Historischer Überblick
Die Ära der Standseilbahn (1877–1958)
Lausannes steiles Gelände erforderte innovative Transportlösungen, die 1877 zur Schaffung von „La Ficelle“ führten – der ersten öffentlichen Standseilbahn des Landes. Die Linie überwand einen Höhenunterschied von 100 Metern zwischen Ouchy am Genfersee und dem Stadtzentrum am Flon und nutzte ein Wasserausgleichssystem zum Bewegen der Wagen auf und ab. Diese wegweisende Eisenbahn wurde schnell zu einem beliebten Bestandteil der städtischen Landschaft von Lausanne (Wikipedia: Métro Lausanne–Ouchy, notrehistoire.ch).
Zahnradbahn und Modernisierung (1958–2006)
1958 wurde die ursprüngliche Standseilbahn durch eine Zahnradbahn (System Strub) ersetzt, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden und die Sicherheit zu verbessern. Die Linie wurde mit neuen Stationen in Jordils und Montriond aufgerüstet, wodurch ihre Kapazität und Integration in das expandierende Verkehrsnetz von Lausanne erhöht wurde (Wikipedia: Métro Lausanne–Ouchy). Trotz der Modernisierung nannten die Einheimischen sie weiterhin „La Ficelle“, und sie blieb ein zentraler Bestandteil des Stadtlebens.
Übergang zur Metro und zur Linie M2 (2006–Heute)
Bis Anfang der 2000er Jahre waren weitere Modernisierungen erforderlich. Die historische Zahnradbahn wurde 2006 geschlossen und machte Platz für den Bau der vollautomatischen Metro M2 – der ersten fahrerlosen U-Bahnlinie des Landes. Die neue M2 wurde 2008 eröffnet und verkehrt auf einer 5,9 km langen Strecke von Ouchy-Olympique bis Croisettes mit 14 Stationen und einem Höhenunterschied von 300 Metern (myswitzerland.com, Wikipedia: Lausanne Métro, mapa-metro.com).
Die gummi-bereifte, fahrerlose Technologie der M2, die der Linie 14 der Pariser Metro nachempfunden ist, ermöglicht einen schnellen, häufigen Betrieb auch auf steilen Hängen. Lausanne hat sich trotz seiner relativ kleinen Bevölkerung zur kleinsten Stadt der Welt entwickelt, die ein komplettes U-Bahnsystem betreibt (Wikipedia: Lausanne Métro).
Erweiterungen und zukünftige Entwicklungen
- 2008 Eröffnung der M2-Linie, die den Service nach Norden bis Épalinges erweitert.
- 2014 Pläne für die Linie M3 werden per Volksabstimmung genehmigt.
- 2022 Die Schweizer Regierung gibt grünes Licht für einen doppelspurigen Tunnel und den Bau der M3, was die städtische Vernetzung weiter verbessert (axes-forts.ch).
Die kommende M3 wird ähnliche Automatisierung nutzen und sich die Gleise mit der M2 zwischen Ouchy und Lausanne-Gare teilen (Wikipedia: Lausanne Métro).
Besuchszeiten und Ticketinformationen
Betriebszeiten der Metro
- Täglich Ungefähr von 5:00 Uhr bis Mitternacht
- Takt Alle 3–7 Minuten während der Spitzenzeiten, nachts etwas seltener
Für genaue Zeiten prüfe die TL-Website oder deren mobile App.
Ticketoptionen und Preise
- Einzelfahrkarte Gültig für eine Fahrt innerhalb der Hauptzonen von Lausanne; ab CHF 3,00
- Tageskarte Unbegrenzte Fahrten auf allen TL-Bussen und Metros für einen vollen Tag – ideal für Touristen
- Mehrfahrtenkarten Vergünstigte Tarife für mehrere Fahrten
- Lausanne Transport Card Kostenlos für Hotelgäste; beinhaltet unbegrenzte Stadttransporte und Ermäßigungen für Attraktionen (lausanne-tourisme.ch)
- Kaufstellen Fahrkartenautomaten an Bahnhöfen, online oder über die TL-App; bargeldlose Optionen verfügbar
Denke daran, deine Fahrkarte vor dem Einsteigen zu entwerten.
