Einleitung
Der Dornbacher Friedhof (Dornbacher Friedhof) im 17. Wiener Gemeindebezirk Hernals ist eine bedeutende historische und kulturelle Stätte. Gegründet im Jahr 1883, spiegelt er die Entwicklung Wiens von mittelalterlichen Bestattungstraditionen zu einem modernen, inklusiven städtischen Friedhof wider. Heute können Besucher ruhige Grünflächen erkunden, künstlerische Monumente bewundern und auf den Gräbern namhafter Wiener Familien Respekt zollen und dabei eine einzigartige Mischung aus Natur, Geschichte und Kultur erleben. Dieser Leitfaden bietet umfassende Informationen über die Hintergründe des Friedhofs, die Besuchszeiten, die Zugänglichkeit, bemerkenswerte Merkmale und praktische Tipps, um einen bedeutungsvollen Besuch zu gewährleisten (GeschichteWiki Wien; Wikipedia; Planet Vienna; Vienna Tourist Guide).
Historischer Überblick
Mittelalterliche Ursprünge und Verlegungen
Die Geschichte des Dornbacher Friedhofs beginnt im 13. Jahrhundert mit seinem ersten Begräbnisplatz neben der Pfarrkirche am Rupertusplatz, im Einklang mit der europäischen Tradition der Kirchhofgräber. Diese Anordnung bestand bis ins späte 18. Jahrhundert, als die Reformen Kaiser Josephs II. aus Gründen der öffentlichen Gesundheit zur Schließung vieler städtischer Friedhöfe führten. Der Dornbacher Kirchhof wurde aufgrund der kleinen Pfarrgemeinde vorerst nicht betroffen, aber 1814 endgültig geschlossen (GeschichteWiki Wien ).
Ein neuer Friedhof wurde in „Untere Wieden“ (heute Braungasse/Oberwiedenstraße) angelegt und diente der Gemeinde bis zu seiner Schließung im Jahr 1883 aufgrund städtischer Expansion und hygienischer Bedenken (Planet Vienna). Die Gebeine wurden respektvoll auf den heutigen Standort in der Alszeile 28 verlegt, der auf einem Hang namens Alsegg liegt.
Moderne Gründung und Erweiterungen
Der heutige Dornbacher Friedhof wurde 1883 eröffnet und für alle Konfessionen konzipiert, zu einer Zeit, in der viele Friedhöfe noch konfessionell getrennt waren. Sein inklusiver Ethos reflektierte die fortschreitende Urbanisierung der Stadt und das Bekenntnis zur Vielfalt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerten mehrere Erweiterungen die Fläche des Friedhofs auf 44.047 Quadratmeter, mit neuen Grabgruppen und aktualisierter Infrastruktur. Die Aufbahrungshalle, die zwischen 1966 und 1968 von Architekt Erich Boltenstern erbaut wurde, zeichnet sich durch ein Mosaikglasfenster und eine Apsismalerei von Hermann Bauch aus, die modernistische Kunst mit dem historischen Charakter des Friedhofs verbinden (Wikipedia; Planet Vienna).
Aufbau und bemerkenswerte Merkmale
Der Dornbacher Friedhof weist einen traditionellen Rasteraufbau mit rund 4.778 Gräbern auf. Seine von Bäumen gesäumten Alleen, gepflegten Anlagen und vielfältigen Grabmäler – von Jugendstil bis zu zeitgenössischen Designs – schaffen eine parkähnliche Atmosphäre. Der Friedhof wird von der Alszeile und dem Grünbeckweg begrenzt und liegt nahe dem Hernalser Friedhof, wodurch er eine bedeutende Grünzone im städtischen Gefüge Wiens darstellt (Wikipedia).
Namhafte Bestattungen und Gedenkstätten
Der Friedhof ist die letzte Ruhestätte mehrerer prominenter Wiener Persönlichkeiten und Familien, darunter:
- Familie Meinl: Kaffeeproduzenten, die zur Wirtschaftsgeschichte Wiens beitrugen.
- Familie Demel: Berühmte kaiserliche Konditoren.
- Anna Sacher: Bekannte Hotelierin.
- Carl Braun Ritter von Fernwald: Bedeutender Arzt.
