Stolperstein Für Karl Baum

Wiesbaden, Germany

Stolperstein Für Karl Baum

Der Besuch des Stolpersteins für Karl Baum in Wiesbaden, Deutschland, bietet eine kraftvolle Begegnung mit der vielschichtigen Geschichte der Stadt und der…

Einleitung

Der Besuch des Stolpersteins für Karl Baum in Wiesbaden, Deutschland, bietet eine kraftvolle Begegnung mit der vielschichtigen Geschichte der Stadt und der bleibenden Erinnerung an die Verfolgten des NS-Regimes. Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die in Gehwege vor den letzten frei gewählten Wohnorten von Personen eingelassen sind, die vom Nationalsozialismus verfolgt wurden. Das Projekt, das vom deutschen Künstler Gunter Demnig in den frühen 1990er Jahren ins Leben gerufen wurde, ist das weltweit größte dezentrale Denkmal. Es stellt die Namen und Geschichten von Opfern in über 27 europäischen Ländern wieder her (pragueviews.com; am-spiegelgasse.de; Germany.info; wiesbaden-lebt.de).

Wiesbaden hat diese Form des Gedenkens angenommen. Stadtweit gibt es 784 Stolpersteine, die Einzelpersonen verschiedener Hintergründen ehren – Juden, Sinti und Roma, politische Dissidenten, LGBTQ+-Personen und andere. Der Stolperstein für Karl Baum befindet sich im Stadtteil Westend/Rheingauviertel und markiert seine letzte bekannte Wohnstätte, was zu persönlicher Reflexion über seine Lebensgeschichte einlädt.

Dieser umfassende Leitfaden behandelt die Geschichte, Bedeutung, den Standort, Besuchertipps und den kulturellen Kontext des Stolpersteins für Karl Baum, um Besuchern zu helfen, sich durchdacht und respektvoll mit diesem Denkmal und Wiesbadens breiterer historischer Landschaft auseinanderzusetzen.


Ursprünge und Philosophie des Stolperstein-Projekts

Das Stolperstein-Projekt wurde von Gunter Demnig mit dem Ziel initiiert, die systematische Auslöschung individueller Identitäten durch das NS-Regime zu bekämpfen. Jeder Stolperstein ist ein von Hand gravierter, 10x10 cm großer Messingwürfel mit einer Messingkappe, auf dem der Name des Opfers, sein Geburtsdatum, sein Schicksal und, wenn bekannt, sein Todesdatum und -ort eingraviert sind (pragueviews.com; stolpersteine.eu). Das Leitprinzip des Projekts, das auf einem Zitat aus dem Talmud basiert: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist,“ zielt darauf ab, durch physische Präsenz in der städtischen Umgebung die persönliche Erinnerung wiederherzustellen.

Die dezentrale Natur der Stolpersteine bedeutet, dass die Erinnerung in den Alltag integriert wird und sowohl bei Anwohnern als auch bei Besuchern spontane Reflexionsmomente auslöst. Jeder Stein lädt den Betrachter ein, den Kopf zu senken, um ihn zu lesen – eine Geste, die Respekt und Gedenken symbolisiert.

Stolpersteine erinnern an ein breites Spektrum von NS-Opfern, darunter Juden, Sinti und Roma, behinderte Menschen, politische Gegner, LGBTQ+-Personen und andere. Jeder wird an seinem letzten frei gewählten Wohnort mit einem einzigen Stein geehrt, während für größere Gruppen „Stolperschwellen“ verwendet werden (stolpersteine.eu).


Stolpersteine in Wiesbaden und die Ehrung von Karl Baum

Wiesbaden beteiligt sich seit 2006 aktiv am Stolperstein-Projekt, die ersten Steine wurden 2008 verlegt (am-spiegelgasse.de). Bis Juni 2025 wurden in der Stadt 784 Steine installiert, darunter der Stolperstein für Karl Baum im Stadtteil Westend/Rheingauviertel.

Das Aktive Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte koordiniert die Forschung, Installation und Bildungsprogramme für die Stolpersteine in Wiesbaden. Bürger, Schulen und Organisationen stiften Steine gegen eine Gebühr von 120 €, die Produktion und Verlegung abdeckt. Das Museum unterhält eine umfassende Online-Datenbank und bietet biografische Informationen, sodass jedes Denkmal ein Ausgangspunkt für tiefere Forschung und Reflexion ist (am-spiegelgasse.de; wiesbaden-lebt.de).

Der Stolperstein für Karl Baum veranschaulicht das Engagement der Stadt für persönliche und kollektive Erinnerungskultur, die sicherstellt, dass seine Geschichte – und die anderer Opfer – nicht in Vergessenheit gerät.


Besuchsinformationen: Standort, Öffnungszeiten und Barrierefreiheit

Standort: Der Stolperstein für Karl Baum befindet sich im Stadtteil Westend/Rheingauviertel von Wiesbaden, in der Nähe von Wahrzeichen wie dem Wiesbadener Stadtschloss, dem Alten Rathaus und der Bonifatiuskirche (Mapcarta). Die genaue Position des Steins kann über die Online-Datenbank des Museums oder die Stolpersteine-App gefunden werden.

Öffnungszeiten und Zugang: Stolpersteine sind in öffentliche Gehwege eingelassen und jederzeit zugänglich. Es fallen keine Eintrittsgebühren oder Tickets an. Das Stadtzentrum ist fußgängerfreundlich und gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, die Haltestelle "Dern’sches Gelände" befindet sich in der Nähe (Wiesbaden Tourist Information).

