Hoher Markt

Einleitung

Der Hohe Markt, Wiens ältester Platz, liegt im Herzen der Inneren Stadt und bietet eine Reise durch die Schichten der Geschichte, von der Römerzeit bis heute. Einst der Standort des römischen Lagers Vindobona, hat sich der Platz von einer antiken Siedlung zu einem mittelalterlichen Marktplatz und Justizzentrum und nun zu einem lebendigen städtischen Raum entwickelt, der von architektonischen, künstlerischen und archäologischen Wahrzeichen umgeben ist. Mit seinem freien 24-Stunden-Zugang, der Nähe zu wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Stephansdom und der Hofburg und seiner lebendigen Atmosphäre ist der Hohe Markt ein Muss für alle, die Wiens reiches Erbe erkunden möchten.

Für weitere Details und zur Planung konsultieren Sie maßgebliche Quellen wie den Wien Tourismus, A View On Cities und Happily on the Road.


Historischer Überblick

Römische Ursprünge und frühe Besiedlung

Der Hohe Markt wurde auf den Überresten von Vindobona errichtet, dem römischen Legionslager, das im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet wurde. Archäologische Ausgrabungen haben die Fundamente römischer Offiziersresidenzen (Tribunenhäuser), Bäder und Infrastruktur freigelegt, von denen viele nun im Römermuseum ausgestellt sind. Glasplatten auf Straßenniveau ermöglichen Blicke auf diese antiken Strukturen und bieten greifbare Verbindungen zu Wiens Anfängen (vienna-unwrapped.com).

Mittelalterliches städtisches und kommerzielles Zentrum

Im 12. und 13. Jahrhundert war der Hohe Markt das bürgerliche und kommerzielle Zentrum Wiens, umgeben von Zunfthäusern und lebhaftem Marktgeschehen. Der Platz beherbergte das städtische Strafgericht und das Schranne-Gebäude mit einer Kapelle und einem Pranger, was seine richterliche Bedeutung unterstrich (de.wikipedia.org). Straßennamen wie Bauernmarkt und Fleischmarkt spiegeln historische Marktfunktionen wider (Wien.gv.at).

Frühe Neuzeit und gesellschaftliches Leben

In der Habsburgermonarchie säumten prachtvolle Residenzen wie das Palais Arnstein und Palais Sina den Hohen Markt, die als Zentren intellektueller und kultureller Versammlungen dienten. Barocke und neoklassizistische Fassaden trugen zur Pracht des Platzes bei (allaboutvienna.com).

Justizielle und strafrechtliche Funktionen

Historisch war der Platz eine Bühne für öffentliche Urteilsverkündungen und Strafen, wobei der Pranger Mitte des 15. Jahrhunderts von Laurenz Spenning wiederaufgebaut wurde. Er symbolisierte bürgerliche Ordnung und Disziplin.

Städtische Veränderungen im 19. und 20. Jahrhundert

Mit dem Rückgang der richterlichen Funktionen im 19. Jahrhundert verlagerte sich der Hohe Markt auf Handel und städtische Modernisierung. Die Installation der Jugendstil-Ankeruhr Anfang des 20. Jahrhunderts markierte diesen Übergang.

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau

Der Platz erlitt während der Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs erhebliche Zerstörungen, wobei nur wenige Gebäude aus der Vorkriegszeit erhalten blieben. Der Wiederaufbau in den 1950er Jahren brachte moderne Architektur neben den erhaltenen historischen Elementen (de.wikipedia.org).

Zeitgenössische Bedeutung

Heute ist der Hohe Markt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes von Wien und vereint archäologische Stätten, Denkmäler und ein lebhaftes städtisches Leben.


Hauptattraktionen am Hohen Markt

Ankeruhr: Wiens Jugendstil-Wunder

Die Ankeruhr ist eine beeindruckende Jugendstil-Uhr, die zwischen 1911 und 1914 erbaut wurde. Sie erstreckt sich über zwei Gebäude und zeigt eine Parade von zwölf historischen Persönlichkeiten – darunter Marcus Aurelius, Karl der Große und Joseph Haydn –, die sich im Laufe von zwölf Stunden über das Zifferblatt bewegen. Um Mittag processionieren alle Figuren in einem großen Spektakel, begleitet von Musik, und ziehen täglich Menschenmassen an. Kommen Sie früh, um einen guten Platz zu ergattern.