Barrierefreiheit und Bahnhofsanlagen
Die M2 ist für universelle Zugänglichkeit konzipiert:
- Aufzüge und Rampen An allen Stationen für Rollstühle, Kinderwagen und Gepäck verfügbar (MySwitzerland)
- Taktile Bodenbeläge Für sehbehinderte Reisende
- Echtzeit-Infobildschirme Zeigen Abfahrten und Service-Updates
- Mehrsprachige Beschilderung Französisch, Englisch und Deutsch
- Einrichtungen Große Bahnhöfe wie Ouchy-Olympique, Flon und Lausanne-Gare verfügen über Toiletten, Sitzgelegenheiten und nahegelegene Cafés (MySwitzerland)
Nahegelegene Attraktionen und Reisetipps
Top-Sehenswürdigkeiten, die mit der Metro erreichbar sind
- Ouchy-Olympique Promenade am Genfersee, Château d’Ouchy, Olympisches Museum, Rosengärten und Bootsfahrten (Touring Switzerland)
- Lausanne-Gare Hauptbahnknotenpunkt
- Flon Urbanes Zentrum mit Geschäften, Restaurants, Nachtleben und Veranstaltungen
- Riponne–Maurice Béjart Tor zur Altstadt und zur Kathedrale von Lausanne
Aktivitäten und Erlebnisse
- Promenade de la Ficelle Malerischer Wanderweg oberhalb der Metro, der dem alten Weg der Standseilbahn folgt (Lausanne Tourisme)
- Stationsklänge Lausche den lokalen Geräuschen an jeder Haltestelle – Möwen in Ouchy, Zugpfeifen in Lausanne-Gare und mehr
Reisetipps
- Beste Zeiten Früh morgens oder spät abends für weniger Menschenmassen und tolle Ausblicke auf den See
- Gepäck und Fahrräder Aufzüge und Rampen an allen Stationen; Fahrräder außerhalb der Stoßzeiten erlaubt und fahrpreispflichtig. Klappfahrräder sind gefaltet jederzeit erlaubt.
- Haustiere Kleine Haustiere in Transportboxen fahren kostenlos; größere Hunde benötigen eine Fahrkarte zum halben Preis.
- Sicherheit Sauber, sicher und mit Überwachung ausgestattet; Essen/Trinken an Bord wird nicht empfohlen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Betriebszeiten des Métro Lausanne–Ouchy? A: Täglich von ca. 5:00 Uhr bis Mitternacht, mit häufigen Zügen während des Tages.
F: Wo kann ich Tickets kaufen? A: An den Automaten an den Stationen, online oder über die TL-App. Die Lausanne Transport Card wird kostenlos für Hotelgäste bereitgestellt.
F: Ist die Metro barrierefrei für Menschen mit Behinderungen? A: Ja, alle Stationen verfügen über Aufzüge, Rampen und barrierefreie Eingänge.
F: Kann ich mein Fahrrad mitnehmen? A: Fahrräder sind außerhalb der Stoßzeiten mit einer Fahrkarte gestattet. Klappfahrräder sind jederzeit gefaltet erlaubt.
F: Welche historischen Stätten sind mit der Metro erreichbar? A: Ouchy-Promenade, Château d’Ouchy, Kathedrale von Lausanne, Stadtteil Flon und das Olympische Museum.
F: Gibt es regelmäßige Führungen? A: Die Metro selbst bietet keine Führungen an, aber das Touristenbüro organisiert Stadtführungen, die oft die Metrogeschichte einschließen.
Kathedrale von Lausanne: Praktischer Besucherführer
Überblick
Die Kathedrale von Lausanne (Cathédrale de Lausanne) ist eines der schönsten Beispiele gotischer Architektur in der Schweiz und nur einen kurzen Spaziergang von der Station Riponne–Maurice Béjart entfernt. Erbaut zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert, verfügt sie über exquisite Buntglasfenster, eine berühmte Orgel und einen Panoramablick von ihrem Turm (lausanne-tourisme.ch).
Öffnungszeiten
- April–Oktober Täglich, 10:00–18:00 Uhr
- November–März Täglich, 10:00–17:00 Uhr
- Gottesdienste Besucher sind außerhalb der Gottesdienstzeiten willkommen
Eintrittspreise
- Kathedrale Freier Eintritt (Spenden willkommen)
- Turmzugang CHF 6 (Erwachsene), CHF 3 (Kinder/Senioren); Tickets vor Ort oder online
Barrierefreiheit und Anfahrt
- Mit der Metro M2 bis Flon, dann 10 Minuten bergauf gehen
- Mit dem Bus Mehrere Stadtbuslinien halten in der Nähe
- Einrichtungen Rampen und Aufzüge am Haupteingang
Highlights
- Buntglasfenster Fenster aus dem 13. Jahrhundert, einschließlich des Rosettenfensters
- Orgel Eine der größten und beeindruckendsten in der Schweiz, mit regelmäßigen Konzerten
- Turm Panoramablick über die Stadt und den See
- Führungen Auf Anfrage buchbar; Audioguides werden angeboten
Tipps
- Besuche früh/spät für Ruhe und die besten Fotos
- Fotografieren ist erlaubt, aber ohne Blitz
- Kleide dich bescheiden, besonders während der Gottesdienste
In der Nähe
- Place de la Palud Historischer Platz mit animierter Uhr und Cafés
- Olympisches Museum Erreichbar über die M2 und einen kurzen Spaziergang
- Gastronomie Schweizer und internationale Restaurants rund um die Altstadt
Weitere Informationen findest du unter Lausanne Altstadt, Olympisches Museum und Schweizer Gotik.