Warenhaus Gebrüder Barasch

Einleitung

Das Kaufhaus der Gebrüder Barasch, heute bekannt als Dom Handlowy Feniks, ist eines der bedeutendsten architektonischen und kulturellen Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich zwischen 1902 und 1904 von der Familie Barasch, visionären jüdischen Unternehmern, erbaut, ist das Geschäft ein Zeugnis des multikulturellen Erbes Breslaus, der städtischen Innovationskraft des frühen 20. Jahrhunderts und des beständigen Geistes der Widerstandsfähigkeit. Mit seinem unverwechselbaren Jugendstil-Design, seiner bewegten Vergangenheit und seiner zentralen Lage zieht das Kaufhaus Besucher an, die sich für Geschichte, Architektur, Shopping und die dynamische Geschichte Breslaus interessieren (Culture.pl, Wroclaw Guide, Jewish Heritage Europe).

Dieser Leitfaden liefert detaillierte Informationen zur Geschichte des Kaufhauses, zu den Besuchszeiten, Tickets, Barrierefreiheit, architektonischen Höhepunkten und Tipps für Besucher sowie eine kuratierte Übersicht über nahegelegene historische Attraktionen in Breslau.


Historischer Überblick

Gründung und erste Jahre (1902–1904)

Das Kaufhaus Gebrüder Barasch wurde von Artur und Georg Barasch gegründet, prominenten Mitgliedern der jüdischen Kaufmannselite Breslaus. Entworfen vom Berliner Architekten Georg Schneider, wurde das Geschäft als „Tempel des Handels“ konzipiert, der mit den großen Kaufhäusern in Berlin und Wien konkurrieren sollte. Die Bauarbeiten begannen 1902 und die Eröffnung fand am 4. Oktober 1904 statt, womit es schnell zum kommerziellen Zentrum von Breslau (heute Breslau) wurde (zydowskiwroclaw.pl, wikipedia).

Architektonische Merkmale und Innovationen

Das Gebäude gilt als Meisterwerk des Jugendstils (Jugendstil) mit seinen fließenden organischen Fassaden, floralen Verzierungen und der ikonischen Glaskuppel, gekrönt von einer Laterne und dem Sonnensymbol – ein Spiegelbild des Ladenmottos „Unter der Sonne von Barasch“. Die Glasfenster des Erdgeschosses waren für ihre Zeit innovativ, während das Innere ein offenes Atrium, eine prächtige Treppe und einige der frühesten Personenaufzüge der Stadt aufwies. Diese Merkmale positionierten das Kaufhaus an der Spitze des modernen Einzelhandelsdesigns (reddit, Wroclaw Guide).

Erweiterung und Veränderungen in der Zwischenkriegszeit

Das Geschäft etablierte sich schnell als „Schmuckstück des Marktplatzes“, erweiterte sein Sortiment und zog die wachsende Mittelschicht Breslaus an. Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1929 wurde die Fassade im Einklang mit dem Zeitgeschmack modernisiert, wobei die aufwändige Verglasung und die Kugel nach einem Blitzeinschlag entfernt wurden. Das Kaufhaus Wertheim (heute Renoma) bot neue Konkurrenz, und die Gebrüder Barasch reagierten mit der Modernisierung ihres Flaggschiffs (zydowskiwroclaw.pl, wikipedia).

Nazi-Verfolgung und Arisierung

Der Aufstieg des Nazi-Regimes im Jahr 1933 brachte Verfolgung für die Familie Barasch und andere jüdische Unternehmer. Opfer von Boykotten und Enteignungen verkaufte die Familie ihr Geschäft und wanderte zwischen 1935 und 1936 aus, bevor die formelle Arisierung umgesetzt wurde. Das Gebäude ging in nicht-jüdischen Besitz über, und das Schicksal der Familie trennte sich, wobei Georg Barasch nach Ecuador floh (wikipedia, zydowskiwroclaw.pl).

Kriegszerstörung und Wiederaufbau nach dem Krieg

Das Kaufhaus wurde während der Belagerung Breslaus im Jahr 1945 schwer beschädigt. Nach dem Übergang Breslaus unter polnische Verwaltung wurde das Gebäude rasch wiederaufgebaut, wobei sich das Erdgeschoss im August 1946 wieder öffnete. Die Widerstandsfähigkeit des Geschäfts wurde zu einem Symbol für die Erholung und Transformation der Stadt (wikipedia).

Die Ära Feniks: Nachkriegszeit bis heute

Das 1965 in „Feniks“ umbenannte Kaufhaus wurde während der kommunistischen Ära zu einem staatlich geführten Einkaufszentrum. 1995 ging es in den Privatbesitz über und firmiert heute als Dom Handlowy Feniks, das eine vielfältige Auswahl an Geschäften und Dienstleistungen beherbergt, die historisches Ambiente mit modernem Einzelhandel verbinden (inyourpocket.com).


Besucherinformationen

Standort und Anreise

Adresse: Rynek 31–32 (auch als Rynek 39), 50-116 Wrocław, Polen

Das Kaufhaus befindet sich zentral am Breslauer Marktplatz und ist von wichtigen Stadtpunkten aus leicht zu Fuß erreichbar. Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs an der Galeria Dominikańska und der Świdnicka Straße sind 5–10 Gehminuten entfernt. Parkmöglichkeiten gibt es in nahegelegenen Parkhäusern, können jedoch zu Stoßzeiten begrenzt sein (WroclawGuide.com).

