Bahnhof Gambir

JakartaIndonesia 6° S · 106° E Aktualisiert Apr 2026

Seit 1884 ist Gambir das wichtigste Fernverkehrstor Jakartas. Heute starten von den erhöhten Bahnsteigen im Schatten des Nationaldenkmals Monas die Züge nach Yogyakarta, Bandung und in den Rest von Java.

Bahnhof Gambir Foto: Andra Radithya · CC BY-SA 4.0
Zeitbedarf
30–60 Minuten für den Transit; ein halber Tag, wenn du das nahegelegene Monas mit einplanst
Eintritt
Der Zutritt zum Bahnhofsgelände ist kostenlos
Zugang
Aufzüge sind vorhanden und bieten Zugang zu allen Bahnsteigen
Beste Reisezeit
Meide die Hauptreisezeiten (Mudik/Lebaran), da der Bahnhof dann an seine Kapazitätsgrenzen stößt

Dass dein Zug nach Yogyakarta nicht aus einer prachtvollen Kolonialhalle, sondern von einem funktionalen Betonbahnsteig abfährt, ist das Ergebnis eines radikalen Umbaus, der in Jakarta bis heute für hitzige Debatten unter Denkmalschützern sorgt. Der Bahnhof Gambir, direkt am Merdeka-Platz gelegen, ist das zentrale Drehkreuz für den Fernverkehr – ein Ort, an dem 140 Jahre Geschichte überbaut und schlichtweg ausgelöscht wurden. Suche hier nicht nach architektonischer Eleganz, sondern nach dem eigentümlichen Gefühl, auf einer modernen Konstruktion zu stehen, während unter deinen Füßen die Fundamente eines klassizistischen Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert vergraben liegen.

Gambir ist der Ausgangspunkt für die langen Strecken: die Nachtzüge nach Surabaya, die Executive-Verbindungen nach Bandung oder die dicht getaktete Linie nach Yogyakarta. Wer Jakarta auf dem Schienenweg Richtung Hinterland verlässt, landet fast zwangsläufig hier. Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zum Merdeka-Palast und dem Nationaldenkmal, dessen 132 Meter hoher Obelisk bei Sonnenaufgang das Licht über das gesamte Zentrum von Jakarta wirft.

Erwarte hier keine nostalgische Kolonialromantik wie im Bahnhof Jakarta Kota. Gambir ist ein reiner Zweckbau – klimatisiert, steril, effizient. Die Gleise verlaufen auf einer Ebene etwa acht Meter über dem Straßenniveau, eine ingenieurtechnische Entscheidung aus den 90er Jahren, um den Zugverkehr vom chronisch verstopften Straßennetz der Stadt zu entkoppeln.

Ein Detail verwirrt Neuankömmlinge regelmäßig: Die lokalen KAI-Commuter-Züge rauschen zwar durch Gambir hindurch, halten hier aber nicht. Der Bahnhof ist ausschließlich dem Fernverkehr vorbehalten. Wer in eine S-Bahn umsteigen möchte, muss einen anderen Knotenpunkt ansteuern. Es ist diese Art von administrativer Eigenheit, die zwar den Verkehrsfluss optimiert, für Reisende auf dem Bahnsteig aber zunächst einmal unlogisch erscheint.

Sehenswürdigkeiten

  1. Die Hochbahnsteige und der unerwartete Ausblick

    Die meisten Reisenden betrachten die hochgelegenen Bahnsteige nur als Wartebereich. Ein Fehler. Da die Gleise von Gambir etwa drei Stockwerke über dem Straßenniveau liegen – ein radikaler Umbau der frühen 1990er Jahre, der den ursprünglichen ebenerdigen Kolonialbau ersetzte –, bieten die Bahnsteigkanten einen der wenigen freien Blicke auf das Monas. Das 132 Meter hohe Nationaldenkmal ragt wie ein Ausrufezeichen über dem Merdeka-Platz auf. Wer dreißig Minuten vor einer Abfahrt bei Sonnenuntergang dort eintrifft, sieht, wie der Obelisk das letzte äquatoriale Licht einfängt: Der weiße Marmor färbt sich tief bernsteinfarben vor einem Himmel, den Jakartas Smog in Farben taucht, die kein Kamerafilter imitieren kann. Unter den Sohlen spürt man den Wechsel von glatten Bodenfliesen zu den geriffelten Metallplatten an der Bahnsteigkante – eine Sicherheitsmaßnahme, die man erst registriert, wenn die Füße den Texturwechsel melden. Die Luft hier oben ist anders: Die aggressive Klimaanlage des Bahnhofs weicht der schweren, feuchten Wärme Jakartas, sobald man den offenen Bahnsteig betritt – eine physische Erinnerung daran, dass man hier zwischen zwei Welten steht.
  2. Die Executive Lounge

