Plan and listen to Stolperstein Für Ida Schiffmann with Audiala
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Einleitung
Der Besuch des Stolpersteins für Ida Schiffmann in Karlsruhe, Deutschland, ermöglicht eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Geschichte. Stolpersteine sind kleine Messingtafeln, die in Gehwege eingelassen werden, um Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung an ihrem letzten frei gewählten Wohnort zu erinnern. Diese einzigartige Form der dezentralen Gedenkkultur, initiiert vom Künstler Gunter Demnig in den frühen 1990er Jahren, verwandelt alltägliche Stadträume in lebendige Orte der Erinnerung und Reflexion (stolpersteine.eu).
Der Stolperstein von Ida Schiffmann, der sich in der Werderstraße 59 befindet, markiert nicht nur ihr Schicksal als Opfer der NS-Deportationen, sondern verkörpert auch die breiteren Erfahrungen der jüdischen Gemeinde Karlsruhes. Dieser Leitfaden bietet historische Kontexte, praktische Besucherinformationen und kulturelle Einblicke, um Ihnen zu helfen, sich auf bedeutungsvolle Weise mit diesem eindringlichen Denkmal auseinanderzusetzen.
- Historischer Hintergrund: Ida Schiffmann und ihre Familie
- Das Stolpersteine-Projekt: Ursprung und Bedeutung
- Besuch des Stolpersteins von Ida Schiffmann: Standort, Öffnungszeiten und Zugang
- Praktische Tipps für Besucher
- Bildung und gemeinschaftliches Engagement
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Schlussfolgerung und weitere Ressourcen
Historischer Hintergrund: Ida Schiffmann und ihre Familie
Frühes Leben und familiäre Ursprünge
Ida Schiffmann wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Karlsruhe geboren, einer Stadt, deren jüdische Gemeinde bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Die Familie Schiffmann war, wie viele jüdische Familien in Karlsruhe, im lokalen Handel, Bildungswesen und im städtischen Leben tätig und trug zur lebendigen kulturellen Vielfalt der Stadt bei (stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com).
Der Aufstieg des Antisemitismus und die nationalsozialistische Verfolgung
Mit dem Aufstieg des nationalsozialistischen Regimes im Jahr 1933 eskalierten antisemitische Gesetze und Politiken dramatisch. Die Nürnberger Gesetze von 1935 entzogen Juden die Staatsbürgerschaft und Rechte, und die „Arisierung“ führte zum Verlust von Unternehmen und Lebensgrundlagen für Familien wie die Schiffmanns (stadtgeschichte.karlsruhe.de).
Deportation und Schicksal
Ida Schiffmann wurde, zusammen mit vielen Juden aus Baden, wahrscheinlich während der Massenrazzien am 22. Oktober 1940 deportiert, als Tausende in das Konzentrationslager Gurs in Frankreich verschleppt wurden. Ihr Stolperstein, der in der Werderstraße 59 verlegt wurde, dient als greifbare Erinnerung an ihr Leben und das tragische Schicksal, das sie mit unzähligen anderen teilte.
Das Stolpersteine-Projekt: Ursprung und Bedeutung
Das von Gunter Demnig 1992/93 konzipierte Stolpersteine-Projekt platziert kleine, handgravierte Messingtafeln an den letzten frei gewählten Wohnorten von NS-Opfern in ganz Europa. Jeder Stolperstein misst 96 x 96 mm und ist in einem Betonblock eingelassen, beschriftet mit dem Satz „Hier wohnte...“, gefolgt von Name, Geburtsdatum, Schicksal und, falls bekannt, Sterbedatum und -ort des Individuums (stolpersteine.eu).
Dieser dezentrale Ansatz bringt die Erinnerung in den Alltag und regt zu spontaner Besinnung bei Passanten an. Bis August 2024 wurden über 107.000 Stolpersteine an fast 1.900 Orten in Europa installiert, was es zum größten dezentralen Holocaust-Mahnmal der Welt macht (germany.info). In Karlsruhe begann das Projekt im Jahr 2005 und ist seitdem durch die Bemühungen lokaler Organisationen, Schulen und Bürger gewachsen.
Wesentliche Merkmale des Stolpersteine-Projekts:
- Personalisierung: Jeder Stein ehrt ein Individuum und gibt Namen und Geschichten zurück, die durch die nationalsozialistische Verfolgung ausgelöscht wurden.