Öffnungszeiten und Eintritt

  • Montag–Samstag: 9:00 – 20:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr

Der Eintritt in den Einzelhandelsbereich ist kostenlos; für den allgemeinen Besuch ist kein Ticket erforderlich. Die Öffnungszeiten können an Feiertagen oder bei Sonderveranstaltungen variieren – prüfen Sie die offizielle Website für Aktualisierungen.

Führungen und Veranstaltungen

  • Führungen: Saisonal durch lokale Agenturen verfügbar, konzentrieren sich auf die Architektur des Gebäudes und das jüdische Erbe. Eine Vorabreservierung wird empfohlen; Führungen kosten in der Regel 20–30 PLN.
  • Kulturelle Veranstaltungen: Das Geschäft veranstaltet Ausstellungen, Vorträge und Sonderveranstaltungen, insbesondere während des Breslauer Weihnachtsmarktes und Stadtfestivals (Visit Wroclaw).

Barrierefreiheit und Besuchereinrichtungen

  • Rollstuhlgerecht: Aufzüge und Rampen bedienen alle Etagen.
  • Toiletten: Auf mehreren Etagen verfügbar.
  • Informationsschalter: Mehrsprachiges Personal hilft bei Wegbeschreibungen und Fragen.
  • WLAN: Kostenlos im gesamten Gebäude verfügbar.
  • Geldautomat und Wechselstube: Im Erdgeschoss gelegen.

Fotografiebestimmungen

Fotografieren ist in öffentlichen Bereichen gestattet; für Fotos in einzelnen Geschäften bitten Sie das Personal um Erlaubnis. Die Glaskuppel, die Treppe und die Fassade sind beliebte Fotomotive.


Architektonische Höhepunkte

  • Jugendstilfassade: Gekennzeichnet durch geschwungene Linien, florale Motive und das Monogramm „B“.
  • Ikonische Kuppel und Laterne: Restaurierte, kupfergedeckte Kuppel mit Sonnensymbol, vom Marktplatz aus sichtbar.
  • Zentrales Atrium: Beleuchtet durch ein Glasdach, mit Mosaikböden und Jugendstil-Eisenarbeiten.
  • Prächtige Treppe: Bemerkenswert für ihre kunstvollen Balustraden und strukturelle Eleganz.
  • Buntglas und Mosaike: Dekorative Tafeln und Bodenbeläge, die den ursprünglichen Glanz des Gebäudes evozieren.

Nahegelegene Attraktionen

  • Breslauer Marktplatz (Rynek): Das lebendige Zentrum der Stadt, umgeben von historischen Bürgerhäusern.
  • Altes Rathaus: Gotische Architektur und Museumsangebote.
  • St. Elisabeth-Kirche: Turm mit Panoramablick über die Stadt.
  • Kaufhaus Renoma: Ein weiteres historisches Einzelhandelswahrzeichen.
  • Wrocławer Zwergenpfad: Eine familienfreundliche Entdeckungstour durch die Stadt.

Kulturelle und soziale Bedeutung

Das Kaufhaus ist sowohl ein lebendiges Denkmal des jüdischen Erbes Breslaus als auch ein Leuchtfeuer der städtischen Modernität. Seine vielschichtige Geschichte – von unternehmerischem Erfolg über kriegerische Zerstörung bis hin zur Erneuerung nach dem Krieg – spiegelt die breitere Geschichte der Stadt wider. Heute dient es als Knotenpunkt für gesellschaftliche Zusammenkünfte, kulturelle Veranstaltungen und verantwortungsvollen Tourismus und fördert ein tieferes Verständnis für die vielfältige Vergangenheit Breslaus (Culture.pl, Jewish Heritage Europe).


Tipps für Besucher

  • Kommen Sie früh, um eine ruhigere Erfahrung und bessere Fotomotive zu erleben.
  • Kombinieren Sie Ihren Besuch mit einem Spaziergang über den Marktplatz und zu nahegelegenen Attraktionen.
  • Prüfen Sie auf saisonale Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt oder Kunstausstellungen.
  • Unterstützen Sie lokale Geschäfte und Kunsthandwerker im Gebäude.
  • Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, um Parkschwierigkeiten im Stadtzentrum zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Montag bis Samstag 9:00 – 20:00 Uhr, Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr.

F: Gibt es Eintrittsgebühren? A: Der allgemeine Eintritt ist kostenlos. Führungen können Tickets erfordern.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, saisonal und nach Vereinbarung. Buchen Sie im Voraus über lokale Touristenbüros oder die offizielle Website.

F: Ist das Geschäft rollstuhlgerecht? A: Ja, mit modernen Aufzügen und Rampen im gesamten Gebäude.

F: Kann ich drinnen fotografieren? A: Fotografieren ist in öffentlichen Bereichen gestattet; bitte fragen Sie vor dem Fotografieren in Geschäften um Erlaubnis.

F: Welche anderen Attraktionen gibt es in der Nähe? A: Der Marktplatz, das Alte Rathaus, die St. Elisabeth-Kirche, das Kaufhaus Renoma und der Wrocławer Zwergenpfad.


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