Musée Des Arts Décoratifs

Einleitung

Das Musée des Arts Décoratifs (MAD) im künstlerischen Herzen von Paris ist eine Weltklasse-Institution, die sich den angewandten und dekorativen Künsten widmet. Untergebracht im historischen Pavillon de Marsan, dem nordwestlichen Flügel des Palais du Louvre, und mit Blick auf den Tuileriengarten, bietet das Museum eine beispiellose Reise durch jahrhundertelanges französisches und internationales Design, Handwerkskunst und Innovation (75.agendaculturel.fr; paristopten.com). Dieser Leitfaden bietet umfassende Informationen zur Geschichte, den Sammlungen, praktischen Tipps für den Besuch, Eintrittskarten, Barrierefreiheit und bevorstehenden Ausstellungen, um Ihnen bei der Planung eines unvergesslichen Erlebnisses zu helfen.


Ursprünge und Gründungsmission

Das Musée des Arts Décoratifs hat seine Wurzeln in der Mitte des 19. Jahrhunderts, einer Zeit wachsender Wertschätzung für die angewandten Künste in Frankreich. 1864 wurde die Union Centrale des Arts Décoratifs (UCAD) von Sammlern und Kunstliebhabern gegründet mit der Mission, den Status der dekorativen Künste zu bewahren, zu fördern und zu erhöhen – Künste, die historisch von den Schönen Künsten überschattet worden waren (75.agendaculturel.fr). Die Bewegung verlief parallel zu Frankreichs industrieller Transformation und wurde durch die Expositions Universelles (Weltausstellungen) befeuert, die bahnbrechende künstlerische und industrielle Errungenschaften präsentierten (encyclopedia.design).


Gründung und frühe Entwicklung

Das Museum fand 1905 sein permanentes Zuhause im Pavillon de Marsan, 107 rue de Rivoli. Architekt Gaston Redon entwarf den Raum so, dass er sowohl funktionalen Bedürfnissen als auch der Grandezza, die seiner Mission angemessen war, Rechnung trug (wikipedia). Die Lage neben dem Louvre und gegenüber dem Tuileriengarten positioniert MAD im Zentrum der Pariser Kulturlandschaft (paristopten.com).

Von Beginn an entwickelte sich die Sammlung des Museums durch Ankäufe, Schenkungen und Aufträge, mit Schwerpunkt auf französische dekorative Kunst des 18. Jahrhunderts – Meisterwerke von Boulle, Sèvres, Aubusson und Riesener – und erweiterte sich um rekonstruierte Stilräume, die das häusliche Leben vom Mittelalter bis zur Gegenwart illustrierten (apollo-magazine.com; parispass.com).


Erweiterung der Sammlungen

Im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts wuchsen die Sammlungen von MAD auf über 1,4 Millionen Objekte an (artsandculture.google.com). Die Bestände repräsentieren ein breites Spektrum: Möbel, Glas, Keramik, Textilien, Schmuck, Spielzeug, Tapeten, Grafik und Werbung, mit bemerkenswerten Stärken in Jugendstil und Art déco (artnouveau-net.eu). Die Identität der Institution entwickelte sich ebenfalls: 2004 wurde UCAD zu Les Arts Décoratifs, und 2016 wurde das Akronym MAD (Mode, Arts, Design) übernommen, um sein Engagement für Mode und Design zu betonen (encyclopedia.design).


Architektonische und kuratorische Höhepunkte

Die Umgebung des MAD im Pavillon de Marsan, einem architektonischen Juwel, wird durch elegant kuratierte Galerien ergänzt. Besucher begegnen Objekten, die in Stilräumen und thematischen Arrangements präsentiert werden, welche ihre künstlerische und historische Bedeutung kontextualisieren (apollo-magazine.com). Zu den Höhepunkten gehören Parks mit Eichenholzverkleidung aus dem 18. Jahrhundert, Art-déco-Räume aus den 1920er Jahren, wie die für Jeanne Lanvin entworfenen, und immersive Stil-Innenräume (paristopten.com). Die Bibliothek des Museums, Bildungseinrichtungen und ein dynamisches Programm von Ausstellungen und Workshops fördern das öffentliche Engagement (artsandculture.google.com; paristopten.com).


