Römische Zeit
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38 v. Chr.
Die Ubier lassen sich am Rhein nieder
Nachdem Caesar die Eburonen zerschlagen hatte, siedelten die Römer den mit ihnen verbündeten germanischen Stamm der Ubier am linken Rheinufer an. An der Stelle des heutigen Köln entstand eine befestigte Siedlung. Das stetige Rauschen des Flusses wurde zum Grundton einer Stadt, die noch Imperien überdauern sollte.
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15 n. Chr.
Geburt Agrippinas der Jüngeren
Julia Agrippina wurde im Oppidum Ubiorum geboren. Die ehrgeizige Tochter des Germanicus sollte später ihren Ehemann, Kaiser Claudius, dazu bewegen, der Siedlung das volle Kolonierecht zu verleihen. Ihr Geburtsort erhielt damit jenen Namen, der bis heute nachhallt: Colonia Claudia Ara Agrippinensium.
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50 n. Chr.
Erhebung zur römischen Kolonie
Auf Betreiben Agrippinas wurde aus der Grenzsiedlung die Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Eine mächtige Steinmauer entstand, Tempel und Foren prägten das Stadtbild, und an der Rheingrenze wuchs eines der wichtigsten Verwaltungszentren des Reiches heran. Hier wurde der Name Köln geboren.
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310 n. Chr.
Konstantins Brücke und Kastell
Kaiser Konstantin ließ eine dauerhafte Brücke über den Rhein und ein starkes Kastell errichten. Erstmals war der Fluss zuverlässig auf steinernem Weg zu queren. Die Stadt wurde damit zum militärischen und politischen Ankerpunkt der nördlichen Grenze.
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321 n. Chr.
Erste jüdische Rechte nördlich der Alpen
Konstantin erließ ein Dekret an den Kölner Stadtrat, das Juden die Übernahme öffentlicher Ämter erlaubte. Es ist der früheste schriftliche Nachweis jüdischen Lebens nördlich der Alpen. Diese Gemeinschaft sollte Pogrome, Vertreibungen und Neuanfänge über siebzehn Jahrhunderte hinweg überstehen.
Fränkische Zeit und Mittelalter
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um 785
Karl der Große macht Köln zum Erzbistum
Karl der Große erhob Köln vom Bistum zum Erzbistum. Damit wurde die Stadt zu einem geistlichen und politischen Pfeiler des karolingischen Reiches. Der Duft von Weihrauch und der Klang gregorianischer Gesänge erfüllten die neu errichteten Kirchen.
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1164
Ankunft der Heiligen Drei Könige
Erzbischof Rainald von Dassel brachte die Reliquien der Heiligen Drei Könige aus Mailand nach Köln. Schlagartig wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas. Die Reliquien veränderten Identität und Wirtschaft der Stadt nahezu über Nacht.
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1248
Baubeginn des gotischen Doms
Am 15. August wurde der Grundstein für den neuen gotischen Dom gelegt. Der alte romanische Dom war im selben Jahr abgebrannt. Über Jahrhunderte zog sich die Arbeit am Chor hin, während der berühmte Baukran auf dem unvollendeten Südturm wie eingefroren wirkte.
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1280
Albertus Magnus stirbt in Köln
Der Dominikanergelehrte Albertus Magnus, Lehrer des Thomas von Aquin, starb in seinem Kölner Konvent. Er hatte die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum der scholastischen Gelehrsamkeit gemacht. Sein Grab befindet sich bis heute in St. Andreas.
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1288
Schlacht von Worringen
Am 5. Juni besiegten die Kölner Bürger gemeinsam mit dem Herzog von Brabant bei Worringen ihren eigenen Erzbischof. Dieser Sieg beendete die erzbischöfliche Herrschaft faktisch und brachte der Stadt ihre tatsächliche Unabhängigkeit.
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1388
Gründung der Universität zu Köln
Die Stadt gründete eine der frühesten Universitäten des Heiligen Römischen Reiches. Gelehrte der Theologie, des Rechts und der Medizin prägten fortan das Straßenbild. Später wurde die Hochschule von den Franzosen geschlossen und erst im 20. Jahrhundert neu belebt.
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1475
Anerkennung als Freie Reichsstadt
Kaiser Friedrich III. verlieh Köln offiziell den Status einer Freien Reichsstadt. Von nun an regierte die Kaufmannselite ohne Einmischung des Erzbischofs. Das goldene Stadtsiegel wurde zum Symbol hart erkämpfter Selbstständigkeit.