- Bürgerbeteiligung: Forschung, Finanzierung und Verlegung umfassen oft Familien, lokale Historiker und Studenten und fördern eine kontinuierliche Erinnerungskultur.
- Bildungswert: Die Steine regen zu Fragen und zum Lernen an, sowohl in formalen Bildungseinrichtungen als auch durch öffentliche Beteiligung.
Besuch des Stolpersteins von Ida Schiffmann: Standort, Öffnungszeiten und Zugang
Standort
- Adresse: Werderstraße 59, Karlsruhe
- So finden Sie ihn: Der Stolperstein ist in den Bürgersteig vor dieser Adresse eingelassen, nahe dem Stadtzentrum und gut erreichbar zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (tracesofwar.com).
Besuchszeiten
- Offener Zugang: Als Teil des öffentlichen Stadtbildes sind Stolpersteine rund um die Uhr, das ganze Jahr über, kostenlos zugänglich.
Barrierefreiheit
- Mobilität: Die meisten Stolpersteine, einschließlich desjenigen von Ida Schiffmann, befinden sich auf öffentlichen Gehwegen und sind in der Regel rollstuhlgerecht. Beachten Sie, dass das Pflaster in älteren Gegenden uneben sein kann.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Das Straßenbahn- und Busnetz Karlsruhes verbindet alle wichtigen Stadtteile, mit Haltestellen in der Nähe der Werderstraße (culturetourist.com).
Praktische Tipps für Besucher
- Kombinieren Sie Ihren Besuch: Machen Sie den Besuch des Stolpersteins zu Teil einer Stadtführung, die auch das Karlsruher Schloss, das Badische Landesmuseum und das Jüdische Museum umfassen könnte.
- Beste Zeiten: Besuchen Sie den Ort tagsüber für bessere Sicht und Sicherheit. Frühe Morgenstunden oder späte Nachmittage bieten ruhigere Momente für Besinnung.
- Geführte Touren: Lokale Organisationen bieten sporadisch geführte Stolperstein-Spaziergänge an; prüfen Sie stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com für Fahrpläne.
- Digitale Ressourcen: Die Stolpersteine Guide App bietet interaktive Karten, Biografien und vorgeschlagene Routen.
- Etikette: Nähern Sie sich mit Respekt – halten Sie inne, lesen Sie die Inschrift und denken Sie nach. Das Mitführen eines weichen Tuches, um das Messing sanft zu polieren, ist eine symbolische Geste des Gedenkens.
- Fotografie: Dezente, respektvolle Fotografie ist gestattet.
Bildung und gemeinschaftliches Engagement
Die Stolpersteine in Karlsruhe werden durch die Anstrengungen lokaler Freiwilliger, Schulen und zivilgesellschaftlicher Organisationen erhalten (stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com). Bildungsprogramme beinhalten oft die Einbeziehung von Schülern in die Recherche von Opferbiografien und die Teilnahme an der Pflege der Steine. Gemeindemitglieder reinigen und pflegen die Stolpersteine regelmäßig, insbesondere am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und am Jahrestag der Deportationen aus Baden (22. Oktober), was das Engagement der Stadt für die fortlaufende Erinnerung bekräftigt.
Besucher sind eingeladen, mehr durch das Gedenkbuch Karlsruhes Juden zu erfahren, das vertiefende Biografien und historische Kontexte bietet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es Besuchszeiten oder sind Tickets erforderlich? A: Nein. Stolpersteine sind jederzeit frei zugänglich.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja. Lokale Organisationen und die Stadt bieten gelegentlich geführte Spaziergänge an. Informieren Sie sich auf stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com über aktuelle Termine.
F: Wie finde ich den genauen Standort eines Stolpersteins? A: Nutzen Sie die Stolpersteine Guide App oder die städtische Erinnerungskarte.
F: Sind die Stolpersteine für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich? A: Die meisten Stolpersteine in Karlsruhe befinden sich auf Straßenebene und sind zugänglich, obwohl einige ältere Gehwege uneben sein können.
F: Kann ich bei der Reinigung oder Patenschaft eines Stolpersteins mitwirken? A: Ja. Gemeindemitglieder können Patenschaften für Stolpersteine übernehmen oder an jährlichen Reinigungsaktionen teilnehmen. Erfahren Sie mehr unter stolpersteine-karlsruhe.jimdofree.com.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
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