Stolperstein Für Rosa Hobbach Geb. Cahn

Wiesbaden, Germany

Stolperstein Für Rosa Hobbach Geb. Cahn

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Einleitung

Der Besuch des Stolpersteins für Rosa Hobbach (geb. Cahn) in Wiesbaden, Deutschland, bietet eine einzigartige und zutiefst persönliche Verbindung zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung und ihren Auswirkungen auf das Leben einzelner Menschen. Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die in Bürgersteige in ganz Europa eingelassen sind und jeweils ein Opfer des NS-Regimes an seinem letzten frei gewählten Wohnort, Arbeitsplatz oder an seiner Schule ehren. Dieses dezentrale Gedenkprojekt, das 1992 vom Künstler Gunter Demnig initiiert wurde, ist mittlerweile die weltweit größte Gedenkinitiative seiner Art, mit über 100.000 installierten Steinen in zahlreichen Städten, darunter Wiesbaden (stolpersteine.eu; Wikipedia: Stolperstein).

Wiesbaden beteiligt sich aktiv an diesem Erinnerungsprojekt, wobei Hunderte von Stolpersteinen in der ganzen Stadt installiert wurden. Zu ihnen gehört der Stein für Rosa Hobbach, deren Geschichte die persönliche Tragödie im breiteren Kontext des Holocausts veranschaulicht. Rosa, geboren 1895, lebte, arbeitete und litt unter zunehmender Verfolgung, was zu ihrer Verhaftung und Deportation führte (am-spiegelgasse.de). Der Besuch ihres Stolpersteins ermöglicht es Ihnen, dort zu stehen, wo sie lebte, ihr Leben zu reflektieren und sich mit dem jüdischen Erbe Wiesbadens auseinanderzusetzen.

Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über das Stolpersteinprojekt, das Leben von Rosa Hobbach und wichtige Besucherinformationen, einschließlich Standortdetails, Barrierefreiheit und nahegelegener Attraktionen. Egal, ob Sie eine selbstgeführte Tour planen oder an einem geführten Rundgang mit dem Aktiven Museum Spiegelgasse teilnehmen, dieser Artikel hilft Ihnen, Ihren Besuch auf respektvolle und sinnvolle Weise zu gestalten (Germany.info; Folklife Magazine).


  1. Hintergrund: Das Stolpersteinprojekt
  2. Bedeutung und Symbolik
  3. Stolpersteine in Wiesbaden: Standorte und lokaler Kontext
  4. Die Geschichte von Rosa Hobbach (geb. Cahn)
  5. Besuch des Stolpersteins von Rosa Hobbach: Praktische Informationen
  6. Touren, Apps und bürgerschaftliches Engagement
  7. Nahegelegene Attraktionen und zusätzliche Ressourcen
  8. Häufig gestellte Fragen
  9. Fazit und weiterführende Lektüre

Hintergrund: Das Stolpersteinprojekt

Das Stolpersteinprojekt wurde 1992 von Gunter Demnig als dezentrales Denkmal für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung gegründet. Jeder Stolperstein ist ein 10 x 10 cm großer Betonwürfel mit einer Messingplatte, auf der der Name des Opfers, sein Geburtsdatum, sein Schicksal und, wenn bekannt, sein Todesdatum und -ort eingraviert sind. Die Steine werden an der letzten frei gewählten Adresse der Person installiert und verankern so die Erinnerung im Gefüge des täglichen Lebens (stolpersteine.eu; Wikipedia: Stolperstein).

Ursprünglich zur Ehrung jüdischer Opfer konzipiert, werden mit dem Projekt nun alle geehrt, die unter den Nationalsozialisten gelitten haben, darunter Sinti und Roma, politische Gefangene, Menschen mit Behinderungen, Zeugen Jehovas, LGBTQ+-Personen und andere. Stolpersteine finden sich heute in über 1.100 Städten und Gemeinden in 17 europäischen Ländern, was sie zum größten dezentralen Holocaust-Mahnmal der Welt macht (Germany.info).


Bedeutung und Symbolik

Das Stolpersteinprojekt ist reich an Symbolik. Der Begriff „Stolperstein“ deutet sowohl auf das Stolpern über die Steine als auch auf ihre Rolle als „Stolpersteine“ im öffentlichen Bewusstsein hin, die zum Nachdenken und Erinnern anregen. Die Gepflogenheit, sich zum Lesen der Inschrift zu bücken, ist eine Geste des Respekts und der persönlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte (Wikipedia: Stolperstein).

Wichtig ist, dass die Platzierung der Stolpersteine auf Gehwegen eine schmerzhafte Geschichte zurückfordert: Während der NS-Zeit wurden jüdische Grabsteine ​​manchmal geschändet und als Pflastersteine ​​verwendet. Stolpersteine kehren diese Tat um und stellen die Würde und Sichtbarkeit der Namen und Geschichten der Opfer wieder her (Wikipedia: Stolperstein).

Die Inklusivität des Projekts zeigt sich in der Praxis der Ehrung ganzer Familien an ihren gemeinsamen Adressen, einschließlich der Überlebenden, der in Sicherheit geschickten Kinder und derjenigen, die unter Verfolgung Suizid begingen (stolpersteine.eu).


Stolpersteine in Wiesbaden: Standorte und lokaler Kontext

Wiesbaden, die Hauptstadt Hessens, ist seit 2005 Teil des Stolpersteinprojekts. Bis 2021 wurden 694 Stolpersteine vor 306 Häusern installiert, mit weiteren jährlichen Ergänzungen (am-spiegelgasse.de). Die Steine markieren Orte, die mit Einwohnern verbunden sind, die während der NS-Herrschaft deportiert, ermordet oder verfolgt wurden und von denen viele tief in das Stadtleben integriert waren.