Besuchsinformationen

Öffnungszeiten

  • Geöffnet Dienstag bis Sonntag: 11:00 – 18:00 Uhr
  • Lange Öffnungszeiten donnerstags bis 21:00 Uhr
  • Montags und an bestimmten Feiertagen geschlossen
  • Überprüfen Sie immer die offizielle Website auf Aktualisierungen.

Tickets und Eintritt

  • Standard-Eintritt: 14 €
  • Ermäßigter Eintritt: 10 € (Studenten, unter 26, Arbeitsuchende)
  • Freier Eintritt: unter 26 (EU-Bürger), Arbeitsuchende
  • Sonderausstellungen (z.B. „1925-2025. Hundert Jahre Art Déco“) erfordern möglicherweise ein separates Ticket (oft 15 €). Kombitickets sind oft erhältlich (Come to Paris).
  • Online-Kauf wird dringend empfohlen, um Warteschlangen zu vermeiden (offizielles Ticketportal).

Barrierefreiheit

  • Das Museum ist vollständig barrierefrei, mit Aufzügen, Rampen und behindertengerechten Toiletten.
  • Rollstühle sind auf Anfrage erhältlich.
  • Assistenzhunde sind erlaubt.
  • Personalunterstützung ist verfügbar; kontaktieren Sie uns im Voraus für maßgeschneiderte Unterstützung.

Führungen und Workshops

  • Regelmäßige Führungen auf Französisch und Englisch (Vorabbuchung empfohlen).
  • Kreative Workshops und Aktivitäten für Kinder, Familien und Erwachsene.
  • Überprüfen Sie die offizielle Website für Zeitpläne und Buchungen.

Ausstattung und nahegelegene Attraktionen

  • Café und Loulou-Restaurant mit Blick auf den Tuileriengarten.
  • Geschenkeladen mit Büchern, Schmuck und Designobjekten.
  • Garderobe und kostenlose Schließfächer.
  • In der Nähe des Louvre, des Tuileriengartens und des Place Vendôme gelegen.
  • Leichter Zugang über die Metrostation Palais Royal – Musée du Louvre (Linien 1 und 7) und mehrere Buslinien (Come to Paris).

Wichtige Sammlungsbereiche und Highlights, die man gesehen haben muss

Mittelalterliche und Renaissance-Kunst

  • Gotische Reliquiare, illuminierte Manuskripte, Renaissance-Kabinettschränke, seltene Keramiken und Metallarbeiten.

Französische Kunstgewerbe des 17. und 18. Jahrhunderts

  • Möbel von Louis XIV, XV und XVI von Boulle und Riesener.
  • Stilräume, die Pariser Aristokraten-Innenräume rekonstruieren.
  • Sèvres- und Meissen-Porzellan, Gobelins- und Beauvais-Tapisserien.

19. Jahrhundert, Jugendstil und Art déco

  • Möbel aus der Empire-, Restaurations- und Romantikzeit.
  • Jugendstilobjekte von Guimard, Gallé und Lalique.
  • Art-déco-Sammlungen (bis 2026 wegen Renovierung geschlossen, aber Höhepunkte können in Sonderausstellungen enthalten sein) (Ticketinformationen).

Design des 20. und 21. Jahrhunderts

  • Werke von Charlotte Perriand, Philippe Starck und den Brüdern Bouroullec.

Schmuckgalerie

Spielzeugsammlung

  • Über 12.000 Spielzeuge und Spiele ab dem 19. Jahrhundert.

Textilien und Mode

  • Mehr als 150.000 Textilien und Kleidungsstücke, von mittelalterlichen Wandteppichen bis zur Haute Couture.
  • Wechselnde Ausstellungen und Modeschauen (Hauptmodeschauen oft im Musée de la Mode et du Textile).

