Nationalmuseum Für Geschichte Und Kunst planen und anhören mit Audiala.
Audio-Guide in der Tasche, Reiseplan im Browser. Gemacht für die Art, wie Sie wirklich reisen.
Einleitung
Das Nationalmuseum für Archäologie, Geschichte und Kunst (MNHA) im historischen Fischmarktviertel der Luxemburger Oberstadt ist die wichtigste Institution des Landes zur Erforschung der facettenreichen Geschichte und des künstlerischen Erbes Luxemburgs. Gegründet im 19. Jahrhundert, zeichnet das MNHA die Entwicklung des Landes von prähistorischen Siedlungen bis zur Moderne anhand archäologischer Funde, historischer Artefakte und bedeutender Kunstwerke nach. Besucher können von prähistorischen Werkzeugen und römischen Mosaiken bis hin zu mittelalterlichen Reliquien und zeitgenössischer Fotografie alles entdecken, was in einem Gebäude untergebracht ist, das spätgotische und Renaissance-Architektur mit modernen Erweiterungen kombiniert.
Das MNHA ist ein Hüter des kulturellen Erbes Luxemburgs und bietet interaktive Ausstellungen, digitale Touren und Bildungsprogramme. Mit freiem Zugang zu den ständigen Sammlungen, erschwinglichen Tickets für Sonderausstellungen und einer zentralen Lage in der Nähe wichtiger Stadtsehenswürdigkeiten ist das Museum für alle zugänglich. Dieser umfassende Leitfaden behandelt die Geschichte des MNHA, seine kulturelle Bedeutung, die Besuchszeiten, Eintrittspreise, Höhepunkte und praktische Tipps, um Ihren Besuch zu planen.
Wichtige Quellen für diesen Leitfaden sind die offizielle Website des MNHA, Museum For All, Visit Luxembourg und Britannica.
Geschichte und institutionelle Entwicklung
Gründung und erste Sammlungen (1845–1922)
Am 27. März 1845 gründete die "Société archéologique" (Archäologische Gesellschaft) die erste Sammlung des Museums, die numismatische und archäologische Objekte umfasste, mit dem Ziel, das greifbare Erbe Luxemburgs zu erhalten. Die staatliche Anerkennung erfolgte 1868 im Rahmen des Großherzoglichen Instituts. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Sammlung durch Erwerbungen von Privatsammlungen und bedeutenden archäologischen Funden, darunter die berühmten Keltengräber von Goeblingen-Nospelt, die durch die Bemühungen von Théodore Pescatore erworben wurden (MNAHA About).
Einrichtung eines ständigen Museums (1922–1939)
Die Unterbringung in städtischen Gebäuden, meist im Gebäude des Staatsgymnasiums, und später im Hôtel de la Monnaie erwies sich als unzureichend. Erst 1922 erwarb der Staat das Haus Collart-de Scherff am Fischmarkt, um dort ein dauerhaftes Museum einzurichten. Die Renovierungs- und Umbauarbeiten begannen 1927 und wurden bis 1939 abgeschlossen, pünktlich zur Hundertjahrfeier der luxemburgischen Unabhängigkeit. Mit der Eröffnung dieses neuen und repräsentativen Standortes wurde das Museum zum nationalen Zentrum für archäologische, historische und künstlerische Schätze Luxemburgs (MNAHA About).
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegserweiterung (1939–1972)
Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verzögerte die offizielle Einweihung des Museums, aber die Sammlungen wurden geschützt und das Gebäude während der deutschen Besatzung als Lazarett und Unterkunft genutzt. Nach dem Krieg wurde das Museum 1946 als "Musées de l'État" (Staatliche Museen) wiedereröffnet. In dieser Zeit wurde die Organisation professionalisiert, regelmäßige Ausstellungen zeitgenössischer Kunst organisiert und die Sammlungen, insbesondere im Bereich der bildenden Kunst, erweitert (MNAHA About).
Modernisierung und archäologische Forschung (1966–heute)
Die Entdeckung von vier keltischen Grabkammern in Cessange im Jahr 1966 und weiterer gallo-römischer Funde im ganzen Land lösten eine Professionalisierung der archäologischen Forschung in Luxemburg aus. Das Centre National de Recherche Archéologique (CNRA) wurde 1972 gegründet und war für die Erforschung und Erhaltung des materiellen Erbes zuständig. Durch die Erweiterung des Museumsgebäudes in den Jahren 1996 und 2002, entworfen von Christian Bauer et Associés, wurde die Ausstellungsfläche erheblich vergrößert. Jüngste Reformen im Jahr 2022 haben die Struktur des Museums weiterentwickelt und seinen offiziellen Namen in Nationalmuseum für Archäologie, Geschichte und Kunst (MNHA) geändert, um seine dreifache Mission widerzuspiegeln (MNAHA About).
