Brunnen (Fontana Di Ponte Sisto)
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Einleitung

Der Fontanone di Ponte Sisto, gelegen am lebhaften Piazza Trilussa am südlichen Ende der Ponte-Sisto-Brücke, ist ein herausragendes Beispiel römischer barocker Zivilarchitektur und hydraulischer Ingenieurskunst. Beauftragt im frühen 17. Jahrhundert von Papst Paul V. Borghese und entworfen von Giovanni Vasanzio mit hydraulischer Ingenieurskunst von Giovanni Fontana, diente der Brunnen nicht nur der dringenden städtischen Wasserversorgung, sondern auch der Feier der päpstlichen Gönnerschaft und der fortlaufenden städtischen Transformation Roms. Heute ist der Fontanone di Ponte Sisto ein beliebter lokaler Wahrzeichen und ein Muss für Besucher Roms, der eine einzigartige Mischung aus historischer, architektonischer und kultureller Bedeutung bietet. Dieser detaillierte Leitfaden liefert alles, was Sie für Ihren Besuch wissen müssen, einschließlich historischer Kontexte, architektonischer Höhepunkte, praktischer Informationen und Tipps, um das Beste aus Ihrer Erfahrung zu machen.


Historischer Hintergrund

Ursprünge und päpstliche Initiativen

In den frühen 1600er Jahren litten Roms Viertel am linken Tiberufer – Trastevere, Vatikan und Borgo – unter chronischem Wassermangel, da die bestehenden Aquädukte hauptsächlich die rechte Uferseite der Stadt versorgten. In Anerkennung dessen initiierte Papst Paul V. (Pontifikat: 1605–1621) die Restaurierung des antiken Acquedotto Traiano, der Wasser aus dem Braccianosee bezog, um diese unterversorgten Gebiete mit Frischwasser zu versorgen (Roma Capitale, Vatikanische Museen). Das Projekt war entscheidend für die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und die Unterstützung der wachsenden Bevölkerung der Stadt.

Das Ospizio dei Cento Preti

Wenige Jahrzehnte vor dem Bau des Brunnens hatte Papst Sixtus V. das Ospizio dei Cento Preti gegründet, ein Hospiz und Krankenhaus für Arme nahe dem Ende der Ponte Sisto. Der restaurierte Aquädukt wurde geschickt über den Tiber geführt, wobei die Brücke als Unterstützung dieser neuen Wasserinfrastruktur diente. Der Brunnen am Eingang des Hospizes sollte diese karitative Einrichtung sowohl würdigen als auch ihr dienen.

Konstruktion und ursprünglicher Standort

Fertiggestellt im Jahr 1613, wurde der Brunnen vom niederländisch-gebürtigen Architekten Giovanni Vasanzio (Giovanni Van Santen) mit hydraulischer Ingenieurskunst von Giovanni Fontana entworfen. Sein aufwendiges barockes Design umfasste:

  • Eine prächtige Nische aus Travertin, flankiert von Marmorsäulen
  • Heroldische Drachen und Löwen, Symbole der Borghese-Familie
  • Das päpstliche Wappen und eine lateinische Gedenkinschrift
  • Wasser, das aus einer verzierten Maske in kaskadierende Becken fließt (Roma Segreta, Roma.com)

Verlegung und Restaurierung

Im späten 19. Jahrhundert führte der Bau der Tiberufer (Muraglioni), um Rom vor Überschwemmungen zu schützen, zum Abriss des Ospizio und zur Demontage des Brunnens. Viele Originalsteine gingen verloren, was zu öffentlicher Bestürzung führte (Wikipedia). Im Jahr 1898 leitete Architekt Angelo Vescovali den Wiederaufbau des Brunnens an seinem jetzigen Standort in der Piazza Trilussa, wobei etwa die Hälfte der Originalmaterialien wiederverwendet wurde. Der Brunnen blickt nun von einer breiten Treppe aus auf die Brücke und dient als visuelles Tor nach Trastevere.


Architektonische Merkmale und künstlerische Details

Der Fontanone di Ponte Sisto ist ein Markenzeichen des frühen barocken monumentalen Brunnen Designs. Seine symmetrische Anlage verfügt über eine zentrale Nische, die von robusten Pilastern und Akanthuskapitellen eingerahmt wird. Über der Nische thront das päpstliche Wappen, flankiert von dekorativen Reliefs mit maritimen Motiven – Muscheln, Delfine und Wellen –, die Roms Beziehung zum Wasser widerspiegeln (Fontane di Roma). Die Materialien des Brunnens – hauptsächlich Travertin aus Tivoli – verleihen ihm Leuchtkraft und Haltbarkeit.

Aufwendige skulpturale Details umfassen:

  • Eine zentrale Maske, aus der Wasser sprudelt
  • Heroldische Drachen und Löwen als Wasserspeier
  • Lateinische Inschriften, die die Restaurierung des Aquädukts und die historische Bedeutung des Brunnens würdigen (Comune di Roma)

Wasserwerke und hydraulische Ingenieurskunst

Ursprünglich vom Aquädukt Acqua Paola gespeist, nutzte das hydraulische System des Brunnens druckregulierende Ventile und verborgene Leitungen, um einen kräftigen, kontinuierlichen Fluss zu gewährleisten (Acea Gruppo). Das Geräusch des kaskadierenden Wassers war sowohl praktisch – es versorgte das Viertel mit Frischwasser – als auch ästhetisch ansprechend und verstärkte das sensorische Erlebnis für Besucher. Heute ist der Wasserfluss erheblich reduziert, das obere Becken ist oft trocken, und kleinere Fontänen speien aus den dekorativen Ausgüssen.