Frühe Neuzeit
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1709
Die Geburt des Eau de Cologne
Der aus Italien eingewanderte Johann Maria Farina schuf in seinem Geschäft nahe dem Dom ein neuartiges Duftwasser. Die leichte, zitrische Komposition gilt als erstes modernes Parfum. Von diesen engen Straßen aus trat der Name „Eau de Cologne“ seinen Siegeszug um die Welt an.
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1794
Französische Revolutionstruppen besetzen Köln
Französische Armeen marschierten in die Stadt ein und beendeten damit mehr als tausend Jahre kaiserlicher und kirchlicher Herrschaft. Die Franzosen brachten Säkularisierung, Rechtsreformen und die Wiederzulassung jüdischen Lebens. Die Freie Reichsstadt hörte auf zu existieren.
Preußische Zeit und Kaiserreich
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1815
Köln wird preußisch
Nach Napoleons Niederlage sprach der Wiener Kongress Köln Preußen zu. Das katholische Rheinland gehörte nun zu einer protestantischen Monarchie. Diese Spannung prägte die Identität der Stadt im folgenden Jahrhundert nachhaltig.
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1823
Der moderne Karneval entsteht
Am 10. Februar zog der erste Rosenmontagszug durch die Straßen. Die Tradition des Karnevals, die unter Franzosen und Preußen fast erloschen war, wurde bewusst als Ausdruck rheinischer Identität gegen die preußische Ordnung neu belebt.
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1880
Vollendung des Doms
Nach 632 Jahren wurde der letzte Stein auf den Südturm gesetzt. Der Dom, nun 157 Meter hoch, war endlich vollendet. Seine Fertigstellung wurde zugleich zum Symbol deutscher Einheit unter preußischer Führung.
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1911
Eröffnung der Hohenzollernbrücke
Kaiser Wilhelm II. weihte die große Stahlbrücke direkt vor dem Dom ein. Mit ihren eleganten Bögen und später den unzähligen Liebesschlössern wurde sie zu einer der meistfotografierten Kulissen der Stadt. Zwei Kriege überstand sie und trägt bis heute Züge und Verliebte über den Rhein.
NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg
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1942
Der Tausend-Bomber-Angriff
In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai warfen 1.046 britische Bomber Tausende Tonnen Sprengstoff über Köln ab. Das Stadtzentrum stand in Flammen. Dieser Angriff bis dahin ungekannten Ausmaßes kündigte die Verwüstung an, die bis 1945 rund 90 Prozent der Altstadt in Trümmer legen sollte.
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1945
Die Stadt fällt
Am 6. März nahmen amerikanische Truppen das verwüstete linksrheinische Köln ein. Beim Rückzug sprengten deutsche Kräfte die Hohenzollernbrücke. Von einst fast 800.000 Einwohnern waren nur noch 40.000 in der Stadt geblieben, und der Geruch von Rauch hing noch monatelang in der Luft.
Wiederaufbau nach dem Krieg
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1959
Die Synagoge in der Roonstraße wird wiedereröffnet
Die wiederaufgebaute Synagoge in der Roonstraße wurde feierlich neu eingeweiht. Nach der beinahe vollständigen Vernichtung der jüdischen Gemeinde wurde das Gebäude zu einem kraftvollen Zeichen von Überleben und Rückkehr. Mit ihrer Eröffnung begann auch Kölns langsame moralische Erneuerung.
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1976
Eröffnung des Museum Ludwig
Das neue Museum für moderne Kunst öffnete seine Türen. Mit seiner außergewöhnlichen Picasso-Sammlung und bedeutenden Beständen der Pop Art trug es dazu bei, Köln in eine europäische Kulturmetropole zu verwandeln. Die Stadt, die einst in Schutt lag, sammelte nun die Kunst der Zukunft.
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1996
Der Dom wird UNESCO-Welterbe
Der Kölner Dom wurde in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Erstmals galt nicht nur sein Reliquienschatz, sondern das gesamte Bauwerk als Erbe der Menschheit. Nach 750 Jahren als Wahrzeichen der Stadt gehörte der Dom nun symbolisch der ganzen Welt.
Gegenwart
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2016
Der Rheinboulevard verwandelt das Ostufer
Am rechten Rheinufer wurde die neue Uferpromenade eröffnet. Zum ersten Mal in der jüngeren Stadtgeschichte konnten die Menschen hier ungehindert am Fluss entlanggehen und den Dom auf der anderen Seite des Wassers im Blick behalten. Köln wandte sich damit wieder seinem Rhein zu.