Einleitung
Das Staatliche Museum für Orientalische Kunst in Moskau ist eine renommierte kulturelle Einrichtung, die sich der Erhaltung und Ausstellung des künstlerischen Erbes Asiens, des Nahen Ostens, des Kaukasus und Sibiriens widmet. Es wurde 1918 gegründet und ist einer der größten Sammlungen orientalische Kunst in Europa mit über 150.000 Artefakten, die von antiker chinesischer Keramik über japanische Ukiyo-e-Drucke und persische Miniaturen bis hin zu indischen Bronzen und tibetischen Thangkas reichen. Sein Hauptsitz – das neoklassizistische Lunin-Mansion – bietet eine einzigartige architektonische Kulisse, während der moderne Pavillon Nr. 13 auf dem VDNG die Pracht der Sowjetzeit widerspiegelt. Das Museum engagiert sich für akademische Forschung, kulturelle Diplomatie und öffentliche Bildung und bietet Führungen, Workshops, Vorträge und Familienveranstaltungen an. Mit zentralen, per Metro erreichbaren Standorten, barrierefreier Ausstattung und der Nähe zu Wahrzeichen wie dem Kreml und dem Roten Platz ist das Museum ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die sich für die vielfältigen Kulturen des Ostens interessieren (Offizielle Website des Staatlichen Museums für Orientalische Kunst; Russia Beyond; Moskauer Museen).
Fotogalerie
Entdecke Staatliches Museum Für Orientalische Kunst in Bildern
1969 Soviet postage stamp valued at 16 kopecks showing Zavyalov Vasily Vasilyevich and Borisov Anatoly Viktorovich. Features artwork 'Bodhisattva' from Tibet, 7th century, from the State Museum of Oriental Art collection, owned by Mikhail Trenikhin.
1969 Soviet postage stamp 4 kopecks featuring the State Museum of the Arts of the Peoples of the East's ancient Turkmen rhyton from 2nd century BC, with portraits of Zavialov Vasily Vasilyevich and Borisov Anatoly Viktorovich, from Mikhail Trenikhin collection.
Postal stamp valued at 12 kopecks showing a traditional Canim mask from Korea's 8th century, issued by the State Museum of Oriental Art in 1969. The artwork is part of the Mikhail Trenikhin collection and honors Vasily Vasilyevich Zavyalov and Anatoly Viktorovich Borisov.
Vintage Soviet postage stamp from USSR featuring a detailed portrait of Vladimir Lenin in red and blue colors
Geschichte des Staatlichen Museums für Orientalische Kunst
Gründung und frühe Entwicklung
Das Staatliche Museum für Orientalische Kunst wurde 1918 im Zuge der Russischen Revolution gegründet, um die vielfältigen Kulturen innerhalb der ehemaligen Sowjetunion und darüber hinaus zu feiern und zu erforschen (Offizielle Website des Staatlichen Museums für Orientalische Kunst). Die ursprüngliche Sammlung des Museums stammte aus den verstaatlichten Beständen von Sammlern wie Pjotr Schtschukin und Sergei Jewreinow. Es etablierte sich schnell als führendes Forschungs- und Ausstellungszentrum für orientalische Kunst.
Erweiterung und Forschung
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchs die Sammlung durch archäologische Expeditionen, diplomatische Austausche und Spenden. Heute umfasst sie über 150.000 Objekte aus Ostasien, Südostasien, Zentralasien, dem Kaukasus, dem Nahen Osten und Nordafrika (Russia Beyond). Die Forschungsaktivitäten des Museums werden durch eine umfangreiche Bibliothek und regelmäßige akademische Konferenzen unterstützt (Moskauer Museen).
Kulturelle Bedeutung
Während der Sowjetzeit förderte das Museum durch Ausstellungen und Bildungsarbeit die Einheit der verschiedenen Völker der UdSSR. Heute ist es ein Zentrum für internationalen Kulturaustausch, das Ausstellungen zeitgenössischer orientalischer Kunst beherbergt und kulturelles Erbe aus Konfliktregionen bewahrt (The Art Newspaper Russia).
