- Visum
- Die meisten Reisenden brauchen ein Visum, doch für US-, britische, kanadische und viele europäische Pässe wird es meist bei der Ankunft erteilt. Bring mindestens 50 EUR pro Person in bar mit, einen Reisepass mit 6 Monaten Gültigkeit und einen Nachweis der Weiterreise; Fluggesellschaften können strenger sein als die Grenzkontrolle, wenn deine Unterlagen dünn wirken.
- Währung
- Die Währung ist der Komoren-Franc (KMF), an den Euro gekoppelt mit 491.96775 KMF für 1 EUR. Bargeld regiert das Land. In Moroni werden Karten in besseren Hotels mitunter akzeptiert, doch außerhalb dieses schmalen Streifens solltest du nur mit Bargeld rechnen und kleine Scheine für Taxis, Mahlzeiten und Hafengebühren dabeihaben.
- Anreise
- Die meisten internationalen Ankünfte landen am Prince Said Ibrahim International Airport bei Moroni. Die saubersten Verbindungen laufen meist über Addis Abeba, Nairobi oder Daressalam; die Komoren haben weder Schienennetz noch Landgrenze, also beginnt jede Reise in der Luft oder, deutlich unzuverlässiger, auf dem Seeweg.
- Unterwegs
- Sammeltaxis, private Taxis und vorab organisierte Fahrer erledigen den Großteil der Wege. Interinsulare Flüge und Boote gibt es, aber Fahrpläne verschieben sich mit Wetter und Nachfrage, also baue keine internationalen Anschlüsse am selben Tag darauf, es sei denn, du spielst gern mit Fährfahrplänen.
- Klima
- Mai bis Oktober ist das einfachere Zeitfenster: trockenere Luft, bessere Sicht beim Tauchen und die besseren Chancen für eine Karthala-Tour auf Grande Comore. November bis April ist heißer, nasser und feuchter, mit den heftigsten Regenfällen meist zwischen Januar und März.
- Konnektivität
- Mobilfunk ist in Moroni, Mutsamudu und anderen größeren Orten ordentlich, doch außerhalb der Städte oder nach Regen können die Geschwindigkeiten schnell absacken. Kaufe eine lokale SIM-Karte, wenn du Daten brauchst, lade Karten noch vor dem Verlassen des Flughafens herunter und verlasse dich nicht darauf, dass das Hotel-WLAN Videotelefonie schafft.
- Sicherheit
- Die Komoren sind weniger ein Ziel mit Nachtleben-Risiko als eines mit Logistik-Risiko: schlechte Straßen, schwache medizinische Kapazitäten und Transportverzögerungen zählen mehr als Straßenkriminalität. Kleide dich zurückhaltend, verteile Bargeld auf mehrere Taschen und nimm lokale Hinweise zu Fähren, Badestellen und politischen Versammlungen ernst.
Bargeld mitbringen
Reise mit Euro in kleinen Scheinen an. Geldautomaten können ausfallen, Karten sind außerhalb besserer Hotels in Moroni unzuverlässig, und auch die Visagebühren bei der Einreise werden weiter bar besprochen.
Keine Züge
Die Komoren haben überhaupt kein Schienennetz. Entfernung misst man hier in Straßen, Booten und der Frage, ob die nächste Verbindung zur Nachbarinsel wirklich dann ablegt, wenn es jemand behauptet hat.
Sorgfältig kleiden
Dies ist ein sunnitisch-muslimisches Land, in dem zurückhaltende Kleidung Spannungen schnell vermeidet. Bedecke in Orten Schultern und Knie, besonders in Moroni, Domoni und rund um Moscheen oder das Freitagsgebet.
Mit Respekt essen
Warte in Häusern und bei Zeremonien, bis der Gastgeber oder die älteste Person beginnt. Iss von gemeinsamen Schüsseln mit der rechten Hand und frage nicht nach Alkohol, als wäre jedes Abendessen auf der Insel ein Strandresort-Arrangement.
Puffer einbauen
Lass zwischen den Inseln Luft. Fähren, Inlandsflüge und Straßenfahrten können sich um Stunden oder um einen ganzen Tag verschieben, wenn Wetter oder Technik dazwischenkommen.
Offline laden
Kauf eine lokale SIM-Karte und lade Karten herunter, bevor du Moroni oder Mutsamudu verlässt. Hotel-WLAN existiert oft eher in der Theorie als in der Bandbreite.
Das Nötige einpacken
Pack die Medikamente ein, die du wirklich brauchst, dazu Sonnencreme, Elektrolyte und ein kleines Erste-Hilfe-Set. Die medizinische Versorgung ist begrenzt, und ein vergessenes Rezept zu ersetzen ist hier deutlich schwerer als in Nairobi oder Réunion.