Einleitung

Das Café Dommayer, gelegen im historischen 13. Wiener Gemeindebezirk, Alt-Hietzing, ist ein lebendiges Zeugnis der reichen Kaffeehauskultur und des pulsierenden musikalischen Erbes der Stadt. Gegründet im Jahr 1787, hat es sich von einer bescheidenen Erfrischungsstation zu einem ikonischen Treffpunkt entwickelt, wo legendäre Komponisten wie Johann Strauss (Vater und Sohn) und Joseph Lanner ihre Spuren hinterließen. Heute ist das Café Dommayer nach wie vor ein einladendes Ziel für Geschichtsinteressierte, Musikliebhaber und Reisende, die das authentische Wiener Kaffeehauserlebnis suchen. Dieser Leitfaden beleuchtet die geschichtsträchtige Vergangenheit des Cafés, gibt praktische Besucherinformationen – einschließlich Öffnungszeiten, Ticketpreisen und Zugänglichkeit – sowie Tipps für nahegelegene Attraktionen und wie Sie Ihren Besuch optimal gestalten können.

Für einen tieferen Einblick in die Wiener Kaffeehauskultur und Musiktraditionen, erkunden Sie diese Quellen: Café Dommayer – Wikipedia, The Vienna Review und AustriaSites.


Historischer Überblick

Ursprünge und frühe Entwicklung (1787–1832)

Das Café Dommayer geht auf das Jahr 1787 zurück, als ein lokaler Kellner namens Dick eine Erfrischungsstation gegenüber der Pfarrkirche Maria Hietzing, damals am Rande Wiens, eröffnete. Seine Beliebtheit wuchs bei den Besuchern von Schloss Schönbrunn. Im Jahr 1817 erwarb Reiter das Anwesen und erweiterte es zu einem vollwertigen Gasthaus. Bis 1823 übernahm Ferdinand Dommayer, Reuters Schwiegersohn, und verwandelte es in ein anspruchsvolles Kaffeehaus und Catering-Unternehmen. Zwischen 1828 und 1833 wurde der Architekt Josef Leistler beauftragt, ein großes Casino und einen Tanzsaal zu bauen, was Dommayers Ruf als führendes Haus für Musik, Tanz und gesellschaftliche Zusammenkünfte etablierte (AustriaSites).

Das goldene Zeitalter: Musik und die Walzerkönige (1830er–1850er Jahre)

In den 1830er Jahren war das Casino Dommayer das Herzstück der Wiener Musik- und Gesellschaftsszene. Es beherbergte prächtige Bälle und zog die Wiener Elite an. Die Rivalität und Zusammenarbeit zwischen Johann Strauss (Vater) und Joseph Lanner prägte diese Ära, wobei beide Komponisten regelmäßig neue Werke im Dommayer uraufführten. Ein historischer Moment ereignete sich 1844, als Johann Strauss (Sohn) hier sein öffentliches Debüt als Dirigent und Komponist gab und damit eine glanzvolle Karriere startete, obwohl sein Vater dagegen war. Dies festigte den Status des Dommayer als Wiege des Wiener musikalischen Talents (The Vienna Review).

Entwicklung, Umzug und Neuerfindung (1850er–1930er Jahre)

Nach dem Tod von Ferdinand Dommayer im Jahr 1858 setzte sein Sohn Franz das Erbe fort. Das ursprüngliche Casino wurde 1908 abgerissen, um Platz für das Parkhotel Schönbrunn zu machen. Der Name und die Traditionen des Cafés blieben jedoch erhalten, indem neue Lokale in der Nähe eröffneten – darunter der Dommayerhof und später das moderne Café Dommayer, das 1935 wiederbelebt wurde. Im Laufe des 20. Jahrhunderts blieb es ein wichtiger Ort für Musik und Kultur, passte sich den Zeiten an und bewahrte gleichzeitig sein Erbe (Café Dommayer – Wikipedia).

Restaurierung und Neuzeit (1991–heute)

Ein bedeutendes Feuer im Jahr 1991 führte zu einer umfassenden Restaurierung, die die Biedermeier-Inneneinrichtung und die Atmosphäre des Konzertcafés wiederbelebte. Im Jahr 2006 übernahm die Konditorei Oberlaa die Leitung, um die anhaltende Auszeichnung des Cafés sowohl für seine Süßwaren als auch für sein kulturelles Programm sicherzustellen (AustriaSites). Heute befindet sich das Café Dommayer in der Dommayergasse 1 und bietet ein klassisches Wiener Kaffeehauserlebnis mit Live-Musik, einem schönen Gartenpavillon und einem Schanigarten zur Straße hin (The Vienna Review).


Praktische Besucherinformationen

Öffnungszeiten, Tickets und Zugänglichkeit

  • Öffnungszeiten: Täglich, 07:30–20:30 (Oberlaa Dommayer)
  • Eintritt und Tickets: Kein Eintrittsgeld oder Ticket für normale Besuche erforderlich. Für Sonderveranstaltungen können eine Voranmeldung oder Tickets notwendig sein – prüfen Sie die Veranstaltungsdetails auf der Website des Cafés.
  • Zugänglichkeit: Barrierefreier Eingang und barrierefreie Toiletten machen das Café für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen willkommen.

