Mogul-Schatzmeister, Stadtgründer
c. 1562–1615
Sheikh Farid (Mirza Ja'far)
Gründete Faridabad 1607
Als Schatzmeister von Kaiser Jahangir ließ er hier eine befestigte Garnisonsstadt errichten, um die kaiserliche Straße nach Agra zu schützen. Er wäre wohl erstaunt, dass aus seinem militärischen Vorposten eine weitläufige Industriestadt mit fast zwei Millionen Einwohnern geworden ist. Der Staub aus den Fabriken käme ihm allerdings bekannt vor - seine Soldaten wirbelten auf dieser trockenen Ebene genug davon auf.
König von Ballabhgarh, Rebell
1823–1858
Raja Nahar Singh
Regierte von Ballabhgarh Fort aus (heute im Distrikt Faridabad)
Der letzte König von Ballabhgarh wählte im Aufstand von 1857 die falsche Seite - oder die richtige, je nach Perspektive. Die Briten ließen ihn in Chandni Chowk wegen Rebellion hängen. Sein Palast steht noch immer in Ballabhgarh, als Denkmal für ein Königreich, das über Nacht verschwand. Die Mauern der Festung würde er wiedererkennen, das Cricketstadion, das heute seinen Namen trägt, aber nicht.
Sufi-Heiliger und Dichter
1173–1266
Baba Farid (Sheikh Fariduddin Ganjshakar)
Die Stadt ist nach ihm benannt; Gedenkgrab in Faridabad
Der große punjabische Sufi-Heilige zog nur durch diese Gegend, Jahrhunderte bevor die Stadt überhaupt existierte. Seine Verse handelten von göttlicher Liebe und menschlicher Gebrechlichkeit. Heute erinnert eine Dargah an seinen kurzen Aufenthalt. Vielleicht würde er schmunzeln, dass eine ganze Industriemetropole seinen Namen trägt - ein bescheidener Wanderer, verewigt in Beton und Rauch.
Rajputenkönig
10th century CE
Surajpal (Tomar-Rajputenkönig)
Erbaute das Wasserbecken von Surajkund
Vor einem Jahrtausend ließ er in den Aravalli-Hügeln ein halbmondförmiges Wasserbecken für den Sonnenkult anlegen. Der „Sonnensee“ trägt noch immer seinen Namen. Würde er ihn heute sehen, umgeben von einem Amphitheater für Handwerksmessen, würde er vielleicht die Kontinuität schätzen - an seinem Becken versammeln sich noch immer Menschen, nur aus anderen Gründen.