Einleitung: Stolperstein Peter Hück und seine Bedeutung
Das Stolperstein-Projekt, initiiert 1992 vom deutschen Künstler Gunter Demnig, ist das weltweit größte dezentrale Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Diese "Stolpersteine" sind kleine, mit Messing überzogene Pflastersteine, die vor den letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsstätten derer verlegt werden, die während des Holocaust deportiert, vertrieben oder ermordet wurden. Der Stolperstein für Peter Hück im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel ist eines von über 780 solchen Gedenksteinen in der Stadt, die alle eine eindringliche und persönliche Erinnerung an Leben darstellen, die unterbrochen und zerstört wurden (Stolpersteine Projekt; Kultur & Zeitgeschichte).
Dieser Leitfaden bietet umfassende Informationen zum Stolperstein für Peter Hück, einschließlich seines historischen Kontexts, seiner Lage, Zugänglichkeit, Besucheretikette und Möglichkeiten zur Vertiefung Ihres Engagements durch Führungen, Gemeinschaftsveranstaltungen und digitale Ressourcen. Ob Sie ein Geschichtsinteressierter, ein Student oder ein Reisender sind, der bedeutungsvolle kulturelle Erfahrungen in Wiesbaden sucht, dieser Artikel hilft Ihnen bei der Planung eines respektvollen und aufschlussreichen Besuchs.
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Historischer Kontext des Stolperstein-Projekts
Das Projekt „Stolperstein“ ist ein dezentrales Gedenkkonzept von Gunter Demnig, das die Erinnerung direkt in den öffentlichen Raum bringt. Jede 10 x 10 cm große Messingplatte, die mit dem Namen des Opfers, seinem Geburtsdatum, Deportationsdatum und Schicksal beschriftet ist, wird am Standort der letzten frei gewählten Adresse angebracht. Das Projekt begann 1992 und umfasst bis 2024 über 116.000 Steine in 31 europäischen Ländern, die Juden, Roma, behinderte Menschen, politische Dissidenten und andere vom NS-Regime Verfolgte ehren (Stolpersteine Projekt; Kultur & Zeitgeschichte).
In Wiesbaden begann die Installation von Stolpersteinen im Jahr 2008 unter der Leitung des Aktiven Museums Spiegelgasse und lokaler Unterstützer. Die jüdische Gemeinde der Stadt, die vor der NS-Zeit über 3.000 Mitglieder zählte, wurde fast vollständig vernichtet. Heute dienen Stolpersteine sowohl als persönliche Gedenkstätten als auch als Erinnerung an die umfassendere Geschichte der Verfolgung in Wiesbaden (Aktives Museum Spiegelgasse; Wikipedia Wiesbaden Stolpersteine).
Die Geschichte von Peter Hück
Obwohl die vollständige Biografie von Peter Hück nicht weithin dokumentiert ist, bedeutet sein Stolperstein in Mainz-Kastel, dass er vom NS-Regime verfolgt wurde – höchstwahrscheinlich aufgrund seiner jüdischen Herkunft oder einer anderen Verfolgungsgruppe. Die Inschrift des Steins liefert grundlegende Informationen: seinen Namen, sein Geburtsjahr und sein Schicksal. Für weiter Interessierte bieten das Aktive Museum Spiegelgasse und die Stolpersteine in Wiesbaden App biographische Aufzeichnungen und historische Dokumentationen (Stolpersteine Guide).
Lage und Beschreibung des Stolpersteins
- Stadtteil: Mainz-Kastel, Wiesbaden
- Nahegelegene Wahrzeichen: Bahnhof Mainz-Kastel, St. Georg, Festung Mainz Reduit
- Zugänglichkeit: Öffentlicher Gehweg, 24/7 geöffnet, kein Eintritt erforderlich
Jeder Stolperstein besteht aus einem Betonwürfel, der mit einer handgravierten Messingplatte versehen ist. Die Inschrift folgt dem Standardformat: „Hier wohnte [Name], [Geburtsjahr], [Schicksal – deportiert/ermordet/etc.], [Datum und Ort des Todes, falls bekannt]“ (Kultur & Zeitgeschichte).

Alt-Text: Messingplatte des Stolperstein-Mahnmals für Peter Hück, eingelassen in den Gehweg, Mainz-Kastel, Wiesbaden.
Um den Stolperstein zu finden, können Besucher die „Stolpersteine in Wiesbaden“-App nutzen oder die Karte des Aktiven Museums Spiegelgasse konsultieren (Stolpersteine Guide).
Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Zugänglichkeit und Etikette
Besuchszeiten und Tickets
- 24/7 geöffnet: Stolpersteine sind in öffentlichen Räumen installiert und können jederzeit besucht werden.
- Kein Ticket erforderlich: Es fallen keine Eintrittsgebühren oder Ticketanforderungen an.
Zugänglichkeit
- Rollstuhlgerecht: Die Steine sind bündig im Pflaster eingelassen und ermöglichen so den Zugang für Personen mit Mobilitätshilfen.
- Hinweis: Einige ältere Straßen in Wiesbaden können unebenes Kopfsteinpflaster aufweisen, was kleinere Herausforderungen darstellen könnte.
