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Einleitung: Der Stolperstein für Ferdinand Homburger – Bedeutung und Besucherüberblick
Der Besuch des Stolpersteins für Ferdinand Homburger in Karlsruhe, Deutschland, ist eine tiefgreifende Möglichkeit, sich mit der Erinnerung an Menschen auseinanderzusetzen, die unter der nationalsozialistischen Herrschaft gelitten haben. Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die in Gehwege eingelassen werden, um Holocaust-Opfer an ihrem letzten frei gewählten Wohnort zu erinnern. Der Stolperstein für Ferdinand Homburger befindet sich in der Karl-Friedrich-Straße 20 und markiert die Stelle, an der er vor seiner Deportation und seinem Tod im Internierungslager Gurs während des Zweiten Weltkriegs lebte. Dieses Denkmal ist Teil des internationalen Projekts des Künstlers Gunter Demnig – des weltweit größten dezentralen Holocaust-Mahnmals –, das die Erinnerungskultur in das alltägliche Stadtleben integriert (Stadtwiki Karlsruhe; Website des Stolperstein-Projekts; BNN.de).
Karlsruhe beherbergt fast 300 Stolpersteine, die jeweils Geschichten von Verfolgung, Verlust und Widerstandsfähigkeit aus der einst blühenden jüdischen Gemeinde der Stadt erzählen. Der Stolperstein für Ferdinand Homburger ist nicht nur ein Zeichen der Tragödie, sondern auch ein Anstoß zur Reflexion, gelegen in der Nähe anderer bedeutender Stätten wie der Karlsruher Synagoge und des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus.
Dieser Leitfaden bietet historischen Kontext, detaillierte Besucherinformationen, Tipps zur Barrierefreiheit, nahegelegene Attraktionen und Wege, sich respektvoll mit diesem bedeutungsvollen Denkmal auseinanderzusetzen. Ob Sie Geschichtsinteressierter, Pädagoge oder Reisender sind, ein Besuch des Stolpersteins für Ferdinand Homburger bietet ein einzigartiges Fenster in die Vergangenheit Karlsruhes und einen Aufruf zur Förderung von Menschenrechten und Erinnerung heute.
Historischer Hintergrund des Stolpersteins für Ferdinand Homburger
Ferdinand Homburger wurde am 28. Dezember 1860 geboren und lebte von 1907 bis 1939 in der Karl-Friedrich-Straße 20. Am 22. Oktober 1940 wurde er während der Wagner-Bürckel-Aktion in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich deportiert und starb dort am 28. Januar 1941 im Alter von 80 Jahren (Stadtwiki Karlsruhe; Traces of War). Sein Stolperstein wurde am 20. August 2007 als bleibende Erinnerung an sein Leben und die Gräueltaten des Holocausts installiert.
Das Stolpersteine-Projekt, das in den 1990er Jahren von Gunter Demnig initiiert wurde, platziert diese Gedenksteine an den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer. Jeder Stein ist mit dem Namen, Geburtsdatum, Schicksal und – soweit bekannt – dem Sterbedatum und -ort des Opfers graviert (Stadt Karlsruhe; Stolpersteine.eu). Bis 2025 sind in Karlsruhe fast 300 Stolpersteine installiert, die alle dazu beitragen, die Erinnerung in der Stadtlandschaft am Leben zu erhalten (BNN).
Kulturelle und Gedenkstättenbedeutung
Stolpersteine dienen als dezentrale, bürgernahe Denkmäler, die die Erinnerung an den Holocaust in den alltäglichen Rhythmus des Stadtlebens integrieren. Ihre Absicht ist es, ein "mentales Stolpern" zu bewirken – die Passanten einzuladen, innezuhalten und sich an diejenigen zu erinnern, die einst an diesen Adressen lebten (Stadt Karlsruhe). Der Gemeinschaftsaspekt des Projekts ist entscheidend: Lokale Gruppen und Einzelpersonen organisieren regelmäßige Reinigungs- und Gedenkveranstaltungen, um sicherzustellen, dass die persönlichen Geschichten hinter jedem Stein im öffentlichen Bewusstsein präsent bleiben (BNN).
