Einleitung

Das Kantonale Zoologische Museum, eingebettet im historischen Palais de Rumine im Herzen von Lausanne, bietet eine faszinierende Reise durch die Vielfalt des Tierreichs und das wissenschaftliche Erbe der Region. Als eines der ältesten Naturkundemuseen der Schweiz beherbergt es über zwei Millionen Exemplare – von Insekten und Weichtieren bis hin zu Wirbeltieren, Fossilien und ausgestorbenen Arten. Das Museum dient als lebendiges Bildungs- und Forschungszentrum, und seine jüngste Integration in das Naturéum hat seinen interdisziplinären Ansatz weiter gestärkt.

Dieser umfassende Leitfaden liefert aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Barrierefreiheit, Reisetipps und den Höhepunkten der einzigartigen Sammlungen des Museums. Außerdem finden Sie Empfehlungen für nahegelegene Attraktionen, um Ihren Besuch in einem der kulturellen Juwelen von Lausanne erfolgreich und reibungslos zu gestalten. Für die aktuellsten Details konsultieren Sie die offizielle Naturéum-Website und die Museumsseite des Palais de Rumine.


Geschichte und Entwicklung des Museums

Frühe Grundlagen

Das Kantonale Zoologische Museum blickt auf seine Ursprünge im Jahr 1779 zurück, als Daniel-Alexandre Chavannes mit der Katalogisierung von naturgeschichtlichen Exemplaren an der Académie de Lausanne begann. Bis 1826 wurde seine Wirbeltiersammlung vom Kanton Waadt erworben, und das Museum wurde offiziell 1833 eröffnet, was es zu einer der ersten Institutionen der Schweiz macht, die sich der zoologischen Forschung widmete (suisseactivites.ch).

Erweiterung und Umzug

Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts erweiterte das Museum seine Bestände, darunter den Erwerb der Vogelsammlung von Albert Vouga im Jahr 1886 sowie bedeutende Insektensammlungen von Auguste Forel und Jacques Aubert. 1909 bezog das Museum seinen heutigen Standort im Palais de Rumine, einem Wahrzeichen, das mit seinen reich verzierten Ausstellungshallen und Vergleichenden Anatomieräumen den Charme der Museologie des 19. Jahrhunderts bewahrt.

Integration in das Naturéum

Im Januar 2023 wurde das Museum Teil des Naturéums, des Staatlichen Naturkundemuseums, das die Disziplinen Zoologie, Botanik und Geologie vereint. Diese Integration hat neue interdisziplinäre Ausstellungen und Forschungsinitiativen gefördert, wie zum Beispiel die laufende Ausstellung „Spécimens 24“.


Sammlungen und Hauptausstellungen

Mit über 2 Millionen Exemplaren bietet das Kantonale Zoologische Museum einen unvergleichlichen Überblick über das Tierreich, sowohl aus der Schweiz als auch aus aller Welt.

Insekten- und Weichtiersammlungen

Die umfangreichen Insektenbestände des Museums umfassen Schmetterlinge, Käfer und eine breite Palette anderer Gliederfüßer, während die Weichtiersammlung sowohl terrestrische als auch aquatische Arten umfasst. Diese Sammlungen sind für Forschung und Naturschutz von entscheidender Bedeutung, und viele Exemplare sind öffentlich ausgestellt (whichmuseum.com).

Wirbeltierexemplare

Die Sammlung von über 25.000 Wirbeltieren zeigt Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische. Zu den Höhepunkten zählen der ikonische sibirische Tiger, ein Elch, ein Eisbär und der weltweit einzige präparierte Weiße Hai mit einer Länge von fast 6 Metern.

Fossilien und prähistorische Tiere

Paläontologische Ausstellungen zeichnen die Evolution des Lebens in der Region nach, mit Fossilien und Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere wie Mammuts und Dinosaurier, die Einblicke in Jahrmillionen Naturgeschichte bieten.

Ausstellung ausgestorbener Arten

Eine spezielle Ausstellung informiert Besucher über die Ursachen und Folgen des Aussterbens und präsentiert echte Exemplare und interaktive Displays, die die Bedeutung des Naturschutzes hervorheben.

Lokale und globale Fauna

Das Museum beleuchtet die Schweizer Biodiversität, insbesondere Arten, die in der Genfersee-Region und im Kanton Waadt heimisch sind, und bietet gleichzeitig Vergleiche mit exotischen Tieren aus aller Welt.

Interaktive und pädagogische Ausstellungen

Zugängliche, interaktive Ausstellungen – darunter taktile Exponate und multimediale Elemente – sprechen Besucher aller Altersgruppen an. Bildungsprogramme und Workshops sind für Familien, Schulen und Gruppen verfügbar.

Dioramen und Rekonstruktionen

Immersive Dioramen stellen natürliche Lebensräume und prähistorische Landschaften nach und bieten ein lebendiges, kontextbezogenes Erlebnis des Tierlebens und des Umweltwandels.