Besucheretikette
- Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Inschrift zu lesen und an die Person zu erinnern, die hier geehrt wird.
- Respektvolles Verhalten: Vermeiden Sie es, direkt auf dem Stein zu stehen; halten Sie stattdessen daneben an.
- Gedenkgesten: Das Ablegen einer weißen Rose oder eines kleinen Steins auf der Messingplatte ist ein traditionelles Zeichen des Respekts.
- Fotografien: Fotos sind erlaubt und werden zur Sensibilisierung ermutigt, aber bitte seien Sie diskret und rücksichtsvoll gegenüber den Anwohnern.
Geführte Touren, Bildungsressourcen und bürgerschaftliches Engagement
- Geführte Touren: Lokale Organisationen und das Aktive Museum Spiegelgasse bieten gelegentlich geführte Spaziergänge an, die sich auf Stolpersteine und die jüdische Geschichte Wiesbadens konzentrieren. Informieren Sie sich über die aktuellen Termine auf der Website der Wiesbaden Marketing GmbH oder auf Wiesbaden lebt.
- Selbstgeführte Touren: Die App „Stolpersteine in Wiesbaden“ bietet biografische Informationen, Karten und Audioinhalte für die eigenständige Erkundung.
- Gemeinschaftsveranstaltungen: Reinigungstage und Gedenkfeiern finden am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar) und am Jahrestag der Reichskristallnacht (9. November) statt. Die Gemeinschaft ist eingeladen, an diesen Erinnerungsakten teilzunehmen.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe und Reisetipps
Wiesbaden bietet eine reiche Auswahl an historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten:
- Jüdischer Friedhof: Ein Zeugnis des jüdischen Erbes der Stadt (Jüdischer Friedhofsverein Wiesbaden).
- Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma (Michelsberg): Zentraler Ort der öffentlichen Erinnerung, der an dieses Datum erinnert.
- Museum Wiesbaden und Marktkirche: Für einen breiteren historischen Kontext.
- Reisetipps: Der Wiesbadener Hauptbahnhof ist gut angebunden, und das Stadtzentrum ist mit dem Bus oder einem kurzen Spaziergang erreichbar. Lokale Annehmlichkeiten, touristische Informationen und öffentliche Toiletten befinden sich in der Nähe.
Kontroversen und Perspektiven
Obwohl das Stolperstein-Projekt weithin respektiert wird, stieß es auch auf Kritik. Einige sind der Meinung, dass die Platzierung von Namen auf Gehwegen respektlos sei, da Menschen unwissentlich über sie laufen könnten. Dies hat dazu geführt, dass Städte wie München Stolpersteine auf öffentlichem Grund verboten haben, obwohl alternative Lösungen entwickelt wurden. In Wiesbaden pausierte das Projekt kurzzeitig aufgrund von Auseinandersetzungen über die Inschriftensprache, wurde jedoch mit starker Unterstützung der Gemeinde fortgesetzt (Kultur & Zeitgeschichte; Wikipedia Wiesbaden Stolpersteine).
Digitale Ressourcen und interaktive Karten
- Stolpersteine in Wiesbaden App: Finden Sie Steine, greifen Sie auf Biografien zu und planen Sie selbstgeführte Touren (Stolpersteine Guide).
- Aktives Museum Spiegelgasse: Bietet detaillierte Dokumentationen und herunterladbare Karten (Aktives Museum Spiegelgasse).
- Wiesbaden lebt: Bietet aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen (Wiesbaden lebt).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wo finde ich den Stolperstein für Peter Hück? A: Nutzen Sie die „Stolpersteine in Wiesbaden“-App oder die Karte des Aktiven Museums Spiegelgasse, um den Stein in Mainz-Kastel zu finden.
F: Gibt es Besuchszeiten oder eine Eintrittsgebühr? A: Nein. Stolpersteine sind 24/7 zugänglich und kostenlos.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, sowohl geführte als auch selbstgeführte Touren sind verfügbar. Erkundigen Sie sich beim Wiesbadener Tourismusbüro oder laden Sie die Stolperstein-App herunter.
F: Kann ich an Reinigungs- oder Gedenkveranstaltungen teilnehmen? A: Ja, diese sind gemeindebetrieben und an wichtigen Gedenktagen für die Öffentlichkeit zugänglich.
Mehr Entdecken
Der Besuch des Stolpersteins für Peter Hück in Wiesbaden ist eine kraftvolle Möglichkeit, die Erinnerung an die Opfer des Holocaust zu ehren und sich mit der lebendigen Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen. Die öffentliche Platzierung des Denkmals fördert fortwährendes Nachdenken, bürgerschaftliches Engagement und Bildungsarbeit. Laden Sie die „Stolpersteine in Wiesbaden“-App für interaktive Karten und Hintergrundinformationen herunter und erwägen Sie die Teilnahme an lokalen Gedenkveranstaltungen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Stolpersteine, um die Erinnerung lebendig zu halten.
Weitere Informationen, Karten und Tourenpläne finden Sie beim Wiesbadener Tourismusbüro oder auf der Website Stolpersteine Wiesbaden.
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