Kunstgewerbemuseum in Prag

Einleitung

Das Uměleckoprůmyslové museum in Prag (UPM) ist ein kulturelles Juwel im Herzen der tschechischen Hauptstadt. Das Museum, das für seine neu-renaissancezeitliche Architektur von Josef Schulz bekannt ist, dient seit seiner Gründung im Jahr 1885 als Schaufenster und Hüter der tschechischen und europäischen Kunstgewerbe. Seine Sammlungen umfassen Jahrhunderte der Kreativität und des Handwerks, von böhmischem Glas und Keramik bis hin zu Textilien, Möbeln und Grafik. Das Engagement des Museums für Tradition und Innovation sorgt für ein bereicherndes Besuchererlebnis, das durch Bildungsprogramme, digitale Ressourcen und Satellitenstandorte wie das Haus zur Schwarzen Madonna unterstützt wird (Google Arts & Culture; Offizielle UPM-Seite; SpottingHistory). Dieser Leitfaden bietet alle wesentlichen Informationen zur Planung Ihres Besuchs, einschließlich historischem Kontext, Highlights der Sammlungen, praktischen Tipps für Besucher und nahegelegenen Attraktionen.


Wichtige Besucherinformationen

  • Standort: 17. listopadu 2, 110 00 Prag 1, Tschechische Republik (UPM offizielle Website)
  • Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr; Montags und an ausgewählten Feiertagen geschlossen
  • Tickets: Erwachsene 250 CZK, ermäßigt 150 CZK (Studenten, Senioren), Familienticket 500 CZK; Kinder unter 6/7 Jahren frei; online oder am Eingang erhältlich (Museumswebsite)
  • Barrierefreiheit: Volle Rollstuhlanbindung, Aufzüge, barrierefreie Toiletten, Unterstützung auf Anfrage
  • Führungen: Verfügbar auf Tschechisch, Englisch und anderen Sprachen; Vorab-Buchung empfohlen
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Metro A (Staroměstská), Straßenbahn 17/18; begrenzte Parkmöglichkeiten in der Nähe – öffentliche Verkehrsmittel empfohlen
  • Ausstattung: Garderobe, Schließfächer, Toiletten auf allen Etagen, Modernista-Shop, Café/Restaurant, kostenloses WLAN

Historischer Überblick

Gründung und frühe Entwicklung (1885–1918)

Das Museum der Angewandten Künste wurde 1885 während einer Phase nationaler Wiederbelebung und industriellen Fortschritts gegründet und war von ähnlichen Institutionen in Wien und London inspiriert. Seine Mission: die angewandte Kunst und das tschechische Handwerk zu fördern, indem dekorative Werke aus Böhmen und Europa gesammelt und erhalten wurden (SpottingHistory). 1899 zog die Institution in ihr eigens dafür erbautes neu-renaissancezeitliches Gebäude, einen „Tempel der Schönheit“ von Josef Schulz, der bis heute ein Wahrzeichen der Stadt ist.

Moderne und Wachstum in der Zwischenkriegszeit (1918–1939)

Mit der Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 erweiterte das Museum seine Sammlungen um modernes Design und avantgardistische Strömungen, darunter den tschechischen Kubismus und bedeutende Beiträge von Künstlern wie Pavel Janák und Josef Gočár (Google Arts & Culture). Werke des Jugendstils und des Art déco wurden ebenfalls prominent in die Sammlung aufgenommen.

Kriegszeit und kommunistische Ära (1939–1989)

Der Zweite Weltkrieg und die nachfolgende kommunistische Periode brachten Herausforderungen mit sich, da Sammlungen zum Schutz versteckt und ideologische Beschränkungen erlassen wurden. Dennoch expandierte das Museum weiter, insbesondere bei der Dokumentation des tschechischen Glases – einem Bereich, in dem es zu einem internationalen Marktführer wurde (SpottingHistory).

Modernisierung und Restaurierung (1990–2017)

Nach der Samtenen Revolution wurde das Museum modernisiert und seine Ausstellungen und Sammlungen international ausgerichtet. Eine umfangreiche Restaurierung von 2014–2017 bewahrte die ursprünglichen neu-renaissancezeitlichen Merkmale und modernisierte gleichzeitig die Infrastruktur nach zeitgenössischen Museumsstandards (ICOM Prag 2022).


