Plan and listen to Stolperstein Für Eva Brigitte Marum with Audiala
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Einleitung
Karlsruhe, Deutschland, ist eine Stadt, die sich intensiv mit ihrer Geschichte auseinandersetzt, insbesondere mit der Erinnerung an ihre einst blühende jüdische Gemeinde. Zu den berührendsten Gedenkstätten der Stadt gehören die Stolpersteine – kleine Messingplatten, die in den Bürgersteig vor den letzten frei gewählten Wohnorten von Opfern des Nationalsozialismus eingelassen sind. Das 1992 vom Künstler Gunter Demnig geschaffene Stolperstein-Projekt ist das größte dezentrale Mahnmal Europas mit über 100.000 verlegten Steinen auf dem gesamten Kontinent (Stolpersteine.eu).
Einer dieser Steine erinnert an Eva Brigitte Marum, die jüngste Tochter von Ludwig Marum – einem prominenten Anwalt und sozialdemokratischen Politiker, der vom NS-Regime verfolgt wurde. Ihr Stolperstein in der Wendtstraße 3 in Karlsruhe markiert ihr ehemaliges Elternhaus und bietet einen persönlichen Bezug zur tragischen Vergangenheit der Stadt (Karlsruhe Stolpersteine). Dieser Leitfaden bietet alles Wissenswerte für einen bedeutungsvollen Besuch: historischen Kontext, Besucherinformationen, kulturelle Bedeutung und praktische Tipps.
Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge und Philosophie
Das 1992 von Gunter Demnig gegründete Stolperstein-Projekt ehrt Opfer des NS-Regimes – darunter Juden, Sinti und Roma, politische und religiöse Dissidenten, Homosexuelle und andere –, indem Messing-eingelassene Steine mit ihren Namen, Geburtsjahren und Schicksalen vor ihren letzten frei gewählten Wohnorten verlegt werden (Stolpersteine.eu). Jeder Stein misst 10x10 cm und ist bündig mit dem Gehweg verlegt, um Passanten dazu anzuregen, buchstäblich und bildlich über die Geschichte zu "stolpern".
Der dezentrale Ansatz des Projekts personalisiert die Erinnerung und bringt die Realität der Verfolgung in die alltägliche Stadtlandschaft. In Karlsruhe wurden die ersten Steine im Jahr 2005 verlegt, und heute sind in der gesamten Stadt über 300 Stolpersteine zu finden (ka.stadtwiki.net).
Der Stolperstein für Eva Brigitte Marum
Eva Brigitte Marum wurde 1919 als jüngste Tochter von Ludwig Marum geboren. Ihr Stolperstein in der Wendtstraße 3 ist eine ergreifende Erinnerung an ihr Schicksal: deportationiert 1943 und ermordet im Vernichtungslager Sobibór. Der Stein liegt neben dem ihres Vaters und vereint die Familie symbolisch in der öffentlichen Erinnerung (Stadtwiki Karlsruhe).
Inschrift auf dem Stolperstein:
HIER WOHNTE EVA BRIGITTE MARUM GEB. 17.7.1919 DEPORTIERT 25.3.1943 SOBIBOR ERMORDET
Lage und Erreichbarkeit
Adresse: Wendtstraße 3, 76185 Karlsruhe, Deutschland
Das Mahnmal befindet sich in einem Wohngebiet im Stadtteil Weststadt.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinien S1 oder S11 bis zur Haltestelle "Weststadt"; mehrere Buslinien verkehren ebenfalls in der Gegend.
- Mit dem Auto: Begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße in der Nähe.
- Barrierefreiheit: Der Stolperstein ist bündig mit dem Gehweg, für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich. Achten Sie auf übliche Unebenheiten des Bürgersteigs.
Interaktive Karten und Wegbeschreibungen sind auf der offiziellen Website der Stolpersteine Karlsruhe und der Tourist-Information Karlsruhe verfügbar.
Besuchszeiten und Gebühren
- Geöffnet: 24/7, da sich der Stein auf einem öffentlichen Bürgersteig befindet.
- Eintritt: Kostenlos.
- Beste Besuchszeiten: Tageslicht wird für gute Sicht und Sicherheit empfohlen.
- Sonderveranstaltungen: Gedenkzeremonien finden oft am Holocaust-Gedenktag (27. Januar), am Todestag von Ludwig Marum (29. März) und am Verlegungstag des Steins (9. August) statt. Diese können geführte Touren und Gemeinschaftsveranstaltungen beinhalten (Stadtwiki Karlsruhe).
