Straßburg, Frankreich

Ständige Vertretung Der Bundesrepublik Deutschland Beim Europarat in Straßburg

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Einleitung

Das Europaviertel von Straßburg ist ein lebendiges Zeugnis der europäischen Einheit und Zusammenarbeit nach dem Krieg und beherbergt einflussreiche Institutionen, die sich den Menschenrechten, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit widmen. Im Herzen dieses Viertels befindet sich die Ständige Vertretung Deutschlands beim Europarat, Deutschlands offizielle diplomatische Vertretung bei einem der ältesten und bedeutendsten überstaatlichen Gremien Europas. Seit dem Beitritt Westdeutschlands im Jahr 1951 hat sich Deutschland zu einer treibenden Kraft bei der Gestaltung der Agenda des Rates und der Förderung der europäischen Aussöhnung entwickelt. Dieser Leitfaden bietet detaillierte Informationen für Besucher, einschließlich Geschichte, kultureller Bedeutung, praktischer Tipps, Besuchszeiten und Zugangsprotokollen, um ein bereichertes Erlebnis in Straßburgs Europaviertel zu gewährleisten (French Moments; Visit Strasbourg; German Mission).


Überblick und historischer Kontext

Der Europarat wurde am 5. Mai 1949 von zehn westeuropäischen Ländern als direkte Reaktion auf die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gegründet. Straßburg, eine Stadt mit reichem französisch-deutschen Erbe, wurde als Sitz mit symbolischer Bedeutung gewählt – als Repräsentant von Versöhnung und Einheit in Europa (Britannica; French Moments).


Deutschlands Rolle im Europarat

Der Beitritt Westdeutschlands im Jahr 1951 war ein bedeutender Meilenstein, der seine Reintegration in die europäische Gemeinschaft unterstrich. Über Jahrzehnte hinweg hat Deutschland:

  • Menschenrechte und demokratische Regierungsführung gefördert.
  • Die Erweiterung des Rates, insbesondere nach der Wiedervereinigung, ermöglicht und die mittel- und osteuropäischen Mitglieder unterstützt.
  • Schlüsselinitiativen wie die Europäische Menschenrechtskonvention und die rechtliche Harmonisierung angeführt und unterstützt.
  • Krisenreaktion und humanitäre Hilfe unterstützt, insbesondere als Reaktion auf jüngste geopolitische Herausforderungen.

Deutschland bleibt einer der größten Beitragszahler des Rates, sowohl finanziell als auch durch diplomatisches Engagement (strassburg-europarat.diplo.de).


Die Ständige Vertretung Deutschlands: Funktionen und Standort

Hauptfunktionen:

  • Vertretung Deutschlands in den Entscheidungsgremien des Rates (Ministerkomitee, Parlamentarische Versammlung).
  • Verhandlung und Koordinierung von Politikpositionen.
  • Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
  • Erleichterung des kulturellen und bildungspolitischen Austauschs.

Standort: Die Vertretung befindet sich im Europaviertel von Straßburg, in der Nähe wichtiger Institutionen wie dem Palais de l’Europe des Europarates, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Das Viertel ist mit der Straßenbahn (Linie E, Halt Boeklin/Lieu d’Europe) erreichbar und grenzt an Grünflächen wie den Parc de l’Orangerie (Strasbourg Europe Walk; Citadines Eurometropole Strasbourg).


Architektonisches und städtisches Umfeld

Das imperiale Erbe: Neustadt

Das Neustadt-Viertel von Straßburg, das während der deutschen Annexion (1871–1918) entwickelt wurde, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist bekannt für seine prächtigen Boulevards und deutsche Wilhelminische Architektur wie den Place de la République, den Palais du Rhin und die Paulskirche (French Moments; My Weekend in Alsace).

Das moderne Europaviertel

Die Nachkriegsentwicklung im Europaviertel ist geprägt von modernistischer Architektur:

  • Gebäude des Europarates: Entworfen von Henry Bernard, eingeweiht 1977.
  • Europäisches Parlament (Louise-Weiss-Gebäude): Fertiggestellt 1999, symbolisiert es die fortlaufende europäische Integration.
  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Entworfen von Richard Rogers, eröffnet 1995.

Das Gebäude der Ständigen Vertretung spiegelt moderne diplomatische Bedürfnisse wider und passt sich gleichzeitig in diesen internationalen Kontext ein (Strafari; Postcards and Places).