Barrierefreiheit: Das Wiesbadener Stadtzentrum und die Standorte der Stolpersteine sind im Allgemeinen rollstuhlgerecht, mit abgesenkten Bordsteinen und glatten Gehwegen. Das Wiesbadener Tourist Information Center kann Besuchern mit eingeschränkter Mobilität weitere Unterstützung anbieten.


Gesellschaftliches Engagement und Bildungsmehrwert

Das lokale Engagement ist zentral für das Stolperstein-Projekt in Wiesbaden. Anwohner, Schüler und Gruppen stiften und pflegen Steine und nehmen oft an Reinigungsaktionen teil – insbesondere am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) oder bei Verlegungszeremonien (wiesbaden-lebt.de). Das Aktive Museum Spiegelgasse bietet Führungen, Bildungsworkshops und veröffentlicht biografische Materialien. Digitale Werkzeuge wie die Stolpersteine-App bieten interaktive Karten und detaillierte Hintergrundinformationen (wiesbaden-lebt.de).

Schulen nutzen das Projekt für Bildungsinitiativen, indem sie die Leben und Schicksale hinter den Gedenktafeln erforschen und die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fördern.


Verhaltensregeln für Besucher und Tipps

  • Seien Sie respektvoll: Nähern Sie sich dem Stein achtsam und vermeiden Sie es, direkt darauf zu treten.
  • Halten Sie inne und denken Sie nach: Nehmen Sie sich einen ruhigen Moment, um die Inschrift zu lesen und darüber nachzudenken.
  • Beteiligen Sie sich an der Reinigung: Nehmen Sie nach Möglichkeit an Gemeinschaftsreinigungen teil oder reinigen Sie den Stein sanft mit einem Tuch als Zeichen des Gedenkens.
  • Hinterlassen Sie Gedenkzeichen: Blumen oder kleine Steine sind traditionelle Möglichkeiten, das Gedenken zu ehren.
  • Fotografie: Dezente Aufnahmen sind erlaubt. Achten Sie aber auf Ihre Umgebung in Wohngebieten.
  • Sprache: Die Inschriften sind auf Deutsch, aber kurz. Das Tourist-Information-Center und Führer bieten Unterstützung in anderen Sprachen an.

Nahegelegene historische Stätten und Ressourcen

Nach dem Besuch des Stolpersteins für Karl Baum erkunden Sie Wiesbadens reiche historische Landschaft:

  • Stadtschloss Wiesbaden: Ehemaliger Herzogspalast, heute Sitz des Hessischen Landtags.
  • Altes Rathaus: Das älteste Rathaus der Stadt, das oft Ausstellungen beherbergt.
  • St. Bonifatius: Eine neugotische Kirche, die für Besucher geöffnet ist.
  • Gedenkstätte am Michelsberg: Denkmal für die deportierten und ermordeten jüdischen Einwohner Wiesbadens.
  • Aktives Museum Spiegelgasse: Zentraler Knotenpunkt für jüdische Geschichte und Stolperstein-Forschung.

Das Wiesbadener Tourist Information Center am Marktplatz 1 bietet Karten, Reiseführer und Empfehlungen und ist vollständig barrierefrei zugänglich.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind Stolpersteine? Kleine Messingplatten, die an die Opfer der NS-Verfolgung erinnern und an ihrem letzten frei gewählten Wohnort verlegt werden.

Gibt es Besuchszeiten oder sind Tickets erforderlich? Nein. Stolpersteine sind jederzeit zugänglich und kostenlos zu besichtigen.

Wo befindet sich der Stolperstein für Karl Baum? Im Stadtteil Westend/Rheingauviertel von Wiesbaden, in der Nähe des Stadtschlosses und des Alten Rathauses. Nutzen Sie die Stolpersteine-App oder Mapcarta für genaue Wegbeschreibungen.

Sind Führungen verfügbar? Ja. Angeboten vom Aktiven Museum Spiegelgasse und lokalen Geschichtsvereinen. Die Stolpersteine-App unterstützt auch selbstgeführte Touren.

Ist der Standort für Menschen mit Behinderungen zugänglich? Ja. Das Stadtzentrum verfügt über zugängliche Gehwege, und das Tourist Information Center bietet zusätzliche Unterstützung.

Kann ich an der Pflege teilnehmen? Ja. Gemeinschaftliche Reinigungsaktionen stehen Besuchern und Anwohnern offen.


Mehr Entdecken

Der Stolperstein für Karl Baum in Wiesbaden ist ein lebendiges Denkmal, das sowohl zur persönlichen Reflexion als auch zum kollektiven Gedenken anregt. Indem Besucher an dieser kleinen Gedenktafel innehalten, ehren sie ein von der Geschichte zerstörtes Leben und tragen dazu bei, dass die Geschichten der NS-Opfer in unserer urbanen Umgebung präsent bleiben. Wiesbadens Engagement für das Stolperstein-Projekt – durch Bildung, Gemeinschaftsaktionen und digitale Innovation – unterstreicht den bleibenden Wert der Erinnerung an die Vergangenheit.

Wir ermutigen alle Besucher, respektvoll und mit Neugier den Stolperstein für Karl Baum zu erkunden, an Gedenkveranstaltungen teilzunehmen und Ressourcen wie die Stolpersteine- und Audiala-Apps für tieferen historischen Kontext zu nutzen. Teilen Sie Ihren Besuch achtsam, tragen Sie zur fortlaufenden Erinnerungskultur bei und entdecken Sie Wiesbadens zahlreiche historische Stätten, um Ihr Verständnis für das Erbe der Stadt zu vertiefen.


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