    Abseits des flackernden Neonlichts der Haupthalle fungiert die Executive Lounge als Mischung aus Bibliothek und Dekompressionskammer. Sie ist Premium-Ticketinhabern vorbehalten, und der Unterschied ist sofort spürbar: Der Lärmpegel halbiert sich, die Sitzmöbel sind gepolstert statt aus kaltem Metall, und die Luft riecht dezent nach Kaffee statt nach Reinigungsmitteln. Zeitungen in Indonesisch und Englisch liegen auf einem niedrigen Tisch, kaum berührt. Der eigentliche Wert ist nicht Luxus – dies ist keine Business-Lounge mit Champagner-Ambitionen –, sondern Stille. Während der Mudik-Zeit, wenn Millionen Menschen zu Eid nach Hause reisen und die Bahnhofshallen in ein Meer aus Familien, Gepäck und purer Erschöpfung versinken, wird dieser Raum zu einem Rückzugsort von der Größe einer Doppelgarage. Wenn du einen Langstreckenzug nach Yogyakarta oder Surabaya nimmst, kaufst du mit dem Aufpreis für die Premium-Klasse etwas, das in Zentral-Jakarta selten zu finden ist: Ruhe.
  3. Von Gambir zum Merdeka-Platz: Zehn Minuten durch 140 Jahre

    Verlasse den Bahnhof durch den Ausgang im Erdgeschoss und du stehst direkt am Rand des Merdeka-Platzes, der 75 Hektar großen Parkanlage, die einst als Koningsplein bekannt war – jenem Boden, auf dem 1884 der ursprüngliche Bahnhof stand. Auf dem Weg Richtung Süden zum Monas passierst du den Rand des Merdeka-Palastes, der seit 1873 als Präsidentensitz fungiert. Der Kontrast ist das Entscheidende: Hinter dir ein funktionaler Betonbau für den schnellen Transit; vor dir ein Park, der Macht und Zeremonie ausstrahlt, dessen Rasen noch immer mit kolonialer Präzision gestutzt wird. Der Fußweg dauert in Jakartas Tempo etwa zehn Minuten, was bedeutet, dass man Motorrädern ausweichen muss und die äquatoriale Sonne wie eine warme Hand auf den Schultern spürt. Geh am besten vor 8 Uhr morgens, wenn Jogger das Denkmal umrunden und die Luft noch nicht vom täglichen Dunst gesättigt ist. Diese kurze Route verbindet Jakartas moderne Transit-Realität mit seinem politischen Zentrum – und wer die Geschichte des Ortes kennt, spürt bei jedem Schritt den Geist des alten niederländischen Bahnhofs, der hier einmal stand.

