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Einleitung

Im Herzen von Turin, Italien, steht der Portone del Diavolo – übersetzt „Teufelspforte“ – als eines der rätselhaftesten und fesselndsten Wahrzeichen der Stadt. Dieses imposante barocke Portal in der Via XX Settembre 40 ist nicht nur für seine künstlerische Meisterschaft und aufwendigen Holzarbeiten bekannt, sondern auch für die jahrhundertealten Legenden und esoterischen Symbolik, die es verkörpert. Das finster wirkende Teufelsoberhaupt und die kunstvolle Eisenarbeit an der Tür haben lange zu Turins Ruf als Stadt beigetragen, in der Geschichte, Mystik und Architektur miteinander verknüpft sind (Atlas Obscura; Turismo Torino).

Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über den Portone del Diavolo, einschließlich seines historischen Kontexts, seiner kulturellen Bedeutung, seiner architektonischen Merkmale, Besucherinformationen, Reisetipps und nahegelegener Attraktionen. Ob Sie sich für Architektur begeistern, das Geheimnisvolle suchen oder ein neugieriger Reisender sind, der Portone del Diavolo bietet ein einzigartiges Fenster in Turins vielschichtiges Erbe.


Historischer Kontext und kulturelle Bedeutung

Ursprünge und frühe Geschichte

Der 1675 erbaute Portone del Diavolo ist ein Meisterwerk des späten Barock. Er wurde während einer Zeit des städtischen Wandels unter dem Haus Savoyen in Auftrag gegeben und spiegelt sowohl den Ehrgeiz der Turiner Aristokratie als auch die Affinität der Stadt zu esoterischen und freimaurerischen Traditionen wider (Atlas Obscura). Der ursprüngliche Besitzer des Gebäudes war wahrscheinlich Giovanni Battista Trucchi di Levaldigi, ein Adliger, der den mystischen Ruf Turins zur Schau stellen wollte.

Die Teufelspforte: Legenden und Symbolik

Die am weitesten verbreitete Legende besagt, dass die Tür über Nacht mit Hilfe des Teufels fertiggestellt wurde, nachdem ein verzweifelter Handwerker übernatürliche Hilfe angerufen hatte. Am Morgen war der Handwerker verschwunden und hinterließ das unheilvoll in das Holz geschnitzte Teufelsgesicht. Diese Geschichte, ob wahr oder nicht, hat den Status des Portone del Diavolo als Symbol des okzulten Erbes Turins gefestigt (Italy Magazine; Torino Segreta).

Turin selbst wird oft als einer der Eckpunkte des europäischen „magischen Dreiecks“ bezeichnet – neben Lyon und Prag –, was die Verbindung der Stadt zu Mystik, Alchemie und Geheimgesellschaften weiter vertieft (Guida Torino). Der Portone del Diavolo ist ein Brennpunkt für diese Legenden und zieht Besucher an, die vom magischen Erbe der Stadt fasziniert sind.


Architektonische Merkmale

Barocke Handwerkskunst

Der Portone del Diavolo ist ein Beispiel barocker Kunstfertigkeit: Seine robusten Holzpaneele (wahrscheinlich aus Eiche oder Nussbaum) weisen tiefe Reliefschnitzereien, kunstvolle Volutenornamente, florale Motive und vor allem ein grimmiges Teufelsgesicht auf. Dieses groteske Antlitz mit sich kringelnden Hörnern und hervorquellenden Augen dominiert die obere Platte und wirft im Laufe des Tages dramatische Schatten (Atlas Obscura).

Eisenarbeiten und dekorative Details

Originale Schmiedeeisenarbeiten – wie der als dämonisches Gesicht mit Hörnern geformte Klopfer, dessen Griff aus verschlungenen Schlangen besteht – verbinden makabre Symbolik mit außergewöhnlicher Handwerkskunst. Die Eisenstifte und Scharniere betonen die barocke Ästhetik der Tür, während das Nebeneinander von Cherubim und grimmigen Gesichtern Turins Tradition hervorhebt, versteckte Bedeutungen in künstlerische Motive einzubetten (Italy Magazine).

Integration und Erhaltung

Eingefügt in ein prächtiges Steinportal mit klassischen Pilastern und Gebälk, fügt sich die Tür nahtlos in die historische Fassade des Gebäudes ein. Periodische Restaurierungsarbeiten, die von Denkmalschutzorganisationen durchgeführt werden, gewährleisten die Erhaltung von Holz und Eisen, sodass Besucher die Tür weitgehend so bewundern können, wie sie im 17. Jahrhundert aussah (Atlas Obscura).


Esoterische Symbolik und Stadtlegenden

Okkulte Verbindungen

Die Bildsprache des Portone del Diavolo ist reich an esoterischer Symbolik. Das Gebäude beherbergte einst eine Tarotkarten-Fabrik, und die Zahl 15 – der Teufel im Tarot – markierte zufällig die ursprüngliche Straßenadresse und ist die Straßenbahnlinie, die in der Nähe vorbeiführt. Solche numerologischen und symbolischen Assoziationen vertiefen den mystischen Ruf der Tür (Guida Torino; Gite Fuori Porta in Piemonte).