Besuch des Europaviertels: Praktische Informationen

Wichtigste Sehenswürdigkeiten

  • Palais de l’Europe: Hauptsitz des Europarates, bekannt für seine markante Fassade aus rotem Sandstein und Glas.
  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Bemerkenswert für sein zeitgenössisches Design und seine Rolle beim Schutz der Rechte auf dem gesamten Kontinent.
  • Europäisches Parlament: Ein Zentrum der Gesetzgebungstätigkeit mit Führungen für die Öffentlichkeit und Ausstellungen.

Besuchszeiten und Tickets

  • Europarat: Geöffnet Montag–Freitag, 9:00–17:00 Uhr. Führungen sind für Gruppen (mindestens 15 Personen) nach Voranmeldung verfügbar. Der Eintritt ist frei (Visit Strasbourg).
  • Europäisches Parlament: Bietet Führungen für die Öffentlichkeit an; aktuelle Zeitpläne auf den offiziellen Websites prüfen.

Barrierefreiheit

  • Das Viertel ist mit Straßenbahn und Bus erreichbar; fußgängerfreundlich mit mehrsprachiger Beschilderung.
  • Die meisten Gebäude sind für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ausgestattet.

Highlights

  • Die Gegend ist bekannt für ihre gepflegten Gärten, insbesondere den Parc de l’Orangerie.
  • Cafés und Restaurants bieten eine Mischung aus elsässischer, französischer und deutscher Küche.
  • Interaktive Familienaktivitäten wie der EuropeQuest-Parcours sind verfügbar (EuropeQuest).

Besuch der Ständigen Vertretung Deutschlands: Öffnungszeiten und Protokoll

Öffnungszeiten

  • Montag bis Freitag, 9:00–12:00 Uhr und 14:30–17:00 Uhr (strassburg.eu).
  • Besuche nur nach vorheriger Terminvereinbarung; spontane Besuche sind nicht möglich.

Zugang und Sicherheit

  • Organisieren Sie Ihren Besuch im Voraus; Kontaktdaten sind über die Websites des Europarates und der deutschen Vertretung verfügbar.
  • Gültiger Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis) ist erforderlich.
  • Sicherheitskontrollen (Metalldetektoren, Taschenkontrolle) sind obligatorisch.

Wer darf besuchen?

  • Hauptsächlich Diplomaten, Akademiker, Studenten oder Gruppen mit beruflicher Relevanz.
  • Keine öffentlichen Führungen; gelegentliche Briefings oder Veranstaltungen können nach vorheriger Absprache verfügbar sein.
  • Regelmäßige konsularische Dienste (wie Visa- oder Passangelegenheiten) werden vom Deutschen Generalkonsulat in Straßburg wahrgenommen (germany.info).

Besuchertipps und Barrierefreiheit

  • Kleiderordnung: Formelle Kleidung oder Business-Casual ist erforderlich.
  • Verhalten: Auf angemessenes Verhalten achten; Fotografieren im Inneren der Vertretung ist grundsätzlich untersagt.
  • Sprachen: Deutsch, Französisch und Englisch werden verwendet; Dolmetscher können im Voraus arrangiert werden.
  • Physische Barrierefreiheit: Die Einrichtungen sind barrierefrei, mit Rampen und Aufzügen.
  • Planung: Frühzeitige Buchung wird empfohlen, insbesondere für Gruppen oder Bildungsbesuche.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Straßburg

  • Straßburger Münster: Ein Meisterwerk gotischer Kunst.
  • La Petite France: Malerisches historisches Viertel mit Fachwerkhäusern.
  • Neustadt-Viertel: Erkunden Sie deutsche Wilhelminische Architektur und UNESCO-Welterbestätten.
  • Parc de l’Orangerie: Ideal für Spaziergänge und Entspannung (Little Holidays).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich die deutsche Ständige Vertretung ohne Termin besuchen? Nein. Alle Besuche erfordern eine vorherige Terminvereinbarung und Genehmigung.

Gibt es Führungen in der Vertretung? Im Allgemeinen nein, außer bei besonderen Veranstaltungen oder zuvor vereinbarten Briefings für Gruppen.

Ist die Vertretung rollstuhlgerecht? Ja, mit barrierefreiem Zugang und Aufzügen.

Wo finde ich weitere Informationen zu konsularischen Dienstleistungen? Kontaktieren Sie das Deutsche Generalkonsulat in Straßburg oder wenden Sie sich an das Auswärtige Amt.

Welches Visum benötige ich für einen Besuch? Besucher aus Nicht-EU-Ländern benötigen ein Schengen-Visum für die Einreise nach Frankreich (germany-visa.org).


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