Das Aktive Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte koordiniert das Projekt lokal und stellt Karten, Lehrmaterialien und geführte Touren zur Verfügung. Gemeindemitglieder, Schulen und Organisationen sponsern oft Steine, und bei der Installation neuer Steine finden öffentliche Zeremonien statt.


Die Geschichte von Rosa Hobbach (geb. Cahn)

Rosa Hobbach, geb. Cahn, wurde am 22. Juni 1895 in Gehaus, Kreis Eisenach, geboren. Als Kind zog sie nach Wiesbaden und besuchte das Lyzeum am Schlossplatz. Sie wuchs in einer kosmopolitischen Familie auf, reiste ins Ausland und erhielt eine vielseitige Ausbildung (am-spiegelgasse.de PDF).

Rosa erbte ein Haus in der Adelheidstraße 103 und heiratete 1923 Fritz Hobbach, einen nichtjüdischen Musiker. Sie hatten zwei Söhne, Richard und Max. Rosa, bekannt für ihre Freundlichkeit und Großzügigkeit, erlebte mit dem Aufstieg des NS-Regimes eine dramatische Veränderung ihres Lebens. Die Nürnberger Gesetze zwangen sie, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen; ihr Mann verlor wegen ihrer Ehe seine Arbeitsstelle, und bis 1938 wurde ihm die Arbeit als Musiker untersagt.

Fritz ging schließlich ins besetzte Frankreich, um seine Familie zu unterstützen, wodurch Rosa den Schutz ihrer „privilegierten Mischehe“ verlor. Im März 1943 wurde Rosa verhaftet und in das Polizeigefängnis Wiesbaden gebracht. Ihr Schicksal, wie das so vieler anderer, die durch Stolpersteine geehrt werden, ist eine mahnende Erinnerung an die persönlichen Kosten der NS-Politik (am-spiegelgasse.de PDF).


Besuch des Stolpersteins von Rosa Hobbach: Praktische Informationen

Standort

  • Adresse: Der Stolperstein für Rosa Hobbach ist in den Bürgersteig vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Adelheidstraße 103, Wiesbaden, eingelassen (Mapcarta).

Zugang und Öffnungszeiten

  • Offener Zugang: Stolpersteine sind öffentliche Gedenkstätten, die jederzeit zugänglich sind. Es gibt keine Tickets oder Öffnungszeiten.
  • Beste Zeiten: Besuchen Sie uns bei Tageslicht für Sicherheit und Sichtbarkeit. Frühe Morgenstunden und späte Nachmittage bieten eine ruhigere, nachdenklichere Atmosphäre.
  • Anreise: Wiesbaden ist von Frankfurt und anderen Städten aus leicht mit dem Zug, Bus oder Auto zu erreichen. Der Standort befindet sich in einer fußgängerfreundlichen Gegend; begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße sind vorhanden.

Barrierefreiheit

  • Der Stolperstein ist bündig mit dem Bürgersteig eingelassen, so dass er für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Besucher mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich ist.

Etikette

  • Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, die Inschrift zu lesen und nachzudenken.
  • Reinigung: Am Holocaust-Gedenktag oder in der Reichskristallnacht ist es üblich, die Steine zu reinigen – bringen Sie ein weiches Tuch mit, wenn Sie teilnehmen möchten (Prague Views).
  • Gedenken: Legen Sie einen kleinen Stein oder eine Blume neben die Platte als Zeichen der Erinnerung.

Fotografie

  • Diskretion ist bei der Fotografie für den persönlichen Gebrauch gestattet, bitte respektieren Sie jedoch die Wohngegend und die feierliche Natur der Gedenkstätte.

Touren, Apps und bürgerschaftliches Engagement

  • Geführte Touren: Das Aktive Museum Spiegelgasse bietet geführte Stolperstein-Touren an. Informieren Sie sich auf der Website oder kontaktieren Sie sie im Voraus über die Zeitpläne (am-spiegelgasse.de).
  • Stolpersteine Wiesbaden App: Laden Sie die App herunter, um interaktive Karten, Biografien und Audioguides in mehreren Sprachen zu erhalten.
  • Gemeinschaftsveranstaltungen: Nehmen Sie an Zeremonien oder Reinigungsevents teil, insbesondere am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar) und am Jahrestag der Reichskristallnacht (9. November).

Nahegelegene Attraktionen und zusätzliche Ressourcen

  • Schlossplatz: Historischer Stadtplatz in der Nähe der Altstadt.
  • Museum Wiesbaden: Bietet Ausstellungen zur lokalen Geschichte und Kultur.
  • Aktives Museum Spiegelgasse: Widmet sich der deutsch-jüdischen Geschichte in Wiesbaden.
  • Jüdisches Museum: Bietet weiteren Kontext zur jüdischen Gemeinde der Region.
  • Nerobergbahn: Eine historische Standseilbahn mit Panoramablick über die Stadt.

Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Stolperstein-Seite von Wiesbaden.


Häufig gestellte Fragen

Wo befindet sich der Stolperstein für Rosa Hobbach? Er befindet sich in der Adelheidstraße 103, Wiesbaden.

Benötige ich ein Ticket? Nein, Stolpersteine sind kostenlos und jederzeit öffentlich zugänglich.

Gibt es geführte Touren? Ja, das Aktive Museum Spiegelgasse und andere Organisationen bieten geführte Touren nach Vereinbarung an.

Ist der Ort barrierefrei? Ja, er ist bündig in den Bürgersteig eingelassen und für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Darf ich Fotos machen? Ja, aber bitte mit Respekt.


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