Deinen Besuch planen

Anreise
Der TransJakarta-Bus ist deine beste Option, um Jakartas berüchtigtem Verkehrschaos zu entgehen; er hält direkt am Bahnhofseingang. Alternativ sind die Apps Grab oder Gojek zuverlässig – gib einfach „Stasiun Gambir“ als Ziel ein. Der Bahnhof liegt unmittelbar am Merdeka-Platz, nur einen kurzen Fußweg vom Nationaldenkmal (Monas) und dem Merdeka-Palast entfernt. Unterschätze jedoch nicht die äquatoriale Hitze: Selbst 500 Meter können sich hier wie eine kleine Expedition anfühlen.
Öffnungszeiten
Der Bahnhof Gambir ist rund um die Uhr in Betrieb – Fernzüge verkehren hier Tag und Nacht. Die Geschäfte und gastronomischen Einrichtungen im Inneren folgen jedoch eher konservativen Geschäftszeiten und schließen meist gegen 22:00 Uhr. Besonders voll wird es in den frühen Morgenstunden und spätabends, wenn sich die Abfahrtszeiten der großen Intercity-Verbindungen ballen.
Zeitbedarf
Plane für deine Abreise etwa 30 bis 45 Minuten Puffer ein, um die obligatorische Ticketkontrolle zu passieren. Für einen reibungslosen Transit – etwa um einen Snack zu kaufen und das Gleis zu finden – reichen 15 bis 30 Minuten völlig aus. Wenn du das Transit-Hotel, die Duschen oder Schließfächer nutzen möchtest, solltest du eine volle Stunde einplanen.
Barrierefreiheit
Aufzüge und Rolltreppen verbinden das Erdgeschoss mit den erhöhten Bahnsteigen, sodass der Bahnhof für Rollstuhlfahrer gut erschlossen ist. Während der Hauptreisezeiten wie Lebaran kann es jedoch extrem eng werden. Die Bahnsteige sind für einen ebenerdigen Einstieg ausgelegt, doch die fußläufige Infrastruktur in den umliegenden Straßen ist ausbaufähig.
Tickets & Buchung
Schalterkäufe gibt es nicht mehr: Tickets werden ausschließlich über die KAI Access App oder die offizielle Website (booking.kai.id) gebucht. Die Preise variieren je nach Strecke und Klasse zwischen 4.200 und 320.000 IDR. Wichtig: Halte am Boarding-Gate unbedingt deinen Ausweis bereit, mit dem du die Buchung vorgenommen hast – die Kontrolle ist streng.

Geschichte

Das Tor, das niemals schließt

Seit den 1880er Jahren erfüllt dieser Bodenstreifen am Rande des großen Platzes denselben Zweck: Reisende in das javanische Hinterland zu entsenden. Das Gebäude wurde zweimal komplett ersetzt, der Name änderte sich, die Regierung kollabierte – doch die Funktion blieb. Züge starten von nahezu denselben Koordinaten, von denen aus einst die erste Lokomotive des Bahnhofs Weltevreden in Richtung von Städten dampfte, deren Namen heute indonesisch klingen.

Diese Kontinuität ist bemerkenswert, da kaum etwas anderes die Zeit überdauert hat. Der neoklassizistische Bau der Nederlandsch-Indische Spoorweg Maatschappij wich in den 90ern einer Betonkonstruktion. Die Passagiere wandelten sich von niederländischen Verwaltern zu indonesischen Familien auf der Heimreise zum Lebaran-Fest. Die Richtung der Reise blieb jedoch über 140 Jahre hinweg identisch.

Der Wendepunkt

Der Markt, die Züge und der stille Widerstand

Der Name Gambir stammt nicht von einem Ort, sondern von einem Ereignis: dem Pasar Gambir. Diese jährliche Handels- und Kulturmesse auf dem angrenzenden Koningsplein war für die niederländische Verwaltung eine Inszenierung imperialer Ordnung. Der Bahnhof diente dabei als Schleuse, durch die die Massen in das Weltevreden-Viertel strömten.

Doch der Pasar Gambir wurde zu einem unerwarteten Ort des Austauschs. Indonesische Intellektuelle und Händler nutzten die Messe, um nationale Ideen zu verbreiten. Der Architekt Thomas Karsten, ein Verfechter indigener Baukunst, entwarf für die Messe Pavillons, die javanische und europäische Stile verbanden – ein bewusster Akt der Aufwertung lokaler Kultur. Karsten starb 1945 in einem Internierungslager, und die Messe in ihrer kolonialen Form verschwand, doch die Funktion des Bahnhofs als Tor zur Insel blieb bestehen.

Der Bahnhof überlebte den Zusammenbruch der Kolonialzeit und die Umbrüche der Moderne. Während alles um ihn herum neu erfunden wurde, blieb er das, was er immer war: eine unermüdliche Maschine, die Menschen aus der Hauptstadt in das Herz Javas befördert.

Die Auslöschung der 90er Jahre

Wer 1986 am Bahnhof Gambir stand, sah noch die ebenerdige Station mit ihren 19. Jahrhundert-Wurzeln, den niedrigen Bahnsteigen und der kolonialen Dachstruktur. Anfang der 90er Jahre verschwand dieses Erbe vollständig. Der gesamte Komplex wurde durch eine aufgeständerte Konstruktion ersetzt. Die ursprüngliche neoklassizistische Fassade wurde ohne Zeremonie abgerissen; kein Stein blieb als Mahnmal erhalten. Die architektonische Identität wurde zugunsten von Sichtbeton und funktionalem Design komplett getilgt.