Wechselausstellungen und Sonderveranstaltungen

  • „1925–2025. Hundert Jahre Art Déco“ (21. Okt. 2025 – 29. März 2026): Jahrhundertfeier mit originalen Art-déco-Meisterwerken und zeitgenössischen Neuinterpretationen (Come to Paris; sortiraparis.com).
  • „Jacques-Émile Ruhlmann, Designer“ (5. März – 8. Juni 2025): Konzentration auf einen Meister des Art Déco.
  • „Bambus. Vom Motiv zum Objekt“ (4. Juni – 28. Sept. 2025): Erforschung von Bambus in Kunst und Design.
  • „Mein Teddybär“ (4. Dez. 2024 – 22. Juni 2025): Eine familienfreundliche Ausstellung über die Geschichte und Symbolik von Teddybären.

Sonderveranstaltungen, Workshops und Führungen werden das ganze Jahr über angeboten, darunter wichtige Modeveranstaltungen wie der Grand Bal de la Mode (6. Juli 2025), inszeniert von Sofia Coppola (sortiraparis.com).


Renovierung und Modernisierung

Eine umfassende Renovierung von 1996 bis 2006 modernisierte die Infrastruktur des Museums, erweiterte die Ausstellungsflächen und bewahrte Tausende von Werken. Diese für 35 Millionen Euro durchgeführte Renovierung brachte das Museum auf zeitgemäße Standards (wikipedia), um ein erstklassiges Besuchererlebnis zu gewährleisten.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Musée des Arts Décoratifs? A: Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr; donnerstags lange geöffnet bis 21:00 Uhr; montags geschlossen.

F: Kann ich Tickets für das Musée des Arts Décoratifs online kaufen? A: Ja, Online-Buchungen werden dringend empfohlen (offizielles Ticketportal).

F: Ist das Museum für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, vollständige Barrierefreiheit mit Aufzügen, Rampen und behindertengerechten Toiletten.

F: Gibt es Führungen? A: Führungen auf Französisch und Englisch sind verfügbar; eine Vorabbuchung wird empfohlen.

F: Ist Fotografieren erlaubt? A: In den meisten Bereichen ist Fotografieren ohne Blitz erlaubt; in Sonderausstellungen können Einschränkungen gelten.

F: Gibt es familienfreundliche Bereiche? A: Ja, die Spielzeugsammlung ist ideal für Familien und Kinder.

F: Kann ich das Museum mit demselben Ticket wieder betreten? A: Nein, jeder Ticket gilt nur für einen einmaligen Eintritt.


Hören Sie die ganze Geschichte in der App

Ihr persönlicher Kurator, in Ihrer Tasche.

Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.

smartphone

Audiala App

Verfügbar für iOS und Android

download Jetzt herunterladen

Werde Teil von 50.000+ Kuratoren

Zuletzt überprüft:

Weitere Sehenswürdigkeiten in Paris

24 Orte zu entdecken

Glaspyramide Im Innenhof Des Louvre star Bestbewertet

Glaspyramide Im Innenhof Des Louvre

Palais Du Luxembourg star Bestbewertet

Palais Du Luxembourg

Place De La Concorde star Bestbewertet

Place De La Concorde

Place Du Tertre star Bestbewertet

Place Du Tertre

Abtei Longchamp

Abtei Longchamp

Accorhotels Arena

Accorhotels Arena

Adam Mickiewicz Museum

Adam Mickiewicz Museum

Alhambra

Alhambra

Musée Des Arts Et Métiers

Musée Des Arts Et Métiers

Musée Des Arts Forains

Musée Des Arts Forains

photo_camera

Musée Du Cinéma – Henri Langlois

Musée Du Luxembourg

Musée Du Luxembourg

photo_camera

Musée Du Montparnasse

Musée Du Quai Branly

Musée Du Quai Branly

Musée Édith Piaf

Musée Édith Piaf

Musée Galliera

Musée Galliera

Musée Grévin

Musée Grévin

photo_camera

Musée Gustave Moreau

Musée Hébert

Musée Hébert

Musée Jacquemart-André

Musée Jacquemart-André

Musée Jean-Jacques Henner

Musée Jean-Jacques Henner

Musée Maillol

Musée Maillol

Musée Marmottan Monet

Musée Marmottan Monet

Musée National D’Art Moderne

Musée National D’Art Moderne