Destinations Germany Karlsruhe Stolperstein Für Jenny Teutsch

Stolperstein Für Jenny Teutsch.

Karlsruhe Germany 49° N · 8° E

14.06.2025

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Stolperstein Für Jenny Teutsch
Stolperstein Für Jenny Teutsch · Karlsruhe
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Einleitung

Der Besuch des Stolpersteins für Jenny Teutsch in der Körnerstraße 46 in Karlsruhe, Deutschland, bietet eine tiefgründige und persönliche Auseinandersetzung mit der Holocaust-Geschichte der Stadt. Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die in Gehwege in ganz Europa eingelassen sind und jeweils an ein Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an seinem letzten frei gewählten Wohnort erinnern. Das 1992 vom Künstler Gunter Demnig initiierte Stolperstein-Projekt gilt heute als das weltweit größte dezentrale Denkmal mit über 100.000 verlegten Steinen in mehr als 1.800 Gemeinden in 21 Ländern (Stolpersteine.eu; Wikipedia).

Dieser Leitfaden bietet detaillierten historischen Kontext zu Jenny Teutsch und ihrer Familie, praktische Besucherinformationen einschließlich der Öffnungszeiten und Barrierefreiheit, Tipps für einen respektvollen Umgang und Empfehlungen für verwandte Gedenkstätten in Karlsruhe. Durch die Auseinandersetzung mit diesem Denkmal tragen Besucher zu einer fortlaufenden Kultur des Gedenkens und der Bildung bei (ka-news.de).


Historischer Hintergrund: Jenny Teutsch und ihre Familie

Jenny Teutsch war eine jüdische Bewohnerin Karlsruhes, die mit ihrem Ehemann Albert und ihrem Sohn Hans in der Körnerstraße 46 lebte. Die Familie Teutsch war tief in der jüdischen Gemeinde der Region verwurzelt und hatte Verbindungen zurück bis nach Venningen – einer Stadt im Landkreis Südliche Weinstraße. Albert Teutschs historische Schriften, insbesondere "Geschichte der Juden der Gemeinde Venningen – Familie Teutsch von 1590-1936", unterstreichen die langjährige Präsenz und aktive Teilnahme der Familie am regionalen jüdischen Leben (Traces of War).

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begann für jüdische Familien wie die Teutschs eine Zeit zunehmender Verfolgung. Systematische Diskriminierung und Gewalt gipfelten am 22. Oktober 1940 während der "Wagner-Bürckel-Aktion", bei der über 5.000 Juden aus Baden, darunter die Teutschs, in das Internierungslager Gurs in Frankreich deportiert wurden. Viele, darunter Jenny und Albert, wurden später nach Rivesaltes und in andere Lager verlegt, wo unzählige ums Leben kamen oder ermordet wurden (Stadtwiki Karlsruhe).


Das Stolperstein-Projekt: Zweck und Reichweite

Das Stolperstein-Projekt wurde von Gunter Demnig ins Leben gerufen, um Opfer des Nationalsozialismus – darunter Juden, Sinti und Roma, politische Gefangene, Menschen mit Behinderungen, LGBTQ+-Personen und andere – in Ehren zu halten, indem vor ihrem letzten frei gewählten Zuhause ein messingbeschwerter Kopfstein verlegt wird (Stolpersteine.eu; Down From Orbit). Jeder Stolperstein trägt die Inschrift "Hier wohnte…" ("Here lived…") gefolgt vom Namen und Schicksal des Opfers. Die Philosophie des Projekts basiert auf dem talmudischen Sprichwort: "Ein Mensch ist nur vergessen, wenn seines Namens vergessen wird", und sichert so die Erinnerung als Teil der lebenden Gemeinschaft (Prague Views).

Heute finden sich über 107.000 Stolpersteine in 21 Ländern, die alltägliche Straßen in Orte der Erinnerung und Besinnung verwandeln (Wikipedia).


Stolpersteine in Karlsruhe: Lokaler Kontext

Karlsruhe hat das Stolperstein-Projekt tief in seine Erinnerungskultur integriert und über 300 Steine in Stadtteilen wie Innenstadt, Weststadt und Durlach verlegt (Stadtwiki Karlsruhe; Stolpersteine Karlsruhe). Sorgfältige Recherche und bürgerschaftliches Engagement stellen sicher, dass jeder Stein eine bedeutungsvolle und genaue Ehrung darstellt.

Der Stolperstein für Jenny Teutsch ist eines von vielen Gedenkstätten, die Karlsruhes Straßen in ein lebendiges Archiv der Erinnerung verwandeln. Gemeindegruppen, Schulen und lokale Amtsträger nehmen an Verlegungszeremonien teil, sponsern Steine und organisieren regelmäßige Reinigungsaktionen, um die Gedenkstätten sichtbar und respektiert zu halten.


Besuch des Stolpersteins in der Körnerstraße 46

Standort und Wegbeschreibung

Der Stolperstein für Jenny Teutsch ist in den Gehweg vor der Körnerstraße 46 eingelassen, zentral gelegen und leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreichbar. Digitale Karten und interaktive Führer, wie sie auf der [offiziellen Website von Stolpersteine Karlsruhe] (https://stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com/) verfügbar sind, helfen Besuchern, den Stein präzise zu finden.

Besuchszeiten und Tickets

Stolpersteine sind öffentliche Gedenkstätten, die rund um die Uhr zugänglich und kostenlos sind. Es gibt keine Ticketbeschränkungen oder eingeschränkten Besuchszeiten.