Das Erbe der Fernverkehrsrouten

Die Streckenverläufe selbst sind die Geister des kolonialen Netzwerks. Die Verbindungen nach Bandung, Yogyakarta oder Surabaya folgen den Korridoren, die die NISM-Gesellschaft einst zog, um Rohstoffe und Beamte quer durch Java zu bewegen. Die Züge sind heute schneller, die Technik digital, doch die Geografie des Aufbruchs hat sich kaum verändert. Die koloniale Logik der Extraktion wandelte sich über ein Jahrhundert hinweg zur modernen Logik der Verbindung. Gleiche Trassen, neue Passagiere, gleiche Richtung.

Tipps für Besucher

  • Gepäck & Sicherheit

    Wie an jedem großen Verkehrsknotenpunkt solltest du in den dichten Menschenmengen auf Taschendiebe achten. Trage dein Gepäck stets im Blickfeld. Wenn du Hilfe benötigst, wende dich nur an uniformierte Gepäckträger und verhandle den Preis – etwa 50.000 IDR – fest, bevor du deine Taschen aus der Hand gibst.
  • Taxi-Tipps

    Vermeide die inoffiziellen Taxifahrer im Terminal, die dir überteuerte Fahrten anbieten. Nutze stattdessen die Grab- oder Gojek-App oder winke draußen ein offizielles „Blue Bird“-Taxi heran; diese fahren verlässlich nach Taxameter.
  • Kulinarisches

    Lass die Fast-Food-Ketten im Bahnhof links liegen und besuche das „Ragusa Es Krim Italia“. Das historische Eis-Café aus der Kolonialzeit ist für sein Spaghetti-Eis legendär und ein echtes Stück Jakarta-Kultur. Für etwas Herzhaftes lohnt sich der Gang in die Kebon-Sirih-Gegend: Probiere das Nasi Goreng Kambing (Ziegenfleisch-Bratreis) für unter 40.000 IDR.
  • Fotografie

    Schnappschüsse mit dem Smartphone sind in den öffentlichen Bereichen kein Problem. Professionelles Equipment wie Stative oder Lichtanlagen erfordert eine Genehmigung der Bahngesellschaft PT KAI. Drohnen sind im gesamten Bereich um Gambir und den Monas aufgrund strenger Regierungsauflagen absolut tabu.
  • Die beste Zeit

    Früh morgens oder spät abends entgehst du der größten Hitze und dem Gedränge auf den Bahnsteigen. Wenn du den Bahnhof lediglich für einen schnellen Snack oder zur Nutzung des Hotels aufsuchst, ist der späte Nachmittag das angenehmste Zeitfenster.
  • Keine Nahverkehrszüge

    Ein häufiger Fehler bei Reisenden: Die KAI-Commuter-Züge (Nahverkehr) halten nicht in Gambir, sondern fahren ohne Stopp durch. Für den Nahverkehr weichst du bitte auf den Bahnhof Mangga Besar oder andere KRL-Stationen aus.

Wo essen

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Das solltest du unbedingt probieren

Nasi Goreng Kambing (Ziegenfleisch-gebratener Reis) – rauchig, reichhaltig und typisch für Jakarta Gulai Tikungan/Gultik (Rindfleisch-Curry) – traditionell in kleinen Portionen serviert Sate (Satay) – verschiedene regionale Stile, ikonisches Streetfood aus Jakarta Bubur Ayam (Hühnchen-Reisbrei) – herzhaftes Frühstück oder Snack für spät in der Nacht Lumpia – Frühlingsrollen, knusprig und herzhaft

Mayasari Stasiun Gambir - Bakery Oleh Oleh Khas Bandung

quick bite
Bakery & Local Pastries €€ star 5.0 (258)

Bestellen: Frisches Gebäck und traditionelle Backwaren im Bandung-Stil – das ist die richtige Wahl für authentische regionale Leckereien vor der Abfahrt.

