Stolperstein Für Paul Sulzberger

WiesbadenGermany 50° N · 8° E Aktualisiert Aug 2025

Das Projekt Stolperstein (stolperstein), gegründet vom deutschen Künstler Gunter Demnig im Jahr 1992, ist die weltweit größte dezentrale Gedenkstätte für…

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Einleitung

Das Projekt Stolperstein (stolperstein), gegründet vom deutschen Künstler Gunter Demnig im Jahr 1992, ist die weltweit größte dezentrale Gedenkstätte für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Diese kleinen Messingplatten, die in Gehwege eingelassen sind, erinnern an Einzelpersonen an ihren letzten frei gewählten Wohnorten und verwandeln öffentliche Räume in Orte der Erinnerung und persönlichen Reflexion (Stolpersteine.eu).

In Wiesbaden wurden über 700 Stolpersteine verlegt, die die Stadt zu einem lebendigen Archiv ihrer ehemaligen jüdischen Einwohner, Sinti und Roma, politischen Dissidenten und anderer Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung machen. Unter diesen befindet sich der Stolperstein für Paul Sulzberger in der Adelheidstraße 75, der sein Leben und die Erinnerung an seine Familie ehrt (Mapcarta, Aktives Museum Spiegelgasse). Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über den historischen und kulturellen Kontext der Gedenkstätte, praktische Besucherinformationen und Ressourcen für eine sinnvolle Auseinandersetzung.



1. Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge und Zweck

Die Stolpersteine wurden als Gegenentwurf zur Auslöschung der Holocaust-Opfer konzipiert. Gunter Demnigs Stolpersteine sind Messingplatten (10 x 10 cm), bündig in den Bürgersteig eingelassen. Jede ehrt ein Opfer mit Namen, Geburtsdatum, Schicksal und ggf. Todesdatum und -ort. Das Projekt folgt der jüdischen Tradition, den Einzelnen beim Namen zu erinnern und bringt die Geschichte direkt in die urbane Landschaft (Stolpersteine.eu). Bis 2025 wurden in Europa über 100.000 Stolpersteine installiert.


2. Historischer Kontext: Wiesbaden und der Holocaust

Die Wiesbadener Stolpersteine erinnern an die verlorene jüdische Gemeinschaft und andere vom NS-Regime verfolgte Gruppen. Die Stadtviertel, insbesondere das Dichterviertel, Rheingauviertel und Westend, beherbergten vor dem Holocaust lebendige jüdische Familien. Die Steine dienen als tägliche Erinnerung an die begangenen Gräueltaten und die zerstörten Leben (wiesbaden-lebt.de).


3. Paul Sulzberger: Eine persönliche Geschichte

Paul Sulzberger wurde 1931 geboren und lebte in der Adelheidstraße 75 in Wiesbaden. 1942 wurde er im Alter von nur elf Jahren nach Sobibor deportiert und ermordet. Sein Stolperstein, der mit diesen Details beschriftet ist, zeugt von seinem kurzen Leben und dem Schicksal der Familie Sulzberger. Weitere Stolpersteine in der Nähe erinnern an Anna und Manfred Sulzberger und unterstreichen den kollektiven Verlust, den die Gemeinschaft erlebte (Mapcarta, TracesOfWar).


4. Kulturelle und Gedenkstättenbedeutung

Stolpersteine verwandeln abstrakte Tragödien in persönliche Erinnerung. Ihre Platzierung auf Augenhöhe mit der Straße lädt Passanten ein, innezuhalten und nachzudenken. Die einfache, dezentrale Natur macht Erinnerung für alle zugänglich, integriert Geschichte in das tägliche Leben und lädt zu spontaner und beabsichtigter Auseinandersetzung ein (Wiesbaden Tourismus). Gemeinschaftsmitglieder, Schulen und Organisationen beteiligen sich aktiv an Forschung, Installation und Pflege, um die Sichtbarkeit und Bedeutung der Steine zu gewährleisten (wiesbaden-lebt.de).


