Einleitung
Der in Wiesbaden dem Andenken an Felix Berney gewidmete Stolperstein ist ein wirkmächtiges und intimes Mahnmal, das Besucher einlädt, sich direkt mit der Holocaust-Geschichte der Stadt und ihrer einst blühenden jüdischen Gemeinde auseinanderzusetzen. Als Teil des internationalen Projekts Stolpersteine, das 1992 vom deutschen Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen wurde, sind diese "stolpersteine" dezentrale Gedenkstätten, die in Gehwege an den letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsstätten von NS-Opfern eingelassen sind. Jeder Stein, einschließlich des für Felix Berney, steht nicht nur als Ehrung für eine Einzelperson, sondern auch als Reflexion von Wiesbadens Engagement für Erinnerung und Bildung.
Dieser Leitfaden bietet umfassenden historischen Kontext, detaillierte Besucherinformationen (einschließlich Standort, Erreichbarkeit und Öffnungszeiten) und praktische Tipps, um Ihren Besuch optimal zu gestalten. Egal, ob Sie Schüler, Geschichtsinteressierter oder respektvoller Reisender sind, dieses Mahnmal bietet eine einzigartige Gelegenheit zur persönlichen Reflexion und einem tieferen Verständnis von Wiesbadens komplexer Vergangenheit. Der Stolperstein für Felix Berney ist ganzjährig frei zugänglich im öffentlichen Raum von Wiesbadens Altstadt, konkret in der Mauergasse 12 (manchmal auch als Dernsche Höfe bezeichnet), und ist leicht zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto erreichbar. In unmittelbarer Nähe können Sie auch bedeutende Stätten wie das Wiesbadener Stadtschloss, das Alte Rathaus, die Bonifatiuskirche und das Aktive Museum Speichergasse erkunden, die alle die Geschichte des jüdischen Erbes und der Holocaust-Erinnerung in der Stadt bereichern.
Digitale Werkzeuge und Führungen verbessern das Erlebnis weiter und bieten Biografien, interaktive Karten und thematische Spaziergänge. Die Philosophie, die das Projekt Stolpersteine untermauert, ist, die Erinnerung auf Bodenniveau zu bringen und Reflexion im täglichen Leben zu fördern. Für maßgebliche Informationen verweisen wir auf offizielle Quellen wie Stolpersteine.eu, das Aktive Museum Speichergasse und die Website der Stadt Wiesbaden.
Mit dem Besuch des Stolpersteins für Felix Berney nehmen Sie an einem bedeutungsvollen Akt der Erinnerung teil und ehren die Vergangenheit, während Sie das Bewusstsein für zukünftige Generationen schärfen (Wikipedia: Stolperstein; Stolpersteine Wiesbaden; Traces of War).
Fotogalerie
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Warum Stolpersteine? Geschichte und Bedeutung
Das Projekt Stolpersteine ist die weltweit größte dezentrale Gedenkstätte, an der bis 2025 über 100.000 Steine europaweit verlegt wurden (Stolpersteine.eu). Jeder Stein erinnert an einen einzelnen Menschen, der Opfer der NS-Verfolgung wurde – Juden, Sinti, Roma, politische Gefangene, LGBTQ+-Personen und andere –, indem sein bzw. ihr letzter selbstgewählter Wohnort oder Arbeitsplatz markiert wird. Das Projekt begann 1992 und hat durch seinen basisdemokratischen Ansatz Stadtlandschaften in Gedenkstätten verwandelt und die Geschichte in den Alltag eingefügt.
In Wiesbaden begann die Umsetzung des Projekts 2008, unterstützt vom Aktiven Museum Speichergasse und der Stadtverordnetenversammlung (Jewiki: Wiesbaden Stolpersteine). Die Steine werden in Zeremonien unter Beteiligung lokaler Gemeinschaften und Nachkommen verlegt, was die persönlichen und gemeinschaftlichen Dimensionen der Erinnerung unterstreicht.
Die Geschichte von Felix Berney
Frühes Leben und Familie
Felix Berney, geboren 1883, lebte mit seiner Frau Rosalie (geb. 1878) in der Mauergasse 12 in Wiesbadens Altstadt. Sie gehörten vor dem Holocaust zur jüdischen Mittelschicht der Stadt (Traces of War: Mauergasse 12; Stolpersteinliste Wiesbaden, PDF).
Verfolgung und Deportation
Unter dem NS-Regime wurden Felix und Rosalie zunehmender Verfolgung ausgesetzt, die 1942 in ihrer Deportation in das Vernichtungslager Sobibor gipfelte. Ihre Stolpersteine dienen als bleibende Erinnerung an ihr Leben und die größere Gemeinschaft, die durch den Holocaust verloren ging.
Besuch des Stolpersteins für Felix Berney
Standort und Erreichbarkeit
- Adresse: Mauergasse 12 / Dernsche Höfe, 65183 Wiesbaden, Deutschland (Mapcarta: Dernsche Höfe)
- Im Stadtzentrum gelegen, ist der Ort leicht zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto erreichbar.
