Protestantische Kirche Von Reims

Einleitung

Die Protestantische Kirche von Reims ist ein bemerkenswertes neugotisches Bauwerk im Herzen von Reims, Frankreich – einer Stadt, die international für ihr katholisches Erbe und die Krönung französischer Könige bekannt ist. Diese Kirche ist ein Zeugnis religiöser Vielfalt, Widerstandsfähigkeit und architektonischer Innovation. Ob Sie ein Architekturliebhaber, Geschichtsinteressierter oder spirituell Suchender sind, die Protestantische Kirche von Reims bietet eine bedeutungsvolle und bereichernde Erfahrung, die die komplexe Vergangenheit und die lebendige Gegenwart der Stadt widerspiegelt (Reims Tourismus, Musée Protestant).

Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über den historischen Kontext der Kirche, ihre architektonischen Höhepunkte, praktische Besucherinformationen – einschließlich Öffnungszeiten, Zugang, Barrierefreiheit und nahegelegene Attraktionen – sowie Tipps, um das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen.


Historischer Hintergrund

Protestantismus in Reims: Ursprünge und Herausforderungen

Die Wurzeln des Protestantismus in Reims reichen bis zur Reformation im 16. Jahrhundert zurück, als Anhänger der Lehren von Johannes Calvin – bekannt als Hugenotten ­– in dieser überwiegend katholischen Stadt Phasen schwerer Verfolgung ausgesetzt waren (Have Fun With History). Während das Edikt von Nantes im Jahr 1598 vorübergehend Religionsfreiheit gewährte, führte dessen Widerruf im Jahr 1685 zu erneuter Unterdrückung und der Zerstörung protestantischer Kultstätten (Musée Protestant). Über Jahrhunderte hinweg betete die protestantische Gemeinde von Reims heimlich, erst nach der Französischen Revolution und durch das Konkordat von 1801 erlangte sie formale Anerkennung und das Recht, eigene Kirchen zu bauen.

Gründung und Wiederaufbau der Kirche

Der ursprüngliche protestantische Tempel in Reims wurde 1867 gegründet und markierte eine Periode erneuter Sichtbarkeit und Wachstums für die protestantische Gemeinde. Die Zerstörungen des Ersten Weltkriegs vernichteten jedoch den ersten Tempel und machten dessen Wiederaufbau zwischen 1921 und 1923 unter der Leitung des Architekten Charles Letrosne notwendig. Die neue Kirche, die neugotische Stilelemente mit modernem Stahlbeton verband, steht als Symbol der Widerstandsfähigkeit und Innovation und spiegelt sowohl historische Ehrfurcht als auch den Optimismus der Nachkriegszeit wider (Everything Explained Today, Facts.net).


Architektonische Merkmale

  • Neugotische Fassade: Das Äußere der Kirche weist Spitzbögen, vertikale Linien und zurückhaltende Dekorationen auf und steht damit im Kontrast zum opulenten gotischen Stil der Kathedrale von Reims. Die Verwendung von Stahlbeton war für damalige Verhältnisse bahnbrechend und ermöglichte weitläufige Innenräume ohne Säulen.
  • Buntglasfenster: Die von Jacques Gruber entworfenen Jugendstilfenster durchfluten das Kirchenschiff mit lebendigen Farben und biblischer Symbolik und sind ein Höhepunkt für Kunst- und Architekturbegeisterte (reims-tourisme.com).
  • Innenraumgestaltung: Das geräumige Kirchenschiff, frei von übermäßiger Verzierung, fördert ein Gefühl von Gemeinschaft und Inklusivität, im Einklang mit protestantischen Liturgietraditionen. Einst schmückten Art-déco-Fresken den Innenraum, wurden aber inzwischen übermalt, wodurch eine helle und ruhige Atmosphäre erhalten bleibt.
  • Kreuzgang und Gedenkgarten: Vom Boulevard Lundy aus sichtbar, ehrt der Kreuzgang 113 Soldaten und 14 Zivilisten der Gemeinde, die im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen – eine einzigartige Besonderheit, die man selten in protestantischen Kirchen findet.

