem Sonnenuntergang in Endlosschleife sein „Copacabana“.

  • Bischof und Märtyrer · ca. 69–155 n. Chr.

    Polykarp von Smyrna

    Lehrte in der Agora-Basilika

    Er weigerte sich, dem Kaiser Weihrauch zu opfern, und wurde im Stadion von Kadifekale an einen Pfahl gebunden; die Flammen bogen sich weg, also nahm man stattdessen einen Dolch. Pilger zünden noch heute Kerzen dort an, wo der Abwasserkanal der Agora einst seine Asche bergab zum Meer trug.

  • Archäologe · 1911–2002

    Ekrem Akurgal

    Grab vierzig Jahre lang im Alten Smyrna aus

    1948 zog er die ersten geometrischen Keramiken aus dem Hügel von Bayraklı und grub trotz Erdbeben und zusammenbrechender Finanzierung weiter. Wenn du heute an der Stätte stehst, siehst du seine Holzhütte genau so erhalten, wie er sie hinterließ, sogar der Ring des Teeglases ist noch auf dem Schreibtisch.

Wo essen

Wo Einheimische wirklich zum Abendessen einkehren — keine Touristenmenüs.

Insider- Tipps

Kleine Dinge, die verändern, wie die Stadt dir begegnet.

  • Zuerst die İzmirim Card

    Kauf die wiederaufladbare İzmirim Card an der Metrostation des Flughafens; sie senkt alle Fahrpreise für Bus, Fähre und Straßenbahn um etwa 40 % und gilt auch für die 40-minütige İZBAN-Fahrt in die Stadt.
  • Basar-Anwerber meiden

    In Kemeraltı solltest du Fremde ignorieren, die dir „den besten Teppichladen“ zeigen wollen; sie kassieren 30 % Provision, und die Preise verdreifachen sich, sobald du mitgehst.
  • Boyoz vor 10 Uhr

    Das sephardische Gebäck Boyoz wird nur bis zum späten Vormittag frisch verkauft; bestelle es mit einem hartgekochten Ei und einem Glas Tee in jeder Bäckerei im Viertel für 20 ₺.
  • Sonnenuntergang am Asansör

    Der Aufzug von 1907 ist nach 19:00 kostenlos; fahre hinauf für den kompletten Farbverlauf über dem Golf von Orange bis Indigo und laufe dann die Dario Moreno Street entlang, während die Lichterketten angehen.
  • Regel fürs Leitungswasser

    Einheimische meiden Leitungswasser noch immer, weil das Erdbeben von 2020 alte Rohre beschädigt hat; bleibe bei den 5-Liter-Flaschen, die jeder Laden an der Ecke für 6 ₺ verkauft.

Häufig gefragt

Lohnt sich Izmir eher als Istanbul?

Ja, wenn du die am besten zu Fuß erkundbare Uferpromenade der Türkei, eine von der UNESCO gelistete römische Agora und null Kreuzfahrtschiffmassen willst. Izmir ist günstiger, ruhiger und deutlich leichter zu durchschauen, und dennoch sind Ephesos und die Weinberge des Weinlands nur einen Tagesausflug entfernt.

Wie viele Tage brauche ich in Izmir?

Drei volle Tage: einer für das Dreieck aus Basar, Uhrturm und Promenade, einer für Pergamon oder Ephesos, einer für die Weingüter von Urla oder die Strände von Çeşme. Häng noch zwei dran, wenn du es ernst meinst mit ägäischer Küche und späten Gigs in Alsancak.

Was ist die günstigste Verbindung vom Flughafen Adnan Menderes ins Zentrum?

Die İZBAN-S-Bahn kostet 22 ₺ und erreicht Alsancak in 38 Minuten. Der Havaş-Bus kostet 30 ₺, kann aber im Verkehr feststecken; ein Taxameter startet bei 15 ₺ und klettert bis Konak auf 300 ₺.

Ist Izmir sicher für alleinreisende Frauen?

Im Allgemeinen ja: Alkohol wird offen ausgeschenkt, die Kleidung ist säkular und die Straßen bleiben bis Mitternacht belebt. Triff die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Nutze nachts offizielle gelbe Taxis und ignoriere allzu freundliche Führer in Kemeraltı.

Wann sollte ich Izmir meiden?

Ende Juli bis August, wenn der Beton 38 °C Hitze abstrahlt und jede Terrasse voll ist. Der Dezember ist am nassesten (140 mm Regen), aber die Hotelpreise fallen um 40 % und die Agora wirkt unter Gewitterwolken herrlich düster.

Alle Sehenswürdigkeiten.

70 Orte zu entdecken

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Uhrturm Von Izmir

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Atatürkstatue

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St.-Stepanos-Kirche

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Archäologisches Museum Izmir

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Hisar-Moschee

Smyrna
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Smyrna

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Başdurak-Moschee

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Kunst- Und Skulpturenmuseum Izmir

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Kültürpark

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Bostanlı Open-Air Archaeological Museum

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İzmir Spielzeugmuseum

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Atatürk, Annesi Ve Kadın Hakları Anıtı

Konak-Platz
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Konak-Platz

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Salepçioğlu-Moschee

İzmir Frauenmuseum
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İzmir Frauenmuseum

Republikplatz
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Republikplatz

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Ülkü Park

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Izmir Museum Für Geschichte Und Kunst

Latife Hanım Gedenkhaus
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Latife Hanım Gedenkhaus

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Menschenrechtsdenkmal

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Staatstheater Izmir Konak Bühne

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St.-Johannes-Kathedrale

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Erstes Kugeldenkmal

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St. Johannes Der Evangelist

Flughafen Izmir
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Flughafen Izmir

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Alsancak-Stadion

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Izmir Atatürk Stadyumu

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Atatürk-Sporthalle Izmir

Kadifekale
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Kadifekale

Otoyol 30
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Otoyol 30

Bahnhof Basmane
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Bahnhof Basmane

Bahnhof Alsancak
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Bahnhof Alsancak

Agora Von Smyrna
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Agora Von Smyrna

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Karşıyaka Arena

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Eurasien Gedächtnis Haus

Uşakizade Herrenhaus
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Uşakizade Herrenhaus

Fuar İzmir
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Fuar İzmir

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Buca Arena

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Baum Der Republik

Fährterminal Konak
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Fährterminal Konak

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Bahnhof Gaziemir

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Bahnhof Bornova

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Ahmet Piriştina Stadtarchive Und Museum

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Bahnhof Alaybey

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Bahnhof Ata Sanayi

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Bahnhof Bayraklı

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Bahnhof Çiğli

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Bahnhof Demirköprü

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Bildnachweise (10)
  1. Doğukan Koçan — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/34447864/
  2. Ahmet Yılmaz — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/36520565/
  3. Nesrin Öztürk — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/12765209/
  4. Doğan Alpaslan Demir — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/18646386/
  5. Hakan Demir — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/37067001/
  6. Doğukan Koçan — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/34447873/
  7. Doğan Alpaslan Demir — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/29214690/
  8. Ahmoudou Mohamed — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/37007260/
  9. OMAR — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/36998345/
  10. Doğan Alpaslan Demir — Pexels License (https://www.pexels.com/license/) — Quelle: https://www.pexels.com/photo/29214816/

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