Vermählungsbrunnen (Ehebrunnen): Barocker Glanz

Der von Kaiser Karl VI. in Auftrag gegebene und 1732 fertiggestellte Vermählungsbrunnen erinnert an die biblische Vermählung Marias und Josefs. Der vom barocken Künstler Fischer von Erlach entworfene Brunnen ist ein Zeugnis der barocken Kunstfertigkeit Wiens und der religiösen Hingabe der Habsburger (Visiting Vienna).

Römische Ruinen und Römermuseum: Wiens antike Wurzeln

Unter dem Hohen Markt liegen die Überreste von Vindobona. Das Römermuseum bietet Ausstellungen über das römische Wien, darunter Mosaike, Münzen und Modelle. Glasplatten auf Straßenniveau zeigen ebenfalls einige Ruinen.

  • Öffnungszeiten des Museums: Dienstag–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr; montags geschlossen.
  • Tickets: Erwachsene 6 €, ermäßigt für Studenten/Senioren, kostenlos für Kinder unter 19 Jahren.

Praktische Besucherinformationen

Öffnungszeiten & Tickets

  • Hoher Markt Platz: 24/7 geöffnet, kostenlos zugänglich.
  • Römermuseum: Dienstag–Sonntag, 10:00–18:00 Uhr. Eintritt 6 € für Erwachsene, Ermäßigungen verfügbar.
  • Ankeruhr: Am besten um Mittag für die Uhrenparade zu sehen; kostenlos zu beobachten.
  • Vermählungsbrunnen: Außenbereich und frei zugänglich.

Barrierefreiheit & Anreise

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Stephansplatz (U1, U3) ist die nächstgelegene U-Bahn-Station; Straßenbahnlinien 1A, 3A halten am Hohen Markt (Wiener Linien).
  • Zu Fuß: Im verkehrsberuhigten Bereich der Inneren Stadt gelegen.
  • Rollstuhlgerecht: Die meisten Bereiche des Platzes und der Attraktionen sind zugänglich, obwohl das archäologische Layout des Römermuseums einige Herausforderungen mit sich bringen kann (Insight Cities).

Führungen & Tipps

  • Nehmen Sie an geführten Spaziergängen teil, um tiefere Einblicke in die Geschichte und lokale Geschichten zu erhalten; viele beinhalten den Hohen Markt.
  • Laden Sie die ivie-App für selbst geführte Touren und Barrierefreiheits-Updates herunter.
  • Besuchen Sie den Platz gegen Mittag für die Ankeruhr-Vorführung.
  • Tragen Sie bequeme Schuhe; erwarten Sie gepflasterte Oberflächen.

Gastronomie, Einkaufen, nahegelegene Attraktionen

  • Gastronomie: Cafés und Restaurants rund um den Platz servieren Wiener und internationale Küche – Reservieren Sie während der Hauptverkehrszeiten im Voraus.
  • Einkaufen: Boutiquen bieten lokales Kunsthandwerk und Süßigkeiten; die Preise sind fest.
  • Nahegelegene Attraktionen: Der Stephansdom, der Graben, die Judenplatz, die Hofburg und das Jüdische Museum sind alle zu Fuß erreichbar.

Kulturelle Veranstaltungen & saisonale Aktivitäten

Der Hohe Markt beherbergt gelegentlich Märkte im Freien, Kunstinstallationen und Aufführungen, insbesondere im Sommer und zur Ferienzeit. Aktuelle Spielpläne finden Sie im Veranstaltungskalender des Wien Tourismus.


Häufig gestellte Fragen (FAQs)

F: Ist der Hohe Markt nachts geöffnet? A: Ja, es ist ein öffentlicher Platz, der rund um die Uhr zugänglich ist.

F: Benötige ich Tickets für den Hohen Markt? A: Für den Platz wird kein Ticket benötigt. Das Römermuseum hat Eintrittspreise; die Ankeruhr-Parade ist kostenlos.

F: Wann kann ich die Ankeruhr-Parade sehen? A: Täglich um 12:00 Uhr mittags.

F: Ist der Hohe Markt rollstuhlgerecht? A: Größtenteils, obwohl einige Museumsbereiche aufgrund der archäologischen Strukturen eingeschränkt sein können.

F: Gibt es Führungen? A: Ja, viele Stadtrundfahrten beinhalten den Hohen Markt; auch selbstgeführte Audiotouren sind verfügbar.


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