Einleitung

Das Departmental Archives of Isère ist ein Zeugnis jahrhundertelanger regionaler und nationaler Geschichte, gelegen etwas außerhalb von Grenoble in Saint-Martin-d’Hères. Gegründet während der Französischen Revolution im Jahr 1790, verfolgten die Archive die Mission, öffentliche Aufzeichnungen für alle Bürger zugänglich zu machen – ein radikaler Bruch mit der Exklusivität des alten Regimes. Heute verwahrt diese moderne Einrichtung in der 12 rue Georges Pérec über 43 Kilometer an Material, das mittelalterliche Urkunden, revolutionäre Dokumente und zeitgenössische digitale Aufzeichnungen umfasst.

Ob Sie Genealoge, Historiker, Student oder Reisender sind, die Archive bieten kostenlosen Zugang zu umfangreichen Sammlungen, fachkundiger Unterstützung und ansprechenden Ausstellungen. Ihre innovative Architektur spiegelt Grenobles Engagement für Nachhaltigkeit und zivilgesellschaftliches Engagement wider. Dieser Leitfaden liefert alle wesentlichen Details: Besuchszeiten, Ticketrichtlinien, Barrierefreiheit, Sammlungen und nahegelegene Attraktionen. Begeben Sie sich auf eine Reise durch Grenobles Vergangenheit und gestalten Sie Ihren Besuch mit diesen umfassenden Einblicken optimal. (Archives Isère, Alpes Isère, FrenchGen)



Geschichte und Mission

Ursprünge und historische Bedeutung

Die 1790 gegründeten Departmental Archives of Isère entstanden als Teil revolutionärer Reformen zur Demokratisierung des Zugangs zu Aufzeichnungen, die zuvor von der Kirche und der Monarchie kontrolliert wurden (FamilySearch). Ihre Sammlungen haben sich stetig erweitert und umfassen nicht nur Regierungsdokumente, sondern auch Privatpapiere, Geschäftsarchive und Materialien, die die sich entwickelnden Grenzen und das soziale Gefüge von Isère und der historischen Region Dauphiné widerspiegeln (Archives Isère).

Mandat und moderne Rolle

Unter der Verwaltung des Conseil départemental und der Aufsicht eines staatlichen Kurators (Alpes Isère) sammeln, bewahren und machen die Archive Aufzeichnungen ab dem 11. Jahrhundert zugänglich. Neben der Bewahrung des Erbes fördern sie aktiv Bildung, Forschung und kulturelle Initiativen durch Workshops, Ausstellungen und digitale Plattformen.


Sammlungen und Digitalisierung

Überblick über die Bestände

Die Archive enthalten eine bemerkenswerte Bandbreite an Materialien, darunter:

  • Mittelalterliche und frühneuzeitliche Dokumente: Urkunden, Feudalurkunden und frühe Pfarrregister.
  • Revolutionäre und zivile Aufzeichnungen: Dokumente, die die tiefgreifenden Veränderungen von 1789 und die folgenden Jahrhunderte dokumentieren.
  • Notarielle Akten und juristische Papiere: Testamente, Verträge und Eigentumsübertragungen.
  • Listen der militärischen Rekrutierung: Wesentlich für die genealogische Forschung.
  • Karten und Pläne: Einschließlich des napoleonischen Katasters und lokaler Kartographie.
  • Fotografische und audiovisuelle Sammlungen: Erfassen des sozialen und städtischen Wandels.
  • Private Archive: Familienpapiere, Geschäftsunterlagen und Dokumente von Vereinen.

Besondere Highlights sind die Korrespondenz der Brüder Champollion und Archive zu wichtigen lokalen Ereignissen.

Digitalisierung und Online-Zugang

Viele Kernsammlungen – wie Pfarrregister, Volkszählungsunterlagen und Katasterkarten – sind digitalisiert und über das Online-Portal verfügbar. Einige digitale Ressourcen erfordern möglicherweise den Zugriff von Frankreich aus (FrenchGens). Der virtuelle Inventarraum ermöglicht die stichwortbasierte Suche und Fernforschung.


Besucherinformationen

Öffnungszeiten und Tickets

  • Montag: 10:30 – 17:00 Uhr
  • Dienstag: 08:50 – 19:00 Uhr (17:00 Uhr während der Schulferien)
  • Mittwoch–Freitag: 08:50 – 17:00 Uhr
  • Samstag & Sonntag: Geschlossen
  • Feiertage: Geschlossen (Alpes Isère)

Eintritt: Kostenlos für alle Besucher. Es werden keine Tickets benötigt. Bestimmte Workshops oder Sonderausstellungen erfordern möglicherweise eine Voranmeldung.