Die Tür ist auch mit ungelösten Rätseln und paranormalen Ereignissen verbunden, darunter Geschichten von verschwundenen Türstehern und gespenstischen Erscheinungen. Ob diese Erzählungen Tatsache oder Folklore sind, sie befeuern weiterhin die Anziehungskraft Turins als Stadt der Geheimnisse (TorinoFree).


Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Tickets und Barrierefreiheit

Standort

  • Adresse: Via XX Settembre 40, Turin, Italien
  • Gebäude: Palazzo Trucchi di Levaldigi (heute Sitz der Banca Nazionale del Lavoro)

Besuchszeiten

  • Der Portone del Diavolo ist von der Straße aus rund um die Uhr sichtbar.
  • Der Zugang zum Inneren des Gebäudes ist auf die Geschäftszeiten der Bank beschränkt (Montag–Freitag, 8:30–16:30 Uhr) und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Tickets und Eintrittspreise

  • Kostenlos: Es wird kein Ticket benötigt, um die Tür von der Straße aus zu sehen.
  • Geführte Touren: Mehrere lokale Unternehmen bieten „Mystery“ oder „esoterische“ Spaziergänge an, die die Tür als Highlight einschließen. Eine Vorabreservierung wird empfohlen; die Preise liegen in der Regel zwischen 10 und 25 Euro (Turismo Torino).

Barrierefreiheit

  • Der Standort ist rollstuhlgerecht. Der Gehweg und der Zugang sind eben, obwohl wochentags während der Stoßzeiten mit Menschenmengen zu rechnen ist.
  • Öffentliche Verkehrsmittel, einschließlich der Straßenbahnlinie 15, halten in der Nähe. Der Hauptbahnhof Porta Nuova ist 15 Gehminuten entfernt.

Praktische Tipps

  • Beste Zeiten: Am frühen Morgen oder späten Nachmittag sind die Lichtverhältnisse ideal und weniger Menschenmassen vor Ort.
  • Fotografie: Von der Straße aus gestattet; vermeiden Sie den Blitz, um die Holzarbeiten zu schützen.
  • Etikette: Das Gebäude ist eine funktionierende Bank – blockieren Sie nicht den Eingang und stören Sie keine Kunden.
  • Sprachen: Geführte Touren sind oft auf Englisch und anderen Sprachen verfügbar; die meisten Beschilderungen sind auf Italienisch.

Nahegelegene Attraktionen und Erlebnisse

  • Piazza Castello: Turins großer zentraler Platz, gesäumt vom Palazzo Reale, Palazzo Madama und dem Teatro Regio (Wanderlust Chloe).
  • Ägyptisches Museum: Weltberühmtes Ägyptisches Museum, nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
  • Piazza dello Statuto: Zentrum von Turins „schwarzem magischem Dreieck“, bekannt für esoterische Symbolik.
  • Museo d’Arte Orientale (MAO): Zeigt asiatische und islamische Kunst in einem historischen Palast (Our Tapestry).
  • Porta Palazzo Markt: Europas größter Freiluftmarkt.
  • Mole Antonelliana und Nationales Kinomuseum: Ikonischer Turm und interaktives Museum.
  • Rondò della Forca: Ehemaliger Hinrichtungsort, heute ein Ort historischer Reflexion.
  • Accademia Albertina di Belle Arti: Historische Kunstakademie und Museum.

Gastronomie, Shopping und Dienstleistungen

  • Gastronomie: Genießen Sie Turins Aperitivo-Kultur in lokalen Bars; probieren Sie piemontesische Gerichte in Trattorien; kosten Sie Eis bei GROM.
  • Shopping: Erkunden Sie die Boutiquen der Via Garibaldi und den Porta Palazzo Markt für lokale Produkte.
  • Touristeninformation: Befindet sich in der Piazza Castello für Karten und Hilfe.
  • Sanitäranlagen: Verfügbar auf wichtigen Plätzen, in Museen und Cafés.

Saisonale Veranstaltungen und spezielle Touren

  • Halloween und Herbst: Themenbezogene Touren und Festivals heben Turins mystische Erbe hervor (Our Tapestry).
  • Geführte Touren: Buchen Sie im Voraus für esoterische oder historische Spaziergänge, die den Portone del Diavolo und verwandte Orte einschließen (Guida Torino).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Benötige ich ein Ticket, um den Portone del Diavolo zu sehen? A: Nein, die Straßenbesichtigung ist kostenlos. Geführte Touren erfordern eine Buchung und können kostenpflichtig sein.

F: Kann ich das Gebäude betreten, um die Tür aus der Nähe zu sehen? A: Der Zugang ins Innere ist auf die Geschäftszeiten der Bank beschränkt; öffentliche Touren beinhalten keinen Eintritt.

F: Ist der Ort rollstuhlgerecht? A: Ja, die Gehwege sind zugänglich.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, mehrere lokale Anbieter bieten Touren an, die sich auf Turins okkulte und esoterische Stätten konzentrieren.

F: Was ist die beste Besuchszeit? A: Früher Morgen oder später Nachmittag für optimale Lichtverhältnisse und weniger Menschenmassen; Frühling und Herbst für angenehmes Wetter.


Visuelles und Medienmaterial

Portone del Diavolo - Turins Teufelspforte Alt-Text: Detailansicht der geschnitzten Holztür Portone del Diavolo mit Teufelsgesicht in Turin.

Eine interaktive Karte des historischen Zentrums von Turin, einschließlich des Portone del Diavolo, finden Sie hier.


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