Place Pigalle
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Einleitung

Place Pigalle liegt an der belebten Kreuzung des 9. und 18. Arrondissements von Paris und ist ein Zeugnis des anhaltenden künstlerischen Geistes und des pulsierenden Nachtlebens der Stadt. Dieser Platz am südlichen Fuß von Montmartre zog schon lange Bohemiens, Künstler und Nachtschwärmer an und entwickelte sich von einer Steuergrenze und einem Rotlichtviertel zu einem dynamischen Viertel, in dem Tradition und Innovation aufeinandertreffen. Heute ist Place Pigalle berühmt für seine historischen Kabaretts, eklektischen Bars, Boutique-Hotels und sein reiches kulturelles Erbe – was es zu einem Muss auf jeder Paris-Reiseroute macht.

Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über die Geschichte von Place Pigalle, seine kulturelle Bedeutung, Besucherinformationen (einschließlich Öffnungszeiten, Tickets und Zugänglichkeit), Reisetipps, nahe gelegene Attraktionen und Empfehlungen, um Ihren Besuch optimal zu gestalten. Egal, ob Sie sich für Kunst, Musik, Essen oder einfach nur für die elektrische Atmosphäre interessieren, Pigalle verspricht ein facettenreiches Pariser Erlebnis.

Für weitere Anleitungen und Insidertipps konsultieren Sie bitte die offiziellen Pariser Tourismus-Ressourcen und lokale Reiseführer (Wikipedia; Bonjour Paris; Sortir à Paris; Paris Info).


Historischer Hintergrund

Ursprünge und frühe Entwicklung

Place Pigalle hat seinen Namen vom berühmten Bildhauer des 18. Jahrhunderts, Jean-Baptiste Pigalle. Ursprünglich diente der Platz als Steuergrenze, die durch das Okt Roi-Tor („Place de la Barrière-Montmartre“) markiert wurde und das steuerpflichtige Paris von dem steuerfreien Montmartre trennte (Wikipedia; Bonjour Paris; Visiting Paris By Yourself). Dieser Status machte Pigalle zu einem Anziehungspunkt für Unterhaltungssuchende, die den städtischen Vorschriften entkamen.

Künstlerische und Bohème-Ära

Im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich Pigalle zu einem kreativen Zentrum, das Künstler wie Toulouse-Lautrec, Picasso, Van Gogh und Dalí anzog. Cafés wie das Nouvelle Athènes wurden in Werken von Degas und Manet verewigt. Das Viertel, das an Montmartre angrenzt, wurde auch zu einem Treffpunkt für Komponisten und Dichter und festigte so seinen Bohème-Ruf (Bonjour Paris).

Kabaretts und Nachtleben

Die Eröffnung des Moulin Rouge im Jahr 1889 markierte den Aufstieg Pigalles zu einem Zentrum des Nachtlebens. Das Viertel füllte sich schnell mit Kabaretts, Music Halls und Etablissements für Erwachsenenunterhaltung, darunter das berühmte Le Divan du Monde und Le Chat Noir (JetaimeMemeither; Parlez Moi de Paris). Auf seinem Höhepunkt drängten sich über 60 Lokale in den Straßen und verbanden Glamour mit Laster.

Zwischenkriegszeit und Goldenes Zeitalter

Während der Jahre 1920 bis 1960 war Pigalle ein florierendes kosmopolitisches Zentrum. Jazzlegenden wie Django Reinhardt sowie amerikanische Größen wie Josephine Baker und Adelaide Hall traten hier auf. Das Grand Guignol Theater war berühmt für seine makabren Shows. Das Nachtleben Pigalles wurde zum Synonym für Dekadenz und kreative Energie (Wikipedia; Visiting Paris By Yourself).

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Trotz der Kriegsbesatzung ging das Nachtleben Pigalles weiter und wurde sowohl von Nazi-Offizieren als auch von Freien Franzosen frequentiert. Nach dem Krieg entwickelte sich das Gebiet zu einem Rotlichtviertel, in dem Sexshops und Strip-Clubs florieren, insbesondere nach der Lockerung der französischen Moralgesetze in den 1970er Jahren. Dennoch lebte das musikalische und künstlerische Erbe des Viertels fort, insbesondere entlang der Rue de Douai, die für ihre Musikgeschäfte bekannt ist (Bonjour Paris; Wikipedia).

Zeitgenössische Renaissance

In den letzten Jahren hat Pigalle eine bedeutende Erneuerung erfahren. Trendige Bars, Boutique-Hotels und handwerkliche Restaurants haben sich zu den historischen Kabaretts gesellt und das Viertel revitalisiert, während es seinen kantigen Charme bewahrt. Die vielfältige Architektur und die Mischung aus Alt und Neu ziehen heute ein kosmopolitisches Publikum an (Parlez Moi de Paris).