Lage und Anreise

  • Adresse: Dommayergasse 1, 1130 Wien, Österreich
  • Verkehrsmittel: Leicht erreichbar mit der U-Bahn-Linie U4 (Station Hietzing), den Straßenbahnlinien 10 und 60 sowie nahegelegenen Busverbindungen.
  • Parken: Begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.

Ambiente und kulinarisches Angebot des Cafés

Das Interieur des Café Dommayer besticht durch klassische Biedermeier-Dekoration – poliertes Holz, Marmortischplatten, bequeme Sitzmöbel und elegante Kronleuchter. Der hintere Garten ist ein besonderes Highlight, besonders bei warmem Wetter, und bietet eine ruhige Oase für die Gäste (Sommertage).

Kulinarische Höhepunkte:

  • Gebäck und Kuchen: Sachertorte, Esterházytorte, Apfelstrudel, Dobostorte und saisonale Spezialitäten.
  • Kaffeespezialitäten: Wiener Melange, Einspänner, Großer Brauner und mehr.
  • Speisekarte: Frühstück bis 11:30 Uhr, leichte Mittagessen, Tagesgerichte und eine vollständige Auswahl an Getränken.
  • Preise: Kaffee ca. 4–6 €, Gebäck ca. 4–7 €, Hauptgerichte ca. 8–15 €; spiegeln den historischen Ruf und die Lage des Cafés wider.

Service: Aufmerksames, professionelles und mehrsprachiges Personal. Kein formeller Dresscode, aber ein gepflegter Freizeitlook wird empfohlen.


Nahegelegene Attraktionen

  • Schloss Schönbrunn: UNESCO-Weltkulturerbe, weniger als 10 Gehminuten vom Café entfernt.
  • Pfarrkirche Maria Hietzing: Historische Kirche gegenüber dem Café.
  • Hietzinger Friedhof: Ruhestätte von Gustav Klimt und Otto Wagner.
  • Architektur des Jugendstils: Nahegelegene Werke von Adolf Loos.

Besondere Veranstaltungen und Führungen

Das Café Dommayer veranstaltet gelegentlich Konzerte, Kulturabende und Sonderveranstaltungen, die mit dem musikalischen Kalender Wiens verbunden sind. Obwohl es keine regelmäßige Live-Musik mehr gibt, finden Gedenkveranstaltungen und saisonale Aktionen statt. Für Führungen zu historischen Stätten Wiens können Sie Ihren Besuch mit nahegelegenen Attraktionen verbinden. Prüfen Sie die offizielle Website für aktuelle Zeitpläne.


Tipps für Besucher

  • Reservierungen: Empfohlen für Gruppen oder zu Stoßzeiten (Wochenenden, Feiertage oder bei Gartenplätzen im Sommer).
  • Kaffee bestellen: Verwenden Sie traditionelle Wiener Begriffe (z. B. Melange, Großer Schwarzer) für ein authentisches Erlebnis.
  • Besuch mit Sightseeing verbinden: Kombinieren Sie Ihren Besuch mit Schloss Schönbrunn oder einem Spaziergang durch Hietzing.
  • Souvenirs: Nehmen Sie Oberlaa-Schokoladen oder Gebäck mit nach Hause.
  • Fotografieren: Diskret ist Fotografieren erlaubt – machen Sie Aufnahmen vom Interieur oder Garten, aber respektieren Sie die Privatsphäre anderer Gäste.
  • WLAN: Kostenlos für Gäste; Zeitungen und Zeitschriften liegen zum gemütlichen Lesen bereit.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Café Dommayer? A: Täglich von 07:30 bis 20:30 Uhr.

F: Gibt es einen Eintrittspreis oder benötige ich Tickets? A: Nein, für normale Besuche ist kein Ticket oder Eintrittspreis erforderlich; für besondere Veranstaltungen können Tickets erforderlich sein.

F: Ist das Café rollstuhlgerecht? A: Ja, mit barrierefreiem Zugang und behindertengerechten Toiletten.

F: Gibt es englische Menüs und spricht das Personal Englisch? A: Ja, Menüs sind zweisprachig und das Personal spricht Englisch.

F: Kann ich reservieren? A: Ja, besonders zu Stoßzeiten oder für Sitzplätze im Garten.


Empfehlungen für Bilder und Medien

Für ein besseres Erlebnis sehen Sie sich Fotos des Interieurs, des Gartens und der charakteristischen Torten des Café Dommayer an. Empfohlene Alt-Texte sind „Café Dommayer Gartenterrasse in Wien“ und „Traditionelle Wiener Sachertorte im Café Dommayer“. Die Einbettung einer Karte oder einer virtuellen Tour kann die Planung für Besucher weiter erleichtern.


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