Einleitung
Wiesbaden, die hessische Landeshauptstadt, engagiert sich stark in der Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung durch sein umfassendes Stolperstein-Projekt. Stolpersteine – kleine, mit Messing überzogene Gedenktafeln, die in Gehwege eingelassen sind – erinnern an Personen, die unter dem NS-Regime gelitten haben, personalisieren die Geschichte und verankern sie im städtischen Alltag. Eines dieser Gedenkmale ist der Stolperstein, der Albert Liebmann gewidmet ist, einem Handelsvertreter und Mitglied der jüdischen Gemeinde Wiesbadens. Dieser Leitfaden befasst sich mit der Geschichte, der Bedeutung und den Besucherinformationen für den Stolperstein und das Denkmal von Albert Liebmann und bietet praktische Reisetipps und Zugänglichkeitsdetails sowie Ressourcen für ein tieferes Engagement.
Fotogalerie
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Was sind Stolpersteine?
Die 1992 vom Künstler Gunter Demnig konzipierten Stolpersteine ("stolpernde Steine") sind mit Messing überzogene Pflastersteine, die in Bürgersteige in ganz Europa eingelassen sind. Jeder Stein ist mit dem Namen, dem Geburtsdatum, dem Schicksal und, falls bekannt, dem Deportations- oder Todesdatum eines Opfers der nationalsozialistischen Verfolgung versehen. Über 100.000 Stolpersteine wurden in mehr als 28 Ländern installiert und bilden das weltweit größte dezentrale Holocaust-Mahnmal (stolpersteine.eu).
Geschichte und Bedeutung von Stolpersteinen in Wiesbaden
Wiesbaden beteiligt sich seit 2006 aktiv am Stolperstein-Projekt, wobei bis 2025 über 784 Steine an 427 Häusern installiert wurden (am-spiegelgasse.de). Diese Gedenkstätten erinnern nicht nur an jüdische, sondern auch an Sinti und Roma, politische Dissidenten und andere vom NS-Regime verfolgte Gruppen. Die Stolpersteine verwandeln gewöhnliche Straßen in Erinnerungsorte und fördern eine Kultur der Erinnerung und des lokalen Engagements.
Das Projekt in Wiesbaden wird vom Aktiven Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte koordiniert, mit Unterstützung des Wiesbadener Stadtparlaments. Gemeindemitglieder stiften oft Stolpersteine, und lokale Historiker recherchieren und dokumentieren die Biografien der Gedenkenden (jewiki.net).
Der Stolperstein und das Denkmal für Albert Liebmann
Wer war Albert Liebmann?
Albert Israel Liebmann (1876–1942) war ein Handelsvertreter aus Mainz, der später in Wiesbaden wohnte. Im Jahr 1926 erwarben Albert und seine Frau Margarethe eine Wohnstätte in der Albrechtstraße 13, die später zu einem "Judenhaus" wurde – einem Gebäude, in dem jüdische Familien vor der Deportation im Nationalsozialismus zwangsweise zusammengetrieben wurden. Albert Liebmanns Leben und Schicksal spiegeln die breitere Geschichte der jüdischen Gemeinde Wiesbadens wider, und sein Stolperstein sowie das nahegelegene Denkmal erinnern eindrücklich an diese Geschichte.
Die Symbolik des Stolpersteins
Der Stolperstein für Albert Liebmann, der an seinem letzten frei gewählten Wohnort eingelassen ist, personalisiert die Tragödie des Holocaust und stellt die Individualität eines Lebens wieder her, das aus dem öffentlichen Gedächtnis gelöscht wurde. Im Gegensatz zu großen, anonymen Denkmälern lädt jeder Stolperstein Passanten ein, innezuhalten und sich an eine bestimmte Person zu erinnern, wodurch die Geschichte greifbar und unmittelbar wird.
Das Denkmal
In der Nähe der Albrechtstraße 13 steht das Albert-Liebmann-Denkmal, das nicht nur Albert ehrt, sondern auch die Widerstandsfähigkeit und die kulturellen Beiträge der jüdischen Gemeinde Wiesbadens symbolisiert. Es ist Teil des städtischen Erinnerungsnetzwerks und der Bildungsinitiativen.
Planung Ihres Besuchs
Standort
- Stolperstein: Eingelassen in den Bürgersteig in oder in der Nähe der Albrechtstraße 13, Wiesbaden.
- Denkmal: In der Nähe gelegen, erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und in der Nähe anderer historischer Stätten.
Besuchszeiten und Eintritt
- Rund um die Uhr geöffnet: Als öffentliche Gedenkstätten sind sowohl der Stolperstein als auch das Denkmal jederzeit zugänglich.
