Einleitung
Das Norwegische Museum für Gehörlosenkultur und Geschichte (Norsk Døvemuseum) in Trondheim ist eine wichtige Institution, die das Erbe der norwegischen Gehörlosengemeinschaft bewahrt und feiert. Das Museum befindet sich im historischen Rødbygget, dem ersten neugotischen Gebäude der Stadt, und bietet eine reichhaltige Erkundung von Gehörlosenbildung, -kultur und -identität. Es verbindet nahtlos historische Artefakte, persönliche Erzählungen und interaktive Multimediaformate, um die Norwegische Gebärdensprache (NGS) zu ehren und Inklusivität zu fördern. Mit seinem Engagement für Barrierefreiheit und Bildungsarbeit dient es sowohl als kulturelles Archiv als auch als dynamischer Knotenpunkt für den Dialog zwischen gehörlosen und hörenden Gemeinschaften (Museums Association, Deaf Museums EU).
Dieser Leitfaden beschreibt die Geschichte des Museums, seine architektonische Bedeutung, seine Sammlungen, Ausstellungen, barrierefreien Merkmale, Öffnungszeiten, Ticketinformationen, nahegelegene Attraktionen und praktische Reisetipps, um Ihnen zu helfen, das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen.
Fotogalerie
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Trondheim gamle døveskole building located at Bispegata 9b in Trondheim, constructed in 1854 and designed by architect Christian H. Grosch, currently housing the Deaf History Museum.
Photograph of Internatbygningen til Døveskolen, the boarding house for the Deaf School located at Bispegata 9 B, Trondheim circa 1900. The building was designed by architect Claus Hjelte and completed in 1897. It has since been demolished.
Historischer Hintergrund und architektonisches Erbe
Ursprünge der Gehörlosenbildung in Trondheim
Die Ursprünge des Museums sind eng mit dem Throndhjems Døvstummeinstitut verbunden, Norwegens erster Schule für Gehörlose, die 1825 von Andreas Christian Møller, einem gehörlosen Pädagogen, gegründet wurde. Die Schule war eine wegweisende Institution, die gehörlosen Schülern aus Trøndelag und Nordnorwegen eine Internatsunterbringung und eine spezialisierte Ausbildung bot und eine transformative Rolle bei der Anerkennung von Gehörlosen als eigenständige kulturelle und sprachliche Gruppe spielte (Museums Association, Deaf Museums EU).
Das Rødbygget: Neugotisches Wahrzeichen
Das Museum ist im Rødbygget (rotes Gebäude) untergebracht, dem ersten neugotischen Bauwerk Trondheims, das 1855 von Christian Heinrich Grosch entworfen wurde. Seine ikonische rote Ziegelfassade, Spitzbögen und dekorativen Details sind Beispiele für architektonische Innovationen des 19. Jahrhunderts. Das ursprünglich für die Schule errichtete Gebäude mit seinen Klassenzimmern, Schlafsälen und Gemeinschaftsräumen spiegelt die pädagogischen Philosophien der damaligen Zeit wider (WhichMuseum).
Umwandlung in ein Museum
Das Rødbygget diente bis 1991 als Schule für Gehörlose, als politische Änderungen zur Integration von Sonderschulen in die Regelschulbildung führten. Um sein Erbe zu bewahren, wurde eine Stiftung gegründet, die zur Schaffung des Museums führte, das 2009 in Partnerschaft mit dem Sverresborg Trøndelag Folkemuseum eröffnet wurde (Deaf Museums EU).
Museumsentwicklung, Mission und Sammlungen
Mission und Vision
Die Mission des Museums ist die Förderung des Verständnisses von Gehörlosenkultur, -sprache und -identität, wobei Gehörlosigkeit als kulturelle und sprachliche Identität und nicht als Behinderung präsentiert wird. Es fördert Kommunikation, Inklusivität und Dialog zwischen allen Besuchern (Deaf History Europe).
Überblick über die Sammlungen
Zu den Sammlungen des Museums gehören Bildungsmaterialien, persönliche Artefakte, Fotografien und Dokumente, die die Entwicklung der Gehörlosenbildung und -kultur in Norwegen dokumentieren. Viele Objekte sind digitalisiert und über DigitaltMuseum online zugänglich, was Forschung und Ferninteraktion unterstützt.