Für die aktuellsten Öffnungszeiten und Updates besuchen Sie die offizielle Website.

Standort und Anfahrt

  • Adresse: 12 rue Georges Pérec, 38400 Saint-Martin-d’Hères
  • Erreichbarkeit: Gut erreichbar mit der Straßenbahn von Grenoble (Tram B, Haltestelle: Bibliothèques Universitaires), Buslinien und dem Auto.
  • Parken: Begrenzte Parkmöglichkeiten vor Ort und in der Nähe; Fahrradabstellplätze vorhanden.
  • Campus-Lage: Die Archive liegen in der Nähe des Universitätsgeländes, nahe anderer kultureller und bildungseinrichtungen.

Für Reiseplanung konsultieren Sie die Touristeninformation Grenoble.

Barrierefreiheit

Das Gebäude ist für Besucher mit eingeschränkter Mobilität vollständig barrierefrei und verfügt über Rampen, Aufzüge, angepasste Sanitäranlagen sowie Hilfstechnologien für Seh- und Hörbehinderte. Personal steht bei Bedarf zur Verfügung.


Besucherdienstleistungen

  • Leseräume: Geräumig, gut beleuchtet, ausgestattet mit Schreibtischen, WLAN, Computern und Mikrofilm-Lesegeräten. Eine Registrierung mit Ausweis kann erforderlich sein.
  • Rechercheunterstützung: Archivmitarbeiter helfen bei der Katalogsuche und Dokumentenanforderung.
  • Reproduktion: Fotokopien und digitale Scans sind gegen Gebühr erhältlich, mit Einschränkungen für empfindliche oder seltene Gegenstände.
  • Veranstaltungen und Workshops: Regelmäßige Führungen, Vorträge und Bildungsprogramme für alle Zielgruppen (Isère Archives).
  • Ausstellungen: Thematische Präsentationen von Originaldokumenten, Fotografien und multimedialen Darstellungen.
  • Ausstattung: Schließfächer, barrierefreie Sanitäranlagen, Verkaufsautomaten und nahegelegene Cafés.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Archive fördern breite Beteiligung durch:

  • Kooperationen: Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Kulturorganisationen zur Förderung der lokalen Geschichte.
  • Workshops: Angebot von Sitzungen zu Genealogie, Paläographie und Dokumentenpflege.
  • Publikationen: Zweimal jährlich "Chroniques d’Archives" und monatliche Newsletter.\
  • Digitale Initiativen: Erweiterung des Online-Zugangs zu Sammlungen für ein globales Publikum (Lise Du Network).

Nahegelegene Attraktionen

Erweitern Sie Ihren Besuch durch Erkundung der reichhaltigen Kulturlandschaft Grenobles, wie zum Beispiel:

  • Musée de Grenoble: Berühmt für seine Kunstsammlungen.
  • Die Festung Bastille: Bietet Panoramablicke über die Stadt und die Alpen.
  • Altstadt von Grenoble: Historische Straßen und lebhafte Märkte.
  • Chartreuse-Berge: Ein Naturparadies etwas außerhalb der Stadt.

Mehr finden Sie auf Grenoble Tourismus.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Ist eine Terminvereinbarung für die Nutzung des Leseroms erforderlich? A: Nein, für allgemeine Recherchen sind spontane Besuche willkommen.

F: Wie hoch ist der Eintrittspreis? A: Der Eintritt ist frei. Gebühren fallen nur für Reproduktionsdienste oder spezielle Workshops an.

F: Kann ich Materialien online aus dem Ausland abrufen? A: Viele Aufzeichnungen sind digitalisiert, aber einige erfordern eine französische IP-Adresse.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, regelmäßig finden Führungen und Workshops statt, prüfen Sie den Veranstaltungskalender.

F: Ist das Gebäude zugänglich? A: Vollständig zugänglich für Besucher mit Behinderungen, mit Rampen, Aufzügen und angepassten Einrichtungen.

F: Darf ich fotografieren? A: Persönliche Fotografien (ohne Blitz) sind in den meisten öffentlichen Bereichen gestattet; in Lagerbereichen gelten Einschränkungen.


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