Doppelter Tgv-Viadukt Von Avignon

Einleitung

Das Double Viaduc TGV d’Avignon ist ein Meisterwerk moderner Ingenieurskunst und architektonischer Finesse, das nahtlos in die historische und natürliche Landschaft von Avignon integriert ist. Diese beiden parallelen Überbauten, die sich auf etwa 1.500 Metern über die Rhône erstrecken, sind ein wichtiger Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Méditerranée. Konzipiert für Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h, verbinden die Viadukte Städte wie Paris, Marseille, Montpellier und Nîmes und spielen eine entscheidende Rolle in der Transportinfrastruktur Frankreichs. Das im späten 20. Jahrhundert konzipierte Projekt überwand erhebliche technische und ökologische Herausforderungen und führte zu einer Struktur, die mit dem UNESCO-Weltkulturerbe-Kontext von Avignon harmoniert. Heute können Besucher die Viadukte von zahlreichen Aussichtspunkten aus bewundern, während sie das mittelalterliche Erbe von Avignon erkunden. Dieser umfassende Leitfaden bietet detaillierte Einblicke in die Geschichte, das Design, die technischen Merkmale, Besucherinformationen und Reisetipps für einen lohnenden Besuch. (Bouygues TP, maregionsud.fr, Wikipedia, Offizielle Website des Tourismusbüros von Avignon)


Historischer Kontext

Die Notwendigkeit einer Hochgeschwindigkeitsquerung der Rhône

Die Erweiterung des französischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes im späten 20. Jahrhundert erforderte eine Lösung für die Überquerung der Rhône in der Nähe von Avignon. Die LGV Méditerranée wurde entwickelt, um Paris mit dem Mittelmeer zu verbinden und eine Querung zu ermöglichen, die eine unterbrechungsfreie Hochgeschwindigkeitsfahrt unter Berücksichtigung der ökologischen und historischen Bedeutung der Region ermöglicht. Die Rhône stellte sowohl technische als auch ökologische Herausforderungen dar, die durch innovative Ingenieurskunst und sorgfältige Planung bewältigt wurden (Wikipedia; maregionsud.fr).


Planung, Design und Konstruktion

Designphilosophie

Ein multidisziplinäres Team unter der Leitung des Architekten Jean-François Blassel, des Landschaftsarchitekten Michel Desvignes und des Ingenieurs Michel Virlogeux strebte danach, die Viadukte mit der Landschaft in Einklang zu bringen. Das Design verwendet einen hellen, vorgespannten Beton, der an den Kalkstein des Massif des Angles und die weißen Mauern des Papstpalastes erinnert, und minimiert dabei die visuelle Beeinträchtigung der historischen Skyline von Avignon (Bouygues TP; micheldesvignepaysagiste.com).

Zeitplan für den Bau

  • Beginn: April 1996
  • Fertigstellung: 1999
  • Offizielle Eröffnung: 7. Juni 2001

Das Projekt, das von Réseau Ferré de France (RFF) verwaltet und von Bouygues Construction und GTM Construction gebaut wurde, beschäftigte bis zu 500 Arbeiter und führte mehrere technische Innovationen ein:

  • Segmentbauweise: 838 vorgefertigte Betonsegmente ("voussoirs"), jedes mit einem Gewicht von 110–145 Tonnen, wurden im Freivorbauverfahren montiert.
  • Variable Geometrie: Die Höhe der Segmente nimmt von den Pfeilern zur Mitte hin ab, was ein schlankes Profil erzeugt und den Materialverbrauch reduziert.
  • Weißbeton: Gewählt für Haltbarkeit und ästhetische Integration in die lokale Landschaft (Bouygues TP; maregionsud.fr).