Barrierefreiheit und Gemeinschaftsengagement
Barrierefreiheit steht im Mittelpunkt: Alle Ausstellungen bieten Informationen in NGS, norwegischem Text, Englisch, Brailleschrift und Audio. Der Aktivitätsraum „Rom X“ und gemeinschaftliche Workshops des Museums fördern die Beteiligung von gehörlosen und hörenden Besuchern gleichermaßen und fördern gegenseitigen Respekt und Verständnis (museumforall.eu, norsk-dovemuseum.no).
Ausstellungen, Vermittlung und Bildungsprogramme
Dauerausstellungen und Sonderausstellungen
Die Kernausstellung erforscht die Entwicklung der Gebärdensprache und Kommunikation in Norwegen und kombiniert objektbasierte Darstellungen mit konzeptgesteuerten Erzählungen. Artefakte und Fotografien stammen aus dem ganzen Land, insbesondere aus den Schulen Rødbygget und Vikhov. Ein besonderer Abschnitt beleuchtet die Erfahrungen der Gehörlosen-Blinden-Gemeinschaft und verwendet taktile und digitale Elemente für eine breite Zugänglichkeit (museumforall.eu, norsk-dovemuseum.no).
„Rom X“: Aktivitäts- und Lernraum
„Rom X“ bietet interaktives Gebärdensprachlernen und visuelle Kommunikationsaktivitäten unter der Leitung von Museumspädagogen, die das Verständnis zwischen gehörlosen und hörenden Kulturen fördern (norsk-dovemuseum.no).
Bildungsprogramme und Gemeinschaftsveranstaltungen
Das Museum veranstaltet regelmäßig Workshops, Vorträge und Veranstaltungen – oft in Zusammenarbeit mit nationalen Gehörlosenorganisationen –, um Inklusion zu fördern und die Kultur der Gehörlosen zu feiern. Schulprogramme stimmen mit den nationalen Lehrplänen überein, und digitale Ressourcen, einschließlich eines fotografischen Archivs, erweitern die Reichweite des Museums (Norsk Døvemuseum Collections).
Besucherinformationen: Planen Sie Ihren Besuch
Öffnungszeiten und Tickets
- Dienstag–Sonntag: 10:00–16:00 Uhr
- Geschlossen: Montags und an Feiertagen
- Ticketpreise:
- Erwachsene: 120 NOK
- Senioren/Studenten: 80 NOK
- Kinder bis 18 Jahre: Kostenlos
- Familien- und Gruppenermäßigungen verfügbar
Informieren Sie sich auf der offiziellen Website über Aktualisierungen, Online-Tickets und Informationen zu Sonderveranstaltungen.
Standort und Anfahrt
- Adresse: Bispegata 9B, Trondheim, Norwegen
- Leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (kurzer Fußweg vom Hauptbahnhof Trondheim)
- Begrenzte Parkmöglichkeiten; öffentliche Verkehrsmittel empfohlen
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht mit Rampen, Aufzügen und barrierefreien Toiletten
- Alle Ausstellungen sind in NGS, Text, Brailleschrift und Audio verfügbar
- Blindenhunde willkommen; taktile Exponate und visuelle Hilfsmittel verfügbar
Führungen und Dolmetscherdienste
- Führungen auf NGS und Norwegisch verfügbar (Voranmeldung empfohlen)
- Dolmetscherdienste können über NAV hjelpemiddelsentral tolketjenesten gebucht werden:
- E-Mail: [email protected]
- SMS: 952 85 381
- Telefon: 73 43 84 00
Besuchererlebnis und Anerkennung
Das Museum ist international anerkannt für seinen innovativen Ansatz bei Barrierefreiheit, Vermittlung und integrativer Programmgestaltung. Seine erhaltenen Innenräume, interaktiven Ausstellungen und reichen Sammlungen bieten ein facettenreiches Erlebnis, das zum Nachdenken über Kommunikation, Identität und sozialen Wandel anregt (WhichMuseum).
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Dienstag–Sonntag, 10:00–16:00 Uhr. Montags und an Feiertagen geschlossen.
F: Wie viel kosten die Tickets? A: Erwachsene 120 NOK; Senioren/Studenten 80 NOK; Kinder bis 18 Jahre kostenlos; Familientickets verfügbar.
F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Ja, einschließlich barrierefreier Toiletten, Rampen und Aufzüge.
F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, auf Norwegisch und NGS. Voranmeldung wird empfohlen.
F: Wo befindet sich das Museum? A: Bispegata 9B, Trondheim, in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel und städtischer Wahrzeichen.
F: Darf ich im Museum fotografieren? A: Fotografieren ohne Blitz ist in den meisten Bereichen gestattet; erkundigen Sie sich beim Personal nach Einschränkungen.
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