Sammlungen und Ausstellungen

Dauerausstellungen

Das Museum für Angewandte Kunst beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Kunstgewerbe in Mitteleuropa (Living Prague; View from Prague). Wichtige Bereiche sind:

  • Glaskunst: Renommierte böhmische und internationale Werke, von der Renaissance bis zum zeitgenössischen Studioglas (UPM)
  • Keramik und Porzellan: Seltene Stücke von großen Manufakturen, einschließlich Meißen und Wien (Prag-Touristeninformation)
  • Textilien und Mode: Wandteppiche, Stickereien, Spitzen und historische Kostüme
  • Möbel und Holzarbeiten: Von der Renaissance bis zum Art déco in historischen Rauminszenierungen (Prag-Reiseführer)
  • Metallarbeiten und Schmuck: Mittelalterliche bis avantgardistische Stücke (UPM)
  • Grafik und Fotografie: Poster, Drucke, Buchillustrationen und eine bedeutende Fotosammlung, einschließlich der Josef-Sudek-Galerie

Ausgewählte Ausstellungen

  • „KUNST, LEBEN. KUNST FÜR DAS LEBEN.“: Sieben thematische Säle, darunter der Votive-Saal, Die Geschichte der Fasern, Geboren im Feuer (Glas) und mehr (UPM)
  • Wechselausstellungen: Jüngste Highlights sind „Böhmisches Porzellan von drei Jahrhunderten“, „Schmuck – Form – Inhalt“ und „Leben wir menschlich? Der Tschechoslowakische Werkbund 1914–1948“ (UPM-Archiv)

Architektonische Highlights

Das von Josef Schulz entworfene Museum ist ein Meisterwerk der neu-renaissancezeitlichen Architektur mit einer prachtvollen Fassade mit Pilastern und Skulpturdetails, einer monumentalen Eingangstreppe und Buntglasfenstern, die die Innenräume mit farbigem Licht durchfluten (Google Arts & Culture; Prague.net). Die Innenräume sind reich verziert, und historische Möbel sowie ursprüngliche Vitrinen sind noch in Gebrauch, was den Besuchern eine nahtlose Mischung aus Architektur und Kunst bietet. Die Ausrichtung des Gebäudes – zwischen einer Hauptstraße und dem Alten Jüdischen Friedhof – verbindet es visuell und thematisch mit der vielschichtigen Geschichte Prags.


Satellitenstandorte und Sondersammlungen

  • Haus zur Schwarzen Madonna: Ein kubistisches Wahrzeichen mit tschechischer kubistischer Kunst und Design (Google Arts & Culture)
  • Josef-Sudek-Galerie: Dediziert der tschechischen Fotografie, in der Nähe der Prager Burg
  • Schloss Kamenice nad Lipou: Fokus auf Spielzeug, Design und Lokalgeschichte

Besuchererlebnis und praktische Tipps

  • Beste Besuchszeit: Werkstattvormittage für weniger Andrang
  • Touroptionen: Führungen und Workshops verfügbar; siehe die Veranstaltungsseite
  • Barrierefreiheit: Aufzüge, Rampen, großformatige Führer und taktile Karten verfügbar; Kinderwagen und Assistenzhunde willkommen
  • Dauer: Planen Sie 2–3 Stunden für einen vollständigen Besuch ein
  • Fotografie: Ohne Blitz in den meisten Galerien erlaubt (prüfen Sie Beschränkungen)
  • Gastronomie: „Turquoise“-Restaurant vor Ort sowie zahlreiche Optionen in der Nähe der Altstadt und des jüdischen Viertels (Avantgarde Prague)
  • Museumsshop: Modernista bietet Designobjekte, Bücher und Schmuck

Nahegelegene Attraktionen

Die zentrale Lage des Museums ermöglicht einen einfachen Zugang zu wichtigen Prager historischen Stätten:

  • Altstädter Ring: 5 Minuten zu Fuß
  • Karlsbrücke: 15 Minuten zu Fuß
  • Jüdisches Viertel und Friedhof: Angrenzend
  • Rudolfinum: Konzerthaus in der Nähe

Kombinieren Sie Ihren Besuch mit einer Führung durch die architektonischen und kulturellen Highlights Prags.


FAQ

F: Was sind die Öffnungszeiten des Uměleckoprůmyslové Museums Prag? A: Dienstag–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr. Montags und an Feiertagen geschlossen (UPM offizielle Website).

F: Wie viel kosten Tickets und wo kann ich sie kaufen? A: Erwachsene 250 CZK; Studenten/Senioren 150 CZK; Familien 500 CZK. Online oder am Eingang erhältlich (Museumswebsite).

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Ja, mit Aufzügen, angepassten Toiletten und verfügbarer Hilfe.

F: Werden Führungen angeboten? A: Ja, auf Tschechisch, Englisch und anderen Sprachen. Vorab-Buchung empfohlen.

F: Darf ich fotografieren? A: Fotografieren ohne Blitz ist generell erlaubt; prüfen Sie auf ausstellungsspezifische Einschränkungen.

F: Gibt es ein Café oder Restaurant? A: Ja, das Restaurant „Turquoise“ befindet sich vor Ort.

F: Gibt es Einrichtungen für Familien? A: Kinderwagen sind erlaubt; Wickelmöglichkeiten vorhanden.


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