Die Mission und kulturelle Bedeutung des MNHA
Die Mission des MNHA ist die Bewahrung, Erforschung und Präsentation des archäologischen, historischen und künstlerischen Erbes Luxemburgs. Die Institution:
- Bewahrt über 100.000 Objekte, die Jahrtausende umspannen.
- Fördert Forschung und wissenschaftliche Zusammenarbeit.
- Trägt durch Ausstellungen, Führungen und Workshops zur öffentlichen Bildung bei.
- Bietet mehrsprachige Ressourcen und vollständig barrierefreie Einrichtungen.
Die zentrale Rolle des Museums in der kulturellen Infrastruktur Luxemburgs wird durch sein Engagement für Inklusivität und kontinuierliche Modernisierung unterstrichen (Museum For All, Britannica).
Sammlungen und Ausstellungs-Highlights
Archäologie und prähistorische Artefakte
Die Archäologie-Galerien des MNHA sind in atmosphärischen Räumen untergebracht, die in den antiken Felsen der Stadt gehauen sind. Die Ausstellungen zeichnen die Geschichte Luxemburgs vom Steinzeitalter über die gallo-römische Periode bis ins frühe Mittelalter nach (Visit Luxembourg).
- Prähistorische Werkzeuge und Objekte: Artefakte aus dem Paläolithikum bis zur Bronzezeit beleuchten frühe Siedlungsmuster.
- Keltengräber: Opulenter Schmuck und zeremonielle Waffen spiegeln die Raffinesse der keltischen Gesellschaft wider (Cultural Brands).
- Römisches Mosaik von Vichten: Ein 60 Quadratmeter großes römisches Mosaik aus der Villa in Vichten, das die neun Musen darstellt – einer der gefeiertsten Schätze des Museums (Visit Luxembourg).
- Alltagsleben in gallo-römischer Zeit: Münzen, Glaswaren und Keramiken zeigen das tägliche Leben unter römischer Herrschaft.
- Frühmittelalterliche Reliquien: Waffen, Schmuck und religiöse Gegenstände dokumentieren Luxemburgs Übergang von der römischen zur fränkischen Herrschaft (Nationalmusée um Fëschmaart).
Numismatik
Eine umfassende Sammlung von Münzen und Medaillen aus der Antike bis zur Moderne zeichnet die Entwicklung von Währung, Handel und nationaler Identität nach (Cultural Brands).
Dekorative und angewandte Kunst
Die Abteilung für Angewandte Kunst, die in angrenzenden historischen Stadthäusern untergebracht ist, präsentiert die Ausstellung "Von Mansfeld bis Design (1500–2014)" mit Highlights wie:
- Feines Porzellan, Glaswaren und Textilien.
- Art-Déco-Objekte von Villeroy & Boch.
- Möbel und Wohndekorationen über fünf Jahrhunderte hinweg.
Feine Kunst und Fotografie
Luxemburger Kunst
Werke von Joseph Kutter, Nico Klopp und anderen luxemburgischen Künstlern zeichnen die künstlerische Entwicklung der Nation vom 19. Jahrhundert bis heute nach (Nationalmusée um Fëschmaart).
Internationale Meisterwerke
Europäische Gemälde, Skulpturen und grafische Werke kontextualisieren die Kunst Luxemburgs innerhalb breiterer Kunstbewegungen.
Edward Steichen Sammlung
Ein bedeutendes Highlight, die Edward Steichen Sammlung, würdigt Luxemburgs berühmtesten Fotografen. Die Dauerausstellung "Edward Steichen Reloaded" erforscht seinen Einfluss auf die Fotografie des 20. Jahrhunderts (Visit Luxembourg).
Temporäre und thematische Ausstellungen
Das MNHA veranstaltet dynamische Wechselausstellungen zu historischen und zeitgenössischen Themen. Aktuelle Highlights sind:
- Luxemburgs koloniale Vergangenheit
- Iran zwischen den Zeiten (Alfred Seiland)
- Rethinking Landscape (zeitgenössische Fotografie)
- Robert Brandy Retrospektive
- Figur im Druck (luxemburgische Druckgrafik)
- Supports/Surfaces (europäische Kunstbewegung)
- Art Déco in Luxemburg
Regelmäßige Kooperationen mit europäischen Institutionen und ein lebendiges Programm von Gastausstellungen gewährleisten bei jedem Besuch neue Erlebnisse (MNHA Exhibitions Archive).
