Theatermuseum

Einleitung

Das Österreichische Theatermuseum (Theatermuseum Wien) im Herzen Wiens ist ein Leuchtfeuer des reichen Theater- und Kulturerbes Österreichs. Untergebracht im barocken Palais Lobkowitz, das für die Uraufführung von Beethovens Dritter Symphonie bekannt ist, bietet das Museum eine einzigartige Fusion aus Kunst, Geschichte und Theater und präsentiert über zwei Millionen Objekte aus drei Jahrhunderten. Von kunstvollen Bühnenbildern und historischen Kostümen bis hin zu seltenen Manuskripten und Fotografien bietet das Museum einen unvergleichlichen Einblick in die lebendige Theaterszene Österreichs (Offizielle Website des Theatermuseums; Vienna Itineraries).

Besucher sind eingeladen, permanente und temporäre Ausstellungen zu erkunden, die legendäre Dramatiker wie Hugo von Hofmannsthal und Johann Nestroy sowie bedeutende Persönlichkeiten wie Gustav Klimt und Johann Strauss II. hervorheben. Die robusten Bildungsprogramme, mehrsprachigen Führungen und das Engagement für Barrierefreiheit machen es zu einem inklusiven Kulturerlebnis. Seine zentrale Lage in der Nähe der Wiener Staatsoper und der Hofburg zementiert seinen Status als Muss unter den historischen Stätten Wiens (allaboutvienna.com; theviennablog.com).


Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Tickets und Barrierefreiheit

Öffnungszeiten:

  • Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr
  • Donnerstage: Verlängerte Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr
  • Montags und an Feiertagen geschlossen

Tickets (2025):

  • Erwachsene: 16 €
  • Studenten/Senioren: Ermäßigte Tarife
  • Kinder (unter 19 Jahren): Kostenlos
  • Vienna Pass/Vienna Flexi Pass Inhaber: Freier Eintritt
  • Tickets sind online und vor Ort erhältlich; eine Vorabreservierung wird empfohlen (Vienna Pass)

Barrierefreiheit:

  • Vollständig rollstuhlgerecht, mit Aufzügen, Rampen und barrierefreien Toiletten
  • Hilfeleistung auf Anfrage verfügbar

Adresse: Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, Österreich

Öffentliche Verkehrsmittel:

  • U-Bahn: U1, U3 (Stephansplatz); U2, U4 (Karlsplatz)
  • Straßenbahn: 1, 2, D, 71
  • Bus: 1A, 2A
  • Zu Fuß von wichtigen Sehenswürdigkeiten erreichbar

Geschichte und Entwicklung des Museums

Die Wurzeln des Österreichischen Theatermuseums reichen bis ins Jahr 1726 zurück, als die Österreichische Nationalbibliothek begann, illustrierte Festschriften von Hofveranstaltungen zu sammeln. Die formelle Gründung erfolgte 1921 unter Joseph Gregor, der eine eigene Theatersammlung in der Bibliothek einrichtete und entscheidende private Sammlungen sicherte (Wikipedia).

Nach einem kurzlebigen Bundestheatermuseum (1931–1938) wurde das Österreichische Theatermuseum 1975 offiziell in der Nähe der Wiener Staatsoper gegründet. 1991 zog es in sein heutiges Zuhause um, das historische Palais Lobkowitz, dessen Eroica-Saal für die Uraufführung von Beethovens Dritter Symphonie berühmt ist (Visiting Vienna). Das Museum erweiterte sich weiter durch die Aufnahme in den Verbund der Kunsthistorischen MUSEEN im Jahr 2001 und die Eingliederung der Sammlungen des Wiener Staatsopernmuseums im Jahr 2014 (Vienna Itineraries).


Sammlungs-Highlights

Mit über 2 Millionen Objekten gehört das Österreichische Theatermuseum zu den umfassendsten Theatermuseen weltweit. Seine Sammlungen umfassen:

  • Über 1.000 Bühnenbilder
  • Ungefähr 600 Kostüme und Requisiten aus drei Jahrhunderten
  • Mehr als 100.000 Zeichnungen und Grafiken
  • Über 700.000 Theaterfotografien
  • Umfangreiche Bibliothek: über 100.000 Bücher, Zeitschriften, Manuskripte und Tickets (Vienna Itineraries)

Besondere Schätze sind Jugendstil-Stangenpuppen, Spiegel von Richard Teschner und Gustav Klimts Gemälde „Nuda Veritas“ (Visit a Museum).

