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Tucherschloss.

Nürnberg Germany 49° N · 11° E

Das Tucherschloss, eingebettet in das Herz der Nürnberger Altstadt, bietet einen faszinierenden Einblick in die Zeit der Renaissance und das Erbe einer der…

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Geprüft April 2026
Tucherschloss
Tucherschloss · Nürnberg
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Einleitung

Das Tucherschloss, eingebettet in das Herz der Nürnberger Altstadt, bietet einen faszinierenden Einblick in die Zeit der Renaissance und das Erbe einer der einflussreichsten Patrizierfamilien der Stadt. Dieses prächtige Anwesen, das zwischen 1533 und 1544 als Sommerresidenz und Gartenpalais für die wohlhabende Familie Tucher entstand, verkörpert die frühe Renaissance-Architektur, angereichert mit einzigartigen internationalen Einflüssen wie orientalisch anmutenden Türmchen und Elefanten-förmigen Erkern. Die Familie Tucher, deren Reichtum aus dem weitläufigen internationalen Handel mit Gewürzen, Stoffen und Edelmetallen stammte, spielte vom 14. Jahrhundert an eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Landschaft Nürnbergs. Ihr Aufstieg vom Kaufmann zum Adel spiegelt sich im Glanz des Tucherschlosses und seiner reichen Sammlung an Kunst, Möbeln und seltenen Artefakten wider, darunter Meisterwerke berühmter Künstler wie Michael Wolgemut und des Goldschmieds Wenzel Jamnitzer.

Neben dem Herrenhaus befindet sich der Hirsvogelsaal, eine Zeremonienhalle, die für ihre exquisite italienische Renaissance-Deckenmalerei von Georg Pencz, einem Schüler Albrecht Dürers, und ihre kunstvoll geschnitzten Holzvertäfelungen berühmt ist. Trotz der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden das Tucherschloss und der Hirsvogelsaal sorgfältig wiederaufgebaut, um ihre historische und kulturelle Bedeutung zu bewahren und Nürnbergs Widerstandsfähigkeit und Engagement für den Denkmalschutz zu symbolisieren.

Heute fungiert das Tucherschloss als Museum, das Besucher in die Welt der Nürnberger Kaufmannselite der Renaissance eintauchen lässt, mit originalen Einrichtungsgegenständen, interaktiven Ausstellungen und spannenden Programmen, einschließlich Führungen von kostümierten Darstellern. Seine Lage an der Nürnberger „Historischen Meile“ bietet Besuchern die Möglichkeit, ihren Besuch mit anderen bedeutenden kulturellen Wahrzeichen zu verbinden, was es zu einem Muss für Geschichtsinteressierte und Reisende gleichermaßen macht. Für umfassende Besucherinformationen zu Öffnungszeiten, Tickets, Barrierefreiheit und Sonderveranstaltungen werden potenzielle Gäste ermutigt, die offizielle Museums-Website und vertrauenswürdige Reiseführer zu konsultieren (museen.nuernberg.de; tourismus.nuernberg.de; discover-bavaria.com).


Historischer Überblick

Ursprünge und Bau

Das Tucherschloss wurde von Lorenz II. Tucher in Auftrag gegeben und von 1533 bis 1544 auf dem Höhepunkt der deutschen Renaissance erbaut. Als Sommerresidenz und Gartenpalais konzipiert, verbindet die Architektur des Herrenhauses lokale Traditionen mit internationalen Einflüssen, sichtbar in seinen orientalisch anmutenden Türmchen und den Elefanten-förmigen Erkern. Seine Gärten dienten sowohl der Erholung als auch als Schauplatz gesellschaftlicher Zusammenkünfte, was die herausragende soziale Stellung der Familie Tucher widerspiegelt (museen.nuernberg.de; historyhit.com).