5. Lage und Zugänglichkeit

  • Adresse Adelheidstraße 75, 65185 Wiesbaden, Deutschland (TracesOfWar)
  • Koordinaten 50.07583 N, 8.233845 E
  • Erreichbarkeit Die Gedenkstätte ist vom Hauptbahnhof Wiesbaden (ca. 1 km entfernt) gut zu Fuß erreichbar. Die Gegend wird von mehreren Buslinien angefahren und ist fußgängerfreundlich.
  • Parkmöglichkeiten Begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße; mehrere öffentliche Parkhäuser in der Nähe.
  • Barrierefreiheit Der Standort ist für die meisten Besucher zugänglich, einschließlich Personen mit Mobilitätseinschränkungen, obwohl die Gehwege leichte Unebenheiten aufweisen können.

6. Besuchszeiten und Ticketinformationen

  • Öffnungszeiten Ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Kein Ticket oder Reservierung erforderlich.
  • Eintritt Kostenlos.
  • Beste Zeiten Tageslicht wird für Klarheit und Sicherheit empfohlen. Früh morgens oder am späten Nachmittag ist es tendenziell ruhiger.

7. Erlebnis vor Ort und Besucheretikette

  • Inschrift

    Hier wohnte
    Paul Sulzberger
    Jg. 1931
    deportiert 1942
    Sobibor
    ermordet 1942

  • Traditionen Halte einen Moment inne, reinige die Platte mit einem Tuch oder hinterlasse einen kleinen Stein oder eine Blume zum Gedenken.

  • Fotografie Gestattet, aber bitte diskret und unter Berücksichtigung der Wohnumgebung.

  • Sicherheit Achte auf den Verkehr und versperre nicht den Gehweg.


8. Führungen, Apps und Bildungsressourcen

  • Führungen Angeboten vom Aktiven Museum Spiegelgasse, mit historischem Kontext und persönlichen Geschichten.
  • Stolperstein-App Verfügbar für iOS und Android, bietet Karten, Biografien und Optionen für selbst geführte Touren (Jewiki).
  • Publikationen Das Museum veröffentlicht Biografien von Opfern, an die mit Wiesbadener Stolpersteinen erinnert wird.
  • Digitale Ressourcen Projekte wie "Sprechende Stolpersteine" bieten Audio-Guides und digitale Inhalte (wissensrouten.de).

9. Gemeinschaftliches Engagement und Erhaltung

Lokale Freiwillige, Schulen und Organisationen reinigen und pflegen die Stolpersteine regelmäßig. Die Patenschaft für neue Steine wird gefördert und durch das Aktive Museum Spiegelgasse koordiniert; jeder Stein kostet 120 € (Aktives Museum Spiegelgasse). Laufende Gemeinschaftsinitiativen gewährleisten die Langlebigkeit und Sichtbarkeit der Gedenkstätten (wiesbaden-lebt.de).


10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wo befindet sich der Stolperstein für Paul Sulzberger?
A: Adelheidstraße 75, Wiesbaden, Deutschland (Mapcarta).

F: Benötige ich ein Ticket?
A: Nein, der Stolperstein ist eine öffentliche Gedenkstätte, jederzeit zugänglich.

F: Gibt es Führungen?
A: Ja, Führungen werden vom Aktiven Museum Spiegelgasse und lokalen Organisationen angeboten.

F: Ist der Standort rollstuhlgerecht?
A: Der Gehweg ist generell zugänglich, die Oberflächenbeschaffenheit kann jedoch variieren.

F: Darf ich Fotos machen?
A: Ja, aber bitte mit Respekt.


11. Bilder und nahe gelegene Attraktionen

Erkunde Wiesbadens reiche Auswahl an historischen Stätten:

  • Holocaust-Gedenkstätten in Wiesbaden
  • Leitfaden zu historischen Stätten in Wiesbaden
  • Stolpersteine in Wiesbaden: Eine umfassende Karte

Nahe gelegene Attraktionen sind das Stadtmuseum am Markt, das Kurhaus, das Museum Wiesbaden und die Russische Orthodoxe Kirche.


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