Lohnt sich ein Besuch in La Chaux-de-Fonds?
Ja, wenn Sie sich für Uhren, Architektur oder Stadtgeschichte interessieren — die ganze Stadt ist UNESCO-Welterbe und wurde 2009 wegen ihrer auf die Uhrenindustrie ausgerichteten Stadtplanung eingetragen. Das ist ein ungewöhnlicher Halt: industriell statt malerisch, mit einem rationalen Raster, das Karl Marx in Das Kapital als Modell der Arbeitsteilung erwähnte. Lassen Sie es aus, wenn Sie auf alpine Postkartenmotive aus sind.
Wie viele Tage brauche ich in La Chaux-de-Fonds?
Ein voller Tag deckt das Wesentliche ab: das Musée International d'Horlogerie, einen Le-Corbusier-Spaziergang und einen Bummel durch das Raster. Mit zwei Tagen können Sie Le Locle, das Kunstmuseum und einen Werkstattbesuch dazunehmen. Uhrenfans können leicht drei Tage füllen.
Warum ist La Chaux-de-Fonds eine UNESCO-Stätte?
Die Stadt wurde 2009 zusammen mit Le Locle als herausragendes Beispiel einer monoindustriellen Stadtplanung eingetragen. Nach dem Brand von 1794 wurde der Ort auf einem strengen rechteckigen Raster neu aufgebaut, vollständig auf die Uhrmacherei ausgerichtet — nach Süden gerichtete Werkstätten, parallele Wohnzeilen, Tageslicht an jeder Werkbank. Das Stadtbild selbst, nicht ein Denkmal darin, ist das Erbe.
Wer wurde in La Chaux-de-Fonds geboren?
Le Corbusier (Charles-Édouard Jeanneret) wurde hier 1887 geboren, der Automobilpionier Louis Chevrolet 1878 und der Schriftsteller Blaise Cendrars 1887. Die Identität der Stadt als Werkstattstadt prägte alle drei — Le Corbusier wurde an der örtlichen Kunstschule ausgebildet, bevor er die moderne Architektur neu erfand.
Wie komme ich von Zürich oder Genf nach La Chaux-de-Fonds?
Von Zürich aus nehmen Sie den Zug über Biel/Bienne; etwa 2 Stunden 15 Minuten. Von Genf aus steigen Sie in Neuchâtel um; etwa 1 Stunde 45 Minuten. Der letzte Anstieg von Neuchâtel über die Jurakante ist eine aussichtsreiche Zahnrad-ähnliche Auffahrt, die in 28 Minuten rund 550 Meter Höhe gewinnt.
Ist La Chaux-de-Fonds teuer?
Günstiger als Zürich oder Genf, aber immer noch schweizerisch. Rechnen Sie mit 25–35 CHF für ein ungezwungenes Mittagessen, 18–25 CHF für den Museumseintritt und 120–180 CHF für ein Hotel der Mittelklasse. Das Kombiticket für MIH und Beaux-Arts spart ein paar Franken, wenn Sie beides machen.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in La Chaux-de-Fonds?
Ende Mai bis September. Die Stadt liegt auf fast 1.000 Metern, und die Winter sind lang, grau und schneereich — schön, wenn Sie Ski fahren, hart, wenn nicht. Im Juni gibt es das klarste Licht zum Fotografieren des Rasters; im September findet das Straßenkunstfestival Plage des Six Pompes statt.