Integration in den städtischen Kontext

Strategisch am Kopf der Ponte Sisto platziert, markiert der Brunnen den Übergang vom historischen Zentrum Roms zum handwerklich geprägten Viertel Trastevere (Roma Capitale). Seine gestufte Basis verbindet den abfallenden Piazza Trilussa mit dem Tiberufer und schafft eine dramatische visuelle Achse mit der Brücke und der dahinter liegenden Stadt.


Soziale und kulturelle Bedeutung

Historisch gesehen war der Fontanone ein wichtiger Anlaufpunkt für Pilger und Einheimische, der Wasser und Erfrischung bot. Mit der Zeit wurde er zu einem sozialen Zentrum und einer Bühne für städtische Veranstaltungen, religiöse Prozessionen und kulturelle Zusammenkünfte. Heute sind seine Stufen ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen, die Straßenkünstler, Musik und das lebhafte Nachtleben von Trastevere genießen (Italy Perfect).

Die anhaltende Präsenz des Brunnens in Kunst, Literatur und Film – oft als Symbol für Übergänge und Verbindungen – spiegelt seine tiefe kulturelle Resonanz wider. Seine Rolle in bedeutenden historischen Momenten, wie der Römischen Republik von 1849, unterstreicht zusätzlich seine Bedeutung als städtisches Wahrzeichen.


Besuchsinformationen

Öffnungszeiten, Tickets und Barrierefreiheit

  • Besuchszeiten: Rund um die Uhr geöffnet als öffentliches Außendenkmal.
  • Eintrittspreis: Kostenlos; keine Tickets erforderlich.
  • Barrierefreiheit: Der Platz ist für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich, obwohl sich der Brunnen selbst auf einer Treppe befindet. Rampen in der Nähe und ebene Pflastersteine auf dem Platz erleichtern die Zugänglichkeit.

Geführte Touren und beste Besuchszeiten

  • Geführte Touren: Viele Stadtführungen durch Trastevere beinhalten den Fontanone. Audioguides und Apps wie Audiala bieten tiefgehende historische Kontexte.
  • Beste Besuchszeiten: Früh am Morgen für Ruhe und optimale Fotografie; Abends für eine lebhafte Atmosphäre und Straßenkünstler, besonders im Juni während der Festivalsaison (Visit Italy).

Anfahrt

  • Zu Fuß: Leicht erreichbar vom Zentrum Roms (Campo de’ Fiori, Piazza Navona, Jüdisches Ghetto).
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinie 8 und mehrere Busse halten in der Nähe des Piazza Trilussa (Rome.us).
  • Mit dem Taxi: Taxistände sind in der Nähe.
  • Mit der Metro: Die nächstgelegene Metro ist Spagna (Linie A), dann eine kurze Busfahrt oder ein Spaziergang.

Nahegelegene Sehenswürdigkeiten

  • Ponte Sisto Brücke: Historische Fußgängerbrücke mit Panoramablick auf den Tiber (This Way to Italy).
  • Basilica di Santa Maria in Trastevere: Wahrzeichenkirche mit atemberaubenden Mosaiken (Basilica di Santa Maria in Trastevere).
  • Campo de’ Fiori: Lebhafter Marktplatz.
  • Trastevere Viertel: Bekannt für seine verwinkelten Gassen, Handwerksläden und authentische römische Küche.

Tipps für Besucher

  • Fotografie: Früh am Morgen und bei Sonnenuntergang bieten das beste Licht und weniger Andrang.
  • Schuhwerk: Tragen Sie bequeme Schuhe für die Kopfsteinpflasterstraßen.
  • Sicherheit: Achten Sie in Menschenmengen auf Taschendiebe.
  • Etikette: Klettern Sie nicht auf den Brunnen und betreten Sie nicht die Becken.
  • Lokales Erlebnis: Genießen Sie ein Eis oder einen Aperitif in Cafés in der Nähe und tauchen Sie ein in das abendliche Ambiente (Rome Actually).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Öffnungszeiten hat der Fontanone di Ponte Sisto? A: Als Außendenkmal ist der Brunnen rund um die Uhr zugänglich.

F: Gibt es einen Eintrittspreis? A: Nein, der Besuch ist kostenlos.

F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, viele Stadtführungen durch Trastevere beinhalten den Brunnen; Audioguides und Apps sind ebenfalls erhältlich.

F: Ist er für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Der Platz ist zugänglich, aber die Treppe kann eine Herausforderung darstellen; nahegelegene Rampen verbessern den Zugang.

F: Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin? A: Die Straßenbahnlinie 8 und mehrere Busse halten in der Nähe des Piazza Trilussa, und die Gegend ist vom Zentrum Roms aus zu Fuß erreichbar.


Veranstaltungen und saisonale Höhepunkte

Der Juni ist ein besonders festlicher Monat, mit Open-Air-Konzerten, Straßenaufführungen und Kulturveranstaltungen, die den Piazza Trilussa und die Tiberufer beleben (Visit Italy). Der Brunnen dient als lebendige Kulisse für diese Zusammenkünfte.


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