Ii. Wiener Hochquellenwasserleitung

Einleitung: Die Zweite Wiener Hochquellwasserleitung und ihre Bedeutung

Die Zweite Wiener Hochquellwasserleitung ist ein Meisterwerk der Ingenieurkunst und nachhaltigen Stadtplanung, das reines Alpenwasser über 180 Kilometer von den Steirischen Alpen nach Wien leitet. Dieses im Jahr 1910 unter Kaiser Franz Joseph I. eingeweihte, schwerkraftbetriebene System spielte eine entscheidende Rolle für die öffentliche Gesundheit Wiens, reduzierte die wasserbedingten Krankheiten drastisch und unterstützte das schnelle Wachstum der Stadt im frühen 20. Jahrhundert. Ihr Bau stellt ein wichtiges Engagement für Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung dar und versorgt Wien mit Trinkwasser von höchster Qualität – ganz ohne energieintensive Pumpen (Lobmeyr Museum HochQuellenWasser; Wikipedia; Peretti, 2014; ScienceDirect).

Heute lässt sich das Erbe der Wasserleitung durch interessante Museen, Wanderwege und Führungen erkunden, die ihre historische, technische und ökologische Bedeutung hervorheben. Vom HochQuellenWasser Wildalpen Museum in Quellnähe bis zum berühmten Wasserturm Favoriten in Wien können Besucher in die Geschichte eines Systems eintauchen, das bis heute den Charakter und die Lebensqualität der Stadt prägt (audiala.com; Visiting Vienna; Vacations & Travel).


  1. Einleitung
  2. Historischer Kontext: Wiens Wasserkrise im 19. Jahrhundert
  3. Planung und Ingenieurwesen: Die Zweite Wiener Hochquellwasserleitung
  4. Einweihung und Symbolik
  5. Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und das Städtewachstum
  6. Besuch von Schlüsselstellen: Museen, Wege und Attraktionen
  7. Praktische Besucherinformationen (Öffnungszeiten, Tickets, Anreise)
  8. Nachhaltigkeit und Umweltschutz
  9. Barrierefreiheit, Transport und Reisetipps
  10. Veranstaltungen, Führungen und Fotografie
  11. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
  12. Fazit und Planung Ihres Besuchs
  13. Referenzen und weiterführende Literatur

1. Historischer Kontext: Wiens Wasserkrise im 19. Jahrhundert

Ende des 19. Jahrhunderts überstieg Wiens Bevölkerung seine Wasserinfrastruktur, die auf der Donau und örtlichen Brunnen basierte. Dies führte zu häufigen Ausbrüchen von Cholera und Typhus. Die Erste Wiener Hochquellwasserleitung (1873) milderte diese Probleme, indem sie sauberes Wasser aus den Alpen brachte, aber das Stadtwachstum erforderte bald ein zweites, größeres System (Lobmeyr Museum HochQuellenWasser).


2. Planung und Ingenieurwesen: Die Zweite Wiener Hochquellwasserleitung

Projektkonzeption und Trasse

Um 1900 begannen die Planer mit dem Bau der Zweiten Wasserleitung, die Wasser aus dem Salzatal in der Steiermark bezieht. Diese 180 Kilometer lange, schwerkraftbetriebene Route umfasst über 100 Aquädukte und Tunnel, die sich durch anspruchsvolles alpines Gelände schlängeln (Lobmeyr Museum HochQuellenWasser).

Arbeitskräfte und Innovationen

Die zehnjährige Bauzeit mobilisierte über 10.000 Arbeiter. Zu den wichtigsten Fortschritten gehörten Betonfundamente und innovative Wasserbautechnik, insbesondere beim Durchstich des Wienflusses in Meidling (Peretti, 2014). Das schwerkraftgesteuerte Design der Wasserleitung machte Pumpen überflüssig, was Kosten sparte und die Wasserreinheit bewahrte.

Technische Merkmale

  • Schwerkraftbetriebenes Design: Nutzt einen Höhenunterschied von 276 Metern zur Wasserführung.
  • Materialien: Steingalerien und Gusseisenrohre für Haltbarkeit und Druckbeständigkeit.
  • Integration von Wasserkraft: Druckentlastungsturbinen erzeugen erneuerbare Energie für lokale Gemeinden (Wikipedia).

3. Einweihung und Symbolik

Die Zweite Wiener Hochquellwasserleitung wurde 1910 offiziell eingeweiht. Kaiser Franz Joseph I. trank zeremoniell das erste Wasser aus einem Lobmeyr-Kristallglas (das nun im Museum Wildalpen ausgestellt ist), was Wiens Hinwendung zu Modernität, Nachhaltigkeit und einer gesünderen urbanen Zukunft symbolisierte (Lobmeyr Museum HochQuellenWasser).


4. Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und das Städtewachstum

Die Wasserleitung erhöhte die Kapazität Wiens für Frischwasser, wodurch wasserbedingte Krankheiten fast ausgerottet wurden und die Stadterweiterung ermöglicht wurde. Dies verbesserte die Lebensbedingungen, förderte neue Industrien und trug zu Wiens Ruf als eine der lebenswertesten Städte der Welt bei (Peretti, 2014).