Temporäre Ausstellungen und Forschung

Das Museum beherbergt regelmäßig temporäre Ausstellungen zu aktuellen wissenschaftlichen Themen und einzigartigen Aspekten seiner Sammlungen. Seine wissenschaftlichen Sammlungen unterstützen die laufende Forschung und sind für Wissenschaftler und Studenten zugänglich.


Besucherinformationen

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr
  • Montags und feiertags geschlossen

Bestätigen Sie die Öffnungszeiten immer auf der offiziellen Naturéum-Website, bevor Sie Ihren Besuch planen.

Eintritt und Tickets

  • Dauerausstellungen: Freier Eintritt
  • Sonderausstellungen: Geringer Eintrittspreis (kostenlos für Besucher unter 25 Jahren)
  • Familien-, Gruppen- und Schulpreise: Verfügbar; bitte im Voraus anfragen
  • Tickets: Können vor Ort oder online gekauft werden, um Warteschlangen zu vermeiden

Führungen und Veranstaltungen

Das Museum bietet das ganze Jahr über thematische Führungen, Workshops und Sonderveranstaltungen an. Informieren Sie sich auf dem Naturéum-Veranstaltungskalender über aktuelle Angebote. Führungen in englischer Sprache sind auf Anfrage erhältlich.


Barrierefreiheit und Ausstattung

  • Rollstuhlgerechtigkeit: Aufzüge und Rampen gewährleisten den Zugang zu den Hauausstellungsbereichen; angepasste Toiletten sind vorhanden.
  • Kinderwagentauglichkeit: Familienfreundliche Einrichtungen.
  • Unterstützung: Personal steht zur Verfügung, um Besuchern mit eingeschränkter Mobilität oder besonderen Bedürfnissen zu helfen.
  • Sprachen: Ausstellungsbeschriftungen hauptsächlich auf Französisch; einige Übersetzungen auf Englisch und Deutsch. Mehrsprachiges Personal kann helfen.
  • Toiletten: Saubere, zugängliche Einrichtungen.
  • Garderobe/Schließfächer: Für persönliche Gegenstände verfügbar.
  • WLAN: Kostenlos im gesamten Palais de Rumine.
  • Essen & Trinken: In den Ausstellungsräumen nicht gestattet; nahegelegene Cafés und Restaurants bieten Erfrischungen an.
  • Geschenkeladen: Bücher und Lehrmaterialien erhältlich.

Anreise & Nahegelegene Attraktionen

Standort

  • Adresse: Palais de Rumine, Place de la Riponne 6, Lausanne, Schweiz

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Metro: Linie M2 bis „Riponne–Maurice Béjart“
  • Bus: Linien 1, 2, 6 und 8 halten in der Nähe
  • Zu Fuß: Zentral gelegen; ein kurzer Spaziergang von wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt entfernt

Mit dem Auto

  • Parken: Kostenpflichtige Parkplätze im Parking Riponne und Parking Saint-François; Plätze können zu Stoßzeiten begrenzt sein.

Nahegelegene Attraktionen

  • Kathedrale von Lausanne: Ein gotisches Meisterwerk mit Blick auf die Stadt.
  • Schloss Saint-Maire: Ein historisches Wahrzeichen aus dem 15. Jahrhundert.
  • Esplanade de Montbenon: Ein landschaftlich reizvoller Park mit Alpenpanorama.
  • Olympisches Museum: Feiert die Olympischen Spiele.
  • Kantonale Botanische Gärten & Kunstmuseum: Ebenfalls im oder in der Nähe des Palais de Rumine.

Integration in das Naturéum

Die Integration des Kantonalen Zoologischen Museums in das Naturéum im Jahr 2023 hat die kollaborative Forschung, Bildung und Naturschutzanstrengungen über die Disziplinen Zoologie, Botanik und Geologie hinweg verbessert. Diese Synergie bereichert das Besuchererlebnis und fördert das wissenschaftliche Verständnis von Biodiversität und Umweltveränderungen.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Museums? A: Dienstag bis Sonntag, 10:00–17:00 Uhr; Montags geschlossen.

F: Ist der Eintritt frei? A: Ja, Dauerausstellungen sind kostenlos. Sonderausstellungen können eine geringe Gebühr erfordern, wobei der Eintritt für Besucher unter 25 Jahren frei ist.

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Ja, die Hauptbereiche sind zugänglich. In älteren Abschnitten gibt es einige architektonische Einschränkungen; das Personal kann helfen.

F: Gibt es Führungen auf Englisch? A: Ja, nach vorheriger Absprache.

F: Darf ich Fotos machen? A: Fotografieren ohne Blitz ist generell gestattet; prüfen Sie Ausnahmen bei Sonderausstellungen.

F: Sind Tickets online verfügbar? A: Ja, Online-Tickets sind über die offizielle Website erhältlich.

F: Sind Haustiere erlaubt? A: Nur Assistenztiere sind erlaubt.

F: Welche anderen Attraktionen gibt es in der Nähe? A: Das Museum liegt in der Nähe der Kathedrale von Lausanne, des Olympischen Museums und anderer kultureller Wahrzeichen.

F: Ist das Museum für Kinder geeignet? A: Absolut. Es gibt interaktive Ausstellungen und familienfreundliche Programme.


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