Architektonisches Erbe
Das Lunins Haus aus den 1820er Jahren ist ein neoklassizistisches Meisterwerk von Domenico Gilardi. Seine restaurierten Innenräume präsentieren asiatische Kunst in einem historisch bedeutsamen Rahmen (Moscow Info). Die Einrichtungen des Museums umfassen temporäre Galerien, einen Konzertsaal, Bildungsräume und mehrsprachige Beschilderung.
Modernisierung und Meilensteine
Zu seinem hundertjährigen Jubiläum im Jahr 2018 führte das Museum digitale Initiativen wie virtuelle Touren und einen Online-Katalog ein (Offizielle virtuelle Tour). Das erweiterte Bildungsprogramm umfasst Vorträge, Workshops und Familienveranstaltungen.
Besucherinformationen
Standort und Anreise
- Hauptgebäude (Lunins Haus): Nikitski Bulwar 12A, nahe den Metrostationen Arbatskaya und Barrikadnaya (Google Maps)
- Pavillon Nr. 13 auf dem VDNH: Prospekt Mira 119, erreichbar über die Metrostation VDNH
Öffnungszeiten
- Lunins Haus: Dienstag–Sonntag, 11:00–20:00 Uhr; montags geschlossen
- Pavillon Nr. 13: Mittwoch–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr; montags und dienstags geschlossen
- Prüfen Sie die offizielle Website für aktuelle Zeitpläne und Sonderveranstaltungen
Ticketinformationen
- Lunins Haus: 300–500 RUB für allgemeine Eintrittskarten; Ermäßigungen für Studenten, Senioren und Kinder; Kinder unter 16 Jahren Eintritt frei (manche Ausstellungen können separate Tickets erfordern)
- Pavillon Nr. 13: 250 RUB für allgemeine Eintrittskarten; Ermäßigungen verfügbar
- Tickets online und am Eingang erhältlich
Barrierefreiheit
Beide Standorte bieten Rollstuhlzugang, Rampen, Aufzüge und barrierefreie Toiletten. Audio-Guides und gedruckte Materialien sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Einrichtungen
- Café, Souvenirgeschäft, Garderobe, kostenloses WLAN, mobile App für selbstgeführte Touren
Fotoerlaubnis
Fotografieren ohne Blitz in Dauerausstellungen gestattet; Einschränkungen können für Sonderausstellungen gelten.
Lunins Haus und Pavillon Nr. 13 auf dem VDNH
Lunins Haus: Neoklassizistischer Kern
- Bedeutung: Neoklassizistisches Herrenhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert, entworfen von Domenico Gilardi
- Merkmale: Prunkvolle Decken, Stuckverzierungen, historische Kamine, restaurierte Innenräume
- Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, 11:00–19:00 Uhr; montags geschlossen
- Tickets: 300 RUB allgemein; Ermäßigungen verfügbar; online oder vor Ort erhältlich
- Barrierefreiheit: Rampen, Aufzüge, Audio-Guides (orientmuseum.ru)
Pavillon Nr. 13 auf dem VDNH: Sowjetisches Erbe
- Geschichte: Erbaut 1939, restauriert 2017–2018; kombiniert armenische und sowjetische Motive
- Ausstellungen: Beherbergt wichtige Wechselausstellungen, darunter die Ausstellung chinesischer Artefakte 2024–2025 (globaltimes.cn)
- Einrichtungen: Moderne Annehmlichkeiten, barrierefreier Zugang
- Öffnungszeiten: Mittwoch–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr; montags und dienstags geschlossen
- Tickets: 250 RUB allgemein; Ermäßigungen verfügbar (orientmuseum.ru/filial)
Dauerausstellungen und Sonderausstellungen
Dauersammlungen
Die Bestände des Museums umfassen Kulturen Asiens, des Kaukasus und Sibiriens, mit Schwerpunkten wie:
- Chinesische Kunst: Keramik, Jade, Kalligraphie, buddhistische Skulptur
- Japanische Kunst: Ukiyo-e-Drucke, Samurai-Rüstungen, Lackarbeiten, Netsuke
- Koreanische, indische, iranische, zentralasiatische und sibirische Kunst: Porzellan, Textilien, Schmuck, Volkskunst und angewandte Kunst, archäologische Funde
