Filmikone
1889–1977
Charlie Chaplin
Verbrachte seine letzten 25 Jahre in Corsier-sur-Vevey
Im Exil aus Amerika fand er Frieden im Manoir de Ban mit Blick auf den Genfersee. Das stille Leben in Vevey passte zu ihm. Sein Geist ist in Chaplin's World fast greifbar, wo sein Bowlerhut nahe dem Fenster mit genau diesem Blick liegt.
Dichter
1788–1824
Lord Byron
Besuchte Schloss Chillon im Jahr 1816
Er ruderte über den Genfersee von der Villa Diodati herüber, wo er mit Mary Shelley wohnte. Die Geschichte des Gefangenen im Kerker von Chillon bewegte ihn zu 'Der Gefangene von Chillon'. Sein Graffito — sein Name — ist noch immer da, in eine Säule geritzt.
Schriftsteller und Naturforscher
1830–1886
Eugène Rambert
In Montreux geboren, setzte sich für die Waadtländer Alpen ein
Er war der erste große öffentliche Fürsprecher der Region, allerdings auf literarische Weise. Seine Schriften über die Waadtländer Alpen, besonders über die Diablerets, verwandelten sie von abgelegenen Weiden in Ziele für die Seele. Er stritt für ihre Schönheit mit der Genauigkeit eines Dichters.
Modedesignerin
1883–1971
Coco Chanel
Lebte fast 30 Jahre in Lausanne
Sie zog in den 1940er Jahren ins Hôtel de la Paix in Lausanne und blieb. Die Stadt bot ihr nach dem Krieg Zurückhaltung und Ruhe. Sie ging am See spazieren, eine Figur von legendärer Schlichtheit vor der großen Belle-Epoque-Kulisse.
Begründer der modernen Olympischen Spiele
1863–1937
Pierre de Coubertin
Gründete das Internationale Olympische Komitee in Lausanne
1915 wählte er Lausanne als Sitz des IOC und suchte damit Neutralität im Krieg. Das Olympische Museum sitzt heute am Ufer von Ouchy, ein Tempel seiner idealistischen Vision. Wahrscheinlich hätte ihm die anhaltende, leicht formelle Hingabe der Stadt an die Bewegung gefallen.
Komponistin und Pianistin
1805–1847
Fanny Hensel
Reiste 1822 durch den Kanton Waadt
Die hochbegabte ältere Schwester von Felix Mendelssohn führte ein ausführliches Tagebuch über ihre Reise durch die Schweiz. Sie beschrieb die 'unbeschreibliche Schönheit' des Genfersees bei Vevey und die 'Melancholie' von Chillon. Ihre Beobachtungen gehören zu den lebendigsten der Romantik.
Bildhauer
1925–1991
Jean Tinguely
In Freiburg geboren, schuf wichtige Werke im Kanton Waadt
Seine chaotischen, kinetischen Skulpturen sind der Gegenentwurf zur Schweizer Ordnung. Das 'Éloge de l'Ombre' im Lausanner Parc de la Vallée de la Jeunesse ist reiner Tinguely: rostige Metallteile, die klappern und surren, ein herrlich mechanischer Geist im Park.
Schriftsteller
1802–1885
Victor Hugo
Reiste 1839 durch die Region
Natürlich zog es ihn nach Chillon, aber auch zur blanken Dramatik der Landschaft. Er schrieb vom 'gleißenden Spiegel' des Genfersees und vom Rhônetal, das 'sich wie ein grünes Tuch ausrollt'. Er sah den Kanton als Bühne für das große Theater der Natur.