Besuchszeiten und Ticketinformationen
- Dauerausstellungen: Freier Eintritt.
- Sonderausstellungen: Erwachsene 7 €; Gruppen 5 €/Person; Familien 10 €; U26 und Studenten frei; Donnerstags 17:00–20:00 Uhr kostenloser Eintritt zu Sonderausstellungen.
- Öffnungszeiten: Dienstag–Mittwoch, Freitag–Sonntag: 10:00–18:00 Uhr; Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr; Montags und an ausgewählten Feiertagen geschlossen.
- Online-Buchung: Offizielle MNHA-Website.
Zugänglichkeit, Besuchereinrichtungen und praktische Tipps
Das MNHA ist vollständig zugänglich, mit Aufzügen, Rampen und barrierefreien Toiletten. Rollstühle sind auf Anfrage erhältlich. Zu den Besuchereinrichtungen gehören:
- Garderobe und Schließfächer.
- Toiletten auf mehreren Etagen.
- Museumsshop mit Büchern und Souvenirs.
- Café für Erfrischungen und leichte Snacks.
- Kostenloses WLAN im gesamten Museum.
Besuchertipps:
- Besuchen Sie das Museum an einem Wochentagmorgen oder späten Nachmittag, um Menschenmassen zu vermeiden.
- Nutzen Sie die effizienten öffentlichen Verkehrsmittel Luxemburgs; Bushaltestellen und Straßenbahnhaltestellen befinden sich in der Nähe.
- Fotografieren ohne Blitz ist in den Dauerausstellungen gestattet (prüfen Sie die Beschilderung auf Einschränkungen).
- Laden Sie die Audiala App für Audioguides und interaktive Inhalte herunter.
Führungen und Sonderveranstaltungen
Führungen und Audioguides sind auf Luxemburgisch, Französisch, Deutsch und Englisch verfügbar. Das MNHA veranstaltet regelmäßig Sonderveranstaltungen, temporäre Ausstellungen, Vorträge, Workshops und Familienaktivitäten. Besuchen Sie die Veranstaltungsseite für Zeitpläne und Details.
Standort, Transport und nahegelegene Attraktionen
Adresse
Marché-aux-Poissons, L-2345 Luxemburg Google Maps Standort
Anreise
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mehrere Stadtbuslinien und die Straßenbahn halten an der Place d’Armes.
- Mit dem Auto: Öffentliche Parkplätze in den Garagen Knuedler und Saint-Esprit.
- Zu Fuß: Leicht zu erreichen vom Stadtzentrum und wichtigen Sehenswürdigkeiten.
Nahegelegene Attraktionen
- Großherzoglicher Palast (Renaissance-Architektur)
- Kathedrale Notre-Dame (Gotisches Wahrzeichen)
- Bock-Kasematten (UNESCO-Weltkulturerbe-Befestigungsanlagen)
- Lëtzebuerg City Museum, Villa Vauban und Musée Dräi Eechelen (thecrazytourist.com)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Sind Tickets für die Dauerausstellungen erforderlich? A: Nein, die Dauerausstellungen sind kostenlos.
F: Kann ich Tickets für Sonderausstellungen online kaufen? A: Ja, über die Website des Museums.
F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Ja, einschließlich Aufzügen und barrierefreien Toiletten.
F: Sind Führungen in mehreren Sprachen verfügbar? A: Ja, auf Luxemburgisch, Französisch, Deutsch und Englisch.
F: Was sind die Besuchszeiten des Museums? A: Dienstag bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr; Donnerstags bis 20:00 Uhr; Montags geschlossen.
F: Ist Fotografieren erlaubt? A: Fotografieren ohne Blitz ist in den meisten Bereichen gestattet.
COVID-19 und Gesundheitsmaßnahmen
Das MNHA folgt den aktuellen Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien der luxemburgischen Behörden. Informieren Sie sich auf der Website des Museums über die neuesten Informationen zu Maskenpflicht, Kapazitätsbeschränkungen und anderen Protokollen.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Nationalmuseum Für Geschichte Und Kunst, ganz und gar,
gut erzählt.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Geprüft und gezeigt.
Recherchiert und verfasst vom Audiala-Redaktionsteam aus historischen Aufzeichnungen, architektonischen Archiven und lokalem Wissen.
Zuletzt überprüft:
Recherchiert aus Wikidata, Wikipedia und offiziellen Quellen · faktengeprüft · Wie unsere Guides entstehen →