E. A. Schmid Sammlung

Diese Gründersammlung umfasst seltene Bühnenbilder und Kostümskizzen vom 17. bis 20. Jahrhundert und dokumentiert den Einfluss des Wiener Theaters auf die europäischen Künste (Theatermuseum Vienna).

Das Erbe von Nestroy und Raimund

Persönliche Gegenstände, Manuskripte und Erinnerungsstücke von Johann Nestroy und Ferdinand Raimund bieten Einblicke in das goldene Zeitalter des Wiener Theaters.


Permanente und temporäre Ausstellungen

Permanente Ausstellungen:

  • Kostüme, Bühnenbilder, Requisiten und Puppen vom Barock bis zum modernen Theater
  • Programme, Plakate und Fotografien, die die Theatergeschichte dokumentieren
  • Manuskripte und annotierte Drehbücher von Dramatikern wie Arthur Schnitzler und Ödön von Horváth

Aktuelle Sonderausstellungen:

  • „Hugo von Hofmannsthal inszenieren“ (31. Januar – 19. August 2024): Eine immersive Reise durch die kreative Welt von Hugo von Hofmannsthal (Vienna Trips)
  • „Johann Strauss: Die Ausstellung“ (bis 23. Juni 2025): Feiert den „Walzerkönig“ mit Originalpartituren, Porträts und interaktiven Ausstellungsstücken (Insight Cities)
  • Gustav Klimts „Nuda Veritas“: Ein Highlight der bildenden Kunst des Museums

Bühnenbilder und Kostümgalerie: Besichtigen Sie historische Bühnenbilder und wechselnde Auswahlen von Kostümen aus bedeutenden Inszenierungen der Burg und Staatsoper.

Puppensammlung: Eine der feinsten Europas, mit Marionetten und Puppen aus Österreich und darüber hinaus, mit interaktiven Stationen zum Ausprobieren.


Bildungs- und Familienprogramme

Das Museum bietet Outreach- und Workshop-Programme für alle Altersgruppen an, darunter:

  • Führungen (Deutsch und Englisch)
  • Schul- und Familienworkshops (z. B. Puppenbau, Kostümdesign)
  • Interaktives Erzählen und Aufführungen für Kinder (allaboutvienna.com)

Führungen und Sonderveranstaltungen

  • Führungen in mehreren Sprachen verfügbar; eine Vorabbuchung wird empfohlen
  • Sonderveranstaltungen, Vorträge und Aufführungen werden das ganze Jahr über geplant – informieren Sie sich im Kalender des Museums über aktuelle Termine

Attraktionen in der Nähe und Reisetipps

Kombinieren Sie Ihren Museumsbesuch mit anderen historischen Stätten Wiens:

  • Wiener Staatsoper
  • Hofburg
  • Albertina Museum
  • MuseumsQuartier

Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist gut und die Lage ist von wichtigen Sehenswürdigkeiten aus gut zu Fuß erreichbar. Parkplätze sind begrenzt; nutzen Sie für Bequemlichkeit öffentliche Verkehrsmittel.


Besuchereinrichtungen und Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht mit Aufzügen und Rampen
  • Toiletten auf jeder Etage
  • Kostenloser Garderobenbereich und Schließfächer
  • POP-UP Shop (Augustinerstraße 10) mit Büchern und Souvenirs
  • Kostenloses WLAN
  • Kein Café vor Ort, aber viele Optionen in der Nähe

Praktische Tipps für Ihren Besuch

  • Planen Sie 1,5 bis 2 Stunden für Ihren Besuch ein
  • Ausstellungstexte sind auf Deutsch und Englisch; prüfen Sie, ob englischsprachige Führungen angeboten werden
  • Nichtblitzende Fotografien sind erlaubt (keine Stative)
  • Kinder haben freien Eintritt und freuen sich über interaktive Ausstellungen
  • Vorabreservierung wird während der Hauptsaison und bei Sonderausstellungen empfohlen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die Öffnungszeiten des Museums? Dienstag–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr (Donnerstage bis 21:00 Uhr). Montags und feiertags geschlossen.

Wie viel kosten Tickets? Erwachsene: 16 €. Ermäßigungen für Studenten und Senioren; kostenlos für Kinder unter 19 Jahren.

Ist das Museum rollstuhlgerecht? Ja, vollständig zugänglich mit Aufzügen und Rampen.

Sind Führungen verfügbar? Ja, in Deutsch und Englisch. Bitte im Voraus buchen.

Darf ich Fotos machen? Ja, nichtblitzende Fotografien sind erlaubt, sofern nicht anders angegeben.


Kontaktinformationen und virtuelle Besichtigung


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