Einleitung: Wiens ruhiger Gedenkort

Der Friedhof Hietzing (Hietzinger Friedhof) ist Wiens einer der ruhigsten und kulturell bedeutendsten Begräbnisstätten, gelegen im 13. Bezirk nahe dem berühmten Schloss Schönbrunn. Gegründet im späten 18. Jahrhundert und über die Jahrhunderte erweitert, ist der Friedhof ein Zeugnis von Wiens kaiserlichem Erbe, künstlerischer Brillanz und sich entwickelnder sozialer Struktur. Mit seiner parkähnlichen Anlage, neoromanischen Kapellen und den Ruhestätten von Persönlichkeiten wie Gustav Klimt und Otto Wagner bietet der Friedhof Hietzing einen friedlichen Rückzugsort für Besinnung und Erkundung der österreichischen Geschichte.

Für offizielle Aktualisierungen, Besucherinformationen und saisonale Höhepunkte konsultieren Sie Ressourcen wie die Wiener Friedhöfe und die Archive der Stadt Wien.


Historischer Überblick

Ursprünge und Entwicklung

Der 1787 gegründete und 1874 offiziell als städtischer Friedhof etablierte Friedhof Hietzing entstand während der Stadterweiterung Wiens, nachdem innerstädtische Kirchhöfe aus sanitären Gründen eingeschränkt wurden (Wikidata). Seine Lage in einem vornehmen Viertel nahe der kaiserlichen Sommerresidenz Schönbrunn verlieh ihm von Anfang an einen prestigeträchtigen Charakter. Im Laufe der Zeit erweiterte sich der Friedhof entsprechend dem Wachstum der Stadt und beherbergte die unterschiedlichen religiösen und sozialen Hintergründe der Wiener Bevölkerung (Archive der Stadt Wien).

Soziale und kulturelle Bedeutung

Mehr als nur ein Begräbnisort ist der Friedhof Hietzing ein Spiegelbild von Wiens inklusive und würdiger Art des Gedenkens. Er ehrt Künstler, Musiker, Architekten und Staatsmänner und bewahrt gleichzeitig die Geschichten von Bürgern des täglichen Lebens. Dedizierte Abschnitte für die katholische, protestantische und jüdische Gemeinde unterstreichen das multikulturelle Erbe Wiens.


Friedhofsaufbau und Erweiterung

Mit einer Fläche von rund 97.175 m² und etwa 11.100 Gräbern offenbart der Aufbau des Friedhofs jahrhundertealte Bestattungstraditionen (Wikiwand). Frühe Abschnitte im Biedermeier-Stil weisen schmale Wege und dicht aneinandergereihte Gräber auf, während spätere Erweiterungen geräumiger angelegte Gräberfelder und landschaftlich gestaltete Alleen bieten. Restaurierungs- und Neugestaltungsprojekte im 20. Jahrhundert – insbesondere durch den Architekten Christof Riccabona (1989–1991) – haben sowohl die historische Integrität als auch die moderne Zugänglichkeit bewahrt.


Architektonische Höhepunkte

Kapelle und Aufbahrungshalle

Die zentrale Kapelle und Aufbahrungshalle von 1913 sind ein Beispiel für die Wiener Sepulkralarchitektur, die Feierlichkeit mit zurückhaltender Eleganz verbindet. Ihr symmetrisches Design und traditionelle Motive schaffen einen kontemplativen Raum für Gottesdienste und persönliche Besinnung.

Trauerhalle und Restaurierung

Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Trauerhalle 1947 restauriert und später modernisiert, wobei eine Balance zwischen Erhaltung und verbesserter Zugänglichkeit gefunden wurde (Wikiwand).

Biedermeier-Abschnitt

Der älteste Teil des Friedhofs wurde aufwendig restauriert, wobei originale Grabsteine, Schmiedeeisenzäune und Zierdetails, typisch für Wien im frühen 19. Jahrhundert, erhalten blieben.


Künstlerische Merkmale und bemerkenswerte Denkmäler

Bemerkenswerte Gräber

Der Friedhof Hietzing ist ein wahres Freilichtmuseum, das viele prominente Österreicher ehrt:

  • Gustav Klimt: Das bescheidene Grab des gefeierten Malers (Gruppe 5) steht im Kontrast zur Opulenz seiner Kunst. (Mehr erfahren)
  • Otto Wagner: Sein Grabmal weist architektonische Motive auf, die seinem modernistischen Erbe Tribut zollen.
  • Alban Berg: Das Grab des Komponisten ist oft mit Blumen und musikalischen Ehrungen geschmückt.
  • Franz Conrad von Hötzendorf: Austro-ungarischer Militärführer.
  • Fanny Elßler: Berühmte Ballerina.
  • Katharina Schratt: Schauspielerin und Vertraute des Kaisers.
  • Engelbert Dollfuß: Ehemaliger Bundeskanzler Österreichs.
  • Kolo Moser und Hans Hollein: Wichtige Persönlichkeiten aus Kunst und Architektur.

