Bezirksmuseum Floridsdorf

Einleitung: Ein Tor zum nördlichen Wiener Erbe

Floridsdorf, Wiens 21. Bezirk, bietet eine außergewöhnliche Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur und reicht von neolithischen Siedlungen bis zu einem lebendigen modernen Bezirk. Einst eine Ansammlung ländlicher Dörfer an der Donau, umfasst die Entwicklung von Floridsdorf keltische und römische Gren zones, die entscheidende Ansiedlung der ersten österreichischen Dampfeisenbahn im Jahr 1837 und schließlich seine Integration in das Wiener Stadtgebiet. Inmitten dieser dynamischen Transformation ist das Bezirksmuseum Floridsdorf eine wichtige Institution, die die vielschichtige Vergangenheit des Bezirks bewahrt und interpretiert.

Das Museum befindet sich in der historischen Villa Mautner-Schlössl und wurde 1933 gegründet und nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wiederbelebt. Es dokumentiert die Entwicklung Floridsdorfs von prähistorischen Zeiten bis zur Industrialisierung und Urbanisierung. Seine umfangreichen Sammlungen und ansprechenden Veranstaltungen machen es zu einem Eckpfeiler sowohl für Einheimische als auch für Besucher, die die weniger bekannten Geschichten Wiens erkunden möchten. Bei freiem Eintritt, zugänglichen Einrichtungen und exzellenter Anbindung bietet das Bezirksmuseum Floridsdorf einen bereichernden Einblick in das einzigartige Erbe des Bezirks.

Die aktuellsten Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Veranstaltungen finden Sie auf der offiziellen Museumswebsite und den Kulturportalen Wiens (GeschichteWiki Wien, Wien Presse).


Floridsdorf: Historischer Überblick

Altes Erbe

Die Geschichte Floridsdorfs reicht über 7.000 Jahre zurück. Archäologische Funde in Leopoldau und Umgebung belegen Werkzeuge, Keramik und Artefakte aus der Bronzezeit, die auf kontinuierliche Besiedlung hinweisen. Während der keltischen und römischen Epoche diente die Region als Grenzland und prägte so ihre strategische und kulturelle Identität (en.wikipedia.org).

Mittelalterliche Wurzeln

Das heutige Floridsdorf vereint ehemalige landwirtschaftliche Dörfer – Donaufeld, Jedlesee, Leopoldau, Stammersdorf, Strebersdorf und Groß-Jedlersdorf. Der im 18. Jahrhundert erstmals erwähnte Name Floridsdorf spiegelt sowohl die klösterlichen Bezüge als auch das ländliche Erbe wider. Die Dörfer Floridsdorfs behielten bis zum industriellen Boom des 19. Jahrhunderts einen agrarischen Charakter (tourmycountry.com).

Industrialisierung und Urbanisierung

Die Eröffnung der Nordbahn (Österreichs erster Dampfeisenbahn) im Jahr 1837 löste ein rasantes Wachstum aus. Fabriken, Wohnhäuser und neue Infrastrukturen veränderten Floridsdorf, das 1904 offiziell in Wien eingemeindet wurde. Weitere Verbesserungen wie die S-Bahn, die Nordbrücke und die U6-Linie integrierten den Bezirk weiter in das städtische Gefüge, während Institutionen wie die Veterinärmedizinische Universität und die Fachhochschule Technikum Wien Bildungs- und Wirtschaftsleben verankerten (en.wikipedia.org).

Modernes Flair

Mit einer für 2025 prognostizierten Einwohnerzahl von fast 190.000 Einwohnern verbindet Floridsdorf städtische Dichte mit ausgedehnten Grünflächen, Weinbergen und Parks. Seine Mischung aus Wohn-, Industrie- und Erholungsgebieten macht es zu einem der dynamischsten und vielfältigsten Bezirke Wiens (en.wikipedia.org).


Bezirksmuseum Floridsdorf: Ursprünge und Rolle

Museumsgeschichte & Das Mautner-Schlössl

Das Bezirksmuseum Floridsdorf wurde 1933 gegründet – maßgeblich initiativ durch Josef Tomschik und die lokale Gemeinschaft. Kriegsbedingte Schließungen und die Zerstörung der ursprünglichen Sammlung im Zweiten Weltkrieg konnten die Mission des Museums nicht stoppen. Nach dem Krieg führte eine erneute Anstrengung zur Wiedereröffnung im Jahr 1951, und seit 1960 hat es sein Domizil im Mautner-Schlössl gefunden, einer Villa aus dem Jahr 1900, die secessionistische und barocke architektonische Elemente vereint (GeschichteWiki Wien, AustriaSites). Das Gebäude selbst ist ein denkmalgeschütztes Monument, das die Transformation und Widerstandsfähigkeit des Bezirks symbolisiert.