Besucherinformationen

Besuchszeiten & Zugang

  • Place Pigalle (der Platz): Ganzjährig rund um die Uhr geöffnet.
  • Kabaretts und Nachtlokale: Normalerweise von 19:00 bis Mitternacht oder später geöffnet. Informieren Sie sich auf den offiziellen Webseiten der Veranstaltungsorte über spezifische Zeiten.
  • Museen: Die meisten sind von 10:00 bis 18:00 oder 19:00 Uhr geöffnet (z. B. Musée Gustave Moreau; Musée de l’Érotisme).

Metro: Linien 2 & 12 (Station Pigalle); zahlreiche Buslinien bedienen das Gebiet.

Tickets & Touren

  • Moulin Rouge: Shows um 21:00 und 23:00 Uhr; Tickets reichen von 90 € bis 190 €. Buchen Sie im Voraus (Moulin Rouge).
  • Andere Veranstaltungsorte: Prüfen Sie die einzelnen Webseiten wie Le Divan du Monde und La Cigale für Tickets und Fahrpläne.
  • Führungen: Spaziergänge und Nachtführungen werden von verschiedenen Anbietern angeboten. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen, insbesondere für thematische Erlebnisse.

Barrierefreiheit

  • Place Pigalle: Öffentlich zugänglich und größtenteils für Fußgänger freundlich.
  • Metro: Die Station Pigalle ist nicht vollständig rollstuhlgerecht; prüfen Sie bei Bedarf Alternativen.
  • Straßen: Einige steile/kopfsteingepflasterte Bereiche nahe Montmartre.

Reisetipps

  • Sicherheit: Pigalle ist generell sicher, besonders im Quartier South Pigalle. Seien Sie nachts vorsichtig, besonders nördlich des Boulevard de Clichy. Achten Sie in belebten Gegenden auf Taschendiebe (Amber Everywhere; Travel Lemming).
  • Währung: Euro (€); Karten werden weitgehend akzeptiert.
  • Sprache: Französisch ist die Amtssprache, aber Englisch ist in Touristengebieten verbreitet.
  • Kleiderordnung: Tagsüber leger; schicke Kleidung für Abendveranstaltungen.
  • Gepäckaufbewahrung: Verfügbar über Dienste wie Radical Storage.
  • Beste Reisezeit: Abende und Wochenenden sind lebhaft; Juni bietet lange Tage und Festivals (Paris Discovery Guide).

Besondere Veranstaltungen & Führungen

Place Pigalle ist ein Brennpunkt für kulturelle Veranstaltungen, insbesondere das jährliche Fête de la Musique (21. Juni), an dem der Platz zu einem Open-Air-Konzertort mit kostenlosen Aufführungen wird (sortiraparis.com). Das ganze Jahr über veranstalten lokale Museen, Galerien und Kabaretts Ausstellungen, Shows und Themenabende. Führungen – von Kunstspaziergängen bis hin zu Erkundungen des Nachtlebens – können bei lokalen Anbietern und offiziellen Tourismusplattformen gebucht werden.


Empfohlene Fotospots

  • Das ikonische Moulin Rouge mit seinem beleuchteten Windrad
  • Der neonbeleuchtete Boulevard de Clichy bei Nacht
  • Das Café de la Nouvelle Athènes (heute ein Hotel)
  • Farbenfrohe Straßenkunst und der Duperré-Spielplatz
  • Panoramablicke von Montmartre

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Hauptattraktionen Pigalles und ihre Öffnungszeiten? A: Moulin Rouge (Shows um 21:00, 23:00 Uhr), Musée de l’Érotisme (11:00–19:00 Uhr) und Musée Gustave Moreau (10:00–18:00 Uhr). Überprüfen Sie die offiziellen Webseiten für Aktualisierungen.

F: Wie kaufe ich Tickets für große Veranstaltungsorte? A: Kaufen Sie direkt auf den offiziellen Seiten wie Moulin Rouge für Authentizität und Verfügbarkeit.

F: Ist Pigalle nachts sicher? A: Ja, mit üblichen städtischen Vorsichtsmaßnahmen. Bleiben Sie auf gut beleuchteten Straßen und nutzen Sie lizenzierte Transportmittel für späte Rückfahrten.

F: Gibt es Führungen? A: Ja, mehrere Anbieter bieten thematische Touren mit Schwerpunkt auf Nachtleben, Straßenkunst und Geschichte an.

F: Ist Pigalle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar? A: Ja, die Metrostation Pigalle (Linien 2 & 12) liegt zentral; mehrere Buslinien und Taxis sind verfügbar.


Praktische Tipps

  • Buchen Sie Tickets im Voraus für beliebte Kabaretts und Veranstaltungen.
  • Erkunden Sie zu Fuß für das beste Erlebnis – die kompakte Anordnung Pigalles macht Spaziergänge ideal.
  • Probieren Sie die lokale Küche – verpassen Sie nicht die Lebensmittelgeschäfte in der Rue des Martyrs und Bars wie Le Mondain oder Bar à Bulles.
  • Bleiben Sie wachsam in belebten Gegenden, insbesondere in der Nähe von Ausgehmöglichkeiten und Metrostationen.
  • Prüfen Sie Veranstaltungskalender für Pop-up-Ausstellungen, Märkte oder Live-Musik.

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