Mit 258 Bewertungen und einer perfekten 5-Sterne-Bewertung kaufen hier Einheimische ihre Oleh-Oleh (Souvenirs/Geschenke). Es ist die Alternative zu überteuerten Bahnhofsketten und bietet echte Bandung-Spezialitäten zu fairen Preisen.

schedule

Öffnungszeiten

Mayasari Stasiun Gambir - Bakery Oleh Oleh Khas Bandung

Monday–Wednesday 6:00 AM – 9:00 PM
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Gilang Barokah

quick bite
Cafe €€ star 5.0 (1)

Bestellen: Kaffee und leichte Snacks – perfekt für Nachteulen, die einen frühen Morgen- oder späten Abendzug nehmen.

Direkt im Bahnhof rund um die Uhr geöffnet, ist dies deine Rettung, wenn der Hunger um 3 Uhr morgens zuschlägt oder du vor der Abfahrt einen starken Kaffee brauchst. Ein echtes Reisecafé.

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Öffnungszeiten

Gilang Barokah

Open 24 hours (Monday–Wednesday confirmed)
mapKarte

Say Bread Indomaret st Gambir

quick bite
Bakery €€ star 5.0 (1)

Bestellen: Frisches Brot und Gebäck – bequeme Qualität zum Mitnehmen ohne den Bahnhofsaufschlag.

Eine solide Bäckerei in der Nähe des Bahnhofs mit ehrlicher Preisgestaltung und frischen Backwaren. Kein Schnickschnack, nur zuverlässige Kohlenhydrate vor deiner Reise.

Pojok UMKM Gbir

local favorite
Indonesian Restaurant €€ star 5.0 (2)

Bestellen: Lokale indonesische Hausmannskost – Nasi Goreng, Satay oder die Tagesgerichte. Hier essen die Bahnhofsmitarbeiter.

Ein echter UMKM-Spot (kleines lokales Unternehmen), der echtes indonesisches Comfort Food serviert, kein Touristenessen. Die Art von Ort, den man zufällig findet und zu dem man immer wieder zurückkehrt.

info

Restaurant-Tipps

  • check Die Lebensmittelqualität in Verkehrsknotenpunkten kann schwanken – prüfe aktuelle Bewertungen, bevor du direkt im Bahnhof bestellst.
  • check Pasar Baru und Pasar Santa sind nahegelegene Essensviertel, die einen Besuch wert sind, wenn du vor deinem Zug Zeit hast; sie bieten authentisches Streetfood und moderne Food-Courts.
  • check Einheimische bevorzugen die kleinen Bäckereien und Warungs (kleine Restaurants) gegenüber den Ketten im Bahnhof Gambir – Sie essen dort besser und geben weniger aus.
Food-Viertel: Gambir Station vicinity—quick bites and traveler-friendly spots Pasar Baru—historic shopping and food district with colonial-era charm and diverse street vendors Pasar Santa—modern food court scene with creative local eateries

Restaurantdaten bereitgestellt von Google

Häufig gefragt

Lohnt sich ein Besuch des Bahnhofs Gambir?

Ehrlich gesagt: Nur, wenn du ein Fernreiseticket in der Tasche hast. Gambir ist ein funktionaler Knotenpunkt, kein Ausflugsziel. Dennoch bieten die hochgelegenen Bahnsteige einen seltenen Blick über das Merdeka-Palast-Gelände und das Nationaldenkmal (Monas), besonders kurz vor Sonnenuntergang. Wenn du ohnehin in Zentral-Jakarta unterwegs bist, kostet ein kurzer Durchgang nichts und vermittelt ein Gespür für den Takt dieser Stadt.

Wie komme ich am besten zum Bahnhof Gambir?

Das TransJakarta-Bussystem ist die verlässlichste Wahl, um den berüchtigten Staus zu entgehen. Apps wie Grab oder Gojek funktionieren ebenfalls tadellos – kalkuliere jedoch Pufferzeiten ein; zur Rushhour können fünf Kilometer Fahrt locker 45 Minuten dauern. Parkplätze am Bahnhof existieren, sind aber besonders um Feiertage wie Lebaran chronisch überfüllt.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Frühmorgens oder spät abends, wenn die Pendlerströme abebben. Während der Mudik-Reisewelle vor dem Zuckerfest gleicht der Bahnhof einem emotionalen Ausnahmezustand – beeindruckend zu beobachten, aber logistisch kräftezehrend. Für Fotografen: Die ‚Goldene Stunde‘ kurz vor Sonnenuntergang taucht das Monas in ein Licht, das man von den erhöhten Bahnsteigen aus wunderbar einfangen kann.

Kann ich von Gambir aus mit den Nahverkehrszügen fahren?