- Sammlung Nikolaus und Swjatoslaw Roerich: Über 800 Werke der Familie Roerich, mit Schwerpunkt auf dem Himalaya und Zentralasien
- Buddhistische Kunst: Skulpturen, Ritualgegenstände, Thangkas, Manuskripte
- Volkskunst und angewandte Kunst: Teppiche, Holzschnitzereien, Metallarbeiten, Textilien, schamanische Artefakte (Wikipedia; MyGuideMoscow; Russia-IC)
Sonderausstellungen und Wechselausstellungen
- Wechselnde Ausstellungen konzentrieren sich auf Themen, Künstler oder Regionen, einschließlich Leihgaben aus internationalen Sammlungen
- Zeitgenössische Ausstellungen orientalischer Kunst fördern den Dialog zwischen Tradition und Moderne
- Kulturelle Veranstaltungen umfassen Tanz, Musik, Kunst-Workshops und Teezeremonien (Russia-IC; Orientmuseum.ru)
Bildungsprogramme und Veranstaltungen
Für Kinder und Familien
- Interaktive Workshops, Rätsel und Kreativkurse für Kinder von 6–12 Jahren („Orientalischer Kaleidoskop“)
- Familientage mit Geschichtenerzählen, Puppentheater und Bastelaktivitäten (Kinderprogramme)
Für Erwachsene
- Öffentliche Vorträge, Seminare und Meisterkurse zu Themen wie islamische Kunst, japanische Keramik und zentralasiatische Stickerei (Veranstaltungskalender)
- Wochenendworkshops (Malerei, Kalligraphie, Origami, Musik) (Workshops)
Partnerschaften mit Schulen und Universitäten
- Maßgeschneiderte Führungen und Workshops für Studenten; Kooperationen mit führenden Universitäten; Praktika und Forschungsmöglichkeiten (Jahresbericht)
Digitale Initiativen
- Virtuelle Touren, hochauflösende Bildergalerien, Online-Vorträge, Webinare und eine interaktive Plattform für Kinder (Virtuelles Museum)
Sonderveranstaltungen
- Jährliche Festivals wie „Orientalisches Neujahr“, die Aufführungen, Kunsthandwerksmärkte und kulinarische Vorführungen bieten (Festivalankündigungen)
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Bei Ihrem Besuch sollten Sie auch Erkunden:
- Roter Platz und Kreml: Das historische Herz Moskaus
- Tretjakow-Galerie: Ikonische russische Kunst
- Gorki-Park: Städtischer Park und Erholungsgebiet
- Arbat-Straße: Historische Fußgängerzone
- VDNH-Ausstellungsgelände: Pavillons, Brunnen und Parks
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Öffnungszeiten des Museums? A: Lunins Haus: Dienstag–Sonntag, 11:00–20:00 Uhr; Pavillon Nr. 13: Mittwoch–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr. Montags geschlossen (und dienstags für Pavillon Nr. 13).
F: Wie kaufe ich Tickets? A: Am Museumseingang oder online über die offizielle Website.
F: Ist das Museum für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, beide Gebäude bieten Rampen, Aufzüge und barrierefreie Toiletten.
F: Sind Führungen auf Englisch verfügbar? A: Ja, nach vorheriger Vereinbarung.
F: Darf ich fotografieren? A: Ohne Blitz ist das Fotografieren in Dauerausstellungen gestattet; prüfen Sie die Beschilderung für die Ausstellungen.
Zusätzliche Ressourcen und Links
- Offizielle Website des Staatlichen Museums für Orientalische Kunst
- Informationen zum Lunins Haus
- Pavillon Nr. 13 auf dem VDNH
- Global Times – Chinesische Kunstausstellungen
- Russia Beyond – Moskauer Museum für Orientalische Kunst
- Übersicht Moskauer Museen
- The Art Newspaper Russia – Museum für Orientalische Kunst
- MyGuideMoscow – Museumsführer
- Russia-IC – Museumsprofil
- Wikipedia – Staatliches Museum für Orientalische Kunst
- Museumsshop
- Kinderprogramme
- Freiwilligenprogramm
- Virtuelle Tour
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