Die Kirche als Gedenkstätte und Gemeindezentrum

Über ihre architektonische Bedeutung hinaus dient die Protestantische Kirche von Reims als lebendige Gedenkstätte und aktives Zentrum für Gottesdienst, Kultur und soziale Arbeit. Der Gartenkreuzgang, eingeweiht am 11. November 1923, ist eine ergreifende Hommage an die Verluste der Gemeinde während des Krieges. Heute fördert die Kirche weiterhin den Dialog, die Wohltätigkeit und die Bildung und arbeitet mit anderen Glaubensgemeinschaften und zivilen Organisationen zusammen, um zeitgenössische soziale Fragen anzugehen (The Witness).


Besuch der Protestantischen Kirche von Reims

Öffnungszeiten

  • Allgemeine Öffnungszeiten: Die Kirche ist in der Regel von Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr, für Besucher geöffnet. An Feiertagen oder während besonderer Veranstaltungen können sich die Öffnungszeiten ändern. Prüfen Sie immer die aktuellen Details auf der Website des Touristenbüros Reims.

Eintritt und Tickets

  • Eintritt: Der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung der Instandhaltung der Kirche und ihrer Gemeindearbeit sind erwünscht.

Führungen und Veranstaltungen

  • Führungen: Sind nach Vereinbarung oder bei besonderen Anlässen wie den Tagen des offenen Denkmals verfügbar. Führungen vermitteln tiefere Einblicke in die Geschichte, Architektur und Gedenkstätten der Kirche.
  • Veranstaltungen: Die Kirche veranstaltet das ganze Jahr über Konzerte, Vorträge und Gedenkfeiern, insbesondere am Waffenstillstandstag (11. November). Aktuelle Informationen finden Sie in lokalen Veranstaltungskalendern oder auf der Veranstaltungsseite der Kirche.

Barrierefreiheit und Lage

  • Adresse: 13 ter, Boulevard Lundy, Reims, Frankreich
  • Barrierefreiheit: Die Kirche ist mit Rampen und breiten Eingängen vollständig rollstuhlgerecht.
  • Anreise: Zentral gelegen und nur wenige Gehminuten von wichtigen Sehenswürdigkeiten wie der Kathedrale von Reims und dem Place Drouet d’Erlon entfernt. Die Gegend ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, und öffentliche Parkplätze sind in der Nähe vorhanden (allerdings während der Hochsaison begrenzt).

Was Sie bei Ihrem Besuch erwartet

  • Atmosphäre: Die Kirche bietet eine ruhige, respektvolle Umgebung, ideal für stille Reflexion und architektonische Wertschätzung. Angemessene Kleidung und respektvolles Verhalten werden empfohlen, insbesondere während der Gottesdienste.
  • Fotografie: Ohne Blitz erlaubt; Diskretion wird während der Gottesdienste empfohlen.
  • Höhepunkte: Verpassen Sie nicht die Buntglasfenster, die neugotischen architektonischen Details, den Kreuzgang und die Gedenktafeln.

Praktische Tipps und Empfehlungen

  • Beste Besuchszeiten: Vom späten Frühling bis zum Frühherbst (April–Juni, September–Oktober) herrschen mildes Wetter und weniger Andrang. Am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist das Licht für die Fotografie am besten (dabblinginjetlag.com).
  • Sprache: Vor allem wird Französisch gesprochen. Einige Mitarbeiter sprechen möglicherweise Englisch oder Deutsch; einfache französische Begrüßungen werden geschätzt.
  • Kombinieren Sie Ihren Besuch: Die Lage der Kirche erleichtert Besuche zusammen mit der Kathedrale von Reims, dem Palais du Tau, dem Musée des Beaux-Arts und Champagnerhäusern (factsgem.com).
  • Veranstaltungen und Gottesdienste: Der Besuch eines Gottesdienstes oder Konzerts bietet ein tieferes Verständnis der protestantischen Traditionen und der Akustik der Kirche.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Im Allgemeinen Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr. Die Zeiten können an Feiertagen und besonderen Veranstaltungen variieren; prüfen Sie hier.

F: Ist der Eintritt frei? A: Nein, der Eintritt ist frei. Spenden werden geschätzt.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, nach Vereinbarung und bei besonderen Veranstaltungen.

F: Ist die Kirche für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, die Kirche ist vollständig zugänglich.

F: Darf ich drinnen fotografieren? A: Fotografie außerhalb der Gottesdienstzeiten ist erlaubt, aber bitte ohne Blitz. Seien Sie während der Gottesdienste diskret.

F: Was gibt es in der Nähe? A: Kathedrale von Reims, Palais du Tau, Musée des Beaux-Arts, Place Drouet d’Erlon und lokale Champagnerhäuser.


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