Technische Spezifikationen

  • Länge: ca. 1.500 Meter
  • Struktur: Zwei parallele Brücken mit je zwei Gleisen
    • Viaduc TGV: Paris–Marseille-Route
    • Viaduc Grand Sud: Marseille–Montpellier/Nîmes-Route
  • Spannweiten: Jeweils 100 Meter, mit Anschlussbauwerken von 392 und 450 Metern
  • Pfeiler: 40, die bis zu 50 Meter über den Fluss ragen
  • Plattformfläche: 39.000 Quadratmeter
  • Besonderheiten: „Saut-de-mouton“ (höhenfreie Kreuzung) für effiziente Bahnknotenpunkte
  • Materialien: Vorgespannter Weißbeton für Widerstandsfähigkeit und visuelle Harmonie (Wikipedia; Bouygues TP)

Besucherinformationen

Betrachtung des Viadukts

Die Viadukte sind aktive Eisenbahnbrücken und nicht für Fußgänger oder Radfahrer zugänglich. Mehrere öffentliche Aussichtspunkte bieten jedoch spektakuläre Ausblicke:

  • Rocher des Doms: Panoramablick über die Rhône und den Viadukt.
  • Île de la Barthelasse: Wanderwege entlang des Flusses und Picknickplätze mit klaren Sichtlinien.
  • Flussufer und Spazierwege: Ganzjährig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich.

Für den Zugang zu diesen öffentlichen Bereichen sind keine Tickets erforderlich. Für ein einzigartiges Erlebnis buchen Sie eine TGV-Fahrt, die den Viadukt überquert (Offizielle Website der SNCF).

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerechter Zugang: Hauptaussichtspunkte wie der Rocher des Doms und die Flussufer sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.
  • Transport: Der Bahnhof Avignon TGV ist mit lokalen Bussen, Taxis und Mietwagen verbunden. Zug- und Busfahrpläne sollten im Voraus geprüft werden (Marvellous Provence).

Barrierefreiheit und Reisetipps

  • Anreise: Der Bahnhof Avignon TGV wird von Hochgeschwindigkeitszügen aus Paris, Marseille und Lyon angefahren. Lokale Busse (Linien 10, 21) und regionale TER-Züge verbinden den Bahnhof mit dem Stadtzentrum (Show Me The Journey).
  • Parken: Mehrere Parkplätze, einschließlich eines 15-minütigen „Kiss-and-Ride“-Bereichs, sind am Bahnhof TGV verfügbar. In Stoßzeiten kann das zusätzliche Parken begrenzt sein.
  • Bahnhofseinrichtungen: Der Bahnhof bietet einen Zeitungsstand, ein Café, öffentliche Telefone und kostenloses WLAN, verfügt jedoch nicht über Gepäckaufbewahrung.
  • Beste Besuchszeiten: Der frühe Morgen und der späte Nachmittag bieten optimale Lichtverhältnisse für die Fotografie.

Nahegelegene Attraktionen

Avignon ist bekannt für sein mittelalterliches Erbe und bietet eine Fülle von kulturellen Erlebnissen:

  • Palais des Papes: Der größte gotische Palast Europas und UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon): Die ikonische mittelalterliche Brücke.
  • Place de l’Horloge: Ein lebhafter Platz mit Cafés und Märkten.
  • Île de la Barthelasse: Ideal zum Spazierengehen und Radfahren mit Blick auf die Stadt und den Viadukt.

Kombinieren Sie Ihren Besuch des Viadukts mit diesen Attraktionen für ein umfassendes Erlebnis in Avignon. (The Crazy Tourist; The Travel Folk)


Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich über das Double Viaduc TGV d’Avignon laufen oder Rad fahren? Nein, die Viadukte sind ausschließlich für den Eisenbahnverkehr bestimmt.

Gibt es geführte Touren, die sich auf den Viadukt konzentrieren? Obwohl es kein eigenes Besucherzentrum oder regelmäßige Führungen gibt, nehmen einige lokale Reiseveranstalter den Viadukt in Besichtigungstouren durch Avignon auf. Erkundigen Sie sich beim Tourismusbüro von Avignon nach aktuellen Angeboten.

Wo sind die besten Orte, um den Viadukt zu sehen? Der Rocher des Doms, die Île de la Barthelasse und die Flussuferwege bieten ausgezeichnete Aussichtspunkte.

Ist der Viadukt für Menschen mit Behinderungen zugänglich? Ja, viele Aussichtspunkte und Bahnhofseinrichtungen sind zugänglich.

Benötige ich Tickets, um den Viadukt zu sehen? Nein, für den Zugang zu öffentlichen Aussichtsbereichen sind keine Tickets erforderlich. Sie benötigen ein Zugticket, wenn Sie den Viadukt mit dem TGV überqueren möchten.


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