5. Besuch von Schlüsselstellen: Museen, Wege und Attraktionen

Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn

  • Standort: Nahe der Quelle in Niederösterreich.
  • Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, 10:00–17:00 Uhr; montags geschlossen.
  • Eintritt: 5 € Erwachsene, 3 € Kinder; geführte Wochenendtouren verfügbar (Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn).

Wasserturm Favoriten

  • Standort: 10. Wiener Gemeindebezirk; erreichbar mit der U1 (Keplerplatz).
  • Besonderheiten: Beeindruckendes Beispiel barocker Wasserinfrastruktur, oft für Führungen und Veranstaltungen geöffnet.

Wiener Wasserleitungsweg (Wiener Wasserleitungssteig)

  • Weg: Verläuft von Kaiserbrunn nach Gloggnitz (ca. 18 km, 4–6 Stunden).
  • Schwierigkeit: Leicht bis mittelschwer; geeignet für Familien.
  • Highlights: Aquädukte, Tunnel, lehrreiche Beschilderung und atemberaubende alpine Landschaft.

Hochstrahlbrunnen

  • Standort: Schwarzenbergplatz, Wien.
  • Zugang: Frei zugänglich, jederzeit geöffnet.
  • Bedeutung: Feiert das Erbe der Wiener Wasserversorgung (audiala.com).

6. Praktische Besucherinformationen

Anreise

  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Züge vom Wiener Hauptbahnhof nach Payerbach-Reichenau oder Gloggnitz, gefolgt von lokalen Bussen/Taxis nach Kaiserbrunn oder Wildalpen.
  • Mit dem Auto: Direkte Routen nach Wildalpen oder zu Wanderparkplätzen; ausreichend Parkplätze an wichtigen Standorten.

Tickets und Eintritt

  • Museen erheben in der Regel eine geringe Gebühr; Wanderwege und Außenanlagen sind kostenlos.
  • Geführte Touren und Gruppenbesuche erfordern möglicherweise eine Vorabreservierung.
  • Die meisten Orte akzeptieren Bargeld und Karten; prüfen Sie auf saisonale Änderungen.

Beste Reisezeit

  • Frühling–Früher Herbst: Ideal für Wanderungen und Museumsbesuche.
  • Winter: Einige Wege und Zentren können wegen Schnee unzugängig sein.

7. Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Wien schützt sein alpines Wassereinzugsgebiet (über 600 km²) streng, verbietet umweltschädliche Aktivitäten und priorisiert die Forstwirtschaft. Der schwerkraftbetriebene Fluss und die Wasserkraftnutzung der Wasserleitung machen sie zu einem Modell für Energieeffizienz und geringe Klimaauswirkungen (ScienceDirect; Wikipedia).


8. Barrierefreiheit, Transport und Reisetipps

  • Barrierefreiheit: Museen und einige Standorte bieten Rollstuhlzugang; die meisten Wanderwege erfordern moderate Fitness und festes Schuhwerk.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Gut an Wien angebunden; erwägen Sie die Vienna City Card für integriertes Reisen.
  • Tipps: Bringen Sie wiederverwendbare Wasserflaschen mit (öffentliche Brunnen sind zahlreich vorhanden), Sonnenschutz und wettergerechte Kleidung. Informieren Sie sich vorab über die Öffnungszeiten von Wanderwegen und Museen (theviennablog.com).

9. Veranstaltungen, Führungen und Fotografie

  • Geführte Touren: Werden in Museen und einigen Wasserkraftwerken angeboten, besonders an Wochenenden oder nach Vereinbarung.
  • Fotografie: Berglandschaften, Aquädukte und Wassertürme eignen sich hervorragend für Fotos – beste Beleuchtung am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
  • Sonderveranstaltungen: Informieren Sie sich auf lokalen Tourismuskalendern über Festivals oder Tage der offenen Tür in Wasserwerken.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Kann ich die Wasserleitung von innen besichtigen? A: Nein, die Wasserleitung selbst ist aus Sicherheitsgründen geschlossen, aber Museen und Außengelände bieten umfassende Einblicke.

F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, in Museen und ausgewählten Einrichtungen; eine Vorabreservierung wird für Gruppen empfohlen.

F: Ist das Wasser trinkbar? A: Absolut. Wiener Leitungswasser stammt direkt aus der Wasserleitung – unbehandelt und weltbekannt für seine Reinheit.

F: Was kostet der Besuch? A: Die meisten Museen verlangen 5–8 € für Erwachsene; Außenanlagen und Wanderwege sind kostenlos.

F: Wann ist die beste Besuchszeit? A: Vom späten Frühling bis zum frühen Herbst herrschen die besten Wetter- und Wegbedingungen.

F: Wie lange braucht das Wasser, um Wien zu erreichen? A: Etwa 36 Stunden, ausschließlich durch Schwerkraft.


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