Für weitere Details und Bilder siehe Find a Grave.

Monumentale Kunst

Der Friedhof beherbergt feine Grabkunst, darunter Marmorengel, neoklassizistische und Jugendstil-Skulpturen, prunkvolle Familiengrufte und neuere Gedenkstätten wie den Tribut an Kinder, die während der COVID-19-Pandemie verloren gingen.


Landschaft und Atmosphäre

Baumgesäumte Alleen, blühende Sträucher und sorgfältig gepflegte Rasenflächen schaffen eine friedliche Umgebung. Saisonale Höhepunkte sind die Fliederblüte im Frühling und das lebendige Herbstlaub. Bänke und ruhige Ecken bieten Raum zur Besinnung, während die alte Bepflanzung ein Gefühl der Kontinuität mit Wiens Vergangenheit bewahrt.


Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Tickets, Barrierefreiheit

Öffnungszeiten

Der Friedhof ist täglich geöffnet, typischerweise von 8:00 bis 18:00 Uhr (April–September) und von 8:00 bis 16:00 Uhr (Oktober–März). Überprüfen Sie immer die offizielle Website Friedhöfe Wien für saisonale Aktualisierungen.

Eintrittsgelder

Ab Januar 2024 ist ein Beitrag von 3,00 € pro Besucher zur Instandhaltung erforderlich. Dies unterstützt die laufenden Erhaltungsmaßnahmen.

Barrierefreiheit

Die Hauptwege sind asphaltiert und rollstuhlgerecht, obwohl einige ältere Abschnitte uneben sein können. Toiletten sind in der Nähe des Haupteingangs verfügbar. Karten können am Eingang erhalten werden, um die Orientierung zu erleichtern.


Anreise

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Nehmen Sie die U4 bis zur Station Hietzing, von dort aus sind es 15 Gehminuten. Alternativ halten die Buslinien 56A, 56B und 58A in der Nähe an der Haltestelle Tiroler Gasse.
  • Mit der Straßenbahn/Bus: Die Straßenbahnlinie 60 sowie die Busse 54A und 56A bedienen ebenfalls die Gegend.
  • Mit dem Auto: Begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.

Besucheretikette & Fotografie

  • Verhalten: Bewahren Sie Stille, treten Sie nicht auf Gräber und kleiden Sie sich angemessen.
  • Fotografie: Unauffällige Aufnahmen für den privaten Gebrauch sind gestattet; kommerzielle Nutzung erfordert vorherige Genehmigung.
  • Blumengaben: Das Niederlegen von Blumen ist willkommen und wird geschätzt.

Führungen und nahegelegene Attraktionen

Führungen

  • Akkreditierte Führer bieten Führungen mit Fokus auf Kunst, Architektur und Geschichte an. Vorausbuchung wird empfohlen.
  • Selbstständige Besucher können Karten und Online-Ressourcen für unabhängige Erkundungen nutzen.

Nahegelegene Attraktionen

Erweitern Sie Ihren Besuch durch Erkundungen von:

  • Schloss Schönbrunn
  • Naturoase Lainzer Tiergarten
  • Kaiserliche Wagenburg
  • Tiergarten Schönbrunn

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Friedhofs Hietzing? A: Generell von 8:00 bis 18:00 Uhr (April–September) und von 8:00 bis 16:00 Uhr (Oktober–März). Bestätigen Sie dies auf der offiziellen Website Friedhöfe Wien.

F: Gibt es Eintrittsgelder? A: Ja, ab 2024 ist ein Beitrag von 3,00 € pro Besucher zur Instandhaltung erforderlich.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, durch lokale Führer und Wiener Tourismusbüros. Eine Buchung wird empfohlen.

F: Ist der Friedhof rollstuhlgerecht? A: Die meisten Hauptwege sind zugänglich; einige ältere Bereiche können schwierig sein.

F: Darf ich Fotos machen? A: Ja, für den privaten Gebrauch. Kommerzielle Fotografie benötigt eine vorherige Genehmigung.

F: Wie erreiche ich den Friedhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln? A: U4 bis Station Hietzing (15 Gehminuten); Busse 56A, 56B, 58A halten an der Tiroler Gasse.


Empfohlene visuelle Elemente

  • Karte des Friedhofs Hietzing mit bemerkenswerten Gräbern (alt: "Karte des Friedhofs Hietzing mit markierten bemerkenswerten Gräbern")
  • Fotografien der Gräber von Gustav Klimt und Otto Wagner (alt: "Bescheidenes Grab von Gustav Klimt auf dem Friedhof Hietzing"; "Mausoleum von Otto Wagner auf dem Friedhof Hietzing")
  • Bilder des Haupteingangs, der Kapelle und der saisonalen Bepflanzung

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