Es gibt auch 20 Ehrengräber für Personen, die bedeutende Beiträge zu Wien oder Österreich geleistet haben (Wikipedia; Planet Vienna).
Darüber hinaus umfasst der Friedhof jüdische Gräber mit hebräischen Inschriften und Symbolen sowie Gedenkstätten für Holocaust-Opfer und Kriegsopfer, was die vielfältige Geschichte und Tragödien Wiens widerspiegelt.
Künstlerisches und architektonisches Erbe
Der Dornbacher Friedhof zeichnet sich durch seine künstlerischen Grabsteine und Bestattungsarchitektur aus. Besucher finden:
- Jugendstil-Motive: Fließende Linien, florale Muster und stilisierte Schriftzüge.
- Neugotische und klassische Elemente: Kapellen, Mausoleen und Statuen.
- Aufbahrungshalle: Mit einem markanten Mosaik von Hermann Bauch.
Diese Merkmale unterstreichen die Verbindung von Kunst, Gedenken und kultureller Identität in Wiener Friedhöfen (Planet Vienna).
Besuchsinformationen
Öffnungszeiten, Tickets und Zugänglichkeit
- Öffnungszeiten: Im Allgemeinen täglich von 7:00 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet (ca. 17:00 Uhr im Winter, bis 20:00 Uhr im Sommer). Aktuelle Öffnungszeiten auf Stadtwebsites bestätigen, insbesondere an Feiertagen (Offizieller Wien Reiseführer).
- Eintritt: Kostenlos – keine Tickets erforderlich.
- Zugänglichkeit: Die meisten Hauptwege sind flach und asphaltiert, aber einige Bereiche können unebenes Gelände aufweisen. Rollstuhlfahrer sollten dies entsprechend einplanen und können sich für Details an die Verwaltung wenden.
Anreise
- Öffentliche Verkehrsmittel: Erreichbar mit der Straßenbahnlinie 43 („Dornbacher Friedhof“) und den Buslinien 44A und 10A. Radwege sind ebenfalls vorhanden (Wiener Verkehrsinformation).
- Karten: Am Eingang oder online erhältlich (Vienna Tourist Guide).
Führungen und Sonderveranstaltungen
- Führungen: Werden gelegentlich von lokalen Kultur- oder Geschichtsvereinen organisiert, insbesondere um Allerheiligen. Diese bieten Einblicke in die Geschichte, Kunst und bedeutenden Persönlichkeiten des Friedhofs.
- Sonderveranstaltungen: Gedenkfeiern und Bildungsveranstaltungen finden periodisch statt.
Besucherverhalten und Tipps
- Ruhe bewahren und Begräbnisse oder Trauernde respektieren.
- Angemessene Kleidung wird empfohlen.
- Persönliche Fotografie ist gestattet, aber bitte von Zeremonien oder Trauernden ohne Zustimmung absehen.
- Blumen und Kerzen können in nahegelegenen Geschäften gekauft werden.
- Es ist üblich, andere Besucher höflich mit „Guten Tag“ zu begrüßen.
- Legen Sie kleine Steine auf jüdische Gräber als Zeichen des Respekts.
Nahegelegene Attraktionen
Kombinieren Sie Ihren Besuch mit anderen historischen oder kulturellen Stätten:
- Hernalser Friedhof: Angrenzender Friedhof mit eigener bedeutender Geschichte.
- Wienerwald: Für Spaziergänge in der Natur.
- Heurigen: In den nahegelegenen Weinbergen von Nussdorf oder Grinzing.
- Ottakringer Brauerei und historische Kirchen: Im Bezirk Hernals.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es Eintrittsgebühren? A: Nein, der Eintritt ist für alle Besucher kostenlos.
F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Täglich von 7:00 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet (saisonal unterschiedlich).
F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, gelegentlich, besonders während Gedenkzeiten. Lokale Verzeichnisse oder Besucherzentren prüfen.
F: Ist der Friedhof rollstuhlgerecht? A: Die meisten Hauptwege sind zugänglich; ältere Abschnitte sind möglicherweise uneben.
F: Darf ich Fotos machen? A: Persönliche Fotografie ist gestattet, aber bitte diskret und respektvoll.
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