Kulturelle und Gedenkbedeutung
Personalisierung der Erinnerung
Stolpersteine individualisieren die Erinnerung und wirken der Anonymität der Massentragödie entgegen. Jeder Stein, einschließlich des von Eva Brigitte Marum, gibt denjenigen, die aus dem öffentlichen Leben gelöscht wurden, einen Namen, eine Geschichte und einen Ort zurück.
Dezentrale und partizipative Erinnerung
Das Projekt fördert die Einbindung der Gemeinschaft – Angehörige, Nachbarn, Schulen und Organisationen können Steine initiiere und bei der Pflege helfen. In Karlsruhe recherchieren lokale Gruppen und Schüler Biografien, organisieren Gedenkfeiern und reinigen die Steine (Karlsruhe Stolpersteine).
Integration in den Alltag
Durch die Platzierung von Mahnmalen im urbanen Gefüge machen Stolpersteine die Erinnerung zum Teil des täglichen Lebens und regen zu spontaner Reflexion an.
Künstlerische und symbolische Dimensionen
Das minimalistische Messingdesign lädt zur Kontemplation ein. Das Polieren der Steine hält sie sichtbar und symbolisiert die fortwährende Verantwortung zum Gedenken.
Bildungswert
Stolpersteine sind wirkungsvolle Bildungsmittel. Schulen in Karlsruhe beziehen sie in ihre Lehrpläne ein, und Führungen nutzen sie zur Erkundung lokaler und Holocaust-Geschichte (Karlsruhe City Tours).
Gemeinschaftliches Engagement und Rituale
Einsetzungs- und Gedenkfeiern
Die Verlegung von Steinen wird von öffentlichen Zeremonien begleitet, die Lesungen, Musik und die Teilnahme von Angehörigen der Opfer, Stadtvertretern und Gemeindemitgliedern umfassen.
Jährliche Reinigung und Gedenken
Freiwillige und Schüler reinigen regelmäßig die Steine, insbesondere um den Holocaust-Gedenktag und die Pogromnacht. Diese Handlung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und wahrt die Würde der Mahnmale.
Digitale Gedenkstätten
Biografien, historische Dokumente und Bilder sind online für viele Stolpersteine verfügbar, auch für Eva Brigitte Marum (Stadtwiki Karlsruhe).
Besucheretikette und praktische Tipps
- Ruhige Einkehr: Der Ort liegt in einem Wohngebiet; wahren Sie ein respektvolles Verhalten.
- Polieren: Das Mitbringen eines weichen Tuchs zum Polieren des Steins ist eine bedeutungsvolle Geste.
- Tributleistungen: Das Ablegen kleiner Steine, Blumen oder Kerzen ist üblich.
- Fotografie: Gestattet, aber nehmen Sie Rücksicht auf die Privatsphäre und die Umgebung.
- Schuhwerk: Tragen Sie bequeme Schuhe für Spaziergänge auf Pflaster und Klinkern.
- Wetter: Das Mahnmal ist im Freien; kleiden Sie sich entsprechend.
Geführte Touren und Bildungsressourcen
- Geführte Touren: Erhältlich über lokale Organisationen und die Karlsruhe Tourist-Information. Touren bieten historischen Kontext und persönliche Geschichten der von den Stolpersteinen geehrten Opfer.
- Selbstgeführte Ressourcen: Digitale Karten und detaillierte Biografien sind auf Stadtwiki Karlsruhe verfügbar; einige Steine verfügen über QR-Codes, die zu weiteren Inhalten verlinken.
Nahegelegene Sehenswürdigkeiten
Kombinieren Sie Ihren Besuch beim Stolperstein für Eva Brigitte Marum mit anderen bedeutenden Orten:
- Karlsruher Schloss
- Badisches Landesmuseum
- Jüdisches Museum Karlsruhe
- Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus
- Stadtgartenpark
Diese Orte bieten weitere Einblicke in die komplexe historische Erzählung der Stadt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es eine Eintrittsgebühr für den Stolperstein? A: Nein, er ist jederzeit kostenlos und zugänglich.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, mehrere Organisationen bieten Touren an; prüfen Sie die Zeitpläne im Voraus (Karlsruhe City Tours).
F: Ist der Standort für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, der Stein ist bündig mit dem Gehweg und allgemein zugänglich.
F: Darf ich Fotos machen? A: Ja, aber bitte mit Rücksicht auf die Anwohner.
F: Wie kann ich an Gedenkveranstaltungen teilnehmen? A: Kontaktieren Sie lokale Geschichtsgruppen oder die Karlsruhe Tourist-Information für Veranstaltungsprogramme.
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