Die Familie Tucher

Von Kaufleuten zu Adeligen aufgestiegen, spielte die Familie Tucher vom 14. Jahrhundert an eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen und bürgerlichen Entwicklung Nürnbergs. Ihr Vermögen, das sie durch internationalen Handel anhäuften, ermöglichte es ihnen, prächtige Residenzen zu errichten und die Künste zu fördern. Mit dem Tucherschloss als ihrem Emblem erstreckte sich der Einfluss der Familie auf das Bankwesen, das Brauereiwesen und die lokale Politik, wobei sie sogar Bürgermeister in weit entfernten Städten wie Antwerpen stellten (en.wikipedia.org).


Architektonische und künstlerische Bedeutung

Das Tucherschloss ist ein Ausstellungsstück Renaissance-Kunst – seine Sandsteinfassade, die dekorativen Türmchen und Erkerfenster repräsentieren den Reichtum und die Raffinesse der Familie Tucher. Im Inneren begegnen die Besucher originalen Einrichtungsgegenständen, Wandteppichen und religiösen Kunstwerken, die das 15. bis 19. Jahrhundert umspannen. Zu den Höhepunkten zählen der Doppelkelch und das Tafelgeschirr der Tucher von Goldschmied Wenzel Jamnitzer sowie Gemälde von Michael Wolgemut, Hans Schäufelein und Nicolaus Neufchâtel (museen-in-bayern.de).

Der Hirsvogelsaal

Im Renaissance-Garten gelegen, wird der Hirsvogelsaal für seine italienisierenden Deckenmalereien von Georg Pencz, einem Schüler Dürers, gefeiert. Die illusionistischen Szenen, insbesondere der „Sturz des Phaeton“, und die reichhaltige Holzvertäfelung von Peter Flötner machen ihn zu einem der schönsten frührenaissancezeitlichen Innenräume Deutschlands. Der nach dem Zweiten Weltkrieg sorgfältig rekonstruierte Saal dient weiterhin als Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen (discover-bavaria.com; museen-in-bayern.de).


Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau

Während des Zweiten Weltkriegs erlitten das Tucherschloss und der Hirsvogelsaal schwere Schäden. Die Nachkriegswiederherstellung, geleitet von erhaltenen Plänen und Fotografien, stellte diese Wahrzeichen in ihrem ehemaligen Glanz wieder her. Die Wiedereröffnung des Museums symbolisiert die Widerstandsfähigkeit Nürnbergs und sein Engagement für den Kulturerhalt (museen-in-bayern.de).


Museumserlebnis

Heute ist das Tucherschloss ein lebendiges Museum, das Folgendes bietet:

  • Authentische Innenräume: Historisch möblierte Räume, originale Artefakte und seltene Kunstwerke aus der Sammlung der Familie Tucher.
  • Interaktive Programme: Kostümierte Führungen unter der Leitung von „Katharina Tucher“, digitale Audioguides und Workshops für Kinder und Besucher mit besonderen Bedürfnissen (museen.nuernberg.de).
  • Sonderausstellungen und Veranstaltungen: Regelmäßige Konzerte, Vorträge und die jährliche Filmreihe Mittelmeerfilmtage im Hirsvogelsaal (mittelbayerische.de).

Besucherinformationen

Standort

  • Tucherschloss, Hirschelgasse 9–11, 90403 Nürnberg, Deutschland

Öffnungszeiten (Stand 2025)

  • Montag: 10:00–15:00
  • Donnerstag: 13:00–17:00
  • Sonntag: 10:00–17:00
  • Geschlossen Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und an Feiertagen.
  • Bestätigen Sie die Öffnungszeiten auf der offiziellen Museums-Website, bevor Sie sie besuchen.