- Nahegelegene Parkhäuser: „Parkhaus Markt“ und „Parkhaus Luisenplatz“.
- Die Gegend ist fußgängerfreundlich, aber einige Gehwege können aufgrund von Kopfsteinpflaster uneben sein.
Besuchszeiten und Tickets
- Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich; der Stolperstein ist in einen öffentlichen Gehweg eingelassen und ganzjährig zugänglich.
- Tickets: Kein Ticket oder keine Genehmigung erforderlich; der Ort ist kostenlos zugänglich.
Führungen und Sonderveranstaltungen
- Führungen: Angeboten vom Aktiven Museum Speichergasse und lokalen Reiseveranstaltern, bieten diese historischen Kontext und persönliche Geschichten. Einige Führungen sind möglicherweise auf Englisch verfügbar – prüfen Sie Details auf AMS.
- Sonderveranstaltungen: Gedenkzeremonien, insbesondere am Holocaust-Gedenktag (27. Januar), beinhalten oft Reinigungsrituale und das Verlesen der Namen der Opfer.
Digitale Ressourcen und Apps
- Stolpersteine in Wiesbaden App (iOS): GPS-Ortsbestimmung, Biografien und digitale Erinnerungsblätter.
- Stolpersteine Guide App: Kuratierte Touren, Biografien und Community-Inhalte für iOS/Android.
- AMS Stolperstein-Karte: Umfangreiche Online-Karte aller Steine in Wiesbaden.
Nahegelegene historische und kulturelle Stätten
- Wiesbadener Stadtschloss: Neoklassizistischer Sitz des Hessischen Landtags (Wiesbadener Stadtschloss).
- Altes Rathaus: Ältestes erhaltenes Gebäude im Stadtzentrum von Wiesbaden (Altes Rathaus Wiesbaden).
- Bonifatiuskirche: Neugotisches Wahrzeichen am Luisenplatz.
- Aktives Museum Speichergasse: Ausstellungen über jüdisches Leben und Holocaust-Erinnerung (AMS).
- Gedenkstätte Michelsberg: Holocaust-Gedenkstätte.
- Kurhaus Wiesbaden: Historisches Kurhaus und Gärten.
- Neroberg und Nerobergbahn: Panoramablick über die Stadt und Attraktionen.
- Taunusstraße: Bekannt für Antiquitäten, Galerien und Cafés.
Praktische Besuchertipps
- Beste Besuchszeit: Tageslichtstunden (8:00 bis 20:00 Uhr) für optimale Sichtbarkeit.
- Erreichbarkeit: Barrierefreier Zugang; die meisten Orte sind für Rollstuhlfahrer zugänglich, obwohl Kopfsteinpflaster kleinere Herausforderungen darstellen kann.
- Respektvolles Verhalten: Innehalten, um die Inschrift zu lesen, einen kleinen Stein oder eine Blume niederzulegen und nicht direkt auf die Platte zu treten.
- Fotografie: Erlaubt, aber bitte diskret und respektvoll vorgehen.
- Wetterbedingungen: Der Ort ist im Freien – bitte kleiden Sie sich angemessen.
Bildungsressourcen
- AMS-Datenbank: Wiesbadener Stolperstein-Datenbank für biografische Details.
- Online-Materialien: Broschüren und Interpretationshilfen sind über die AMS verfügbar.
- Schulbeteiligung: Lokale Schulen "adoptieren" oft Stolpersteine, recherchieren Biografien von Opfern und nehmen an Pflege- und Gedenkveranstaltungen teil.
Rituale und Gedenkakte
- Reinigung der Steine: Das Polieren des Messings ist ein symbolischer Akt der Fürsorge durch Einheimische und Besucher, insbesondere zu Gedenktagen.
- Ablegen von Steinen oder Blumen: Spiegelt jüdische Trauerrituale wider und ehrt das Andenken der Opfer.
- Lautes Verlesen von Namen: Findet während Zeremonien statt, um Würde und Individualität wiederherzustellen.
Häufig Gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es Eintrittsgebühren für den Besuch des Stolpersteins für Felix Berney? A: Nein, der Stolperstein ist öffentlich zugänglich und kostenlos.
F: Wann ist die beste Zeit für einen Besuch? A: Tageszeiten werden zur besseren Sichtbarkeit und Sicherheit empfohlen.
F: Sind Führungen auf Englisch verfügbar? A: Einige AMS-Touren werden auf Englisch angeboten; prüfen Sie deren Website oder kontaktieren Sie sie direkt.
F: Ist der Stolperstein für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, aber einige Flächen können uneben sein – kontaktieren Sie AMS für Details.
F: Wie kann ich das Stolperstein-Projekt unterstützen? A: Sie können neue Steine sponsern oder sich über die AMS-Website ehrenamtlich engagieren.
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