Stolperstein Für Therese Schwarz

Wiesbaden, Germany

Stolperstein Für Therese Schwarz

Der Stolperstein für Therese Schwarz in Wiesbaden ist ein bescheidenes, aber kraftvolles Mahnmal, das Besucher einlädt, sich persönlich mit der Geschichte des…

Einleitung

Der Stolperstein für Therese Schwarz in Wiesbaden ist ein bescheidenes, aber kraftvolles Mahnmal, das Besucher einlädt, sich persönlich mit der Geschichte des Holocaust auseinanderzusetzen. Als Teil des weltweit größten dezentralen Holocaust-Gedenkprojekts ehren Stolpersteine Individuen, die vom NS-Regime verfolgt wurden, indem sie ihre Namen und Schicksale in die Straßen einbetten, in denen sie einst lebten. Dieser Leitfaden bietet detaillierte historische Hintergründe, praktische Besuchertipps, kulturellen Kontext und Ressourcen, um einen bedeutungsvollen und respektvollen Besuch des Stolpersteins für Therese Schwarz zu gewährleisten.


Überblick über das Stolperstein-Projekt

Das 1992 vom deutschen Künstler Gunter Demnig initiierte Stolperstein-Projekt ist das weltweit größte dezentrale Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Bis 2025 wurden über 100.000 Stolpersteine in mehr als 1.800 europäischen Städten und Gemeinden installiert, darunter über 700 allein in Wiesbaden (Stolpersteine.eu). Jede Messingplakette, 10 x 10 cm groß, wird bündig im Gehweg vor der letzten frei gewählten Wohnstätte eines Opfers eingelassen und ist mit seinem Namen, Geburtsdatum, Schicksal und, falls bekannt, Sterbedatum und -ort beschriftet.

Ziel ist es, den durch die nationalsozialistische Verfolgung dehumanisierten Menschen ihre individuelle Identität zurückzugeben und so Gedenken zu einem Teil des urbanen Alltags zu machen (pragueviews.com). Das Projekt wird von lokalen Regierungen, Museen und zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt; in Wiesbaden wird die Koordination vom Aktiven Museum Spiegelgasse geleitet (am-spiegelgasse.de).


Biografie und Schicksal von Therese Schwarz

Therese Schwarz war eine wegweisende Zahnärztin und ein Symbol für den akademischen Fortschritt von Frauen im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts (zm-online.de). Sie wurde 1900 geboren und lebte mit ihren Eltern, Frida und Sigmund Schwarz, in der Adelheidstraße 54 im Stadtzentrum von Wiesbaden. Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus sah sich die Familie aufgrund ihrer jüdischen Abstammung zunehmender Diskriminierung, Enteignung und Isolation ausgesetzt.

Im Jahr 1942 wählten Therese und ihre Mutter, wie viele andere, angesichts der drohenden Deportation und Verfolgung den Freitod – eine Tat, die auf ihren Stolpersteinen als „Flucht in den Tod“ beschrieben wird (jewiki.net). Ihre Geschichte ist ein Sinnbild für das Schicksal vieler jüdischer Bürger Wiesbadens während des Holocaust, deren Namen und Leben dank der Stolperstein-Initiative nun einzeln gewürdigt werden.


Gestaltung und Symbolik des Mahnmals

Jeder Stolperstein ist eine messingbeschlagene Steinplatte, die in den Gehweg vor der letzten selbstgewählten Adresse des Opfers eingelassen ist. Die Inschrift auf dem Stein von Therese Schwarz lautet:

Hier wohnte Therese Schwarz Jg. 1900 Gedemütigt / Entrechtet Flucht in den Tod 29.8.1942

Die Steine ihrer Eltern sind neben ihren platziert und unterstreichen die gemeinsame Familiengeschichte. Die Metapher des „Stolperns“ soll die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und zum Nachdenken anregen, nicht aber jemanden physisch zu Fall bringen (folklife.si.edu). Die Verpflichtung zur regelmäßigen Politur der Messingtafeln symbolisiert die fortwährende gemeinschaftliche Verantwortung, sich zu erinnern.


Besucherinformationen: Standort, Öffnungszeiten und Barrierefreiheit

  • Adresse: Adelheidstraße 54, 65185 Wiesbaden, Deutschland (osm/quality/stolpersteine)
  • Stadtteil: Zentrum von Wiesbaden, nahe dem Hauptbahnhof und dem Stadtkern.
  • Barrierefreiheit: Der Stolperstein ist in einen öffentlichen Gehweg eingelassen, ganzjährig rund um die Uhr zugänglich und kostenlos. Die Gegend ist in der Regel rollstuhlgerecht.