Barrierefreiheit

Der Stolperstein befindet sich auf Straßenniveau und ist in den meisten Fällen für Rollstuhlfahrer zugänglich. Besucher sollten jedoch auf den Zustand des Gehwegs und den Fußgängerverkehr achten, insbesondere in belebten Gegenden.

Führungen und Sonderveranstaltungen

Lokale Organisationen, darunter das Karlsruher Tourismusbüro und Gedenkstätteninitiativen, bieten Führungen an, die auch den Stolperstein in der Körnerstraße 46 einschließen. Diese Führungen bieten wertvollen historischen Hintergrund und persönliche Geschichten. Besondere Gedenkveranstaltungen finden am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und während neuer Steinverlegungen statt (ka-news.de).

Fotografie und respektvolles Verhalten

Fotografieren ist gestattet; die Beleuchtung am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist für das Einfangen des polierten Messings ideal. Bitte zeigen Sie Respekt für die feierliche Natur der Gedenkstätte und die Privatsphäre der Anwohner. Das Ablegen eines kleinen Steins oder einer Blume ist ein traditioneller Akt des Gedenkens.


Ihren Besuch bereichern: Nahegelegene Sehenswürdigkeiten und Ressourcen

Besuchen Sie bei Ihrem Besuch des Stolpersteins für Jenny Teutsch auch Karlsruhes weitere Gedenkstätten jüdischer und Holocaust-Erinnerung, wie das Karlsruher Schloss, das Jüdische Museum und die städtischen Synagogen. Interaktive Karten und Reiseführer sind am [Karlsruhe Touristik-Information] (https://www.karlsruhe-tourismus.de) erhältlich.

Für diejenigen, die eine tiefere Beschäftigung suchen, umfasst die Erinnerungskultur der Stadt Bildungsmaterialien, geführte Spaziergänge und Gemeinschaftsveranstaltungen. Das [Erinnerungsportal der Stadt] (https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/erinnerungsorte-fuer-die-ns-opfer) bietet weitere Ressourcen, und lokale Schulen sponsern oft Forschungs- und Reinigungskampagnen.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein Stolperstein? Ein Stolperstein ist eine kleine Messingplatte, die vor dem letzten frei gewählten Wohnsitz eines Opfers des NS-Regimes verlegt wird und an sein Leben und Schicksal erinnert.

Wo befindet sich der Stolperstein für Jenny Teutsch? In der Körnerstraße 46, Karlsruhe. Weitere Details finden Sie in der [Karlsruher Stolperstein-Datenbank] (https://www.karlsruhe.de/b3/stadtgeschichte/erinnerung/stolpersteine.de).

Gibt es Besuchszeiten oder Tickets? Der Stolperstein ist jederzeit zugänglich und kostenlos.

Ist die Stätte rollstuhlgerecht? Die meisten Stolpersteine in Karlsruhe, einschließlich des für Jenny Teutsch, sind leicht zugänglich, obwohl einige Gehwege uneben sein können.

Gibt es Führungen? Ja, mehrere lokale Organisationen bieten Führungen an. Informieren Sie sich beim [Karlsruhe Tourismusbüro] (https://www.karlsruhe-tourismus.de) oder auf der [offiziellen Website von Stolpersteine Karlsruhe] (https://stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com/).

Ist es angebracht, den Stolperstein zu reinigen? Das sanfte Reinigen des Messings ist eine respektvolle Tradition und Teil des gemeinschaftlichen Gedenkens.


Gemeinschaftliche Beteiligung und Erinnerungskultur

Karlsruhes Engagement für das Stolperstein-Projekt spiegelt sich in der aktiven Beteiligung lokaler Schulen, Organisationen und Bürger wider. Die "Koordinationsgruppe Stolpersteine" leitet Recherchen, Verlegungen und Zeremonien an, während Gruppen wie die Reservistenkameradschaft Karlsruhe regelmäßige Reinigungsaktionen organisieren. Diese Bemühungen steigern das öffentliche Bewusstsein und halten die Erinnerung an die Opfer lebendig (Stadtwiki Karlsruhe; Stolpersteine Karlsruhe).

Das Projekt in Karlsruhe würdigt nicht nur jüdische Opfer, sondern auch Sinti und Roma, politische Dissidenten, LGBTQ+-Personen und andere, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Verlegungszeremonien und Bildungsaktivitäten gewährleisten eine breite, inklusive Erinnerungskultur.


Bildung und digitale Beteiligung

Für eine verbesserte Lernerfahrung können Besucher interaktive Karten, virtuelle Touren und Bildungsmaterialien auf der [Stolpersteine.eu] (https://www.stolpersteine.eu/en/the-art-memorial/stolpersteine) und auf dem [Karlsruher Erinnerungsportal] (https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/erinnerungsorte-fuer-die-ns-opfer) einsehen. Die Teilnahme an oder Beobachtung von Verlegungszeremonien, Reinigungskampagnen oder Schulprojekten kann das Verständnis und Engagement vertiefen.

Für diejenigen, die eine geführte Erfahrung suchen, bietet die Audiala App Audio-Touren zu Karlsruhes historischen Stätten, einschließlich der Stolpersteine.


Für zusätzliche Anleitungen, Karten und Informationen zu Führungen besuchen Sie das [Karlsruhe Touristik-Information] (https://www.karlsruhe-tourismus.de).


Durch den Besuch des Stolpersteins für Jenny Teutsch beteiligen Sie sich an einem kollektiven Akt der Erinnerung und stellen sicher, dass die Namen und Geschichten von Holocaust-Opfern in unserem gemeinsamen Bewusstsein präsent bleiben. Denken Sie nach, erinnern Sie sich und helfen Sie, ihre Erinnerung weiterzutragen.

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