Tickets

  • Erwachsene: 7,50 €
  • Ermäßigt (Studenten, Senioren): 2,50 €
  • Gruppen (ab 15 Personen): 7 € pro Person
  • Familie: 8 € (1 Erwachsener + bis zu 3 Kinder), 15 € (2 Erwachsene + bis zu 3 Kinder)
  • Freier Eintritt mit der Nürnberg Card

Tickets sind vor Ort und online erhältlich. Führungen – einschließlich kostümierter Führungen – sind sonntags um 14:00 Uhr gegen eine zusätzliche Gebühr erhältlich, private Gruppenführungen können über das KPZ gebucht werden.


Barrierefreiheit

  • Das Herrenhaus ist aufgrund der historischen Architektur nicht rollstuhlgerecht.
  • Der Hirsvogelsaal und der Renaissance-Garten sind über den Eingang für Veranstaltungen am Treibberg zugänglich; die Gartenwege sind teilweise geschottert.
  • Rollstuhlgerechte Toilette in der Nähe des Eingangs zum Hirsvogelsaal.
  • Induktionsschleife im Hirsvogelsaal.
  • Hilfe für Besucher mit besonderen Bedürfnissen ist auf Anfrage erhältlich (tourismus.nuernberg.de).

Anreise & Nahegelegene Attraktionen

  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die nächste U-Bahn-Station ist "Lorenzkirche", etwa 10 Gehminuten entfernt.
  • Parken: Begrenzte Parkmöglichkeiten; nutzen Sie öffentliche Parkgaragen im Stadtzentrum.
  • Zu Fuß: Leicht erreichbar von der Nürnberger Altstadt.

In der Nähe befinden sich das Albrecht-Dürer-Haus, das Germanische Nationalmuseum und die Kaiserburg – ideal für einen ganzen Tag zur Erkundung der Historischen Meile Nürnbergs.


Highlights und Empfehlungen

  • Nicht verpassen: Die Trompe-l'œil-Decke des Hirsvogelsaals, den Silberdoppelkelch von Jamnitzer und den Renaissance-Garten.
  • Besuch planen: Kommen Sie sonntags früh für Führungen und erweiterte Öffnungszeiten.
  • Mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinieren: Erkunden Sie die nahegelegenen Altstadt-Attraktionen und Museen.
  • Veranstaltungen prüfen: Konsultieren Sie den Museumskalender für Konzerte und Filmreihen.
  • Fotografie: In den meisten Bereichen ohne Blitz erlaubt; Einschränkungen können im Innenbereich gelten.
  • Sprache: Informationen und Audioguides sind auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Sonderprogramme und Bildungsarbeit

Das Tucherschloss bietet eine Reihe von Bildungsprogrammen und Führungen an – viele davon sind auf Schulklassen und Besucher mit besonderen Bedürfnissen zugeschnitten. Das Engagement des Museums für Inklusion spiegelt sich in seinen Kunst- und Kulturprogrammen „Hingeschaut und Mitgemacht“ für ältere Besucher und Personen mit Beeinträchtigungen des Gedächtnisses wider (museen.nuernberg.de).


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wie sind die Öffnungszeiten des Tucherschlosses? A: Montag 10:00–15:00, Donnerstag 13:00–17:00, Sonntag 10:00–17:00. An anderen Tagen geschlossen.

F: Wie viel kosten die Tickets? A: Erwachsene 7,50 €; ermäßigt 2,50 €; Familien- und Gruppenpreise sind verfügbar. Kostenlos mit der Nürnberg Card.

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Das Herrenhaus ist nicht rollstuhlgerecht, aber der Hirsvogelsaal und die Gärten sind über einen separaten Eingang zugänglich.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, einschließlich Sonderführungen sonntags und privaten Gruppenführungen nach Vereinbarung.

F: Darf ich drinnen fotografieren? A: Fotografieren ohne Blitz ist generell gestattet; informieren Sie sich für bestimmte Bereiche beim Personal.


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Recherchiert und verfasst vom Audiala-Redaktionsteam aus historischen Aufzeichnungen, architektonischen Archiven und lokalem Wissen.

Zuletzt überprüft: April 2026

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