- Eintritt: Kostenlos.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: Beide Standorte befinden sich auf gepflasterten Gehwegen und sind für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
- Besuchersicherheit: Am besten tagsüber besuchen, um Sichtbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Besucherressourcen
- Karten und Broschüren: Erhältlich im Tourist Information Center Wiesbaden (tourismus.wiesbaden.de).
- Stolpersteine-App: Bietet digitale Karten, biografische Details und geführte Touren (wiesbaden-lebt.de, stolpersteine-guide.de).
Führungen und Bildungsinitiativen
- Rundgänge: Lokale Vereinigungen und Reiseveranstalter bieten geführte Touren an, die sich auf Stolpersteine und die jüdische Geschichte Wiesbadens konzentrieren. Informationen und Buchungen sind über das Tourist Information Center und lokale Museen erhältlich.
- Bildungsprogramme: Schulen binden Schüler in Forschung, Dokumentation und Gedenkveranstaltungen ein und integrieren die Stolpersteine in den Lehrplan, um historisches Bewusstsein und Empathie zu fördern.
- Gemeinschaftsveranstaltungen: Die Teilnahme an Installationszeremonien und Gedenktagen wird gefördert, wobei Details auf offiziellen städtischen Kanälen veröffentlicht werden.
Historische Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Jüdisches Museum Wiesbaden (juedischesmuseum-wiesbaden.de): Bietet einen breiteren Kontext zum jüdischen Leben in der Region.
- Gedenkstätte am Michelsberg: Zentrale Holocaust-Gedenkstätte mit über 1.500 jüdischen Opfern aus Wiesbaden.
- Museum Wiesbaden: Präsentiert Ausstellungen zur Geschichte der Stadt während der NS-Zeit.
- Stadtmuseum: Beherbergt wechselnde Ausstellungen zur Kulturgeschichte Wiesbadens.
Reisetipps und Fotospots
- Tragen Sie bequeme Schuhe für Spaziergänge zwischen den Orten.
- Nutzen Sie die Stolpersteine-App oder digitale Karten zur effizienten Routenplanung.
- Halten Sie an jedem Stolperstein inne, um nachzudenken – treten Sie nicht direkt auf die Messingplatten.
- Tagesbesuche werden für die besten fotografischen Möglichkeiten empfohlen; dokumentieren Sie das Erlebnis mit Fotos, verwenden Sie für Barrierefreiheit und SEO den Alternativtext wie "Albert Liebmann Stolperstein in Wiesbaden Bürgersteig".
- Entdecken Sie nahegelegene Cafés und Geschäfte für einen ganztägigen kulturellen Ausflug.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wo finde ich den Stolperstein für Albert Liebmann? Er ist im Bürgersteig in oder in der Nähe der Albrechtstraße 13 eingelassen. Nutzen Sie die Stolpersteine-App oder Stadtpläne für genaue Wegbeschreibungen.
Gibt es geführte Touren, die den Stolperstein einschließen? Ja. Buchungen sind bei lokalen Reiseveranstaltern, dem Tourist Information Center und Museen möglich.
Was sind die Besuchszeiten und Gebühren? Der Stolperstein und das Denkmal sind 24/7 zugänglich und kostenlos.
Ist der Ort für Menschen mit Behinderungen zugänglich? Ja, das Gebiet ist mit gepflasterten Gehwegen rollstuhlgerecht.
Kann ich an Zeremonien teilnehmen oder einen Stolperstein stiften? Ja. Kontaktieren Sie das Aktive Museum Spiegelgasse für Details (am-spiegelgasse.de).
Mehr Entdecken
Der Stolperstein für Albert Liebmann in Wiesbaden ist ein starkes Zeugnis für die anhaltende Bedeutung des individuellen Gedenkens angesichts historischer Tragödien. Indem Sie diesen und andere Stolpersteine besuchen, tragen Sie zu einer lebendigen Erinnerungskultur bei und helfen sicherzustellen, dass die Lehren der Vergangenheit für zukünftige Generationen relevant bleiben.
Machen Sie den nächsten Schritt:
- Laden Sie die Stolpersteine-App oder die Audiala-App für geführte Besuche herunter.
- Erkunden Sie weitere historische Wahrzeichen und Museen Wiesbadens.
- Nehmen Sie an Gemeinschaftsveranstaltungen und Erinnerungsinitiativen teil.
- Folgen Sie den kulturellen Stätten Wiesbadens in den sozialen Medien, um Updates zu neuen Stolpersteinen und Veranstaltungen zu erhalten.
Durch diese Maßnahmen helfen Sie, die Erinnerung an Albert Liebmann und alle Opfer lebendig zu halten – und verwandeln Gedenken in sinnvolles, fortlaufendes Engagement.
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