Plan and listen to Stolperstein Für Otto Wimpfheimer with Audiala
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Einleitung
Der Stolperstein, der Otto Wimpfheimer in Karlsruhe, Deutschland, gewidmet ist, ist ein kleines, aber zutiefst bedeutsames Denkmal, das sowohl die Tragödie des Holocaust als auch die andauernde Bedeutung der Erinnerung verkörpert. Diese Messingplatte in der Zähringerstraße 90 ist Teil des größeren Stolpersteine-Projekts von Künstler Gunter Demnig, einer Initiative, die darauf abzielt, die Namen und Geschichten der Opfer des Nationalsozialismus zurück in die Städte zu bringen, die sie einst ihre Heimat nannten. Dieser Leitfaden bietet detaillierte Informationen für Besucher, einschließlich historischem Kontext, Besuchszeiten, Ticketinformationen, Barrierefreiheit, nahegelegenen Attraktionen und praktischen Tipps für einen optimalen Besuch. (Stolpersteine.eu; Gedenkbuch Karlsruhe; Stadtwiki Karlsruhe)
Historischer Hintergrund: Otto Wimpfheimer und seine Familie
Otto Wimpfheimer wurde 1889 in Karlsruhe in eine langjährige jüdische Kaufmannsfamilie geboren. Die Familie Wimpfheimer spielte eine aktive Rolle im kulturellen und wirtschaftlichen Leben der Stadt. Ihr Wohnhaus und Geschäft – Wimpfheimer & Keller – befand sich in der Zähringerstraße 90, einem von Friedrich Weinbrenner entworfenen Gebäude (Gedenkbuch Karlsruhe). Otto wurde Arzt, diente im Ersten Weltkrieg und engagierte sich stark im zivilen Leben, bis der Aufstieg der Nationalsozialisten ihn zum Rücktritt von öffentlichen Ämtern zwang. Wie viele Karlsruher Juden erlebten die Wimpfheimers sowohl Integration als auch die verheerende Verfolgung der NS-Zeit (Jüdische Gemeinde Karlsruhe).
Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge, Symbolik und Reichweite
Das 1992 von Künstler Gunter Demnig gegründete Stolperstein-Projekt hat zum Ziel, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung – Juden, Sinti und Roma, LGBTQ+-Personen, politische Gegner und andere – an ihrem letzten frei gewählten Wohnort zu ehren. Jeder Stein ist eine 96 x 96 mm große Messingplatte, auf der der Name und das Schicksal des Opfers eingraviert sind. Sie werden in den Gehweg eingelassen, um Passanten zum Nachdenken anzuregen (Stolpersteine.eu; PragueViews).
Das Stolpern ist metaphorisch gemeint: Es lenkt die Aufmerksamkeit auf die individuellen Geschichten, die in der breiteren Erzählung des Holocaust verloren gingen. Bis 2025 wurden in ganz Europa über 100.000 Stolpersteine verlegt, darunter allein mehrere hundert in Karlsruhe (Germany.info; Stadtwiki Karlsruhe). Das Projekt wird von lokalen Gemeinschaften und großen jüdischen Organisationen breit unterstützt (Stolpersteine.eu).
Besuch des Stolpersteins für Otto Wimpfheimer: Öffnungszeiten, Tickets und Standort
Standort: Zähringerstraße 90, Karlsruhe, Deutschland (Gedenkbuch Karlsruhe; Mapcarta)
Besuchszeiten: Das Denkmal ist rund um die Uhr geöffnet. Als öffentliches Denkmal, das in den Gehweg eingelassen ist, kann der Stolperstein jederzeit, das ganze Jahr über besucht werden.
Tickets: Es gibt keine Eintrittsgebühr oder Tickets erforderlich. Besuche sind immer kostenlos.
Anreise: Der Standort ist zentral im fußgängerfreundlichen Stadtzentrum gelegen und mit der Straßenbahn, dem Bus oder zu Fuß von wichtigen Wahrzeichen wie dem Marktplatz und dem Karlsruher Schloss erreichbar. Parkmöglichkeiten sind in der Nähe vorhanden (Culture Tourist).
Geführte Touren: Geführte Touren, die Stolpersteine einbeziehen, können über Karlsruhe Tourismus oder das Tourismusbüro der Stadt gebucht werden. Diese Touren bieten tiefere Einblicke und Geschichten zu den Steinen.
Barrierefreiheit und Besuchertipps
- Rollstuhlgerechtigkeit: Der Standort und die umliegenden Gehwege sind im Allgemeinen zugänglich. Seien Sie sich jedoch gelegentlicher unebener Oberflächen bewusst.
- Etikette: Besucher werden ermutigt, innezuhalten, die Inschrift zu lesen und nach Wunsch einen Stein oder eine Blume zu hinterlassen. Fotografie ist erlaubt, aber bitte nehmen Sie Rücksicht auf die würdevolle Natur des Denkmals.
- Beste Besuchszeit: Sie können den Stolperstein jederzeit besuchen. Für ein besonders bedeutsames Erlebnis bieten sich der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) oder lokale Gedenkveranstaltungen an.
- Sprache: Die Inschriften sind in deutscher Sprache. Geführte Touren oder digitale Apps können Übersetzungen und Hintergrundinformationen bereitstellen.
Kulturelle Bedeutung und gesellschaftliches Engagement
Die Stolpersteine in Karlsruhe werden aktiv von lokalen Freiwilligen und Organisationen gepflegt. Gemeinschaftliche Reinigungsaktionen, oft verbunden mit öffentlichen Lesungen der Biografien, sind üblich und für Besucher zugänglich (BNN Karlsruhe). Bildungsprogramme an Schulen und öffentliche Vorträge helfen dabei, die Geschichten für zukünftige Generationen lebendig zu halten.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe und ergänzende Orte
Erweitern Sie Ihren Besuch, indem Sie nahegelegene kulturelle und historische Stätten erkunden:
- Karlsruher Schloss & Schlossgarten: Heimat des Badischen Landesmuseums.
- Jüdisches Museum Karlsruhe: Bietet weitere Einblicke in das jüdische Erbe der Region.
- Marktplatz: Der zentrale Platz der Stadt, nahe dem Stolperstein.
- Ehemalige Synagoge in der Herrenstraße 14: Heute ein Gemeindezentrum (Stadtwiki Karlsruhe).
Digitale Ressourcen
- Stolpersteine Guide App: Bietet Biografien, Karten und vorgeschlagene Rundgänge.
- Familiäres digitales Denkmal: Eine Urgroßenkelin pflegt eine Familien-Homepage zur Dokumentation der Familiengeschichte der Wimpfheimers.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind Stolpersteine? A: Kleine Messingplatten, die in Gehwege eingelassen sind, um einzelne Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung an ihren letzten Wohnorten zu ehren.
F: Wo befindet sich der Stolperstein für Otto Wimpfheimer? A: Zähringerstraße 90, Karlsruhe, vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie.
F: Benötige ich ein Ticket für den Besuch? A: Nein, der Besuch ist kostenlos und erfordert kein Ticket.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, geführte Touren können über das Karlsruher Tourismusbüro gebucht werden.
F: Ist der Ort für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, die Umgebung ist rollstuhlgerecht.
F: Darf ich Fotos machen? A: Ja, Fotografieren ist erlaubt; bitte respektieren Sie das Denkmal.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
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