Ein häufiges Missverständnis: Nein. Die Nahverkehrszüge (KRL) fahren zwar durch Gambir hindurch, halten dort aber nicht. Gambir ist exklusiv den Fernreisen nach Bandung, Yogyakarta oder Surabaya vorbehalten. Für den Pendlerverkehr musst du auf andere Stationen ausweichen.

Wie viel Zeit sollte ich für den Bahnhof einplanen?

15 bis 30 Minuten reichen völlig aus, wenn du nur dein Ticket abholen oder zum Gleis musst. Plane eine Stunde ein, wenn du die Duschen nutzt, im Transithotel kurz verschnaufst oder in den Imbissständen etwas essen möchtest. Zum längeren Verweilen lädt die moderne Architektur des Bahnhofs jedoch kaum ein.

Wie kaufe ich Tickets für Züge ab Gambir?

Schalterkäufe gibt es nicht mehr. Tickets buchst du ausschließlich über die KAI Access App oder die offizielle Website. Die Preise variieren zwischen 4.200 und 320.000 IDR, je nach Distanz und Komfortklasse. Halte bei der Boarding-Kontrolle unbedingt deinen Ausweis bereit – das Personal gleicht diesen penibel mit der digitalen Buchung ab.

Was sollte ich auf keinen Fall verpassen?

Die meisten Reisenden hetzen zum Gleis und übersehen dabei den Panoramablick auf das Monas. Durch den Umbau in den 90er Jahren liegen die Gleise erhöht, was eine einzigartige Perspektive auf das Verwaltungszentrum freigibt. Ein echter Geheimtipp in Laufnähe: Ragusa Es Krim Italia. Die Eisdiele aus der Kolonialzeit ist eine echte Institution – bestelle das Spaghetti-Eis.

Was ist die Geschichte des Bahnhofs?

Die Wurzeln reichen bis 1884 zurück, als der Bahnhof als Stasiun Weltevreden eröffnete – benannt nach dem damaligen Eliteviertel. Der heutige Name leitet sich vom Pasar Gambir ab, einem riesigen Jahrmarkt, der früher auf dem heutigen Merdeka-Platz stattfand. Der neoklassizistische Bau der Anfangsjahre fiel in den späten 80ern der Spitzhacke zum Opfer und wurde durch den heutigen funktionalen Betonbau ersetzt – ein Verlust, der unter Denkmalschützern bis heute kontrovers diskutiert wird.

Quellen 14

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Bildnachweise (14)
  1. Gambir Station Jakarta — Sakurai Midori — CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gambir_Station_Jakarta.JPG
  2. Gambir Station Platform — Gunawan Kartapranata — CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gambir_Station_Platform.jpg
  3. Pakuan express — Midori — CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pakuan_express.JPG
  4. Entrance Gambir Station — Midori — CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Entrance_Gambir_Station.JPG
  5. Gajayana New Generation with Gambir Station — TyewongX (talk · contribs) — CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gajayana_New_Generation_with_Gambir_Station.jpg
  6. Gambir di lihat dari puncak monas - panoramio — alhafis — CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gambir_di_lihat_dari_puncak_monas_-_panoramio.jpg
  7. Gambir Station 2nd Floor — Midori — CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gambir_Station_2nd_Floor.JPG
  8. Diesel locomotive CC 203 22 at Gambir Station — Midori — CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Diesel_locomotive_CC_203_22_at_Gambir_Station.jpg
  9. Escalator Gambir Station Jakarta — Midori — CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Escalator_Gambir_Station_Jakarta.jpg
  10. Bekas rel untuk restoran Stasiun Gambir, 2018 — Andra Radithya — CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bekas_rel_untuk_restoran_Stasiun_Gambir,_2018.jpg
  11. Gambir station view from Monas — Christophe95 — CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gambir_station_view_from_Monas.jpg
  12. Gambir railway station signage garden — Irvan Cahyo N — CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gambir_railway_station_signage_garden.jpg
  13. Inside Gambir Station — Midori — CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Inside_Gambir_Station.JPG
  14. Jakarta Indonesia Stesen-Gambir-04 — CEphoto, Uwe Aranas — CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) — Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jakarta_Indonesia_Stesen-Gambir-04.jpg

Fotos wurden möglicherweise verkleinert oder zugeschnitten.