Anreise: Die Adelheidstraße 54 ist nur einen kurzen Spaziergang vom Wiesbadener Hauptbahnhof entfernt und gut an das öffentliche Busnetz angebunden. Das Stadtzentrum und andere Gedenkstätten sind fußläufig erreichbar. Für die Navigation nutzen Sie die Stolpersteine-Wiesbaden-Datenbank oder die Stolpersteine-Guide-App.


Führungen und Bildungsressourcen

  • Stolpersteine-Guide-App: Bietet Karten, Biografien und selbst geführte Rundgänge für alle Stolpersteine in Wiesbaden (wiesbaden-lebt.de).
  • Aktives Museum Spiegelgasse: Organisiert Führungen, Bildungsveranstaltungen und pflegt detaillierte Erinnerungsblätter für jedes Opfer (am-spiegelgasse.de).
  • Wiesbaden Marketing GmbH: Bietet Karten und Unterstützung für Besucher (Wiesbaden Marketing GmbH).

Geführte Stolperstein-Rundgänge werden regelmäßig angeboten, insbesondere um den Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und den Jahrestag der Kristallnacht (9. November). Diese Touren bieten tiefgehende Einblicke und beinhalten oft Besuche relevanter Orte wie das Mahnmal der ehemaligen Synagoge am Michelsberg und das „Band der Namen“ in der Heinrich-Heine-Anlage (wiesbaden.de).


Verhaltensregeln für Besucher und Gedenkpraktiken

  • Respektvolles Verhalten: Nehmen Sie sich Zeit, die Inschrift zu lesen, vermeiden Sie es, direkt auf dem Stein zu stehen, und halten Sie Gespräche gedämpft.
  • Gedenken: Es ist üblich, den Stein vorsichtig zu reinigen oder einen kleinen Stein oder eine Blume abzulegen – eine Tradition, die im jüdischen Gedenken verwurzelt ist.
  • Fotografie: Diskretfotografie ist erlaubt. Beachten Sie die Anwohner und blockieren Sie nicht den Gehweg.

Gedenkkultur in Wiesbaden

Die Stolpersteine Wiesbadens sind Teil eines stadtweiten Gedenknetzwerks, das von der Stadtverwaltung und Organisationen wie dem Aktiven Museum Spiegelgasse aktiv unterstützt wird. Das bürgerschaftliche Engagement umfasst jährliche Reinigungsaktionen, öffentliche Zeremonien und Bildungswanderungen. Anwohner können neue Steine sponsern oder sich an deren Pflege beteiligen (Wikipedia: Stolpersteine in Wiesbaden).

Debatten über Terminologie und Gedenkformen spiegeln die sich entwickelnde Gedenkkultur in Wiesbaden und ganz Deutschland wider. Das Stolperstein-Projekt fördert weiterhin den Dialog über Geschichte, Identität und kollektive Verantwortung (Debatte um Stolpersteine).


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wo befindet sich der Stolperstein für Therese Schwarz? A: Adelheidstraße 54, Zentrum von Wiesbaden. Nutzen Sie die Stolpersteine-Guide-App oder die Stadtdatenbank für eine genaue Kartierung.

F: Was sind die Besuchszeiten und Eintrittspreise? A: Das Mahnmal ist im Freien und jederzeit kostenlos zugänglich. Es ist kein Ticket erforderlich.

F: Gibt es Führungen? A: Ja, informieren Sie sich auf der Website des Aktiven Museums Spiegelgasse oder bei der Wiesbaden Marketing GmbH über die Termine.

F: Ist die Gedenkstätte rollstuhlgerecht? A: Ja, die Gehwege in diesem Bereich sind in der Regel zugänglich.

F: Welche anderen verwandten Stätten kann ich in der Nähe besuchen? A: Das Mahnmal der ehemaligen Synagoge, das „Band der Namen“ und das Jüdische Museum befinden sich alle im Zentrum von Wiesbaden.


Weitere Ressourcen

Bilder und Karten sollten beschreibende Alt-Texte wie „Stolperstein für Therese Schwarz Wiesbaden“ und „Karte historischer Stätten Wiesbadens“ zur Barrierefreiheit und SEO verwenden.


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