Altstadt
Die Altstadt ist das Herz von allem und fast vollständig autofrei — Europas größte zusammenhängende Fußgängerzone zieht sich durch Gassen mit Arkadenhäusern, bemalten Fassaden und kleinen Plätzen. Hier liegen unabhängige Buchhandlungen, Naturweinbars, Listening Rooms wie Roxy Vinyl und der Hauptstandort Beim Stadthaus des Kunst Museum alle nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Kommen Sie an einem Werktagnachmittag für die Caféterrassen; kommen Sie am Samstag für den Markt auf dem Neumarkt.
Sulzerareal & Lokstadt
Das ehemalige Sulzer-Industriegelände südlich des Bahnhofs ist Winterthurs klarstes Bild seiner eigenen Neuerfindung. Backsteinhallen für Lokomotiven wurden in Restaurants, Co-Working-Spaces, ein Kino, die Eventlocation Kesselhaus und das neue Wohnquartier Lokstadt umgebaut, das rund um die erhaltenen Ingenieurbauten entstanden ist. Ein langsamer Spaziergang lohnt sich, um zu sehen, wie Schweizer Städte ihr 20. Jahrhundert weiterverwenden, statt es abzureißen.
Stadtgarten & Museum Quarter
Das grüne Parkviertel direkt südlich der Altstadt versammelt auf wenigen Blocks eine ungewöhnliche Dichte an Kultur — das Museum Reinhart am Stadtgarten, die Villa Flora (der dritte Standort des Kunst Museum mit seinen postimpressionistischen Beständen) und die Stadtbibliothek. Die Straßen hier sind wohnlich, spät-19.-jährhundertlich und so ruhig, dass Sie zwischen zwei Ausstellungen den Kies unter Ihren Schuhen hören.
Oberwinterthur
Die ursprüngliche römische Siedlung Vitudurum, heute ein ruhiger östlicher Stadtteil, den Einheimische wegen der Museumsgärten des Lindengut und der dörflich wirkenden Hauptstraße besuchen. Die meisten Reisenden lassen ihn aus. Das gehört zum Reiz.
Wülflingen
Westlich des Zentrums bewahrt Wülflingen rund um sein Schloss aus dem 17. Jahrhundert und die ruhigeren oberen Abschnitte der Eulach eine eigene Dorfidentität. Gut für einen Nachmittagsspaziergang, der in einer Beiz mit Biergarten endet, fern der Museumsmengen.
Mattenbach & Eschenberg edge
Die südlichen Quartiere, in denen die Stadt auf den Eschenbergwald trifft. Familien kommen hierher wegen des Wildparks Bruderhaus — Wölfe, Luchse, Przewalski-Pferde — und wegen der Wege, die in wenigen Minuten aus der Stadt hinaus ansteigen. Der Aussichtsturm auf dem Eschenberg bietet an klaren Tagen den klarsten Blick über die Dächer Winterthurs bis zu den Alpen.
Töss
Südlich der Bahn entlang der Töss liegt die stärker arbeiterschichtgeprägte, multikulturelle Seite Winterthurs — günstige Lokale, die Freiluftveranstaltungen auf dem Reitplatz und der Uferweg, der bis in Richtung Schloss Kyburg hinausführt. Weniger geschniegelt als die Altstadt. Genau das ist der Punkt.