Der Stolperstein für Ferdinand Homburger steht vor einer belebten Bäckerei, was den Alltag mit der Erinnerung kontrastiert und unterstreicht, wie die Erinnerung an den Holocaust in die städtische Umgebung Karlsruhes eingewoben ist.
Standort, Barrierefreiheit und Besuchszeiten
Adresse: Karl-Friedrich-Straße 20, 76133 Karlsruhe, Deutschland Koordinaten: 49.007327 N, 8.403661 E (Traces of War)
- Zugang: Der Stolperstein ist in den Bürgersteig eingelassen und somit rund um die Uhr zugänglich, ohne Eintrittsgelder oder Tickets.
- Öffentliche Verkehrsmittel: In der Nähe verkehren die Straßenbahnlinien S1, S11, S2, S5 und die Straßenbahn 1, 3, 4; die nächsten Haltestellen sind Herrenstraße und Marktplatz.
- Parken: Die Parkgarage Herrenstraße BBB ist etwa 60 Meter entfernt.
- Rollstuhlgerechtigkeit: Das Gebiet ist flach und fußgängerfreundlich; der Stein ist bündig mit dem Pflaster.
Praktische Besuchertipps
- Beste Besuchszeit: Ganzjährig; die Tageslichtstunden werden aus Gründen der Sichtbarkeit und Sicherheit empfohlen.
- Gedenktage: Erwägen Sie einen Besuch am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar) oder während der Gedenkveranstaltungen im Oktober für ein bedeutsameres Erlebnis.
- Was mitbringen: Bequeme Schuhe; ein weiches Tuch und Wasser zum Reinigen des Steins, wie es die Tradition verlangt.
- Führungen: Das Karlsruher Tourismusbüro und lokale Organisationen bieten Führungen an, die Stolpersteine und andere historische Stätten umfassen (Culture Tourist).
- Nahegelegene Annehmlichkeiten: Zahlreiche Cafés und Geschäfte in der Nähe bieten Räume zur Erholung und Besinnung.
Jüdisches Leben und Verfolgung in Karlsruhe: Kontext
Vor der NS-Zeit war die Karlsruher jüdische Gemeinde lebendig, mit Synagogen, Geschäften und kulturellen Institutionen, die Teil des Stadtgefüges waren (Stadt Karlsruhe). Die 1930er Jahre brachten systematische Verfolgung, die in Massendeportationen im Oktober 1940 gipfelte, als über 6.500 Juden aus Baden und der Saar-Pfalz nach Gurs geschickt wurden – darunter auch Ferdinand Homburger (Stadtwiki Karlsruhe). Der Stolperstein erinnert somit sowohl an eine persönliche Tragödie als auch an die umfassendere Geschichte des jüdischen Lebens, des Verlusts und der Widerstandsfähigkeit in Karlsruhe.
Gemeindebeteiligung und Bildungsmehrwert
Karlsruhes Stolpersteine werden durch das Engagement lokaler Schulen, ziviler Gruppen und Einzelpersonen gepflegt, die die Steine reinigen und Gedenkfeiern organisieren. Bildungsprogramme helfen, Empathie, bürgerschaftliche Verantwortung und generationsübergreifenden Dialog zu fördern (BNN).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es einen Eintrittspreis für den Besuch des Stolpersteins für Ferdinand Homburger? A: Nein, der Stolperstein ist im Freien und jederzeit frei zugänglich.
F: Gibt es Führungen? A: Ja, mehrere lokale Organisationen und das Tourismusbüro bieten geführte und virtuelle Touren an.
F: Ist der Standort rollstuhlgerecht? A: Ja, der Stolperstein ist bündig mit dem Gehweg und in einem fußgängerfreundlichen Bereich.
F: Kann ich bei der Pflege von Stolpersteinen mithelfen? A: Ja, lokale Organisationen freuen sich über Freiwillige für Reinigungs- und Gedenkveranstaltungen.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
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'Ferdinand Homburger House: A Monument to Jewish Heritage in Karlsruhe,' 2025, Karlsruhe Cultural Heritage Website
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