Sammlungen & Wichtige Ausstellungsstücke

Die ständigen und Sonderausstellungen des Museums umfassen:

  • Alte und prähistorische Artefakte: Neolithische Werkzeuge, bronzezeitlicher Schmuck und die älteste Tonhaube des Bezirks.
  • Dorf- und Volksleben: Nachgestellte Innenräume wie die traditionelle „Rauchküche“, Trachten und Alltagsgegenstände.
  • Industrialisierung und Infrastruktur: Exponate zur Nordbahn, lokalen Ziegeleien, Brauereien und dem Übergang zu einem Stadtbezirk.
  • Naturgeschichte: Ausstellungen über den Bisamberg, regionale Flora und Fauna sowie die Auswirkungen der Donau.
  • Gedenkraum Franz Jonas: Widmet sich dem in Floridsdorf gebürtigen Franz Jonas, dem ehemaligen Wiener Bürgermeister und österreichischen Bundespräsidenten.
  • Kartografie & Landvermessung: Historische Karten und Vermessungsinstrumente aus den Jahren 1764–1987.
  • Bedeutende Industrien und Persönlichkeiten: Die Firma Lohner und andere lokale Innovatoren.
  • Archivbibliothek: Eine umfassende Ressource für Forscher, einschließlich der Publikation „Unser schönes Floridsdorf“.

Sonderausstellungen wechseln regelmäßig und behandeln Themen wie die Biedermeierzeit, lokale Freundschaftsthemen und die Geschichte der österreichischen Vermessung (evendo.com, museen.de).

Gemeinschafts- und Bildungsinitiativen

Das Museum ist ein lebendiges Zentrum des Gemeinschaftslebens und bietet:

  • Führungen und Workshops für alle Altersgruppen.
  • Bildungsprogramme, die Lokalgeschichte, Kunst und Wissenschaft hervorheben.
  • Thematische Veranstaltungen und Konzerte, einschließlich des jährlichen „Tag der Wiener Bezirksmuseen“ und der „Langen Nacht der Museen“.
  • Publikationen, einschließlich vierteljährlicher Ausgaben von „Unser schönes Floridsdorf“.
  • Spezielle interaktive und familienfreundliche Angebote wie die „Kleidertausch-Party“ und Mitmach-Workshops (1000thingsmagazine).

Beitrag zum Wiener Museumssystem

Als Mitglied des Wiener Bezirksmuseumsnetzwerks arbeitet das Bezirksmuseum Floridsdorf mit benachbarten Museen zusammen, beteiligt sich an stadtweiten Kulturinitiativen und hilft, die lebendige Geschichte Wiens vielfältiger Gemeinschaften zu dokumentieren (Wien Presse).


Besucherinformationen

Öffnungszeiten, Eintritt und Barrierefreiheit

  • Öffnungszeiten:
    • Üblicherweise: Donnerstags und Sonntags, 9:00–13:00 Uhr
    • Einige Sonderausstellungen: Dienstags 15:00–19:00 Uhr, Sonntags 9:30–12:30 Uhr (prüfen Sie die offizielle Website für aktuelle Zeiten)
  • Eintritt: Frei (Spenden willkommen). Einige Sonderveranstaltungen können eine geringe Gebühr kosten.
  • Barrierefreiheit:
    • Rollstuhlgerecht mit Rampen und Aufzügen.
    • Unterstützung auf Anfrage erhältlich.
    • Ausstellungen hauptsächlich in deutscher Sprache; Personal kann Nicht-Deutschsprachige unterstützen.

Standort und Anfahrt

  • Adresse: Mautner-Schlössl, Prager Straße 33, 1210 Wien
  • Öffentliche Verkehrsmittel:
    • U-Bahn Station U6 Floridsdorf (kurzer Fußweg)
    • Straßenbahnlinien 31, 32 und 34A
    • S-Bahn und Buslinien ebenfalls in der Nähe.
  • Parken: Begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße verfügbar.

Highlights & Veranstaltungen

  • Dauer- und Sonderausstellungen:

    • „Biedermeier“ (bis 27. Juli 2025)
    • „In aller Freundschaft“ (ab 27. September 2025)
  • Sonderveranstaltungen:

    • Buchvorstellungen
    • Programme zur Bürgerbeteiligung (z. B. „Stempelpass-Aktion“)
    • Konzerte, Lesungen und offene Abende.
  • Nahegelegene Attraktionen:

    • Hans-Smital-Park
    • Bisamberg-Weinberge
    • Erholungsgebiete Donauinsel und Alte Donau
    • Lokale Heurigen (Weinstuben)

Praktische Tipps

  • Vorausplanung: Prüfen Sie den Veranstaltungskalender für spezielle Programme.
  • Dauer: Planen Sie 60–90 Minuten für einen Standardbesuch ein.
  • Fotografie: Nicht blitzende Fotografie für persönliche Zwecke erlaubt. Professionelle Fotografie erfordert Genehmigung.
  • Einrichtungen: Toiletten und Garderobe vor Ort; Cafés und Restaurants in der Nähe.
  • Familienfreundlich: Interaktive Merkmale und eine überschaubare Anlage eignen sich für Familien und Schulklassen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Bezirksmuseums Floridsdorf? A: Typischerweise Donnerstags und Sonntags von 9:00–13:00 Uhr. Einige Ausstellungen haben andere Zeiten – überprüfen Sie die offizielle Website für Updates.

F: Gibt es einen Eintrittspreis? A: Nein, der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Ja, alle öffentlichen Bereiche sind zugänglich.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, nach Vereinbarung – insbesondere für Gruppen und Schulen.

F: Wie erreiche ich das Museum mit öffentlichen Verkehrsmitteln? A: U6 Floridsdorf, Straßenbahnlinien 31, 32 und 34A; S-Bahn und Busse bedienen ebenfalls die Gegend.

F: Darf ich fotografieren? A: Ja, für persönliche Zwecke (kein Blitz); bitte beantragen Sie eine Genehmigung für professionelle Aufnahmen.


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